Deutsche Filme demnächst im TV

  • Vogel Specht

    Also ich hab ehrlich gesagt nicht den Eindruck, dass der frühe deutsche oder US-amerikanische Tonfilm schon seit Ende des 2. WK. unter "den Scheffel" gestellt wird. Das ist eher ein Phänomen seit dem Jahr 2000. Man braucht sich ja nur die TV-Ausstrahlungen anzuschauen. Mich würde da auch die Meinung der Stummfilmfans hier interessieren. Was macht zB einen Tonfilm mit Clark Gable weniger interessant, als ein Stummfilm aus den 20er Jahren? Ganz egal ob der Film von MGM oder der UFA produziert wurde. Politische Gründe kann es da ja keine geben.

    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Es gibt natürlich Entwicklungen und Unterschiede.


    Aber alte Tonfilme liefen im TV allein schon weil das damalige Publikum noch vorhanden war. Genau der gleiche Grund, warum heute noch viele DEFA Filme im MDR und im RBB laufen.


    Im Feuilleuton hat man, wenn man sich ab den 1950er Jahre, auf das deutsche Filmerbe und die Filmkultur berufen hat, sich direkt am Stummfilm orientiert (Murnau und Co.).

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Mich schreckt die moderne Musik eher ab. Wenn, dann möchte ich die Filme so originalgetreu wie möglich sehen.

    Ich denke es ist ausgewogen. Der Stummfilm hatte schon immer eine besonderen Stellenwert dank Nosferatu, Caligari, Metropolis und co. Aber der Stummfilm wird auch hochgejubelt seit der Nachkriegszeit, während der Tonfilm eher schlecht gemacht wird. Ist bis heute so. Aber dass Qualität auch im Tonfilm zu finden ist, das lässt sich nicht ewig verleugnen.

    Ich glaube, ich habe es schon seit öfteren erwähnt - es gibt einige gute Stummfilme.

    Meine Lieblingsfilme:

    Mutter Krausens Fahrt ins Glück

    Der Bettler vom Kölner Dom (fantastische Musikeinlagen)

    Der müde Tod

    Die Hose

    Das Spreewaldmädel

    Allseitiger Unbeliebtheit erfreuen sich Deutsche, die über ein Gedächtnis verfügen und Geschichtskenntnisse besitzen.


    © Wilhelm Schwöbel (1920 - 2008), deutscher Zoologe und Aphoristiker

  • Bruno, da du gerade "Der müde Tod" erwähnst..Wie siehst du das eigentlich mit so einer Filmmusik wie hier? Also mein Ding ist das gar nicht...Also so nach dem Motto: Wenn ich was poppiges will, dann eher gleich was ab den 60er Jahren. So eine Musik schmälert für mich schon irgendwie die Nostalgie und auch den Inhalt...



    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Hört sich an wie eine moderne Fassung von "Eine kleine Nachtmusik".

    Keine Musik, die unter die Haut geht.


    Ich hatte 1975 in Hamburg mal den Film "Nosferatu" gesehen - mit der Musik entweder noch aus den 20er Jahren (Original) oder Anfang 30er Jahre.

    Kein Vergleich mit der "modernisierten Fassung".


    Ich finde, daß es beim Stummfilm mangels Sprache wirklich in erster Linie auf die Musik ankommt

    Allseitiger Unbeliebtheit erfreuen sich Deutsche, die über ein Gedächtnis verfügen und Geschichtskenntnisse besitzen.


    © Wilhelm Schwöbel (1920 - 2008), deutscher Zoologe und Aphoristiker

  • ....und genau deswegen sind mir originalgetreue Musikuntermalungen in Stummfilmen wichtig. Das kann ich mal tun wenn ich das Original kenne und mal ein Experiment wagen möchte.


    Wenn ich nach Wien gehe und dort die weltberühmte Sachertorte kosten möchte, dann möchte ich die Weltberühmte Sachertorte kosten und nicht eine Abwandlung mit einer neuen Soße.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Noseratu hat mir keine Ruhe gelassen - habe recherchiert - und siehe da, es haben sich auch noch andere dafür interessiert.

    Wahrscheinlich habe ich damals in Hamburg die nachvertonte Version von NOSFERATU gesehen, was 1930 geschah

    Der angeänderte Titel: "Die zwölfte Stunde. Eine Nacht des Grauens" 1930.


    Ich wußte es doch. Musik im Stil der Endzwanziger Jahre

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    © Wilhelm Schwöbel (1920 - 2008), deutscher Zoologe und Aphoristiker

  • Am Samstag, den 3. November zeigt der BR um


    20.15 Uhr "Lausbubengeschichten" mit Hansi Kraus. Willy Rösner, Carl Wery uvm. von 1964
    22.05 Uhr "Tante Frieda - Neue Lausbubengeschichten" mit Hansi Kraus, Michl Lang uvm. von 1965
    23.30 Uhr "Liesl Karlstadt und Karl Valentin" mit Johannes Herrschmann von 2008

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    André Gide

  • Gut möglich. Die Version mit Peter Alexander ist, soweit ich weiß die bekannteste Verfilmung. Ich kenne bisher auch nur die Verfilmung mit Johannes Heesters, interessiere mich aber an sich für alle mir bisher bekannten Verfilmungen (1935,1952,1960)


    Ich habe ja den Film "Im weißen Rössl" (1952) mit Johannes Heesters auf DVD. Es ist aber schon etwas länger her, dass ich den Film gesehen habe. Die Bildqualität der DVD war soweit ich mich erinnere in Ordnung, vielleicht gab es da ja rechtliche Schwierigkeiten und der Film kann in der restaurierten Version nicht im TV gezeigt werden (ist bisher aber nur eine Vermutung)...

  • Der MDR zeigt am Freitag, den 14. Dezember um 12.30 Uhr "Jetzt dreht die Welt sich nur um dich" von 1964 mit Rex Gildo

    Bei "1.07" kommt eine Szene ganz nach dem Geschmack von boshaften Leuten wie ich.

    Gitte macht während ihres Gesanges von "Hokuspokus" Bekanntschaft mit Brennesseln - wie es wohl so nicht im Drehbuch vorkommen sollte.

    Allseitiger Unbeliebtheit erfreuen sich Deutsche, die über ein Gedächtnis verfügen und Geschichtskenntnisse besitzen.


    © Wilhelm Schwöbel (1920 - 2008), deutscher Zoologe und Aphoristiker