1. FC Union Berlin
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Union Berlin hat sich heute von Trainer Bo Svensson getrennt. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.
Seit 8 Spielen hat Union nicht mehr gewonnen. Im neuen Jahr geht es gegen Heidenheim, das schon seit 10 Spielen sieglos ist.
Aber deswegen wird dort niemand nervös.

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Neuer Trainer bei Union ist der ehemalige HSV-Trainer Steffen Baumgart. Das war allgemein erwartet worden, weil Baumgart bekennender Union-Fan ist und aus seiner aktiven Zeit hier noch viele Fans hat.
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Nach dem Feuerzeugwurf hat der DFB das Spiel gegen Bochum mit 0:2 gewertet. Der FCU denkt noch drüber nach, ob sie Einspruch einlegen wird.
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Am 28. Februar wird über den Einspruch von Union Berlin gegen die Wertung des Spiels gegen den VfL Bochum vor dem DFB-Sportgericht verhandelt. Interessant: Nicht nur Union, auch Holstein Kiel und der FC St. Pauli sind in Berufung gegangen. Aufgrund der Tabellensituation mag man das verstehen, aber sie sind doch nicht betroffen. So oder so wird es Auswirkungen haben, weil alle 4 Teams im Abstiegskampf stehen, wobei St. Pauli seither in 6 Spielen 10 Punkte holte und sich da unten absetzen konnte. Denen müsste es inzwischen lieber sein, wenn der Punktabzug für Union bestehen bliebe.

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Das DFB-Bundesgericht hat die Partie gegen den VfL Bochum mit 0:2 gewertet. Jetzt will Union das Ständige Schiedsgericht anrufen, aber die Bundesligatabelle wurde nun offiziell geändert. Damit steht der VfL, der zwischenzeitlich schon ziemlich abgeschlagen war, jetzt auf einem Relegationsplatz.
Außerdem wurden die Berufungen von Holstein Kiel und dem FC St. Pauli als unzulässig abgewiesen, was mich ein wenig wundert, weil ich überall gelesen habe, sie hätten als mit betroffene Vereine im Abstiegskampf auch ein Einspruchsrecht.
Der Vorsitzende des Bundesgerichts, Oskar Riedmeyer, sagte, wenn jemand von außen etwas in das Spielfeld schieße, könne es nicht zu einem Wiederholungsspiel führen. VfL-Geschäftsführer Ilja Kaenzig sprach von einer Pflicht, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen.
Angefressen war dagegen Unions Präsident Dirk Zingler, der sagte, es solle ein politisches Signal gesendet werden. Dies sei nur unter fehlerhafter Anwendung der Rechts- und Verfahrensordnung möglich gewesen.
Seine Behauptung, dass erstmals das Fehlverhalten eines Zuschauers zu einer Spielumwertung geführt hat, ist richtig, aber es ist nicht das erste Mal, dass ein Spiel gewertet wird. So brach am 1. April 2011 der Schiedsrichte Deniz Aytekin die Bundesliga-Partie zwischen dem FC St. Pauli und Schalke 04 in der 87. Minute ab, weil sein Assistent von einem Bierbecher getroffen wurde. Danach wertete das DFB-Sportgericht das Spiel mit 2:0 für Schalke. Da haben einige gedacht: Sehr praktisch, stand es doch eh 2:0. Allerdings musste St. Pauli außerdem noch ein Heimspiel mindestens 50 km von Hamburg entfernt austragen, da schon mittlerweile in der 2. Liga. Der Verlust belief sich damals auf über 400.000 €.
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Wer Hertha BSC als Aufbaugegner in der 1. Liga vermisst - kein Problem. Union hat Holstein Kiel den ersten Auswärtssieg ihrer Bundesligageschichte beschert. Kiel gewann mit 1:0. Union ist damit als Nachfolger der Hertha zuverlässiger Punktelieferant für scheinbar hoffnungslose Fälle.
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Mit dem etwas unerwarteten 2:1 gegen Eintracht Frankfurt gelang es Union Berlin nach 2 Jahren, mal wieder ein Spiel zu drehen.

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Das Urteil zum Feuerzeugwurf soll erst nach dem Rückspiel der Unioner in Bochum verkündet werden. Damit will das Ständige Schiedsgericht eine indirekte Einflussnahme vermeiden.
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Was für eine erste Halbzeit gestern gegen den VfB Stuttgart! Da dachte man, es passiert nichts mehr, dann fiel doch noch ein Tor. Nach dem 4:4 zur Pause hätte man das Spiel aber nicht mehr anpfeifen müssen, denn weitere Tore fielen nicht.
Mit diesem Punkt hat Union den Klassenerhalt definitiv gesichert.

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Es war übrigens das 200. Bundesligaspiel für die Eisernen. Außerdem gab es einen Rekord: Noch nie fielen 8 Tore in einer ersten Halbzeit in der Bundesliga.
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Nach dem Bundesliga-Spiel gegen Bochum wurde die Klage von Union nun endgültig abgewiesen.
Das 1:1 im Rückspiel dürfte aber diesmal Bestand haben.

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Die Frauen des 1. FC Union Berlin sind durch ein 6:1 gegen Borussia Mönchengladbach in die Bundesliga aufgestiegen.

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Trainer Steffen Baumgart droht Ungemach: Nach seinem Platzverweis wird gegen ihn wegen des Zeigens eines Mittelfingers ermittelt. In der PK nach dem Spiel sagte er bereits: "Irgend jemand wird was finden." Der Platzverweis war berechtigt, aber den Mittelfinger habe er nicht gezeigt.
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Unions Frauen schafften etwas, das noch keiner Mannschaft gelungen ist: Zweillings-Tore. Erst traf Katja Orschmann, dann ihre Zwillingsschweter Dina Orschmann.

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Steffen Baumgart bekam übrigens nur ein Spiel Sperre. Gegen seinen Ex-Verein Hamburger SV wird er fehlen.
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Nach Hertha wird jetzt Union zum Aufbaugegner. Gegen den hoffnungslos schlecht spielenden 1. FC Heidenheim verloren die Köpenicker heute in der Nachspiezeit mit 1:2.
Es war klar, dass heute eine Serie reißen musste. Einerseits hatte Heidenheim bislang alle Auswärtsspiele der Saison bislang verloren, andererseits ist die Mannschaft gegen Union in der Bundesliga auch im 5. Spiel nun ungeschlagen.
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Ja, Union hat von Hertha BSC die verantwortungsvolle Aufgabe übernommen, schwächelnde Gegner wieder aufzubauen. Nach der Last-Minute-Niederlage gegen Heidenheim gab es heute ein 1:3 beim VfL Wolfsburg, der seit Februar kein einziges Heimspiel mehr gewinnen konnte und auch sonst bislang nicht wirklich überzeugte. Da halfen weder 14 Minuten (!) Nachspielzeit noch ein Elfmeter, den Querfeld verschoss.
Gegen die Bayern im Pokal sah das wesentlich besser aus. Union hatte die Bayern am Rande einer Verlängerung, wodurch diese eine Taktik anwenden mussten, die sie sonst nie benötigen: Zeit von der Uhr zu nehmen, wie man so schön sagt, also das Spiel zu verzögern.
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Gut zwei Jahre nach seiner Trennung von Union Berlin kehrt Trainer Urs Fischer in knapp 5 Wochen an die Alte Försterei zurück, und zwar als neuer Trainer des 1. FSV Mainz 05. Der hat den Schweizer heute verpflichtet.
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Es war ein herzliches Wiedersehen zwischen Urs Fischer und seinem Ex-Verein. Das schiedlich-friedliche 2:2 wird ihm trotzdem nicht gefallen haben, führte seine Mannschaft doch schon 2:0.
Dass hier überhaupt mehr als ein Tor fiel, dürfte schon überraschend sein, aber vielleicht hat der Frost die Spieler zum Laufen animiert.
