Stummfilme

  • Ich versuche hier auch nochmal mein Glück.


    Es geht um folgende Filme:


    Störtebeker (1919)
    Katharina die Große (1920)


    Laut Wikipedia ist Störtebeker verschollen - ist das korrekt? Ist bekannt ob Katharina die Große erhalten ist? Vom Katharina-Film habe ich - so glaube ich - 2 Aushangsfotos erwerben können und von Störtebeker ein Aushangsfoto. Von Filmen aus dieser Zeit sind solche Fotos schon etwas Besonderes oder?


    Bearbeitet:


    Wie ich gerade erfahren habe, ist der Störtebeker Film von dieser Firma, von daher handelt es sich wohl tatsächlich um den Film von 1919: http://www.filmportal.de/insti…2c5134aadbe460901e79415d0


    Und bei Katharina die Große handelt es sich um diese Firma, dann liege ich hier wohl auch richtig: http://www.filmportal.de/insti…1f3d64cd7adcb71287db34a84

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Inzwischen habe ich eine kleine Aushangsfoto-Sammlung von Stummfilmen beisammen:


    Katharina die Grosse - Foto "Der Putsch im Adelskasino" (D, 1920) [weiss jemand ob der Film noch existiert?]
    Katharina die Grosse - Foto "Die Militär-Revolte" (D, 1920) [weiss jemand ob der Film noch existiert?]
    Ein Sommernachtstraum (D, 1925) [verschollen]
    Der Staatsanwalt (D, 1920) [nicht ganz sicher ob es dieser Film ist, falls ja, weiss jemand ob der Film existiert?]
    Störtebeker (D, 1919) [verschollen]
    UNBEKANNT [siehe hier]

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Hallo, wollte mich nur mal kurz
    vorstellen! Ich lese schon seit geraumer Zeit hier mit, aber meist nur einige
    Hinweise in der "Demnächst im TV " Rubrik gemacht. Aber ich will mich
    mal in nächster Zeit hier öfter einbringen, da ich auch ein großer Freund des
    frühen deutschen Films bis ca 1950 bin. Besonders interessiert mich der deutsche
    Stummfilm, aber auch der frühe Tonfilm. Besonders gefallen mir Henny Porten und
    Brigitte Helm. Aber auch viele weitere Stars wie Lilian Harvey, Dolly Haas,
    Conrad Veidt, Hans Albers und Heinrich George. Es freut mich hier weitere
    Freunde des alten deutschen Films zu finden!

  • Dann noch einmal Willkommen. Wir freuen uns alle sehr, wenn sich die Mitleser auch einbringen, denn ein Forum lebt davon und gerade hier ist der Schreiberkreis recht klein, sodass es immer mal wieder ruhigere Phasen gibt. Ich selbst bin ein großr Freund der alten deutsche Filme auch wenn ich vieles vieles noch gar nichtgesehen habe. Gerade auch im Stummfilmbereich bin ich noch sehr am Anfang. Dabei gibt es viel tolle und leider viel zu sehr vernachlässigte Schätze zu finden, gerade bei den deutschen Stummfilmen und frühen Tonfilmen. Gerade Brigitte Helm ist ein großes Phänomen und ich finde sie als weiblichen Schauspieler viel reizvoller als das meiste was die Filmwelt bisher vorgebracht hat, nicht zu vergleichen mit den Diven die in den Jahrzehnten nach ihr teilweise künstlich hochgepuscht wurden. Helm aber auch Sybille Schmitz sind Schauspielerinnen mit einer unglaublichen Ausstrahlung, die geradeauch durch diese alten Filme sehr zur Geltung kommt.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Spätestens seitdem ich sie in Vampyr gesehen habe, ist Sybille Schmitz meine absolute Nummer eins!

    "Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden." (Martin Luther King)


  • Auch Wim Wenders hat einen (Doku-)film im Jubiläumsjahr des Kinos 1995 gedreht "Die Gebrüder Skladanowsky": http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Gebr%C3%BCder_Skladanowsky - Der Film ist komplett auf YouTube zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=lYBmUGvxL9I Er scheint recht gut gemacht zu sein, gerade die Erzähler in Berliner Mundart verleihen dem Film tolles Flair, auch wenn es dadurch kein richtiger Stummfilm ist. Besonders bezaubernd finde ich die 91-jährige Tochter von Max Skladanowsky, die herrlich aus der alten Zeit erzählt. Den Film muss ich mir mal in Ruhe anschauen.

    Den habe ich am Wochenende gesehen und die Umsetzung hat, wie ich finde, gut funktioniert. Einziger Kritikpunkt: "Die Gebrüder Skladanowsky" wurde, wie Wim Wenders im dazugehörigen Gespräch mit Roger Willemsen zugibt, mit dem mehr als ausführlichen Abspann von 60 auf 75 Minuten Spielzeit künstlich aufgebläht um als abendfüllender Film durchgehen zu können.


    Lucie Hürtgen-Skladanowsky zeigte sich darin für ihre neunzig Jahre noch sehr humorvoll und helle im Kopf, überdies verfügte sie offenbar über ein hohes Verständnis von früher Filmtechnik. Eine wirklich sehr liebenswürdige alte Dame...
    Laut diesem Artikel hat sie übrigens mal mit Hans Albers getanzt.

  • Den Film habe ich schon oft nebenher laufen lassen weil ich die Stimmung und die Thematik toll finde. Gerade der Einblick in das Leben der Familie durch Frau Hürtgen-Skladanowsky ist ein einzigartiges Zeitdokument.

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    André Gide

  • Zum Thema Moderne Stummfilme habe ich noch etwas gefunden. Klaus Sommerfeld, bekannt als Lockvogel bei "Verstehen Sie Spaß?" hat 1993 einen Stummfilm gedreht, hier das Wikipedia-Zitat (eine IMDB-Seite hat der Film gar nicht):


    Quote

    Im Jahr 1993 realisierte er den grotesken 80minütigen Stummfilm The Refusal, über Franz Kafka und Max Brod, gedreht in Berlin, Prag und Hostomice.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Ja dazu wollte ich auch nochwas schreiben - danke für den Link! Mit meiner TV-Zeitschrift war ich etwas hintendran mit dem studieren, sodass ich das leider erst am Dienstag gesehen habe, dass der Film lief. Schade, dass diese tollen Stummfilm-TV-Premieren auch immer so versteckt laufen. Die Uhrzeit finde ich ja nicht schlimm, aber dann bitte Sa auf So Nacht.

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    André Gide

  • ARTE zeigt am 22. Januar (Sonntag) um 10:45 Uhr "Regeneration", einen Stummfilm aus den USA aus dem Jahr 2015 (GONG-Bewertung: 4 von 6 Punkten)


    Bearbeitet: Ich muss den Beitrag korrigieren. Im GONG steht zwar 2015, Recherchen haben ergeben, dass der Film von 1915 ist. Dennoch eine interessante Ausstrahlung!


    Bearbeitet 2: Ich dachte, es gibt ein Thema zum Thema "Moderne Stummfilme" (International), habe danach gesucht und bin hier gelandet. Hier geht es um deutsche Stummfilme. Aber gut, bitte verzeiht mir die falsche Einordnung der Infor ;-)

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Im Rahmen ihrer Murnau-Retrospektive zeigt das Filmmuseum München am 12. Februar "Die Zwölfte Stunde", eine Tonfilmbearbeitung von "Nosferatu". Dafür wurden Szenen nachgedreht, damit der Film ein Happy-End kriegt:
    http://www.muenchner-stadtmuse…dd9b7f4af0f88cfa284aef4f7
    Nachdem die Retrospektive bereits jetzt schon ein so großer Erfolg war, wie ich gelesen (und als Anwesender auch schon erlebt ;) ) habe, könnte es sich empfehlen, dieses Mal Karten vorzubestellen.