• Ich für meinen Teil bin bin mir sicher, dass es mehr als das gibt, was wir hier auf Erden erleben. Denke aber, dass es für das menschliche Gehirn nicht greifbar/verständlich ist. Es gibt meiner Ansicht nach eine übergeordnete Kraft, die aber nicht mit den bisherigen Gottesbildern gleichzusetzen ist. Ich glaube an Wiedergeburt, dass wir auf Erden sind um zu lernen/geprüft zu werden/einen gewissen Weg zu gehen zum Zwecke der geistigen Weiterentwicklung. Es gibt ein großes-ganzes auf vielen Ebenene.

    Deswegen kann ich mit dem Mainstream nicht mit gehen, wo der Mensch immer mehr als überflüssiges und nicht würdiges Wesen auf der Erde eingestuft wird. Sondern ich glaube, dass das Dasein gemacht wurde, damit es Wesen wie die Menschen überhaupt erst geben kann, um eben den Plan den ich oben geschildert habe, leben zu können. Die Schöpfung ist etwas wunderbares und soll dabei natürlich respektiert und erhalten werden. Man ist ein Teilm des Ganzen, also nicht nur auf kultureller und spiritueller Ebene, sondern auch was die Natur und die Schöpfung angeht. Ziel des Menschen ist es dem Göttlichen nahe zu kommen während seines Erdenaufenthaltes.

    Es geht auch viel um Wahrheit, Wahrheitigkeit und "gut" und "böse". Viele "satanisten" - habe ich mal gehört - glauben, dass es die Hölle gibt, aber dass die Hölle bereits unser Erden-Dasein ist. Das sehe ich nicht so, aber das Leben auf der Erde ist ein Zwischenspiel aus Gut und Böse und im Leben muss man sich beweisen, in dem man für das Gute und Wahre einsteht.

    So würde ich meinen "Glauben" definieren.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Mein Großvater hat mal gesagt, man sollte nicht über Religon sprechen. Entweder man glaubt dran, oder nicht.

    Das soll jetzt hier aber nicht das Schlußwort sein. So einfach wollte ich das echt nicht bringen...;):);)

    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Es ist ja nicht verkehrt, wenn einem jemand sagt, was er gerne auch für dich als Glauben vorsieht. Aber wie der Name schon sagt - man muss glauben können, sonst funktioniert Religion nicht.


    Ich selbst war immer voller Zweifel, habe aber selbst erlebt, wie göttliches Handeln funktioniert. Das haben wir schon im Religionsunterricht gelernt: Gott zeigt sich im menschlichen Handeln. Wenn jemand da ist, wenn ihr in Not seid, dann heißt es auch gern mal: "Dich schickt der Himmel". Möglicherweise ist es tatsächlich so: scheinbar zufällig dort zu sein, wo man gebraucht wird. Gott löscht nicht dein Haus, er hat aber die Feuerwehr gemacht.


    Ich habe mal drüber nachgedacht: War das alles vermeidbar, was geschah, oder war es vielleicht Gottes Wille? Würde es heute den Staat Israel geben, wenn es den Holocaust nicht gegeben hätte?


    Hilfreich sind die sog. biblischen Zahlen. Eine davon ist die 12. Gott teilte das Jahr in 12 Monate ein, Jesus hatte 12 Jünger. Allein deshalb gilt die 13 als Unglückszahl - einer zu viel. Und die Nazizeit dauerte auch 12 Jahre.


    Eine weitere biblische Zahl ist die 40. Moses lief mit dem Volk Israel 40 Jahre durch die Wüste. Noah war 40 Tage mit seiner Arche unterwegs. Und wie lange dauerte die Teilung Deutschlands? Richtig, etwa 40 Jahre.


    Dem Papst Johannes Paul II. wird eine bedeutende Rolle bei der Überwindung der Teilung Europas zugewiesen. Er wurde aber erst Papst, als sein Vorgänger Johannes Paul I. unter mysteriösen Umständen 33 Tage nach seiner Wahl verstarb.


    Zweifellos können das alles Zufälle sein, man könnte aber auch glauben, es steckt Methode dahinter. Ich weiß es nicht, werde mich auch nicht anmaßen, etwas zu behaupten. Zum Nachdenken regt es allemal an.


    Religion hat für mich aber auch dann Sinn, wenn es keinen Gott gäbe. Ich glaube nicht, dass ein so hoch entwickeltes Wesen wie der Mensch existieren könnte, wenn er zu 100% wüsste, dass mit dem Tod alles vorbei ist und durch den Hirntod auch die Erinnerung an seine eigene Existenz ausgelöscht wird.

    Eine Diskussion ist ein Austausch von Gedanken, bei dem immer die Gefahr besteht, dass man überzeugt wird.

    Hans Moser