Ist Raubkopieren Verbrechen oder Notwehr? (Flipps)

  • Du wirst doch wohl wissen wer beim Thema Aussenministerin mit Frau B. gemeint st und warum ich da nicht ins Detail gehen kann. ;)

    "Der Mensch hat drei Wege klug zu handeln:

    Durch Nachdenken: Das ist der edelste.

    Durch Nachahmen: Das ist der einfachste.

    Durch Erfahrung: Das ist der bitterste."


    Konfuzius

  • Aber es entsteht ein Schaden, und der geht, zusammengerechnet, in die Milliarden.


    Das Problem ist dass das Fantasiezahlen der Konzernchefs sind. Deren Rechnung lautet "Produkt wurde 1 Millionen mal kopiert, Produkt legal kaufen hätte 50 Euro gekostet, also 50 Millionen Euro Schaden durch das kopieren dieses Produkts" Dabei hätte garantiert nicht jeder der das Teil kopiert hat es auch (zu dem Preis) gekauft. Ich gebe mal ein extremes Beispiel zum verdeutlichen: Mal angenommen Minecraft wäre für 500 Euro pro "Kopie" verkauft worden. Das Spiel zu kaufen hätte also eine einzelne Person 500 Euro gekostet. Nun wurde alleine die Java Edition von Minecraft bis Ende August 2019 32 Millionen mal verkauft. Wären davon 30 Millionen Raubkopien gewesen, wäre der Erfinder vor die Presse getreten und hätte gesagt "Ich habe durch Kopien einen Verlust von 15 Milliarden Euro gemacht!"

    Warum haben denn dann die kopieranfälligsten Systeme immer am meisten Umsatz generiert?


    Haben sie das? Wenn ja, ist es wirklich so leicht zu sagen "Das lag an der Kopierbarkeit"? Ich hatte zwar den Game Boy und den Game Gear (jeweils im Erscheinungsjahr zu Weihnachten bekommen), da meine Eltern sich aber gegen stationäre Konsolen ausgesprochen hatten, ich hatte ja richtige Computer, war meine erste echte Konsole tatsächlich die PS1. Diese hat bei mir primär nicht wegen der Kopierbarkeit gewonnen sondern weil Nintendo damals einen Ruf als "Kinderspielzeug" Hersteller hatte. Abgesehen davon hat mir die Namensgebung nicht gefallen weil gefühlt jeder Titel ein 64 im Namen haben musste. Spätestens mit der PS2 waren dann eh Originale angesagt. Der Game Cube war aufgrund seines Aussehens Chancenlos. Dann lieber eine PS2 welche zusätzlich noch DVDs abspielen kann statt diesem Babyspielzeug. Entschuldige, aber sowas stellt man sich doch als junger Erwachsener nicht an den Fernseher! Aus heutiger Sicht: Hut ab an alle die es getan haben. Gab ein paar tolle Spiele die ich erst viel später dank Switch/Wii/3DS kenngelernt habe.


    dann verbiete lieber die Praktik, Software ausschließlich als Download anzubieten, zu Preisen die identisch mit einer physischen Version sind.


    Das was du hier schreibst ist Paradox. Eine Software die ausschließlich als Download Version angeboten wird kann nicht das gleiche kosten wie die nicht vorhandene physische Version. Grundsätzlich verstehe ich was du meinst. Bei der Download Version muss kein Verkäufer bezahlt werden, es musste niemand ein Produkt von A nach B bringen und niemand eine Verpackung Designen bzw. Herstellen. Und ja, Download Versionen haben Nachteile. Geht der Shop offline habe ich keinen Zugriff mehr auf das gekaufte Spiel. Geht der Shop für immer off bin ich drauf angewiesen dass ich das Programm selber irgendwie sichern kann. Ein Spiel dass ich als Downloadversion gekauft habe kann ich nicht weiter vekaufen, es ist also "tot" für den Gebrauchtmarkt. Und ich finde es sogar bei WoW schei** dass die Add-Ons nur noch als download Version angeboten werden. Denn obwohl das Add-On einmalig benutzt eh an den einen Account gebunden ist mochte ich die Verpackungen immer sehr.


    Aber es gibt auch vorteile. Sie bieten die Möglichkeit ein Spiel ohne Publisher zu veröffentlichen. Ich kann es rund um die Uhr kaufen. Gerade bei Konsolen habe ich es immer "da" und muss nicht erst noch Datenträgerwechseldich spielen. AFAIK verlangen DVD/Blue Ray Spiele ja trotz der heute nötigen Installation immer nach dem Datenträger (eben auch wegen Kopierschutz). Und ganz ehrlich, ich habe mich lange gegen Steam gesträubt. Bis ich dann mal ein Formel 1 Spiel bei Amzon gekauft habe und nach der Lieferung leider festegestellt habe "Spiel besteht aus Download Code". Da es im Angebot IIRC nicht ersichtlich war dass das Spiel nur einen Codee enthält hätte ich den Kauf wahrscheinlich Rückgängig machen können. Ich habs nicht getan sondern Steam installiert, mir einen Account angelegt und das Spiel freigeschaltet. Nach und nach wurden dann immer mehr Spiele bei Steam gekauft. Direkt online weil gekaufte Download Codes, ohne das böse zu meinen, wirklich nur was für Leute sind die, aus welchen Gründen auch immer, kein direktes Guthaben beim Shop aufladen können. Aber weisst du was ein richtig geiles Gefühl war? Bei einem PC/Notebook Wechsel einfach Steam runterladen, sich einloggen und die Spiele runterladen. Kein Theater mit nicht mehr lesbaren bzw. schwer auffindbaren Keys/CDs oder Patches die erst Mühsam zusammengesucht werden müssen. Zugegeben, Spiele die keine Ingame Funktion zum patchen haben sind ne weil her. Trotzdem.


    Interessant dürfte für die kommende Akzeptanz der Download Spiele IMHO die neue Nintendo Konsole werden. Wird es eine Switch2? Wird sie wieder mit Modulen gefüttert werden können? Wird sie abwärtskompatibel sein? Wenn ja, was ist mit den e-Shop käufen? Wird man die ebenfalls übernehmen können oder schauen Download Käufer in die Röhre und müssen das Spiel ein zweites mal kaufen? Ich bin gespannt.

  • Auch eine Rechtsauffassung: Lass sie doch klauen, gekauft hätten die das sowieso nicht. 8):S


    Es ist aber doch ein Unterschied, ob man keinen Umsatz macht, weil es keiner kauft, oder weil es alle raubkopieren.


    Wenn wir jetzt von einem kleinen Teil ausgingen, die das machen, wäre das kein Problem. Doch würde das legalisiert, wer kauft dann noch?


    In der Tat, die Menge machts. Wie immer muss ausgelotet werden, was verkraftbar ist. Übertriebene Zahlen sind da aus meiner Sicht irrelevant, weil ab einem bestimmten Punkt der Schaden so groß wird, dass es auch volkswirtschaftliche Folgen haben kann. Umso mehr gilt das bei den Dienstleistungen, die theoretisch unbegrenzt zur Verfügung stehen. Jeder könnte es downloaden.

  • Ich will natürlich nicht sagen dass es OK ist wenn Spiele/Musik/Filme kopiert werden "weil man es sich nicht leisten kann/will" Das dürfte eh ein schmaler Grat sein wo man selbst evtl. von können spricht während ein außenstehender vielleicht sagt "Geh doch einfach mal einen Monat lang nicht 2 mal die Woche zum "was auch immer". Dann kannst du dir das auch leisten . Grundsätzlich hast du natürlich recht: Wenn ich nicht bereit bin was zu kaufen, dann sollte ich es auch nicht kopieren. Das ändert aber nichts dran dass diese angeblichen Verluste eben nicht wirklich in dieser Höhe existieren.


    Umso mehr gilt das bei den Dienstleistungen, die theoretisch unbegrenzt zur Verfügung stehen. Jeder könnte es downloaden.


    Das ganze bringt mich auf eine andere Idee. Hier wird es aber jetzt philosophisch. Wir alle kennen sie, und ich persönlich hasse sie. Pay to win Mechaniken. Oder den Ableger davon: Free to wait und Pay to play. Spiele deren Hauptaufgabe es ist künstlich Wartezeit zu generieren um dich dann dazu zu animieren diese Wartezeit zu umgehen indem man echtes Geld ausgibt. Ich frag mich immer warum Leute sowas tun. Im kleinen kann ich das verstehen weil auch solche Spiele sich nicht von selbst programmieren und der ein oder andere mit einem bzw. mehreren solchen käufen sicherlich auch den Hersteller Unterstützen möchte. Aber dass das teilweise hohe zwei oder dreistellige Beträge jeden Monat von einer Person investiert werden ... ich verstehe es nicht. Da ist für mich einfach kein Gegenwert für gegeben.


    Ich bin übrigens grundsätzlich froh dass ich Originale kaufen kann. Man sollte sich auch aus anderen Gründen immer gut überlegen ob man XY wirklich kopieren sollte. Beispiel alte Serien/Filme: Verkaufen sich diese erhöht dass die Chance das andere Anbieter sehen "Mensch, da kann man Geld mit verdienen" und sich die Mühe machen das ganze rechtlich azusichern (unter anderem Filmmusik) und in den Archiven wühlen und es zum Kauf anbieten. Wird sowas nur kopiert macht sich doch keiner der die Mühe.


    Wenn ich überlege, was hätte ich gegeben für eine ultimative Pumuckl Collection. Evtl mit Audio Kommentaren von Werner Zeussel oder Ernie Singerl. Am besten wäre natürlich Gustl Bayrhammer gewesen aber der ist zu früh gestorben als das man sich da noch hätte gedanken drüber machen können. Auch wenn hier andere Gründe am nicht erscheinen Schuld sind, man stelle sich mal vor all sowas würde es grundsätzlich nicht geben weil viele es zwar haben wollen, es aber keiner kauft sondern alle nur kopieren.

  • Das ganze bringt mich auf eine andere Idee. Hier wird es aber jetzt philosophisch. Wir alle kennen sie, und ich persönlich hasse sie. Pay to win Mechaniken. Oder den Ableger davon: Free to wait und Pay to play. Spiele deren Hauptaufgabe es ist künstlich Wartezeit zu generieren um dich dann dazu zu animieren diese Wartezeit zu umgehen indem man echtes Geld ausgibt. Ich frag mich immer warum Leute sowas tun. Im kleinen kann ich das verstehen weil auch solche Spiele sich nicht von selbst programmieren und der ein oder andere mit einem bzw. mehreren solchen käufen sicherlich auch den Hersteller Unterstützen möchte. Aber dass das teilweise hohe zwei oder dreistellige Beträge jeden Monat von einer Person investiert werden ... ich verstehe es nicht. Da ist für mich einfach kein Gegenwert für gegeben.

    Ganz ehrlich? Ich habe noch nie davon gehört. Bin wahrscheinlich da etwas hinterm Mond. 🌑🌒🌓🌔🌕🌖🌗🌘

  • Ganz ehrlich? Ich habe noch nie davon gehört. Bin wahrscheinlich da etwas hinterm Mond


    Sorry fürs Offtopic:


    Also, Free to wait and Pay to play ist eine Wortkreation von mir. Evtl bin ich auch der einzige der das Problem sieht oder andere Leute sehen es zwar auch, aber weit weniger extrem. Aber es gibt Spiele da draußen wo ich mir sicher bin: Gehst du mit Genügend Geld daran, hast du innerhalb weniger Stunden nichts mehr zu tun weil du alles hast.


    Pay to Win gibt es. Spiele wo man gegen andere Spieler antritt und sich gegen Geld einen Vorteil erkaufen kann. Und gegen mehr Geld einen größeren Vorteil. Hier darf ich sagen dass sowas existiert weil es Spielemagazine gibt welche Spiele mit Pay to Win abwerten. In diesem Zusammenhang gibts auch den Begriff Whale. Damit sind Spieler gemeint die deutlich mehr Geld in ein Spiel investieren andere.


    Es gibt da draußen immer mehr Leute die eigentlich einen großen Bogen um Videospiele machen, die NIEMALS 70 Euro für ein Diablo 4 oder Zelda Tears of the Kingdom ausgeben würden. Diese Spielen dann aber teilweise über viele Jahre ein einziges Free to Play Spiele welches aber sogenannte Microtransaktionen beinhaltet. Wo man sich also Vorteile gegen echtes Geld kaufen kann in Form von Ausrüstung oder irgendeiner Prämiumwährung welche Spielerisch kaum oder überhaupt nicht erhältlich ist. Gegen diese Prämiumwährung kann oft Wartezeit innerhalb des Spiels umgangen werden.


    Zugegeben: Es gibt ein solches Spiel wo ich auch so um die 5 Euro im Monat investiere. Das aber mit längeren Pausen dazwischen. Springfield, Tapped Out.


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    Hier das Intro zum Spiel. Das alleine rechtfertigt IMHO Geld für dieses Spiel auszugeben weil das Spiel selbst einem schon am Anfang sagt das es eigentlich sinnlos ist :D

  • Das ganze bringt mich auf eine andere Idee. Hier wird es aber jetzt philosophisch. Wir alle kennen sie, und ich persönlich hasse sie. Pay to win Mechaniken. Oder den Ableger davon: Free to wait und Pay to play. Spiele deren Hauptaufgabe es ist künstlich Wartezeit zu generieren um dich dann dazu zu animieren diese Wartezeit zu umgehen indem man echtes Geld ausgibt. Ich frag mich immer warum Leute sowas tun. Im kleinen kann ich das verstehen weil auch solche Spiele sich nicht von selbst programmieren und der ein oder andere mit einem bzw. mehreren solchen käufen sicherlich auch den Hersteller Unterstützen möchte. Aber dass das teilweise hohe zwei oder dreistellige Beträge jeden Monat von einer Person investiert werden ... ich verstehe es nicht. Da ist für mich einfach kein Gegenwert für gegeben.

    Gutes Beispiel.


    Ich spiele zum Beispiel zur Zeit Yugioh Master Duel (das ist ein Sammelkartenspiel).


    Das ist auch ein Free to PLay Titel (Für No Nick: Das bedeutet das das Spiel an sich nichts kostet und gratis gespielt werden kann, aber man kann Dinge im Spiel zukaufen um besser und schneller voran zu kommen).


    Zum Vergleich: Der letzte Yugioh-Titel ist vor ein paar Jahren für ca. 50 bis maximal 60 Euro als Vollpreistitel verkauft worden. Ich habe ihn dann ein Jahr später für ca. 40 Euro bekommen. was auch schon nicht wenig ist, aber das war es mir wert.

    Für dieses Geld habe ich ein vollumfassendes Spiel bekommen, mit ca. 10000 verschiedenen Karten zum freisspielen und vielen Computerduellen und sogar noch mit einem DLC ein Jahr später gratis dazu. Online spielen kostet allerdings noch extra.

    Master Duel hat jetzt etwas mehr Karten, Online gratis , (ist auf Online fokussiert), dafür aber nur wenig Story und kaum drumherum.

    Unterm Strich also etwa der gleiche Umfang mit anderem Hauptfokus. Dazu gibt es regelmäßige Updates noch mit drauf.

    Da es kein physisches Produkt mehr ist, also Verpackung, Lieferung etc wegfallen, würde ich sagen das die Firma gut bedient wäre dafür ebenfalls 50 Euro zu bekommen. Würde ich an sich auch zahlen.


    Aber: Als sogenanntes Gacha-Game kann ich nicht in meiner Geschwindigkeit spielen. Man bekommt jeden Tag eine Gewisse Menge an Ingamewährung die nicht gesteigert werden kann plus ein wenig für besondere Aufgaben. Sind die erledigt heißt es warten oder zukaufen. Da immer neue Karten dazu kommen ist es rein rechnerisch schon unmöglich alle Karten zu bekomen ohne dazu zu kaufen. Das sind dann aber auch keine bestimmten Karten, sondern zufällig ausgewürfelte aus dem Booster, also zahlt man mitunder sogar für nichts.

    Das ganze soll dann mal locker 80 Euro für 5000 Einheiten Ingamewährung kosten (dafür bekommt man den Gegenwert von etwa 400 Karten und es ist etwa soviel wie man in einem Monat auch durch reguläres spielen erhält). Das ist bereits der Wert des komlpletten letzten Spiels.

    Man kann sich ja mal ausrechnen wieviel das umgerechnet kostet, bzw wie lange es dauert alles zusammenzubekommen. Wobei alles : Jede Karte drei mal haben bedeutet und es auch noch vier Seltenheitsstufen für die Karten gibt).

    Das ist einfach nur eine absolue Frechheit.


    Und dann ist das Spiel auch noch ausschließlich online zu spielen, das heißt irgendwann wird es abgeschaltet und man verliert alles. Noch nicht mal der offline-Content wird dann noch spielbar sein oder die Kartensammlung eingesehen werden.


    Das mache ich und auch viele andere einfach nicht mehr mit.

    Ich spiele das Spiel zwar, aber ich werde keinen Cent da rein stecken. Pech gehabt, für ein ordentliches Fullprice-Game hätte ich gerne bezahlt, aber diese Abzocke werde ich nicht unterstützen.


    Wie finanziert sich dann aber jetzt dieses Spiel? Wie es Pudackl schon gesagt hat, über die sogenannten Whales. Das sind Spieler mit sehr viel Geld, die bereits sind ein halbes Vermögen in solche Spiele reinzubuttern, um alles gleich zu haben und vorne mit dabei zu sein.

    Dazu kommt noch eine kleine Basis von Leuten die ab und zu mal kleinere Beträge reinstecken.

    Der Rest (auch ich) spielt aber völlig gratis auf deren Kosten mit, ganz offiziell, weil die Firma es so will.

    Was ist das jetzt also bitte anderes als exakt das gleiche Modell als wenn ein paar kaufen und viele andere bei denen dann gratis raubkopieren?

    Da jammern die Firmen immer rum wie viel sie durch Raubkopieren doch verlieren würden und machen genau das dann aber zu ihrem, anscheinend blendend laufenden, Geschäftsmodell.


    Kein Wunder das da die Hemmschwelle zum Raubkopieren immer mehr sinkt.


    (Und bevor Mißverständnisse aufkommen: Natürlich bezahle ich auch für meine Spiele. Es gibt genug die ihr Geld wert sind und ich muss auch nicht alles immer sofort haben. Aber das ewige Gejammer um die, ach so hohen Verluste, teile ich nicht, die Realität zeigt ein anderes BIld. Und es gibt für mich Grenzfälle, und das sind alte Spiele (und auch Filme etc.) mit denen zur Zeit keiner mehr Geld macht, oder Dinge wie Prototypen, illegal produzierter Content für den der Hersteller schon niemals eine ordentliche Lizenz hatte oder Fanübersetzungen von Conten den ich sonst nicht verstehen könnte etc, aslo alles was legal sehr schwer bis gar nicht zu bekommen ist, für den kann ich es gutheißen.)


    Und für meinen Mario Kart Streckenpass habe ich auch bezahlt, auch wenn er nur DOwnloadcontent umfasst, denn er ist das Geld auch wert und wird mir auch nach der Abschaltung alle Onlinefunktionen erhalten bleiben. Bei einem vernünftigen Preis/Leistungverhälniss habe ich gar nichts gegen reinen Onlinecontent, aber nicht so wie in obigen Beispiel.

    "Der Mensch hat drei Wege klug zu handeln:

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    Durch Nachahmen: Das ist der einfachste.

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    Konfuzius

  • Was ist das jetzt also bitte anderes als exakt das gleiche Modell als wenn ein paar kaufen und viele andere bei denen dann gratis raubkopieren?


    Das DU nicht bestimmst was dem Hersteller zusteht. Ist nicht böse gemeint aber das ist nunmal so. Der Verkäufer legt den Preis fest, nicht der Käufer. Und wenn man ehrlich ist, so manch einem Free to play Produkt merkt man den Preis an.

    Das sind Spieler mit sehr viel Geld, die bereits sind ein halbes Vermögen in solche Spiele reinzubuttern, um alles gleich zu haben und vorne mit dabei zu sein.


    Zahlen bitte! Sicherlich nicht repräsentativ aber mir ist gerade eingefallen dass ich mal einen Beitrag dazu gelesen habe von jemandem der sowas lange gespielt hat.


    Quote

    Bevor ich "Name von Pudackl entfernt" kannte, habe ich über Jahre sehr regelmäßig und auch da sehr intensiv ein Browser Strategiespiel gespielt.Das spiel heißt T…an. Ich habe jeden Monat cirka 200 – 300 Euro eingezahlt um mir dafür eine spielinterne Währung zu kaufen.Also richtig viel Geld

    Ich bin mir sicher: Da geht noch mehr. Und das betrifft dann wahrscheinlich durchaus auch mal Leute die sich das eigentlich nicht leisten können. Ganz schlimm, IMHO Kriminell, wird es dann wenn Vollpreisspiele noch Mikrotransaktionen beinhalten die letztlich aber nur Glücksspiel in Form von Lootboxen sind. Ich fand es schon Grenzwertig als es für einen Teil von Gran Turismo (Autorennspiel) möglich war Ingame Währung gegen echtes Geld zu kaufen um sich Ingame die Autos schneller leisten zu können. Hier ist aber noch recht klar was ich für mein Geld bekomme. Ich sehe wieviel Ingame Währung ich wofür brauche und wieviel ich für Betrag X in Euro bekomme. Lootboxen sind dann nochmal eine ganz andere Form. Ich habe solche Titel bis jetzt nicht gespielt, werde sie auch definitiv nicht spielen, aber hier mal der Grundgedanke von Lootboxen erklärt (wer keine free to play kennt, kennt wahrescheinlich auch keine Lootboxen ;) )


    Du spielst einen shooter und möchtest eine bestimmte Waffe haben? Ja, also die Waffe ist im Spiel drin. Du kannst sie aber weder kaufen noch finden. Du kannst eine Lootbox kaufen, also eine virtuelle Box, in der ALLES drin sein kann. Vielleicht diese Waffe, vielleicht bzw. wahrscheinlich aber nur irgendein Dreck den du eh nicht haben willst!


    Es gibt mittlerweile einige Länder welche Spiele mit dieser Mechanik als Glücksspiel einstufen und die diesem Spiel, unabhängig vom sonstigen Inhalt, deshalb automatisch den "ab 18" Stempel geben.


    Worauf ich bei meinem "Free to wait und pay to play" vergleich einehen wollte ist eigentlich einfach:


    Wenn ich ein Spiel kopiere statt kaufe, unterschlage ich im Grunde den Lohn für die Zeit die Programmierer in dieses Spiel investiert haben. Aber diese Free to wait Spiele die ich meine, letztlich bewirkt der kauf der Ingame Währung doch nur das sich eine Variable im Code ändert. Da steht dann auf einmal eine 500 statt einer 10 oder wie auch immer.


    Ich will hier weder darüber diskutieren ob man das machen kann noch ob das schwer ist, und erst recht nicht wie das geht und ob das evtl bei Betriebssystem/Spiel X einfach ist als bei Y. Mir gehts nur darum dass ich in dem Fall niemandem was stehle und auch nix unterschlage. Bei vielen alten Command & Conquer Teilen gab es einen bekannten "Trick" wie man sich so einfach eigene bzw, leicht abgeänderte Einheiten/Gebäude basteln konnte (rules.ini). Und so wie das im Spiel eingebaut war, war das sicherlich kein Bug oder versehen, es war also vom Hersteller gewollt.


    Natürlich, ich habe am Anfang des BVeitrags groß getönt "Der Hersteller/Verkäufer bestimmt den Preis". Der Hersteller bestimmt auch was ich mit dem Produkt machen darf und ob ich es ändern darf. Aber währe das wirklich illegal? Unabhängig davon bleibe ich aber auch bei der Aussage dass viele dieser Spiele dann ganz schnell langweilig werden. Wirklich sinnvoll ist ein solches vorgehen also nicht wirklich.

  • Es gibt aber auch das Rabattgesetz, wonach der Preis verhandelt werden kann, vor über 20 Jahren eingeführt, in der Praxis fast völlig eingeschlafen.


    Naja, ich hab mich da gerade mal kurz eingelesen: Wenn ich das richtig verstanden habe gibt eben KEIN Rabattgesetz mehr weil das Rabattgesetz letztlich ein Antirabattgesetz war und Rabatte streng geregelt bzw. weitestgehend verboten hat. Und dieses Gesetz wurde außer Kraft gesetzt. Aber auch das ist kein Argument. Eine Raubkopie enstpricht letztlich einem Preisnachlas von 100%. Auf der Basis wird kein Verkäufer mit dir verhandeln.


    Natürlich kann man unter Umständen auf legale Weise ein Spiel kostenlos bekommen. Große Discounter bieten ab und zu Aktionen an wo du mehrere Spiele kaufen kannst und dann das günstigste kostenlos bekommst. Oder du probierst dein Glück und fragst ob du, wenn du Spiel A B und C kaufst Spiel D kostenlos dazu bekommen kannst. In allen Fällen werden die Hersteller aber tzrotzdem ihr Geld bekommen bzw. schon im Vorfeld bekommen haben.