Musikkomödie um den Romeo Juccundus von Müller, ehemals genannt "Der keusche Josef", der sich nicht nur bei seinen ganzen Liebschaften verzettelt, sondern zu allem Überfluss auch noch plötzlich mit seinem Onkel August, der sein Geldgeber ist und davon ausgeht, dass er sich als erfolgreicher Geschäftsmann betätigt, konfrontiert wird. Glücklicherweise erkennt seine Cousine den wahren Kern, der sich in ihm befindet und führt das ganze Durcheinander zu einem glücklichen Ende.
Der keusche Josef (D, 1930)
-
-
Der Film selbst ist ziemlich seichte Unterhaltung und letzten Endes lediglich für Fans des Genres wirklich interessant. Negativ fallen zudem einige antisemitische Stereotypen ins Auge.
Trotzdem ist er natürlich wichtig, u.a. da es sich hier um den ersten Tonfilm von Ossi Oswalda handelte und zum ersten Mal ihre Stimme zu hören war. Gleichzeitig macht er aber auch deutlich, dass es für sie höchste Zeit war, ihr Rollenprofil zu verändern, um nicht dauerhaft in komischen Nebenrollen besetzt zu werden.