Was ist für euch ein Nazi?

  • Also Glatze und Springerstiefel bzw Doc´s sind als erkennungsmerkmal zu wenig. Ich bin schon immer überzeugter Anti Faschist und hab das Outfit selbst Jahre lang getragen (tu ich auch immer noch...gelegentlich).
    Für mich ist ein Nazi...wer die Politik der Nazis verherrlicht, sich offen dazu bekennt, den Massenmord von damals leugnet,...was aber nicht heißen muß, das ich auch Ansätze die nur in die Richtung gehen, einfach bescheuert finde.


    Kritische Äusserung zur Israel Politik, gehört für mich nicht dazu. In einigen Dingen, sind die Mittel sogar die gleichen.


    Aber was gutes am 3. Reich zu finden?...Also ich weiß nicht. Was war denn gut?...Aber bitte jetzt net die Autobahn...die hätten wir später auch noch gebaut :D . Also was war gut?...Was nicht im Hinterkopf schon als Teil eines totalitären, menschenverachtenden Staates verplant war....???Ich bin sehr gespannt

  • Für mich ist ein Nazi in allererster Linie ein Anhänger des nationalsozialistischen Ideologie ist und zwar bewusst. Also er muss sich bewusst damit auseinander gesetzt haben und Anhänger sein.


    Jemand, der Mitläufer ist, Sprüche klopft, aber eigentlich keine Ahnung hat, was dahinter steckt, ist für mich kein richtiger Nazi, sondern einfach nur ein Idiot, der nicht selber denkt. Finde ich im Übrigen nicht weniger schlimm.


    Sachliche Kritik an der Politik Israels oder auch Entscheidungen deutscher Politik gehören für mich nicht zwangsweise dazu. An Äußerlichkeiten mache ich sowas sowieso nicht fest.

  • Wat Faschos? Sowat gibs noch? Lang nimmer gesehn sowas :P


    Ja ne, ka. Also in erster Linie ist einer n Nazi, wenn er die Idee des Nationalsozialismus teilt, das schliesst nunmal diverse Parteien auf politischer Ebene mit ein. Wenn einer die Republikaner, DVU, NPD oder ähnliches wählt, und auch noch groß sagt was er wählt, ist er ein Nazi. Wenn Leute rumschreien (was im übrigen auf dem Land sehr häufig passiert, kein Witz) wir brauchen wieder "einen kleinen Hitler" ist er für mich ein Nazi.


    Leider ist es nunmal im allgemeinen so, das die Medien vieles in unserer Meinungsbildung beeinflussen, was jenes Thema angeht (Leider fast nur negatives, den negatives verkauft sich besser).
    An Äußerlichkeiten kann man sich nichtmehr halten, ne Glatze, Boots und Bomberjacke haben schon seit Jahren als "Erkennungszeichen" ausgedient. Selbst ich wurde vor einiger Zeit als solcher betitelt, was mir natürlich nen Lachflash eingehandelt hat ^^


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    If you can`t feel my hate, if you think you can fool me again, so read my scars and see if i`m ENRAGE!!!

  • Wenn einer die Republikaner, DVU, NPD oder ähnliches wählt, und auch noch groß sagt was er wählt, ist er ein Nazi.


    Naaaajja. Da würde ich schon schwer unterscheiden bei den Einzelfällen. Es gibt genug Protestwähler die gar keinen Bezug zum Nationalsozialismus haben. Dann gibt es genug Leute, wie sara schon sagt, die keinen Plan haben, aber meinen sie wären Nazis, die sind einfach nur hohl. Und dann muss man auch mal betonen, dass die genannten Parteien nicht gleich Naziparteien sind. Alle haben klare rechte Detenzen und davon gehen manche ins Extreme - bei denen sind dann sicher genug dabei die man als Nationalsozialist bezeichnen könnte. Aber wenn man so eine Partei wählt oder in so einer Partei drin ist muss man noch lange kein Nationalsozialist sein.


    Wenn Leute rumschreien (was im übrigen auf dem Land sehr häufig passiert, kein Witz) wir brauchen wieder "einen kleinen Hitler" ist er für mich ein Nazi


    Die würde ich in den meisten Fällen zu den hohlen Leuten mit dazu rechnen, die einfach keine Ahnung haben. Die gefährlichen und durch und durch überzeugten Nationalsozialisten im Anzug und mit Aktenkoffer würden so etwas in der Regel nie machen.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Stimmt...die hohlen und die überzeugten, diese unterteilung hatte ich in meiner Analyse vergessen.
    Liegt wahrscheinlich daran, das ich gegen beide eine Abneigung habe. Wobei ich manchmal nicht weiß, was schlimmer ist?

  • ...Tut mit leid...aber ich kann nichts positives dran finden.


    hab lange überlegt...und setzte mich auch schon lange mit dem Thema auseinander...auch mit "echten" Nazis , hab ich schon diskutiert...öffentlich. Nicht zu letzt deswegen, um sie ,oder ihre Beweggründe besser zu verstehen...aber das Ergebnis blieb immer gleich...


    ich kann gewisse Dinge nachvollziehen, warum man nenn Groll hat...und meint etwas verändern zu müssen...so wie es sicher auch damals war...nur ob ich dann diese richtung einschlagen muß...??


    und man sollte immer bedenken, auch zu der Zeit, in der fast alle mitgezogen haben. Gab es Menschen, die es eben nicht gemacht haben...dessen Horizont etwas weiter war...vielleicht sollten man hier ja einfach mal üben, uber den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen

  • nee...ich komm doch nicht drüber hinweg..dazu nix zu sagen.


    zur Kinderbetreuung in der DDR:
    die war sicherlich besser. die kiddies waren den ganzen tag beschäftigt, es gab kompetente betreuer...usw...aber es diente auch dazu...kinder , politisch so zu lenken wie man es braucht...wenn...dann sollte man auch beides benennen...nicht nur das positive.


    Übrigens finde ich beides Falsch...totalitär von rechts...wie von links...nur um das mal klarzustellen..links habbe ich vielleicht ein paar sympathien mehr :D
    bei mir isr es so...das ich ebenfalls dinge in der vergangenheit finde die nicht schlecht waren....auch die ziele der RAF...z.B....aber deswegen werde ich auch oft angefeindet...so ist das eben.


    Klar gibt es errungenschaften, die wir heute nutzen und die Nazis haben die grundlagen dazu gelegt...das ist auch ok...es wäre ja käse, die Autobahn abzureisen, oder wie du sagst auf ein handy zu verzichten....nur sollte man das immer richtig kanalisieren


    bei Handy...und co...ok...aber die Sache mit dem aufbau der SS sehe ich schon wieder kritischer.Ob das eine errungenschaft ist...na ich weiß nicht?


    Jedoch alles in allem...ich kann einfach nix dagegen tun....ich hab ne abneigung gegen diese Menschen, und da wird sich auch nix ändern...wie gesagt...hab schon oft überlegt und recherchiert, was es mir vielleicht einfacher macht...aber ich finde nix...und Dinge die damals erfunden wurden und die wir heute noch nutzen...machens nicht einfacher.

  • Hier wird ja immer wieder gerne die Autobahn erwähnt und der Glaube ist weit verbreitet, daß die Autobahnen eine Erfindung der Nazis waren. Aber tatsächlich wurden die ersten Autobahnen schon in der Weimarer Republik gebaut. Nur in der Hitler-Zeit wurde die Motorisierung und auch der Ausbau der Autobahnen stark forciert. Aber zu dieser Zeit gab es auch schon Autobahnen in Italien und die Highways in den USA. Die Autobahn ist also weder eine Erfindung von Hitler, noch ist es überhaupt eine deutsche Erfindung.

  • Liebes Peterle, die Jeans wurden zwar über die USA weltweit vermarktet, stammen aber aus der hand eines FRANKEN (!!!). Jap Levi Strauss kamm aus unseren Gefilden ...
    Die Raketen haben wir nur "revolutioniert" die ersten Flugkörper ihrer Art kamen aus der Sowjetunion (Stukas), und wurden im WW2 bereits eingesetzt.
    Deine Darstellung mit der SS auf andere sicherlich öhnliche Organisationen in den USW ist auch interessant, wo wir ebenfalls nicht der Ursprung jener Fraktionsform sind, siehe "Inquisition" im Mittelalter.


    Zudem wird ein Nazi in vielen Staaten bereits während den 30ern vordefiniert. Bei den meisten hierbei sind Faschisten gemeint, jedoch ist ein Faschist wiederrum ein Anhänger, der fanatisch einer Ideologie folgt. Das könnte man auch auf einen Fan eines Vereins/Sports oder ähnlichem definieren.


    Ich kann dich jedoch, echte "Nazis" gibs eh kaum noch, das was jetzt kommt ist nur nachahme in abgewandelter Form. Generell jedoch darf laut eines Urteils des Landgerichts Halle/Saale aus dem Jahre 2001 jeder, der auch nur etwas gutes an der damaligen Diktatur findet als jener bezeichnet werden, ohne rechtliche Folgen.


    Zugegebenermaßen mag hier und da auch etwas positives damals passiert sein, jedoch ist das ein sehr geringer Prozentsatz, der nicht wirklich nennenswert ist.


    Zum Thema Autobahn: "Die erste Autobahn-ähnliche Strecke der Welt war die AVUS in Berlin. Sie wurde privat finanziert und 1921 eröffnet, war allerdings gebührenpflichtig. Die AVUS diente daher zunächst hauptsächlich als Renn- und Teststrecke und nicht dem öffentlichen Verkehr."
    Weiter >>> "Als erste öffentliche Autobahn Deutschlands – damals noch offiziell als „Kraftwagenstraße“ bezeichnet – gilt die heutige A 555 zwischen Köln und Bonn, die nach dreijähriger Bauzeit am 6. August 1932 durch den damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eröffnet wurde."
    Excessiv wurde im dritten Reich jedoch solch ein ausbau vorangetrieben, warum wissen wir ja mittlerweile alle.


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  • Thema verfehlt? Wohl kaum, es sei denn du gibst zu, das du jene verfehlung einige Posts darüber eingeleitet hast.
    Kein Deutsch? Nur weil ich ein Wort vergessen hab? Kannst du dir das nicht denken? Damits nicht so schwer wird das wort hies "beruhigen" direkt am Anfang. Desweiteren habe ich damit nur die rechtliche Ebene angesprochen und hierzu ein Urteil gefunden das passend und typisch für unsereins ist.
    Die Definition ihrer Ideologie? Ich bitte dich hast du im Geschichtsunterricht wirklich immer gefehlt oder geschlafen? Muss man dir wirklich eine Diktatur erläutern die auf Verzweiflung und Wut gegründet wurde, die jede Form der "Andersartigkeit" (Kein passendes Wort auffe schnelle gefunden) nicht toleriert und beseitigt? Ich denke nicht ...


    Zum Abschluss bleibt folgendes zu sagen:
    Aus den Fehlern jener Zeit kann man nur lernen, wenn man die positiven Aspekte wie du sie nennst garnicht erst in betracht zieht und nur die überwiegenden schlechten Seiten aufzeigt. Man könnte das auch als Abschreckung bezeichnen, jedoch ist jene sehr wirksam erfolgt. Und wenn wir aus diesen Fehlern nicht gelernt hätten, glaub mir dann wäre 2009 genau das Jahr wo sich dieser Fehler wiederholen würde ...


    P.S.: Keine Sorge, keiner meiner Lehrer hat mir je gesagt ich hätte ein Thema verfehlt, ich geb sogar offen zu, daß Deutsch als Fach mein bestes wahr, und Aufsätze, Berichte, Protokolle usw. meine Stärke sind.


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  • Haha, Lubber du bist mein Held :D


    Gut das du anderer Meinung bist und lieber alles komplett schlecht redest, als den Fortschritt war zu nehmen, ist ein klarer Standpunkt. Ich wundere mich zwar, warum du auf der anderen Seite Errungenschaften von Diktatoren, Monarchen etc nutzt, aber seis drum. Das man die negativen Aspekte natürlich nicht vergessen soll, da bin ich voll deiner Meinung.


    Natürlich weiß ich was Ideologie ist, das war auch garnicht die Frage. Ich wollte wissen wie du die Ideologie eines Nazis siehst. Was ist deiner Meinung nach Gedanke dem Nazis folgen?
    Ich sehe meine Beispiele auch nicht als falsch an. Es gibt enlose Beispiele. Ob Jeans, Fast Food, Internet etc. Klar gab es immer jemanden der irgendwas in irgendeiner Form schon gemacht hat. Es kommt darauf an was für eine Aussage dahinter steckt. Ich kann dir auch noch 30 Beispiele hinschreiben bei denen du ein akzeptables findest, wenns dir hilft zurück auf die eigentliche Aussage zu kommen. Du würdest ja auch nicht sagen die Atombombe wurde von einem Steinzeitmenschen erfunden, nur weil er angefangen hat mit Gegenständen auf andere zu werfen um ihnen zu schaden (sehr überspitzt gesagt).


    Und Lubber, so dankbar die Vorlage mit deinen schulischen Leistungen ist......Ich werd mir verkneifen darauf weiter einzugehen ;)

    Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie

  • Ein paar Anmerkungen meinerseits:


    Also Glatze und Springerstiefel bzw Doc´s sind als erkennungsmerkmal zu wenig.


    Doc Martens werden auch in der linken Szene getragen. Und das allgemeine Klischee, Neonazis würden heute noch mit Glatze und Stiefeln mit weißen Schnürsenkeln herumlaufen, kann man eigentlich auch vergessen. Äußerlich sind Neonazis (bis auf die Rechten in den Burschenschaften) kaum noch von anderen Bürgern zu unterscheiden.


    Kritische Äusserung zur Israel Politik, gehört für mich nicht dazu.


    Das eine schließt das andere zwar nicht aus, aber auch nicht zwangsweise ein. (Das Streitthema Israelpolitik ist insbesondere auf der linken Seite momentan ein sehr oft diskutierter Punkt. Ich möchte das jetzt hier nicht ausweiten, weil's zu arg am Thema vorbeigehen würde - allerdings - schon mal was von sogenannten Antideutschen gehört?)


    Wenn einer die Republikaner, DVU, NPD oder ähnliches wählt, und auch noch groß sagt was er wählt, ist er ein Nazi.


    Stimme ich nur bedingt zu. Neben dem, was bereits dazu geschrieben wurde, ich persönlich empfinde die Republikaner als eine Partei mit stark rechten Tendenzen, aber noch lange nicht so extrem (und wohl deshalb auch nicht so erfolgreich und etabliert) wie die NPD. Die DVU steht in Sachen Extremismus der NPD zwar in nichts nach, sie ist für den Durchschnittsfascho aber wohl zu unglaubwürdig.


    Ich kann mir zumindest vorstellen, dass auch bürgerliche, ehemalige Schwarz-Wähler, die genug von der CDU/CSU haben, plötzlich zu REP-Wählern mutieren. Dann mögen sie zwar in der rechten Ecke stehen, Neonazis sind es aber deshalb noch lange nicht.


    Die DDR hatte sicher viele Schattenseiten. Trotzdem glaub ich das sie in einzelne Bereiche besser aufgestellt waren, als die BRD heute. Dazu gehört beispielsweiße die Kinderbetreuung oder der enge Kontakt der Leute untereinander.


    Du kannst nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Gegenbeispiel, damit man auch versteht, was ich meine: Das Gesundheitssystem in Deutschland ist im Vergleich mit dem der U.S.A. um ein Vielfaches gerechter, solider und ausgereifter. Trotzdem würde auf Amerika direkt übertragen unser Gesundheitssystem dort absolut nicht funktionieren, weil die Gegebenheiten komplett unterschiedlich sind, mal ganz abgesehen von der Größe des Landes.


    Beispielsweise die Grundlagenforschung in der Raketentechnologie.


    Ich empfinde jegliche Technologie, die mit Gewalt und Krieg zu tun hat, als absolut "unprofitabel" und sehr, sehr schlecht. Es spricht Bände, wenn du ernsthaft versuchst, jemandem dies als positive Entwicklung für Deutschland aus dem 3. Reich zu verkaufen.


    Oder verzichtet ihr auf Handys, weil die Satelliten nur mit Hilfe der "Nazis" ins All gelangen konnten.


    Vorsicht, ganz gefährliches Nichtwissen! Mithilfe der "Nazis" kam kein einziger Satellit in das Weltall - das deutsche Weltraumprogramm begann erst 1962, der erste deutsche Satellit folgte sogar erst 1969. Mit solchen Argumentationen solltest du sehr vorsichtig sein!


    Die Themen Autobahn, Jeans und SS wurden bereits von Cactus kommentiert, deshalb erspar' ich mir das mal. ;)


    In der Schule hätte dir dein Lehrer gesagt, "Thema verfehlt".

    Du hast ma wieder den Sinn des EIntrags nicht verstanden. Es geht nicht darum von wem jetzt die Jeans erfunden wurde oder wer als Erster was Erfunden hat.


    Moooooment. Du kannst nicht irgendwelche (falschen) Beispiele nennen und nach der Widerlegung dieser behaupten, dein Eintrag wäre falsch verstanden worden. Du nennst Beispiele für deine Meinung (nämlich der, aus der Vergangenheit positive Aspekte ziehen zu können - in Bezug auf das 3. Reich), und jene wurden widerlegt. Das ist zwar nicht sehr schön, dennoch vollkommen korrekt.


    Um zurück zum Thema zu kommen. Du definierst Nazis als Faschisten einer Ideologie... wie definierst du diese Ideologie?


    Falsch. Man definiert Nazis nicht als Faschisten einer Ideologie, der Faschismus ist Teil der Ideologie! Daher genügt es auch, Faschismus als Begriff zu definieren. Und der dürfte wohl klar abgegrenzt sein - oder differenziert jemand Faschismus? Zur Sicherheit dann lieber nochmal die gute, alte Wikipedia lesen. Die ist zwar nicht immer das Non-Plus-Ultra, aber für solche grundlegenden Dinge sehr gut zu gebrauchen:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus


    Ich bin kein Fan der RAF und deren Zielen. Und trotzdem kann ich auch der RAF was positives abgewinnen, da sie gezeigt hat, dass Politik und Wirtschaft auch an ihre Grenzen kommen können.


    Eigentlich wollte ich mich nicht zum Thema R.A.F. äußern, aber bei dem Satz haut's mich fast weg. Die R.A.F. war eine mordende (terroristische) Organisation. Dass sie mit ihren Mitteln "Politik und Wirtschaft [...] an ihre Grenzen" gebracht hat, wird dadurch nicht relativiert und kann somit niemals als positiver Aspekt gelten!


    Ich wundere mich zwar, warum du auf der anderen Seite Errungenschaften von Diktatoren, Monarchen etc nutzt, aber seis drum.


    Du hast bisher keine einzige (korrekte und belegbare) "Errungenschaft" von Diktaturen, Monarchen etc. nennen können. Somit bleibt das eine bloße Behauptung.


    Das waren meine 2 (oder vielleicht diesmal auch 3) Cent zum bisher Geschriebenen. ;)

  • Bei manchen Äußerungen kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Besonders wenn es Aussagen sind wie "In der DDR war ja nicht alles schlecht", "Errungenschaften von Diktatoren" und ähnlichem. Abgesehen davon, dass Diktatoren etc. noch nie etwas anderes als Angst und Terror 'errungen' haben, kann ich mir weder aus einer Ideologie noch aus einem Politsystem nur die Rosinen herauspicken, um damit zu begründen, wie toll es doch war/ist. Natürlich besteht alles aus vielen einzelnen Aspekten, aber erst all die vielen Aspekte machen das Ganze aus, das es zu betrachten gilt. AH allein wäre vielleicht ein guter Maler geworden, aber er hat sich nicht darauf konzentriert, sondern auf die Politik und die Erringung der Macht. Wegen seines Zeichentalents deswegen von ihm als "guten Menschen" zu sprechen, ist daher ebenso kurzsichtig, denn auch das wäre lediglich eine einzige Rosine, die ich unter Vernachlässigkeit aller anderen Charaktereigenschaften und "Talente" herauspicken würde. Ebenso ist das "Ausländer raus" eine einzige - wenn auch schlechte - Rosine. Es sind und bleiben immer nur einzelne Punkte. Jede Ideologie und jedes Politsystem hat aber viele positive und negative Aspekte, niemals nur negative oder nur positive. So etwas gibt es nicht.


    Auch ein Nazi defininiert sich nicht aus einem einzigen Aspekt, sei er optisch oder ideologisch. Selbst der beste aller Kindergärtner kann ein Nazi sein. Sogar ein Mitglied der Heilsarmee oder des Roten Kreuzes kann ein Nazi sein. Dazu gehören viele Punkte, die zumeist ideologischer und charakterlicher und bildungsmäßiger Natur sind. Denn es hängt vom eigenen Charakter und der eigenen Bildung innerhalb meines Lebensumfelds ab, welche Ideologie ich mir letztlich zueigen mache. Auf der gleichen Basis "Charakter und Bildung" fußen auch alle anderen Ansichten und Lebenseinstellungen wie z. B. Vegetarier, Veganer, Abstinenzler (müssen nämlich nicht unbedingt gleich Alkoholiker sein) etc. pp., die ein Mensch für sich in Anspruch nimmt. Während in der Schule bspw. alle immer die neuesten Füller und tollsten Etuis zeigen wollten, bin ich eben genau gegen diesen Trend geschwommen. Ich wollte mich davon abheben und hatte damals schon mit vollem Bewusstsein ein uraltes Holzetui mit Schiebedeckel benutzt. Das Lästereien nicht ausblieben, war mir aber schon vorher klar, aber davon hatte ich schließlich keinen einzigen Kartoffelchip weniger in der Tüte. Dafür gingen meine Füller und Stifte auch seltener kaputt als in den weichen Etuis bei all dem Werfen mit der "Tonne". Hatte meinen Vater sogar gebeten, mir einen anderen Füller als Geha, Pelikan oder gar Montblanc zu holen, die jeder hatte (wobei Pelikan den untersten und Montblanc den höchsten Status einbrachte). Er brachte mir dann einen Lamy, den keine Sau kannte. Ich war jedenfalls stolz, einen eigenen Füller zu haben, den kein anderer hatte.


    Um sich gegen die Masse abzuheben und dem Gruppendruck entgegenzusetzen, muss man auch das Rückgrat dazu haben. Und das haben längst nicht mehr alle. Die meisten halten sich lieber aus allem raus. Manche geben sogar das Denken ab und lassen lieber denken, sei es im Job oder auch bei den politischen Ansichten. Man sieht dann gerne die Rosinen, aber nicht den Rest des verschimmelten Kuchens. Aber sowenig ich mir aus einem verschimmelten Kuchen die Rosinen herauspule, um sie mir einzuverleiben und hinterher zu behaupten, der Kuchen wäre ja gar nicht so schlecht, sondern sogar noch essbar gewesen, kann ich dies bei Ideologien machen. Entweder mache ich mir eine politische Ansicht oder Ideologie zueigen mit allem Drum und Dran - oder ich bastele für mich persönlich eine eigene Ideologie, die aber meist an der Realität vorbeigeht. Ich muss also immer das Ganze betrachten. Das Problem ist: Um das Ganze zu betrachten, muss man auch nachdenken. Und in Einzelfällen auch für seine Ideologie, seine Überzeugung handfest eintreten.


    Aber was sage ich denn da? "Selbst denken? Verantwortung auf mich nehmen? Bloß nicht!" So ist doch heute der weitverbreitete Tenor. Sei es bei den Wahlen als Wähler (siehe Wahlbeteiligung), sei es bei Unfällen (wo man lieber als Gaffer anstatt als Ersthelfer agiert), oder sei es bei Tätlichkeiten im näheren Umkreis (wo es den meisten an Zivilcourage mangelt). Wer hat denn noch das Rückgrat, Risiken auf sich zu nehmen, um seine eigene Überzeugung auch anderen gegenüber zu vertreten? Wer macht sich denn im Alltag jemals die Mühe, auch mal die andere Seite der Medaille (die Sichtweise des anderen) zu betrachten, z. B. bei Diskussionen oder Streitereien?. Kaum jemand. Der in München erschlagene Mann war einer mit Zivilcourage. Für viele ein Grund dafür, künftig noch weniger Zivilcourage zu zeigen, um gesund zu bleiben. Für andere aber genau das Gegenteil in der Hoffnung, dass durch solche Beispiele andere endlich zum Umdenken gezwungen werden. Die sehen nicht nur den einzelnen Punkt, sondern das Ganze, in dem eine Änderung stattfinden muss. So wie es Sophie Scholl und viele andere Widerstandskämpfer im dritten Reich taten. Sie hatten soviel Rückgrat, einem bestehenden System Kontra zu geben, auch wenn es Nachteile bedeutete. Auch wenn es Risiken bedeutete. Auch wenn es das eigene Leben bedeutete.


    Wer darum heute bei Wahlen mit dem Arsch auf dem Sofa sitzen bleibt, untätig zusieht wie andere zusammengeschlagen oder vergewaltigt werden, bei Unfällen lieber Leute leiden sieht anstatt ihnen zu helfen, wer lieber in der sozialen Hängematte liegt als zu arbeiten (ich klammere hier all die Leute aus, die wirklich arbeiten wollen und keinen Job finden trotz aller Bewerbungen), wer lieber als Hooligan unterwegs ist anstatt etwas zu erschaffen, wer lieber unwahre Behauptungen blind nachplappert anstatt selbst nachzudenken und zu argumentieren - ist in meinen Augen gleichzusetzen mit all den egoistischen Mitläufern zwischen 1933 und 1945. So etwas ist für mich mehr ein Nazi als einer, der lediglich brüllt "Ausländer raus". Der Brüller mag auch Argumente anführen, die ich vielleicht sogar akzeptieren kann, weil er möglicherweise persönliche Gründe dafür hat. Deswegen muss ich seine Meinung aber noch lange nicht übernehmen oder unterstützen. Ich darf weiterhin selbstbewusst genug sein, meine eigene Meinung zu vertreten. Auch wenn sie anderen nicht passen mag. Das ist eben die Natur der freien Meinungsäußerung, dass man unterschiedliche Meinungen von sich geben darf, aber nicht jede annehmen muss.


    Sorry für die gelegentlichen Abschweifungen, um auch deutlich zu machen, wie ich persönlich das Thema betrachte. Ich hoffe, dass es bei den meisten auch richtig ankam. Wenn nicht, werde ich es ja bald merken. ;)


    "RTL macht im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht mehr Fernsehen, sondern Gewinn. Das Programm wird nur billigend in Kauf genommen."

    (Geert Müller-Gerbes, Journalist & TV-Moderator)


    "Die Zuschauer sind gar nicht so dumm, wie wir sie mit dem Fernsehen noch machen werden."
    (Hans-Joachim 'Kuli' Kulenkampff, Schauspieler & Quizmaster)


    Edited 2 times, last by gh ().

  • Was ist so falsch daran ein die Idee eines flächendeckenden Kindergartens, in den jeder gehen kann zu übernehmen.


    Ich bin mir jetzt nicht sicher, was du mit einem "flächendeckenden Kindergarten" meinst. Ich hab' auf die Schnelle keine Unterschiede zu Kindergärten in der DDR auf die BRD bezogen finden können.


    DIe USA könnte sich D. zum Vorbild machen und zumindest eine KV einführen, welche gegen teure, notwendige Fälle versichtert. Oder die USA richtet eine Grundsicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung im KV Bereich ein. Eben einen Schritt in die richtige Richtung.


    Ich bin zwar nicht wirklich mit dem amerikanischen Gesundheitssystem vertraut, aber trotzdem sehr sicher, dass das nicht schnell, konsequent, einfach und gleich durchsetzbar sein kann. Nicht mit derer Finanz-, Steuer-, Waffen-, Sozialpolitik, usw. Deren gesamter Kreislauf unterscheidet sich doch fundamental von dem unsrigen. Wenn die in ihr bestehendes System einfach mal 'ne (bedingungslose) Grundsicherung oder mehr einführen, klappt doch deren gesamter Kreislauf zusammen. Oder es wird eine Kettenreaktion ausgelöst und an jeder Ecke muss gebastelt ... äh, Entschuldigung, reformiert werden. Und was dabei rauskommt, sieht man ja am Beispiel "deutsche Sozialreform" sehr deutlich.


    dass aus den Ereignissen der Vergangenheit, egal ob im großen und ganzen positiv oder negativ, gelernt werden soll.


    Deine Intention war und ist mir klar, jedoch ist das dritte Reich ein denkbar schlechtes Beispiel, da bisher jedes deiner Beispiele widerlegt werden konnte. Auf das Kartoffelbeispiel will ich gar nicht eingehen - ich bin mir nicht sicher, ob der Export von Kartoffeln uns wirklich Vorteile auf dem internationalen Markt verschafft.


    bei der ich bis heute auf seine def der Ideologie in Bezug auf den Nationalsozialismus warte.


    Weshalb? Cactus hat mit Sicherheit die gleiche Vorstellung/Meinung von Nationalsozialismus wie sie bei uns in der Welt vorherrscht. Ich betone nochmal, es gibt keine Differenzierung bei Faschismus, und ich habe auch noch niemanden gesehen, der bei Nationalsozialismus differenzieren will (bis auf Neonazis).


    Der Nationalsozialismus ist eine radikal antisemitische, antikommunistische und antidemokratische Weltanschauung.


    Reicht das nicht? Ich meine, natürlich gehen verschiedene Menschen tiefer und spezialisieren verschiedene Dinge, ich tue das, andere tun das, und sicher auch Cactus. Aber - was bringt es dir, seine genaue Definition der NS-Ideologie dargelegt zu bekommen? Im Konsens wird es der allgemeinen Meinung ähneln.


    "Soll man einen Fortschritt eines Ereignisses der Vergangenheit annehmen, auch wenn dessen Umstände als negativ einzustufen sind?"


    Wenn der Fortschritt positiv bzw. der Menschheit bzw. bestimmten Menschen von Nutzen ist, dann wird er weiterbestehen und -verwendet, egal aufgrund welcher Umstände dieser Fortschritt entstand.


    Viele wählen die Partei die ihm am nähsten ist.


    Es wird von den großen Parteien immer davon ausgegangen, es gäbe die sogenannten "Themenwähler" überhaupt nicht. Ich bin einer dieser nicht existierenden Menschen, und ich bin mir sicher, dass es da draußen noch mehr von meiner Sorte gibt. ;)

  • Ich wollte mich eigentlich gerade eben zu dem Thema äußern, hab mich aber, im Verlauf des nachlesens der Beiträge, dagegen entschieden.
    Allein schon die inflationäre Verwendung der Bezeichnung "Nazi" hat mein Interesse gen 0 tendieren lassen. Wäre für mich damit vergleichbar, wenn ich eine Diskussion starten würde mit dem Titel "Was ist für euch eine Zecke?" um damit wohlwissend jegliche linkspolitische Position (einschließlich der "Linksparteien" wie Linkspartei, MLPD & co.) im Vorhinein zu verunglimpfen.


    Die Diskussion hat sich deshalb selbst disqualifiziert...


    Nur so viel am Rande: Wer Parteien wie die Republikaner in einem Atemzug mit NPD, und diese wiederum in einem Atemzug mit DVU nennt, der beweist politisch keine große Sachkenntnis. Unter rechtspolitischen gibt es wie bei linkspolitischen gewaltige Unterschiede oder würde hier ernsthaft jemand die Grünen, die Linkspartei, die MLPD und die DKP in einen Topf werfen ? - Viele sollten sich einfach mal ihrer Unwissenheit beugen und entweder Bücher und Parteiprogramme zur Hand nehmen oder sich schlichtweg aus solchen Thematiken heraus halten.


    Leider mittlerweile eine Krankheit unserer Gesellschaft dass ein jeder meint, mit 5% Basiswissen in jeglicher Diskussion sein (mangelhaftes oder nicht vorhandenes) Wissen einbringen zu müssen und nachhaltig mit Rechtfertigungen umsich wirft wie "ist halt meine Meinung" und wir hätten ja eine freie Meinungsäußerung ohne dabei zu bedenken, dass man eine Meinung nur dann haben kann, wenn man auch de facto etwas über das Thema weiß...


    Wie dem auch sei, für mich ist diese Diskussion nichts. Wollte nur mal allgemein zum nachdenken anregen.

    »Um sich selbst ins richtige Licht stellen zu können, muss man die anderen in den Schatten stellen.«
    (Gerhard Uhlenbruck, *1929, deutscher Immunbiologe und Aphoristiker)

  • [quote='PST',index.php?page=Thread&postID=78661#post78661]Also ich hab heut seit langem mal wieder ein paar Threats durchgelesen und mich gewundert was der eine oder andere schreibt. Für mich ist immer wieder interessant, wer alles in die 3.Reichs-Schublade gesteckt wird. Die Medien geben ja den Takt vor. Äußert man sich negativ gegen Ausländer, ist man ein Nazi. Findet man positive Auswirkungen des 3. Reichs ist man ein Nazi.
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    Wenn wir mal die üblichen Begriffe in Verbindung mit der NS-Zeit weglassen z.B. Krieg, Verfolgung , Diskriminierung oder Terror und die weniger bekannten "Nebenschauplätze" aufsuchen, finden sich für meine Begriffe auch positive Aspekte (dies gehört zum Realismus)
    Das Thema Autobahn möchte ich nicht weiter vertiefen - nur soviel: Der Autobahnbau in den 30er Jahren hatte sich der Landschaft anzupassen und nicht umgekehrt. Dies führte teilweise dazu, daß beispielsweise die linke und rechte Fahrspur auseinanderdriften mußte, weil in der Mitte ein wertvoller Baum gerettet werden sollte.
    Dies soll nun ein Übergang zu den positiven Aspekten sein. Ich versuche mal aufzuzählen:
    1. Bildung: Es gab ein reichsübergreifendes Schulsystem, daß z.B. ein ostpreußischer Schüler, der nach Köln zog, sich unproblematisch integrieren konnte.
    2. Der technische Fortschritt, der hohe Bildungsgrad und die Wissenschaft.
    3. Architektur - nicht die NS-Planung Germania
    Zu den nächsten beiden Punkten möchte ich intensiver eingehen - und zwar betrifft es den
    NATUR-UND TIERSCHUTZ
    1934 wurden beide Gesetze geschaffen - die Lüneburger Heide, Teile Schleswig-Holsteins und vieles mehr wurden als Naturschutzgebiete deklariert. Nach 1945 wurden diese Gesetze größtenteils von den Alliierten gekappt.
    Tierschutz: Dieses war bis 1945 fortschrittlicher als heute - auch dieses Gesetz wurde von den Alliierten gekappt
    Schon am 1. April nach der Machtergreifung wurde von Wilhelm Frick ein neues Tierschutzgesetz entwickelt. Frick wurde hierbei von allerhand Tier- Umweltschutzverbänden unterstützt. Hermann Göring hatte in seiner Funktion als preußischer Ministerpräsident schon 3 Monate vorher die Vivisektion verboten.


    Am 1. Februar 1934 war es dann soweit. Das Gesetz lag vollständig vor und trat in Kraft. Von nun an galt als Tierquälerei „ein Tier unnötig zu quälen oder roh zu misshandeln”. Der Gesetzestext erläutert dabei die Begriffe „unnötig”, „quälen”, „misshandeln” und „roh”, um eventuelle Unklarheiten der Definition auszuräumen. Beispiel für explizit eingeschränkte oder sogar verbotene Tierquälereien finden sich in Abschnitt 2, der einen Bogen vom Halten eines Haustieres über das Kupieren (abtrennen) von Pferdeschwänzen bis hin zur Verwendung von Grubenpferden schlägt. Im dritten Abschnitt wurden die „Versuche an Tieren” thematisiert und verbindliche Bestimmungen festgelegt. Hierbei sind vor allem die Paragraphen §7 und §8 zu nennen, die Tierversuche so rigoros wie noch nie zuvor in der deutschen Tierschutzgesetzgebung reglementierten. Die langjährige Forderung der Tierschutzvereine, dass tierexperimentell forschende Institute eine Genehmigung beim Reichsinnenminister beantragen müssen, wurde somit er-füllt. Ebenso bemerkenswert waren die strikten Bestimmungen zur Versuchsdurchführung selbst.


    Der vierte Abschnitt des Gesetzes regelte schließlich die Strafbestimmungen. Auch hier kam der nationalsozialistische Gesetzgeber den Vorstellungen der Tierschützer sehr weit entgegen. Bei Tierquälereien drohten bis zu 2 Jahre Gefängnis und Geldstrafe oder eines von beiden. Ähnlich wurden Verstöße gegen die Tierversuchsbestimmungen bestraft. Selbst bei Fahrlässigkeit sah das Gesetz 150 Reichsmark Geldstrafen oder Haftstrafen vor.


    Erstmalig in der Welt berücksichtigte das Dritte Reich den Wolf, was seinerzeit eine völlig unglaubliche Tat war. Zur Behandlung von Fischen und Hummern wurden gar detaillierte Bestimmungen herausgegeben. Jene wurden dann auch streng überwacht; von allen Berufsständen Deutschlands gehörte der größte Prozentsatz der Tierärzte der nationalsozialistischen Partei an.


    Heinrich Himmler sagte einmal zu seinem Lebarzt Felix Kersten:


    “Wie können Sie nur, Herr Kersten, dabei einen Genuß empfinden, wenn Sie aus dem Hinterhalt wehrlose Naturwesen abknallen, die unschuldig, unfähig, sich zur Wehr zu setzen, und nichts ahnend im Schatten des Waldes umherschweifen? Das ist in Wirklichkeit Morden. Die Natur ist etwas grenzenlos Schönes und jedes Tier hat ein Recht darauf, zu leben.”


    Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs wurde der größte Teil des Tierschutzgesetzregelwerks von den alliierten Besatzern aufgelöst. Auf den Wolf wurde seither nahezu bis zu seinem Aussterben Jagd gemacht und die naturgeschützten Areale wurden der landwirtschaftlichen Nutzung überbracht.
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    Logischerweise wird dies von der heutigen Politik natürlich negativ gesehen und als Beginn der Diskriminierung von Juden angesehen, weil das Schächten strikt verboten war ebenso der Pelzhandel (was vor allem eine jüdische Einnahmequelle war)
    Ich muß zugeben, daß es sehr widersprüchlich war - Tierschutz und gleichzeitung Verfolgung und Tötung von Menschen - aber gerade deshalb muß es undifferenziert betrachtet werden




    I

    Baden-Württemberg

    Wir können alles
    Außer Hochdeutsch
    ...............wählen





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