Wahl 2009

  • Ich freue mich weniger über Ergebnisse als über gute Regierungspolitik. Und ich glaube, das war unterm Strich eine funktionierende Vernunftehe, auch wenn Steinmeier in der Berliner Runde versuchte, so zu tun, als sei er der Bundeskanzler gewesen, und Frau Merkel so tat, als wäre er in der Opposition gewesen.


    Eine lustige Szene gab es auch, als die Kanzlerin vor ihre Anhänger in der Parteizentrale trat und die Euphorie mit einem Schlag abwürgte, in dem sie sagte, es warte viel Arbeit. Fast so, als ob alle dachten: "Von Arbeit hat uns bisher keiner was gesagt." ;( Sie verstand es aber, die Menge wieder zum Jubeln zu bringen.

  • Ich hoffe nur für unser Land dass die Ehe zwischen Union und FDP nicht so wird wie ich befürchte, sondern es irgendwie schafft, halbwegs erträgliche Politik hinzubekommen

    Wir wissen wohl, was wir sind, aber nicht, was wir werden können. (William Shakespeare)

  • Ich zitiere einfach ein paar Tweets des letzten Abends, die meine Sicht der Dinge recht gut beschreiben:


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    ist es halt pest und cholera geworden, statt pest und krebs. #btw09

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    mich gruselts gerade auf ganz vielen ebenen gleichzeitig. #btw09

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    sich über hartz IV aufregen, aber schwarz-gelb nicht verhindern? gnihihih...ihr werdet JETZT erleben, was soziale kälte wirklich bedeutet.

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    Grade beim Kippenholen: Er so „Schönen Abend noch!“ Ich so: „Kann ja nur besser werden!“ Der so: Verständnisvolles, wissendes Nicken.


    Im Konsens: Gutes Ergebnis für die Piraten, unfassbar schlechte Ergebnisse für die großen Parteien - was mich beides sehr erfreut - aber eine schwarz-gelbe Regierung. Und das macht mir wirklich sehr große Angst.



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    Herzlich willkommen am ersten Tag von vier kulturfeindlichen Jahren. Los gehts! (Ich freu mich über jeden Tag, den wir schaffen..)

  • Eine Wahl erinnert mich immer an Landwirtschaft: Du willst dein Feld düngen, um eine gute Ernte einzufahren und stehst dabei vor mehreren Misthaufen, die alle stinken. Und egal, welchen du nimmst, du wirst mit der Ernte unzufrieden sein.


    "RTL macht im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht mehr Fernsehen, sondern Gewinn. Das Programm wird nur billigend in Kauf genommen."

    (Geert Müller-Gerbes, Journalist & TV-Moderator)


    "Die Zuschauer sind gar nicht so dumm, wie wir sie mit dem Fernsehen noch machen werden."
    (Hans-Joachim 'Kuli' Kulenkampff, Schauspieler & Quizmaster)


  • War auch nicht auf dich gemünzt, sondern generell. Hätte auch schreiben können: "Eine Wahl erinnert mich immer an Landwirtschaft: Der Bauer will sein Feld düngen, um eine gute Ernte einzufahren und steht dabei vor mehreren Misthaufen, die alle stinken. Und egal, welchen er nimmt, er wird mit der Ernte unzufrieden sein." Zumindest in den meisten Fällen, denn "irgendwas ist immer". Und er muss ja nicht chronisch unzufrieden sein, denn auch wenn er mit der Ernte des Düngers wegen unzufrieden ist, so kann ja dennoch ein glücklicher Ehemann und Vater sein. Und Spaß am Job haben - auch wenn er nicht viel einbringt.


    "RTL macht im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht mehr Fernsehen, sondern Gewinn. Das Programm wird nur billigend in Kauf genommen."

    (Geert Müller-Gerbes, Journalist & TV-Moderator)


    "Die Zuschauer sind gar nicht so dumm, wie wir sie mit dem Fernsehen noch machen werden."
    (Hans-Joachim 'Kuli' Kulenkampff, Schauspieler & Quizmaster)


  • War auch nicht auf dich gemünzt, sondern generell. Hätte auch schreiben können: "Eine Wahl erinnert mich immer an Landwirtschaft: Der Bauer will sein Feld düngen, um eine gute Ernte einzufahren und steht dabei vor mehreren Misthaufen, die alle stinken. Und egal, welchen er nimmt, er wird mit der Ernte unzufrieden sein." Zumindest in den meisten Fällen, denn "irgendwas ist immer". Und er muss ja nicht chronisch unzufrieden sein, denn auch wenn er mit der Ernte des Düngers wegen unzufrieden ist, so kann ja dennoch ein glücklicher Ehemann und Vater sein. Und Spaß am Job haben - auch wenn er nicht viel einbringt.

    Das trift genau den Nagel auf den Kopf *aua*

    Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen bereits Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von Übermorgen. :thumbsup:

  • ich habe nur Angst vor Sozialabbau

    Du hast Angst vor Sozialabbau bei einer Regierung die mehr für das eigene Land anstatt für andere tut ? Überfremdungspolitik von SPD, Grüne, Linkspartei ist besser als deutsches Sozialwesen zu stärken ? Tut mir leid, aber für solche Aussagen habe ich keinerlei Verständnis.
    Das sind die üblichen Ansichten von Konservativ-Gegnern. Lieber deutsche Gelder für fremde Interessen rausbuttern, hauptsache es werden (teilweise) soziale Aspekte damit befriedigt - ob das eigene Volk davon etwas hat sei mal dahin gestellt. Wer schon mal beim Arbeitsamt gesessen hat wird wissen was ich meine, wenn 90% der dort sitzenden Personen nicht mal in der Lage sind einen Antrag korrekt auf Deutsch auszufüllen aber deutsche Gelder einkassieren wollen.. Ich habs die letzten Jahre mehrmals mit eigenen Augen gesehen und erleben dürfen - Mir ist fast das kotzen kommen...

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    sozialer Kälte

    Wo entsteht denn durch linkspolitik soziale wärme ? Ihr solltet endlich mal von den Gedanken abkommen, dass bei gleichmäßiger Verteilung am Ende alle zufrieden sind. Wir Menschen sind geprägt von Gier und Eigennutz, jeder schaut auf seinen Vorteil. Das war schon immer so und wird auch auf ewig so bleiben. Das einzige, was man tun kann, ist zu versuchen das soziale Gefühl in der Gesellschaft zu verstärken. In der deutschen Gesellschaft. Durch diese scheiß Globalisierung wächst aber Habgier ins unermässliche und somit wird auch die soziale Schere immer größer. Multikultur und Globalisierung stärkt soziale Brennpunkte. Ob ein Brennpunkt (Wortspiel!) kalt sein kann sei mal dahin gestellt, die Folgen davon aber mit Sicherheit. Eine europäische Sozialisierungspolitik wie sie seit etlichen Jahren verfolgt wird funktioniert nicht. Wir müssen versuchen in Deutschland eine soziale Wärme aufzubauen, das schafft man nicht mit Ungleichgewicht und Ungerechtigkeit. Beispiel: Mehr Geld für Aufbau Ost statt Integrationsverschwendung.

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    einer Kultur des Egoismus....

    Das wir in der Zwischenzeit in einer Kultur des Egoismus leben haben wir doch größtenteils solchen Parteien wie den Grünen oder der SPD zu verdanken. Geld kann nicht einfach gedruckt werden damit es einen Wert besitzt, dahinter muss eine fundierte Politik stehen. Dazu sind diese Parteien nicht in der Lage. Möchtegern Gutmenschen die noch vor 20 Jahren den Krieg verurteilten und wie Pazifisten durch die Straßen rennen und später den Afghanistaneinzug mitverantwortet haben. Lügenbarone die nur regieren wollen mit dem Sozialismus-Banner vorneweg aber von Wirtschaft keine Ahnung haben - doch nur damit lässt sich eine Gesellschaft auch kultivieren und sozialisieren. Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Weltbevölkerung geht über derer dem eigenen Volk gegenüber. Deshalb ist der Wandel von rot-grün zu schwarz-gelb mehr als ein Fortschritt. Alle sprechen von Kultur, die wahren Feinde von Kultur sind aber linkspolitiker die keinerlei Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Land verspüren aus dem sie stammen. Da kommt mir innerhalb von 15 Minuten, in denen ich diesen Beitrag hier schreibe, zum zweiten mal das kotzen...


    Letzten Endes bleibt mir nur noch eins zu sagen: Ich genieße es die politische Oppositione abkotzen zu sehen und wie sie den Teufel wegen schwarz-gelb an die Wand zu malen versuchen. Es kann gehetzt und gepöbelt werden so viel man will, das Ergebnis wird einzig und allein 4 Jahre Regierung bringen und die haben bekannterweise noch nicht mal begonnen. Schlechter Stil deshalb im Vorhinein bereits alles schlecht zu reden, weil man die eigene Niederlage nicht eingestehen kann. Knapp 50% der Wähler haben nicht nur Pro schwarz-gelb gestimmt sondern auch gleichzeitig gegen rot-grün. Das sollte man sich mal vor Augen halten. Und Demokratie bedeutet eben auch die Entscheidung der Mehrheit zu akzeptieren und zu respektieren.


    Dass die grünen sich zum Beispiel beginnen für Leute wie Westerwelle & co. fremdzuschämen ist für mich schon als Kritik an der Demokratie zu verstehen. Fast 15% haben Westerwelle & FDP gewählt, wohlwissentlich welche politische Gangart er vertritt, welche Koalition er anstrebt und welche Ministerposten anvisiert werden. Das gilt es schlichtweg zu akzeptieren. Schlechte Verlierer - sonst nichts...


    Prompt Verlierer: Da fällt mir noch ein, dass ein Cem Özdemir hier in Stuttgart groß auf Stimmenfang gehen wollte. Er wollte die Stuttgarter Bevölkerung für fremde Interessen missbrauchen. Weil er über die Partei keinen Listenplatz erlangt hat, versuchte er es auf die billigste und hinterfotzigste Art: Wahlplakate auf deren er sich als Teil der Wählerschaft ausgibt. Titel:"Ein Schwabe für Stuttgart". Dass Özdemir aber seit etlicher Zeit gar nicht mehr in Stuttgart und Umgebung lebt sondern mittlerweile seinen Wahlwohnsitz in Berlin hat lässt einen schon fragen ob man hier gezielt versucht die Wählerschaft zu hintergehen ? Und solche Menschen wollen sich für andere fremdschämen. In anbetracht dieser Hinterfotzigenart wage ich mal zu behaupten dass man sich für diese Person fremdschämen muss welche die deutsche politische Landschaft bewandert und scheinbar mehr an der eigenen Karriere und dem eigenen Wohlbefinden interessiert zu sein scheint anstatt dem Wohl des Volkes...


    In diesem Sinne: In 4 Jahren folgt das Rèsumè - nicht davor!

    »Um sich selbst ins richtige Licht stellen zu können, muss man die anderen in den Schatten stellen.«
    (Gerhard Uhlenbruck, *1929, deutscher Immunbiologe und Aphoristiker)

  • Dass ich mit dem Wahlergebnis nicht zufrieden bin und da so meine Bedenken habe, heißt noch lange nicht, dass ich die Niederlage nicht eingestehen kann oder die Mehrheitsentscheidung nicht akzeptiere. Du hast da schlicht und ergreifend allerlei reininterpretiert.
    Abgesehen davon halte ich Integration nicht für Verschwendung. Und auch wenn ich kein Globlisierungs-Fan bin, denke ich, dass gerade die wohlhabenden Nationen eine internationale Verantwortung schwächeren Gegenüber haben. Dafür wirst du aber vermutlich wenig Verständnis aufbringen können, zumindest schließe ich das aus dem Grundtenor deines Beitrags, wenn ich mich irren sollte, kannst du mich gerne korrigieren.

    Wir wissen wohl, was wir sind, aber nicht, was wir werden können. (William Shakespeare)

  • Du hast Angst vor Sozialabbau bei einer Regierung die mehr für das eigene Land anstatt für andere tut ? Überfremdungspolitik von SPD, Grüne, Linkspartei ist besser als deutsches Sozialwesen zu stärken ? Tut mir leid, aber für solche Aussagen habe ich keinerlei Verständnis.


    Die Ängste sind sicher unbegründet, aber man sollte doch Verständnis dafür aufbringen. Ich war auch nicht erbaut darüber, als Rot-Grün 1998 an die Macht gekommen sind, aber wir haben es überlebt.


    Bedenken habe ich nur wegen der Atomkraftwerke. Das könnte je nach Machtsituation ein Rumgeeiere über Jahrzehnte geben. Doch die CDU will langfristig auch auf erneuerbare Energien setzen. Gut so, auch wenn mir das zu lange dauert. Es ist schon lange zu viel versäumt worden.

  • Na wollen wir hoffen, dass sich das nicht mehr ewig hinzieht - vor allem da ja nach wie vor keine endgültige Endlager-Lösung gefunden ist. Ansonsten kann man ohnehin nicht viel mehr machen als abwarten, was passiert - ioch bin mal gespannt, was uns in den nächsten vier Jahren erwartet. Für mich persönlich kommt der Regierungswechsel natürlich zu einem äußerst ungelegenen Zeitpunkt. Sollte mein Antrag bei der Künstlersozialkasse nicht durchgehen, stehe ich beispielsweise vor der Entscheidung,ob ich mich privat oder freiwillig gesetzlich krankenversichere. Theoretisch fände ich zweiteres besser, da ich viel von der dolidarischen Finanzierung des Gesundheitssystems halte, praktisch könnte das aber finanziell problematisch werden, insbesondere wenn die Beiträge stteigen, womit vermutlich zu rechnen ist.

    Wir wissen wohl, was wir sind, aber nicht, was wir werden können. (William Shakespeare)