Die Waltons

  • Ich weiß ja nicht, ob es hier schon was über die Waltons gibt, aber gerade darum muss ich mal fragen, ob es hier noch andere Menschen gibt, die so gerne die Waltons sehen wie ich?



    Gruß, Pepe

  • Ich kann mich noch gut daran erinnern, als die Waltons früher regelmäßig am Nachmittag auf Sat.1 kamen und damals habe ich auch viele Folgen davon gesehen. Als Kind fand ich die Serie ganz nett, aber heute würde ich sie mir wohl nicht mehr anschauen. Zwischenzeitlich wurde sie auch noch einmal irgendwo wiederholt, ich glaube auf Kabel Eins. Michael Mittermaier läßt sich in seinem Programm Zapped übrigens auch über die Waltons aus.


    Bitte nach US-Serien verschieben.

  • Ja die Waltons, lange ist es her.
    In Deutschland wurde diese Serie ab 1975 gezeigt, und wieder mal parallel zur ARD-Sportschau. Als Kind fand ich die Serie ganz unterhaltsam, mittlerweile eher belanglos, ich würde sie freiwillig nicht mehr anschauen. Die Familienserie (im wahrsten Sinne des Wortes, die Waltons hatten sieben Kinder) hatte teilweise doch stark veraltete Ansichten über Gehorsam und Moral, nach dem Motto: Wenn alle das tun was die Männer sagen, wird alles gut.
    Ein Präsident der USA (Georg Bush) setzte diese Moral der Waltons sogar als erstrebenswertes Vorbild ein: Die Nation solle sich mehr an den Waltons orientieren, und weniger an den Simpson's. ("...a lot more like the Waltons and a lot less like the Simpsons....")


    Unvergessen aber ist der kultige Abspann: Gute Nacht, John Boy - Gute Nacht, Jason - Gute Nacht, Jim-Bob - Gute Nacht, Ben - Gute Nacht, Erin - Gute Nacht, Mary Ellen usw.

  • Unvergessen aber ist der kultige Abspann: Gute Nacht, John Boy - Gute Nacht, Jason - Gute Nacht, Jim-Bob - Gute Nacht, Ben - Gute Nacht, Erin - Gute Nacht, Mary Ellen usw.


    Ja genau! Das ist doch das Bekannteste an der ganzen Serie und wurde auch immer wieder gerne parodiert, z. B. bei Alles nichts oder oder RTL Samstag Nacht ("Gute Nacht News").


    War John-Boy nicht auch der Erzähler am Anfang und Ende jeder Folge, der auf seine Jugendzeit zurückblickt? Er wollte doch immer Schriftsteller werden?


    Die Familie Walton könnte man wohl am ehesten als das charakterisieren, was man in den USA als "Hillibillies" bezeichnen würde. Es soll doch ungefähr in den 30er/40er Jahren spielen, oder? Zumindest ist mir eine Folge in Erinnerung, in dem vom Zweiten Weltkrieg die Rede ist.

  • Hi,


    Mich wundert wirklich das diese Serie so erfolgreich wurde (über 200 Folgen). Anfangs wurden die Waltons Sonntags 18.15 Uhr gesendet, dann, wie schon oben erwähnt, Samstags zeitgleich mit der Sportschau, aber zusätzlich im 14-tägigem Wechsel mit 'Bonanza'. Eigentlich nicht so tolle Voraussetzungen.


    Quote

    War John-Boy nicht auch der Erzähler am Anfang und Ende jeder Folge, der auf seine Jugendzeit zurückblickt? Er wollte doch immer Schriftsteller werden?


    Ja das stimmt, John Boy war der Erzähler. Er wurde durch seine junge Lehrerin, welche sein schriftstellerisches Talent erkannte, gefördert, und er verliebte sich sogar ein klein wenig in diese Lehrerin. Als diese aber den neuen jungen Pastor heiratete, war er dem entsprechend niedergeschlagen. John-Boy geht dann irgendwann aufs College, bringt eine Lokalzeitung heraus, schreibt einen Roman, später zieht er nach New York. In der Zeit des 2. Weltkrieges ist er Kriegsberichterstatter.


    Quote

    Die Familie Walton könnte man wohl am ehesten als das charakterisieren, was man in den USA als "Hillibillies" bezeichnen würde. Es soll doch ungefähr in den 30er/40er Jahren spielen, oder? Zumindest ist mir eine Folge in Erinnerung, in dem vom Zweiten Weltkrieg die Rede ist.


    Ja, die Serie beginnt in den 30ern zur Zeit der Wirtschaftsdepression und spielt später irgendwann mal in der Zeit des 2. Weltkrieges. Wie und ob noch Episoden in der Nachkriegszeit spielen weiß ich nicht. Die neueren Folgen (Das ZDF zeigte nur 117 Folgen) von Sat1 / Pro7 / Kabel1 kannte ich nicht mehr so gut.


    Aus heutiger Zeit nervt mich die simple Schwarz-Weiß Botschaft dieser Serie. Hier die Guten, in diesem Falle die Waltons, und dort die Bösen von außerhalb. Vielleicht mal ein verirrtes Schaf, das aber dann geläutert wieder nach Hause geführt wird. Diese Polarisation zeigt sich übrigens bei fast jeder amerikanischen Serie aus dieser Zeit, egal ob das jetzt 'Raumschiff Enterprise' oder 'Bonanza' oder auch 'Unsere kleine Farm' war.


    Hier noch ein interessanter Link u.a. mit einer ausführlichen Inhaltsbeschreibung der einzelnen Folgen (Vorsicht, der Link 'Serie/Spielfilme' ist ein zweigeteilter Link):
    http://www.die-waltons.de/

  • Den wirklichen Grund kann ich gar nicht benennen. Während ich einige Folgen von "Unsere kleine Farm" gesehen habe, hab ich mich strikt geweigert, diese Serie schauen zu wollen. Ralph Waite ist mir erstmals in der Serie "Navy CIS" begegnet als Vater "Jackson Gibbs", wo ich ihn sehr mochte. Vielleicht liegt es an dem Zeitfenster "Weltwirtschaftskrise bis Ende Zweiter Weltkrieg", weshalb ich mich nicht ranwagte.

  • Vielleicht magst du ja mal "reinschauen". Eine Folge schadet wirklich nicht sag ich immer. Diese Serien hatten durchaus ihre "netten Seiten". Ich weiß auch nicht, wieso sie jetzt so einen schlechten Ruf genießen bzw. ziemlich verpönt sind. Das deutsche TV-Publikum der 70er Jahre hat noch was drauf gehalten. Wesentlich besser als der Schmarrn, den man heute bringt ist es in jedem Fall. Das wäre zumindest meine Meinung..:)

    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Mathias77


    Weil die zweite Folge "Der Wanderzirkus" heißt, werde ich auch noch die dritte Folge schauen müssen, bevor ich ein endgültiges Urteil fälle.

  • Meine Ansicht über diese Serie muss ich tatsächlich "revidieren". Sie ist "besser" als "Unsere kleine Farm" - und alles, was ich gelesen und gehört habe, kann ich in den Schornstein pfeifen. Nach dem ich nun 10 Folgen gesehen habe, und so ein Umschwang eingetreten ist, werde ich keinem mehr glauben, der "offiziell" etwas schreibt.


    Es ist wohl doch wie mit allem. Ich muss mir selbst ein Bild machen und darf niemandem Glauben schenken.

  • Ich würde mal sagen,dass die Serie im Laufe der Staffeln sogar besser wird. Am Anfang dreht es sich halt stark um John-Boy, später dann auch um die Teenagerjahre der anderen Waltons. Die späteren Folgen sind irgendwie - allgemein gesprochen - facettenreicher. Das ist bei vielen Serien so. Es gibt aber auch einige, wo die erste Staffel für mich die beste bleibt...

    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Dem möchte ich komplett zustimmen auch die Dramattik nimmt finde ich immer mehr zu also mit dem näher kommen der Kriegsjahre. Ich liebe auch die beiden Großeltern sehr deren Geschichte nun ja auch immer dramatischer wird Opa Walton stirbt und Oma Walton kann irgendwann kaum mehr reden. Dabei war sie für mich sehr wichtig ich mochte die lange folge wo man ihre verwandten besucht. Ich finde auch den Ladenverkäufer Gazy sehr toll. Mich hat John Boy nie so interessiert sondern die anderen figuren deren Geschichten sehr interessant sind. Außerdem ist es interessant wie es ist wenn eine familie die realität einholt und das passiert hier auf jedenfall



    Noch was anderes bin eigentlich viel zu jung um die Serei zu kennen mein vater hat die dvds allerdings gekauft und mir die Serie näher gebracht es gab ne Zeit da haben wir jeden abend zusammen Waltons geschaut