Die goldene Mumie (D, 1918)

  • Quote

    Der junge Alex Morin arbeitet dem berühmten Ägyptologen Prof. Mäander als Sekretär zu. Dieser versucht seinem Untergebenen dessen Verlobte Myra Korff auszuspannen. Mit Versprechungen lockt er Myra fort von Morin. Diesen wiederum setzt er in dessen Wohnung unter im Wein vermischte Drogen. Im anschließenden Rausch findet sich Morin, der zuletzt eine ägyptische Hieroglyphentafel dechiffriert hat, in einem seltsamen Traum wieder...

    (Quelle: Wikipedia)

    Und immer wieder erkenne ich, daß es viel schwieriger ist, ein Publikum vier Lustspielakte zum Lachen zu bringen, als es in einem sechsaktigen Schauerdrama zu Tränen zu rühren. (Ossi Oswalda, 1920)

  • Grete Ly  sisterandi  parufamet, weiß jemand von euch ob der Film erhalten ist? Auf ebay bietet jemand ca. 2 Minuten aus dem Film für knapp 18.000$ an - fälschlicherweise Theda Bara oder Valeska Suratt zugeschrieben.

    https://www.ebay.com/itm/157291422306

    Und immer wieder erkenne ich, daß es viel schwieriger ist, ein Publikum vier Lustspielakte zum Lachen zu bringen, als es in einem sechsaktigen Schauerdrama zu Tränen zu rühren. (Ossi Oswalda, 1920)

  • Ich habe die Auktion auch schon gesehen. Die dort angegeben Filme kann man schnell ausschließen.

    Ich hielt es für möglicherweise etwas Italienisches aus der zweiten Hälfte der 1910er.

    Wie gelang die Identifikation als "Die goldene Mumie" (1918) von Richard Eichberg ?

    Zur Erhaltungssituation kann ich leider nichts sagen.

    Der Preis ist ja reine Phantasie.

  • Ich hielt es für möglicherweise etwas Italienisches aus der zweiten Hälfte der 1910er.

    Wie gelang die Identifikation als "Die goldene Mumie" (1918) von Richard Eichberg ?

    Zur Erhaltungssituation kann ich leider nichts sagen.

    Der Preis ist ja reine Phantasie.

    Ich hab mich - was ich nur ganz selten tu - mit eingeschaltet in die Diskussion.


    Es war ein Einkreisen. Ich hätte auch gedacht, dass es etwas Italienisches ist und habe in der Richtung recherchiert. Aber dann ist mir das sorgfältig arrangierte Bild aufgefallen - vor allem der Türrahmen, der so genau um den Köper gebaut ist bzw. die Schlüssellochperspektive mit den Schatten. So bin ich dann doch in Deutschland gegen Ende der 10er Jahre gelandet. Leontine Kühnberg war eine Spontaneingebung, weil ich so ein ähnliches Bild von ihr kenne. "Die goldene Mumie" hat von der Thematik her gepasst.

    Einer der User auf nitrateville hat Fotos von dem Film gefunden. Er hat die Kostüme identifiziert und mit den Fotos auf ebay verglichen. Und das Kleid der Dame auf den Bildern bei ebay bzw das Kostüm des Priesters sind tatsächlich identisch.


    Auf den Fotos bei nitrateville sind Leontine Kühnberg und Ferdinand Bonn zu sehen. Leider scheint der Name des Priesters nicht überliefert zu sein.

    Und immer wieder erkenne ich, daß es viel schwieriger ist, ein Publikum vier Lustspielakte zum Lachen zu bringen, als es in einem sechsaktigen Schauerdrama zu Tränen zu rühren. (Ossi Oswalda, 1920)

  • Jetzt habe ich den Thread bei Nitrateville gelesen. Du hast die Nuss geknackt. Man war noch sehr weit von der Lösung entfernt. Wenn der Film anderweitig nicht vorliegt, wäre die kleine Rolle tatsächlich ein sehr erhaltenswerter Fund. Könnte mir vorstellen, dass der Verkäufer nach der Identifikation mit dem Preis erheblich runtergeht. Ich denke der Ankaufspreis eines deutschen Archives für ein solches Fragment läge so bei max. 500 Euro.

  • Wenn der Film anderweitig nicht vorliegt, wäre die kleine Rolle tatsächlich ein sehr erhaltenswerter Fund. Könnte mir vorstellen, dass der Verkäufer nach der Identifikation mit dem Preis erheblich runtergeht. Ich denke der Ankaufspreis eines deutschen Archives für ein solches Fragment läge so bei max. 500 Euro.

    Verstehe! Ich bin gespannt ob sich da was tut. Christoph Michel vom Filmmuseum München ist ja auch ab und an bei nitrateville aktiv soviel ich weiß.

    Und immer wieder erkenne ich, daß es viel schwieriger ist, ein Publikum vier Lustspielakte zum Lachen zu bringen, als es in einem sechsaktigen Schauerdrama zu Tränen zu rühren. (Ossi Oswalda, 1920)