Düstere Zeiten kommen auf uns zu - Ein Jahresvorblick

  • Für mich persönlich gibt es keine guten und schlechten Fernsehjahre, ich mache mir frei nach Pippi Langstrumpf das Fernsehen so, wie es mir gefällt. Betrachtet man nur die Abgründe des deutschen Fernsehens, hätte man schon einen schönen Anlass für Kulturpessimismus, aber zum Glück machen Dschungelcamp & Konsorten nur einen Bruchteil des gesamten Fernsehangebots aus und können das Medium Fernsehen insgesamt nicht erschüttern. Was stört es die deutsche Eiche, wenn sich ein Wildschwein an ihr kratzt?


    Ich freue mich auf jeden Fall auf dieses Fernsehjahr und ich möchte sogar allen Ernstes behaupten, dass das Fernsehen bisher mit der Zeit immer besser wurde. So eine Vielfalt wie heute gab es nie zuvor, weshalb ich optimistisch in dieses und die folgenden Fernsehjahre blicke. Nur wo man wirklich mal etwas vorankommen sollte, ist bei HDTV.

  • Meiner Ansicht nach ist zwar die Auswahl gestiegen, nicht aber die Qualität. Was die Zahl der aus meiner subjektiven Sicht wirklich sehenswerten Sendungen angeht, stagniert das Fernsehen bestenfalls. Die Auswahl mag größer sein, die Wahlmöglichkeiten sind aber in meinen Augen selten wirklich attraktiv. Übrigens bin ich weit davon entfernt, kulturpessimistisch zu sein - die Kultur besteht zum einen nicht nur aus Fernsehen, und zum anderen ist ja bei Weitem nicht alles schlecht. Dennoch - vieles wird entweder immer vulgärer (bei vielen Privaten) oder konventioneller. Was es nur recht wenig gibt, ist Neuartiges, Außergewöhnliches mit Niveau.

    Wir wissen wohl, was wir sind, aber nicht, was wir werden können. (William Shakespeare)

  • Hast du schon an anderer Stelle erwähnt, ob ich aber Zeit und Lust habe überlege ich mir dann, ebenso wie ob ich mich dabei auf diese Kolumne berufe oder unabhängig davon etwas zu schreiben.

    Wir wissen wohl, was wir sind, aber nicht, was wir werden können. (William Shakespeare)

  • Das war nicht unbedingt als Aufforderung gedacht.


    Aber wo wir schon dabei sind, hier in aller Kürze meine Meinung zu diesem Fernsehjahr. Damit bin ich auch schnell fertig, denn in diesem Jahr hat sich meiner Beobachtung nach irgendwie gar nichts besonderes getan, weder inhaltlich, noch technisch. Mal abgesehen von den Spekulationen um die Nachfolge von Thomas Gottschalk für "Wetten dass?" fällt mir nichts ein, was an diesem Fernsehjahr besonders herausragend war oder was einem vom Jahr 2011 noch im Gedächtnis bleiben wird.


    Im nächsten Jahr könnte sich einiges tun, allerdings eher in technischer Hinsicht. Die inhaltlichen Entwicklungen kann man sowieso schlecht vorhersagen, evtl. wird das kommende Fernsehjahr wieder so gewöhnlich und konventionell wie dieses. Ich sehe zumindest bisher keine Tendenzen, aus dem Trott auszubrechen und etwas völlig neues oder unerwartetes zu probieren.