• So, nun streiken unsere guten Ärzte schon seit Wochen und monaten. Die Beamten gehen auch auf die Barrikaden, weil se noch länger rum sitzten sollen. find´s langsam alles bissel lächerlich. mich würd mal eure meinung interessieren

    "Wo Liebe wächst, gedeiht Leben - wo Hass aufkommt droht Untergang"


    - 8-facher "Mr. TV-Kult" -


  • Gut, 30 % mehr Gehalt zu fordern ist schon zu viel vor allem in der heutigen Zeit. Da muss man sich auf weniger einigen.


    Aber was so ein Arzt Tag für Tag leisten muss. Von wegen nach 8-9 Std. Arbeit ist Feierabend. Oft sind es 13-14 h am Tag und oft nach einem langen Arbeitstag eine OP, wo der Arzt volle Konzentration braucht. Mich wundert´s nicht, daß viele Ärzte zur "Flasche " greifen. Gekürztes Urlaubs- und Weihnachtsgeld, unbezahlte Überstunden. Dass da keiner mehr motiviert ist, versteht sich ja von selber. Trotz Streik werden die OP´s, Untersuchungen ... weiter durchgeführt. Ich respektierte die Leistung angefangen bei der Krankenschwester, Krankenpfleger bis zum Chirurg und Notarzt.
    Soviel verdient ein Arzt z.B. im öffentlichen Dienst, Länder West, 38,5 Std. lt. Tarif, nach 5-jähriger Tätigkeit: 2.811 €- 4.450 € (2004)

  • Okay, die Krankenhausärzte haben es in Deutschland wirklich nicht so gut, aber die niedergelassenen Ärzte waren ja dieses Jahr auch schon auf den Straßen

    "Wo Liebe wächst, gedeiht Leben - wo Hass aufkommt droht Untergang"


    - 8-facher "Mr. TV-Kult" -


  • Und der grosse Verwaltungsaufwand mit der Praxisgebühr (auch eine Frechheit-sollte "Kassengebühr" heissen)-was der Unfug Kosten verursacht.
    und die Kassen sind nicht mal so viel, daß diese die Beiträge senken. Alles muss man selber zahlen. Wenn ich bloss man eine alte Frau mit etwa 400 € Rente!eine eine neue Brille, die teuren Medikamente..und...und...und...
    Das Thema "Krankenkassen" brigt mich auf die Palme---aber zurück zum Thema "Ärztestreik"

  • Tja streiken ist ja immer mehr und mehr geworden und wird auch mehr werden. Die deutschen lassen sich sowieso viel zu viel gefallen. Das wir das so einfach mit der rente hinnehmen verstehe ich bis heute nicht.
    30 % bei den ärtzen is ach qutsch find ich aber die müsten mal die bezahlung überdenken usw. !

    Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen bereits Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von Übermorgen. :thumbsup:

  • Quote

    Flo.33 postete
    Die Beamten gehen auch auf die Barrikaden, weil se noch länger rum sitzten sollen. find´s langsam alles bissel lächerlich. mich würd mal eure meinung interessieren


    Solche Aussagen find ich eigentlich ein wenig unter der Gürtellinie...


    Schonmal überlegt, daß es auf Seiten der (Bundes-)Beamten Ende 2004 keinen Aufschrei gab, als die Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden hochgesetzt wurde? Und bevor gleich wieder der nächste schreit "na und" oder "das macht doch nichts", der sollte sich mal überlegen, wie er sich fühlen würde, wenn er sich die 38,5-Stunden-Woche mit Lohnzugeständnissen an den Dienstherren bzw. Arbeitgeber erkauft hat und dann plötzlich diese Vereinbarung einseitig und zu eigenen Lasten gekündigt wird und jetzt sogar die 41-Stunden-Woche eingeführt wurde... da gabs übrigens KEINEN Aufschrei und auch Ver.di haben die Beamtem MIT KEINEM WORT erwähnt, als sie gestreikt haben...


    So langsam wünsche ich mir auch mal das Streikrecht...

  • ich glaub mich erinnern zu können, daß damals bei gleich bleibendem lohn, die stundenzahl irgendwann mal reduziert worden ist. deswegen meinte ich, daß man sich jetzt nich so haben sollte, wenn´s geändert wird. sollte nicht gegen dich gehen. sorry

    "Wo Liebe wächst, gedeiht Leben - wo Hass aufkommt droht Untergang"


    - 8-facher "Mr. TV-Kult" -


  • Also, ich seh' die Ärztestreiks als teilweise sicherlich gerechtfertigt (die müssen wirklich 'nen knallharten Job leisten, kenne da unglaubliche Geschichten von meiner Freundin ihrer Mutter, ihres Zeichens selbst in 'nem Krankenhaus in Schweinfurt beschäftigt), andererseits halte ich 30 % mehr Lohn für eine Wahnvorstellung. Ich hoffe, da glaubt keiner wirklich dran, denn, von jenem möcht' ich dann doch nicht operiert werden. ;)


    Allerdings hat MG recht, damals, als ich noch Beamtenanwärter war, wurde "bei uns" (in Bayern) die 40-Stunden-Woche eingeführt, da hat man (wegen fehlendem Streikrecht natürlich) keinen Ton in den publiken Nachrichten gehört.
    Im Übrigen möcht' ich noch anbringen, dass bayerische Beamte bereits 42 Stunden in der Woche schuften.


    @Flo: Deinen 2. Satz im 1. Post find' ich alles Andere als korrekt. Ich denke, jemand wie du, der die Arbeitsweise von Beamten nur aus Witzen über jene kennt, kann sich kein Urteil darüber erlauben. Nur so als Anmerkung, vielleicht auch für die Zukunft. ;)


    Quote

    Flo.33 postete
    ich glaub mich erinnern zu können, daß damals bei gleich bleibendem lohn, die stundenzahl irgendwann mal reduziert worden ist. [...]


    [klugscheiß]
    Außerdem gibt's bei Beamten keinen Lohn, sondern 'ne Besoldung, und die ist gesetzlich geregelt und kann nicht einfach nach oben/unten verschoben werden. ;)
    [/klugscheiß]


    Kuroi

  • nu ist´s zu ende: 3% mehr gehalt für die Metaller. Unglaublich wie sich die Unternehmen erpressen lassen. aber andererseits auch ein ausgleich für die inflation.

    "Wo Liebe wächst, gedeiht Leben - wo Hass aufkommt droht Untergang"


    - 8-facher "Mr. TV-Kult" -


  • und ca. 15% Einkommensverlust für Bundesbeamte durch


    a) Mehrarbeit (Beamte: 41 Stunden/ Woche, Angestellte 39 Stunden/ Woche)
    b) Wegfall des Weihnachtsgeldes für Beamte (bisher 60%, Angestellte kriegen es VOLL)
    c) Wegfall der Besoldungsgruppen A10 und A12 (dadurch entstehen "Betonstellen", wodurch man ewig in der selben Einkommensstufe bleibt)


    SUPER....

  • DAS nenn ich mal wieder ein statement von Iron :-)


    @ Topic: weiß eigentlich einer, was die fordern, und was die anderen bieten? hab bloß gestern noch was mitbekommen, daß keiner weiß, wo man das geld hernehmen soll, um mehr zu zahlen

    "Wo Liebe wächst, gedeiht Leben - wo Hass aufkommt droht Untergang"


    - 8-facher "Mr. TV-Kult" -


  • Die Ärzte fordern einen Abbau der Bürokratie, eine hausärztliche Kassenvereinigung, Einkommensverbesserungen und bessere Bedingungen für den Nachwuchs, so hab ich´s in unserer Heimatzeitung gelesen.


    Das Problem ist, dass Patienten weiter Einschränkungen im Krankenhausbetrieb hinnehmen müssen.


    Alles klar, Herr Kommisar? :-)

  • vor allem jetzt zur WM find ich den streik mehr als unglücklich. was hinterläßt das denn bei unseren gästen für einen eindruck?


    PS: heut hat´s das erste opfer gegeben. ne dame mit schlechten herzwerten wurde in göttingen nicht behandelt und ist gestorben. frechheit!

    "Wo Liebe wächst, gedeiht Leben - wo Hass aufkommt droht Untergang"


    - 8-facher "Mr. TV-Kult" -


  • Ende März haben wir darüber geredet und jetzt erst kamen verdi und der Marburger Bund zu einer Einigung. 1,5 bis 13 % mehr Gehalt und die 40 Stundenwoche und nicht länger als 12 Stunden Arbeitszeit am Tag.
    Aber dass kann kleineren Krankenhäuser ganz schön ins Geld gehen.
    Sollten die Krankenhäuser und Kliniken nicht mehr zahlen, drohen die Ärzte mit einer Abwanderung.