Der Stern von Valencia (D, 1933)

  • Extrem packend erzähltes, atmosphärisch dicht inszeniertes Kriminalfilmdrama, das es schafft, die Spannung bis unmittelbar vor dem Ende aufzubauen und mit einer Reihe von hervorragenden Darstellern aufzuwarten, an der Spitze Oskar Sima und Ossi Oswalda, deren Spitzbübigkeit vor dem Hintergrund der dauerhaften Bedrohung permanent einen doppelten Boden zu haben scheint, was die Wirkung des Film noch zusätzlich verstärkt. Eine hervorragende Kameraarbeit trägt ihr Übriges dazu bei.


    Der Film wurde mit großem Marketingaufwand veröffentlicht. Für eine Vorstellung wurde Ossi Oswalda sogar extra aus der Karlsbad eingeflogen. Es muss phantastisch gewesen sein, im Anschluss die Hauptdarsteller live vor der Leinwand zu sehen.

    Und immer wieder erkenne ich, daß es viel schwieriger ist, ein Publikum vier Lustspielakte zum Lachen zu bringen, als es in einem sechsaktigen Schauerdrama zu Tränen zu rühren. (Ossi Oswalda, 1920)

  • Von großem dokumentarischen Wert ist auch, dass Ossi Oswalda als Sängerin und Tänzerin auf der Bühne zu sehen und zu hören ist.


    Das extrem seltene Foto im Anhang war Teil der Marketingkampagne für den Film.

  • Vergleicht man den Film mit der 1930 entstandenen Komödie "Der keusche Josef", Ossi Oswaldas erstem Filmauftritt, war diese Produktion ein riesiger Schritt vorwärts. Ihre Rita hat deutlich mehr künstlerisches Gewicht und stellte auch darstellerisch eine ganz andere Dimension dar als 1930 die Messerwerferin Kitty. Ossi Oswalda muss auch persönlich richtig viel Energie in diese Produktion geworfen haben, um ihrer Karriere einen neuen Schub zu verleihen und einen Weg einzuschlagen, den sie auch in ihren reiferen Jahren weitergehen konnte.

    Und immer wieder erkenne ich, daß es viel schwieriger ist, ein Publikum vier Lustspielakte zum Lachen zu bringen, als es in einem sechsaktigen Schauerdrama zu Tränen zu rühren. (Ossi Oswalda, 1920)