Junge Adler (D-1943/44)

  • "Junge Adler" ist ein "leichter Propagandafilm" mit Willy Fritsch und Dietmar Schönherr als Hauptdarsteller.
    Auch Herbert Hübner, Gerta Böttcher, Albert Florath, Gunnar Möller, etc. sind mit dabei.
    Es handelt sich auch um den ersten Film mit "Hardy Krüger" !!!


    Der Film handelt von einem Lausejungen (Theo Brakke) der nur Unsinn im Köpfchen hat, in der Schule versagt und nur ans Rudern denkt.
    Da reicht es seinem Vater (Fabriksdirektor) und schickt seinen Sohn als Lehring ins Werk.
    Zuerst ist er sehr überheblich und arrogant doch später lernt er kameradschaftliches Denken.
    Dann will ihn sein Vater wegen eines geschriebenen Drohbriefes, Sachschaden und Schulden wieder entlassen.
    Doch dann sieht der Jüngling seine Fehler ein und arbeitet am fleissigsten am Wiederbau der verbrannten Flugzeugkanzeln....


    Echt toller Film, tolle Flugaufnahmen, gute Darsteller und nette Story.


    Ich sortiere meine Filme alle nach Jahr, Qualität und Land. (dann noch nach Schauspielern)
    Z.b: Deutschland (Deutsches Reich - Kaiserreich), Deutschland (Weimarer Republik), Deutschland (Drittes Reich - Großdeutsches Reich), Deutschland (Besatzung, West, Ost,etc.), Deutschland (BRD), Deutschland (DDR), etc.....
    Österreich (1.Republik), Österreich (2.Republik), Österreich (1.Rep, Besatzung), etc.


    "Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
    der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

    (Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)


  • Hört sich spannend an, den Film habe ich aber bisher leider nicht gesehen.


    Ich für meinen Teil sortiere die Flime in meinen Regalen nach deutschen Produktionen (BRD, DDR, Österreich, Schweiz,... auch Koproduktionen wo der deutsche Anteil recht klein ist, aber dennoch vorhanden) und die fremdsprachigen Filme sind im Wohnzimmer bei den Sachen meiner Freundin. Das liegt einerseits natürlich daran, dass ich mich privat sehr für deutsche Produktionen interessiereund andererseits diese beruflich auch benötige und immer zur Hand haben muss - also einerseits wegen den Drehort-Touren und für eine neue Rubrik seit einiger Zeit auch für TV-Kult - Ich habe mal vor 7-8 Jahren angefangen die Filme chronologisch zu sortieren, was aber dann doch recht schnell sehr unübersichtlich wird. Ich habe die Filme jetzt alle alphabetisch im Regal stehen.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Ich meine digitale Sortierung.
    Ich mache das in Form einer Excel-Liste die ich nach Spalten sortieren kann.
    Jeder Film hat eine Nummer nach der ich die Filme dann entweder auf Spindeln, Boxen oder Regal suchen kann - sehr praktisch...


    "Junge Adler " ist wirklich empfehlenswert...


    "Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
    der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

    (Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)


  • Ja ich habe natürlich auch eine digitale liste obwohl ich das noch lange nicht alles eingetragen habe. Da alles nach alphabet sortiert im Regal steht (einmal die originalen dvds und einmal die dvds mit den Fernsehaufnahmen) ist es sehr einfach den gesuchten Film dann zu finden. Falls auf einer DVD zwei Filme drauf sind oder auf eienr DVD ein Film in Form von Bonusmaterial zu finden ist dann kann man das in der Tabelle auf dem PC leicht erwähnen, dann ist das auch schnell gefunden. Dank der Suche-Funktion kann man dann auch bei vielen Einträgen schnell den gesuchten Film finden - z.B. wenn es auch alternative Namen gibt, den ich dann auch in der Liste mit eingetragen habe.


    Ist Junge Adler jemals im Fernsehen ausgestrahlt worden?

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Ich glaube nicht das der jemals im TV lief.
    Es gibt ihn allerdings als Kauf-VHS (selten und teuer) und eine Archivkopie.
    Ich denke mal das ich die VHS-Kopie habe.


    "Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
    der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

    (Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)


  • NEIN ,er lief noch nie im TV !!!!


    Die Roger Vollstädt Filmproduktion Bremerhaven brachte ihn Anfang der neunziger Jahre auf VHS heraus . Dort erschienen auch weitere Filmraritäten wie " Menschen ohne Vaterland " (1937) oder " Geheimzeichen LB 17 " auf VHS .


    Zum Film selber , ein schöner Film mit vielen Jungstars von damals , mit einer heute nicht mehr zeitgemäßen Aussage , der Einzelne ist nichts ,die Gemeinschaft alles , wie die Schlußszene des Filmes , das gemeinsame Lied der Lehrlinge des Flugzeugwerks beim Werkskonzert zum Ausdruck bringt .

  • Die Qualität ist nicht mit einer neuen DVD-Abtastung vergleichbar, aber man kann ihn sich gut anschauen.
    Der Kontrast ist O.K. die Auflösung und der Ton ebenfalls. Eben VHS.


    "Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
    der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

    (Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)


  • Danke für den Artikel! Den kannte ich noch nicht.

    Zitat

    „...die sich spielfreudig zur Verfügung gestellt haben...“

    Boah - Willy Fritsch ist sooo schlecht in diesem Film! Er ist total fehlbesetzt und hat den Film damals nur gemacht, um nicht an die Front zu müssen.

    Bei der Berliner Premiere war übrigens ordentlich Bombenalarm! Sie musste zweimal unterbrochen und das Kino gewechselt werden, weil das Premierenkino einen Volltreffer abbekam mittendrin. Hardy Krüger beschreibt das sehr eindrucksvoll in seiner „Unrast“-Autobiografie, wie er im U-Bahneingang am Berliner Kurfürstendamm kauerte.

  • Danke für den Artikel! Den kannte ich noch nicht.

    Boah - Willy Fritsch ist sooo schlecht in diesem Film! Er ist total fehlbesetzt und hat den Film damals nur gemacht, um nicht an die Front zu müssen.

    Bei der Berliner Premiere war übrigens ordentlich Bombenalarm! Sie musste zweimal unterbrochen und das Kino gewechselt werden, weil das Premierenkino einen Volltreffer abbekam mittendrin. Hardy Krüger beschreibt das sehr eindrucksvoll in seiner „Unrast“-Autobiografie, wie er im U-Bahneingang am Berliner Kurfürstendamm kauerte.

    Wunderbare Detailinformationen Fräulein G... Danke für die Fritsch-Info. Ich fand Fritsch war für den Film eher eine Reklame weil er halt damals schon ein Film-Urgestein war und total berühmt war... Fritsch wusste genau was er macht als er in Junge Adler mitwirkte. Also an die Front hätte man ihn sicher nicht geschickt, dafür war er viel zu beliebt und prominent und er hat sich auch nichts zu schulden kommen lassen. In punkto Wehrkraftzersetzung, Anti-Nazi-Witze, etc... Gustav Fröhlich und Heinz Rühmann mussten auch ihren Grundwehrdienst in sehr verkürzter Form anfang der 40er absolvieren. Ok, Fröhlich hat es sich mit Goebbels wegen der Baarova-Affaire verscherzt, und hatte einen großes Mundwerk...


    "Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
    der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

    (Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)


  • Naja... zu diesem Zeitpunkt war Fritsch aber schon nicht mehr so wohlgelitten bei den Oberen. Wie seit 1937 (Ufa-Verstaatlichung) schon nicht mehr, weil er nicht dem Typ entsprach, den die Nazis haben wollten. Das sieht man daran, dass er ab da erfolgsmäßig eher nur noch B-Filme gedreht hat bis 1945 - Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Klar, er war noch prominent, aber die schützende Hand kam nicht von den Nazis, sondern von den noch bestehenden alten Ufa-Seilschaften.

    Hier ein Auszug von 1943 aus meinem Buch. Kurz danach dreht Fritsch „zufälligerweise“ Junge Adler:

    Zitat

    Auf dem Weg zu Dreharbeiten seines Films »Die Gattin«, die am 11. Januar 1943 in Berlin beginnen, erreicht Fritsch ein Anruf aus der Rechtsabteilung des Propagandaministeriums. Bei der Erstellung eines Ministerberichts zum Wehrverhältnis prominenter Filmschaffender habe sich ergeben, dass Fritschs Name auf der üblichen Liste der sogenannten »uk«-gestellten Filmangehörigen nicht mehr enthalten ist. Ein Schreck für den Schauspieler, der sogleich alles in Bewegung setzt, um die Situation zu klären. »Fritsch gab die Auskunft, war sichtlich erregt, dass er nicht auf der Liste stand, und eine Stunde später rief der Firmenchef der Ufa an und teilte mit, dass F. bei ihm angerufen hätte. Er habe ihm mitgeteilt, dass F. in einer anderen Liste stünde. Die Sache wäre in Ordnung«**, notiert der entsprechende Sachbearbeiter und fügt hinzu: »Der Vorfall ist jedoch typisch für die große Abneigung mancher Filmschaffender vor dem Dienst an der Front.«

    Ein Vermerk des Gesprächs landet in Fritschs Personalakte.


    ** Zitiert nach: Vermerk Dr. Hilleke vom 13.01.1943. Personalakte der RFK/Willy Fritsch, BArch R9361/V 109504

    Klar wusste er, was er tat mit dem Film. Aber was wäre denn die Alternative gewesen? Siehst ja, selbst Rühmann musste ran, und war ja auch prominent.