Zwischen den Jahren - Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester

  • Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester wird umgangssprachlich auch oft als die Zeit "Zwischen den Jahren" bezeichnet. Für mich sind diese Tage immer ein Stück weit eine besondere Zeit. Zum einen ist die Weihnachtsstimmung immer noch ein Stück weit in der Luft, zum anderen steht mit Silvester und dem ersten Neujahrstag bereits das nächste Fest vor der Tür.


    Zwischen den Jahren bin ich oft bei Verwandten zu Besuch. Auch in diesem Jahr war ich mit weiteren Verwandten von mir bei meiner Großtante. Dort haben wir zusammen zwei Tage verbracht. Heute habe ich mich mit einem Schulfreund von mir wiedergetroffen, den ich seit langer Zeit nicht mehr gesehen habe.


    Wie verbringt Ihr die Zeit Zwischen den Jahren?

    Hat diese Zeit für Euch auch eine besondere Bedeutung?

  • Ich arbeite da öfters, weil dann kaum einer in der Firma ist und man seine Ruhe hat. Irgendwie lässt es sich da sehr entspannt arbeiten. Dieses Jahr muss ich sogar arbeiten bzw. bereit sein, da ich 24/7 Notdienst habe und auf Anrufe warte. Es können 20 Anrufe kommen oder auch 0 in dieser Woche. Es macht keinen Sinn Urlaub zu nehmen, daher gehe ich nachher in die Firma und gleich am 02. auch.

    Da ich nächstes Jahr über vier Wochen Urlaub am Stück haben werde von Mitte November bis Mitte Dezember, werde ich dann logischerweise zwischen den Jahren auch wieder arbeiten. Da lasse ich dem Kollegen gerne den Vortritt.

  • Für mich hat diese Zeit zunächst mal etwas mit der Wintersonnenwende und den Rauhnächten zu tun. Irgendwie steht die Zeit zumindest gefühlt ein bisschen still.

    Weihnachten und Silvester passen unbedingt zusammen. Der Weihnachtsbaum wurde bei uns immer erst am 6. 1. entsorgt. (die katholische Tradition lässt den Baum sogar bis 2. Februar - Maria Lichtmeß - stehen). Ich finde es ja nicht besonders schön, dass die Christbäume schon ab Anfang Dezember überall in den Geschäften zu sehen sind. Das ist mir persönlich zu früh.

    Silvester geht andererseits auch schon in Richtung Ballsaison. Die Walzer- und Operettenmelodien gehören für mich da schon dazu. Das Neujahrskonzert aus Wien ist ein schönes Beispiel für diese Richtung..

    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Bei mir hat das Weihnachtsgefühl die letzten zwei Jahre tatsächlich schon Anfang Dezember eingesetzt. Ich habe terre des hommes bei einem Infostand in einem Münchner Kaufhaus unterstützt und das jedes Mal direkt vor einer Kinderspielecke mit Weihnachtsbaum. Weihnachten hält das Gefühl dann an mit Familienbesuch und Nachts einer Autofahrt zu der Kirche, die ich schon seit meiner Jugendzeit besuche. Das war's dann eigentlich. Mit Silvester kann ich relativ wenig anfangen. Es ist mehr ein Die-Zeit-totschlagen und irgendwie bis Mitternacht durchhalten.

    Und immer wieder erkenne ich, daß es viel schwieriger ist, ein Publikum vier Lustspielakte zum Lachen zu bringen, als es in einem sechsaktigen Schauerdrama zu Tränen zu rühren. (Ossi Oswalda, 1920)

  • Der Begriff "Zwischen den Jahren" stammt aus der Zeit, als der Jahresanfang noch nicht einheitlich war. Früher endete das Jahr oft am 24. Dezember und das neue begann am 6. Januar (Heilige Drei Könige).


    Ich habe Silvester eigentlich immer mein Programm, fast schon routinemäßig. Dabei ziehe ich Bilanz, schaue nach hinten und nach vorn, lasse mir gute Snacks schmecken und schaue mir um Mitternacht den erleuchteten Neuköllner Himmel an.