TITANIC- U-Boot

  • Ich weiß nicht, wie es anderen ergeht, aber für mich wäre es ein Albtraum, mit 5 Leuten auf engstem Raum zu sitzen, zu liegen oder gar zu schlafen mit der Ungewissheit, vielleicht nie wieder aufzutauchen.

  • Ehrlich gesagt ist mir das total egal. Niemand hat die gezwungen, da runterzutauchen. So ist das halt mit Katastrophentourismus. Wenn dazu was im Fernsehen kommt, schalte ich um. Ist eh alles nur für die Quote, so wie vor ein paar Jahren der Junge in Spanien oder die Fußballmannschaft in der Höhle.

    Und immer wieder erkenne ich, daß es viel schwieriger ist, ein Publikum vier Lustspielakte zum Lachen zu bringen, als es in einem sechsaktigen Schauerdrama zu Tränen zu rühren. (Ossi Oswalda, 1920)

  • Ja klar, der ist nicht absichtlich da reingefallen, allerdings wurden alle Fälle künstlich emotionalisiert und medial aufgeheizt, um Quote zu machen. Das ist der Punkt, wo ich nicht mitmachen will.

    Und immer wieder erkenne ich, daß es viel schwieriger ist, ein Publikum vier Lustspielakte zum Lachen zu bringen, als es in einem sechsaktigen Schauerdrama zu Tränen zu rühren. (Ossi Oswalda, 1920)

  • Ich weiß nicht, wie es anderen ergeht, aber für mich wäre es ein Albtraum, mit 5 Leuten auf engstem Raum zu sitzen, zu liegen oder gar zu schlafen mit der Ungewissheit, vielleicht nie wieder aufzutauchen.

    Nie wieder aufzutauchen war ja nicht geplant. Wer diese Angst hat, sollte das auch nicht machen.


    Aber die Menschen lieben diese Dramen. Sie wollen mit anderen mitfühlen. Im Kino weiß man ja, wie der Film ausgeht. Hier weiß man es nicht.


    Dennoch verfolge ich das jetzt nicht im Detail. Ich drücke ihnen die Daumen, dass sie gerettet werden, auch wenn die Chancen nicht mehr besonders gut stehen. Würde ich mich damit verrückt machen, könnte ich irgendwann gar nicht mehr schlafen. Das ist wie mit allem im Leben, bis hin zum Krieg in der Ukraine. Wenn man nicht direkt betroffen ist, sollte man schauen, von all dem Distanz zu wahren, sonst hat man ein unglückliches Leben.

  • Nie wieder aufzutauchen war ja nicht geplant. Wer diese Angst hat, sollte das auch nicht machen.

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    Das ist wie mit allem im Leben, bis hin zum Krieg in der Ukraine. Wenn man nicht direkt betroffen ist, sollte man schauen, von all dem Distanz zu wahren, sonst hat man ein unglückliches Leben.

    Das ist genau der Punkt. Empathie hat eine dunkle Seite, die für einen selbst zerstörerisch sein kann. Und helfen tut sie auch niemandem, denn zunächst einmal führt sie nicht einmal zum Handeln.

    Und immer wieder erkenne ich, daß es viel schwieriger ist, ein Publikum vier Lustspielakte zum Lachen zu bringen, als es in einem sechsaktigen Schauerdrama zu Tränen zu rühren. (Ossi Oswalda, 1920)

  • R.I.P. Steve Jobs, Robin Williams, Udo Jürgens, Demis Roussos, Joe Cocker, Leonard Nimoy, Christopher Lee, Omar Sharif, Satoru Iwata, Achim Mentzel, David Bowie, Prince , Muhammad Ali, Götz George, Bud Spencer, Tamme Hanken, Manfred Krug, Robert Vaughn, George Michael, Carrie Fisher, John Hurt, Roger Moore, France Gall, Aretha Franklin, Burt Reynolds, Montserrat Caballé, Stan Lee, Doris Day, Karel Gott, Ariane Carletti, Jan Fedder & Akira Toriyama !

  • Quote

    Expertin zum „Titan“-Unglück: „Insassen starben schnellen, schmerzlosen Tod“

    https://www.rollingstone.de/ti…schmerzloser-tod-2604711/


    Quote

    James Cameron über Titan-Tragödie: „Ähnlichkeit mit Titanic-Katastrophe frappierend“

    https://www.rollingstone.de/ja…nic-titan-u-boot-2604643/

    R.I.P. Steve Jobs, Robin Williams, Udo Jürgens, Demis Roussos, Joe Cocker, Leonard Nimoy, Christopher Lee, Omar Sharif, Satoru Iwata, Achim Mentzel, David Bowie, Prince , Muhammad Ali, Götz George, Bud Spencer, Tamme Hanken, Manfred Krug, Robert Vaughn, George Michael, Carrie Fisher, John Hurt, Roger Moore, France Gall, Aretha Franklin, Burt Reynolds, Montserrat Caballé, Stan Lee, Doris Day, Karel Gott, Ariane Carletti, Jan Fedder & Akira Toriyama !

  • Naja, besser als wenn sie noch gelebt hätten und niemand hätte dran gedacht, Rettungsmaßnamen einzuleiten.


    Wobei man ja wohl schon anfangs Hinweise auf die Implosion hatte. Deshalb wusste man ja auch, wo man suchen musste.

    Und immer wieder erkenne ich, daß es viel schwieriger ist, ein Publikum vier Lustspielakte zum Lachen zu bringen, als es in einem sechsaktigen Schauerdrama zu Tränen zu rühren. (Ossi Oswalda, 1920)

  • Dass dieses U-Boot ausgerechnet Titan geheißen hat, wirkt schon irgendwie mystisch/merkwürdig bzw. herausfordernd... Ist der Name einfach nur ein "Pechvogel"?


    https://de.wikipedia.org/wiki/Titan_(Robertson)


    https://www.focus.de/kultur/bu…der-titan_id_2361694.html


    Die Seefahrer sind ja nicht blöde oder ist es der reinste Aberglaube? Titan hätte ich das Boot jedenfalls nicht genannt.

    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Wow, da stöbere ich mal eben so die Plauderecke durch, um ein Thema zu finden, welches ansatzweise passt, um den Abschlussbericht zu posten - und siehe da, das Thema existiert!


    Anbei füge ich den Abschlussbericht des Transportation Safety Board of Canada bei:


    https://www.tsb.gc.ca/eng/rapp…23/m23a0169/m23a0169.html


    Es ist... bedrückend, wie viele Warnungen und Anzeichen für die Katastrophe von dem CEO ignoriert wurden. So viel zu dem Thema: "Ach, das Ding braucht keine Klassifizierung, dauert viel zu lange... und ist eh zu teuer..." X/


    btw. ich fand es damals echt widerlich, wie viele Leute auf Social Media gepostet haben: "yay, wieder ein paar Millionäre weniger!" - just f*** you. Ob die Leute nun wohlhabend waren oder nicht, macht hier keinen Unterschied. Auf diese Art und Weise will niemand draufgehen!


    Ich fand das von Anfang an nicht lustig. Lediglich über ein paar Anekdoten, z.B. dass das Ding mit einem Gaming-Controller gesteuert wurde (wird im Bericht übrigens auch erwähnt:

    "The pilot operated the thrusters using a handheld wireless controller that interfaced with the main control computer."), kann man vielleicht schmunzeln. Aber sich über die Leute lustig machen, nur weil diese Forschung betreiben oder nur ein Abenteuer erleben wollten, finde ich einfach falsch.


    Wie auch immer; ich war schon damals von dem Thema irgendwie fasziniert, daher ist dieser Bericht eine Goldgrube an Informationen. Wer will, kann auch nach dem gruseligen dumpfen Knall-Sound der Implosion suchen...

  • Wow, da stöbere ich mal eben so die Plauderecke durch, um ein Thema zu finden, welches ansatzweise passt, um den Abschlussbericht zu posten - und siehe da, das Thema existiert!

    Ja, im Laufe der Jahrzehnte hat man sich bei tv-kult über so manches schon Gedanken gemacht. Dass du es wiederfindest, spricht für dein Talent, etwas nicht nur zu suchen, sondern auch zu finden. :thumbup:


    Allerdings bin ich im Englischen nicht so bewandert. Wenn ich dich richtig verstehe, wurden auch nicht alle Maßnahmen getroffen, um die Gefahr zu minimieren. Sehe ich das richtig?


    Wenn ja, dann darf man sich nicht wundern, wenn solche Dinge geschehen, so tragisch das auch ist. Und das ist auch kein Grund, sich darüber lustig zu machen.

  • Ja. Der Bericht zählt bis ins kleinste Detail auf, was alles nicht beachtet wurde. Beispielsweise, wie häufig der Karbonzylinder die Tauchfahrten überhaupt übersteht.


    Stellt dir vor, ich würde einen riesigen Papierflieger ins Weltall schicken, und der kommt überraschend - scheinbar unbeschadet - zu mir zurück und ich würde dann behaupten: "Yep, es ist sicher. Ihr könnt einsteigen, Leute!!". Was ich jedoch nicht gesehen habe, sind mikroskopisch kleine Risse im Material des Papiers, und der Flieger zerschellt beim zweiten Flug ins Weltall.


    Was ich aber vor dem ersten Flug auch nicht beachtet habe: das Papier wurde bei der Herstellung nicht richtig verarbeitet und weist bereits dort schon Schäden auf. Dann wird das Papier beim Transport von Ort A nach Ort B beschädigt. Weil es bei Ort B über den Winter draußen liegt, wird es durch die Witterung weiter beschädigt. Mit anderen Worten: mein Papierflieger war von Anfang nicht aus einwandfreiem Material.


    Und das ist genau das, was mit dem Karbonzylinder passiert ist. Es war von Anfang an schlampig hergestellt worden, sodass dieser - bevor die erste Tauchfahrt überhaupt durchgeführt wurde - bereits beschädigt war. Es wurde berechnet, dass bereits nach einer Tauchfahrt 82% der Lebenszeit der Hülle eingebüßt wurde. Nach einer Tauchfahrt! Und es wurden fünf Tauchfahrten durchgeführt (die fünfte war die Katastrophe). Nach der vierten Tauchfahrt gab es einen lauten Knall in der Kabine, welche bereits ein deutliches Alarmsignal hätte sein sollen, dass die strukturelle Integrität der Außenhülle bereits schweren Schaden genommen hatte. Es wurde eiskalt ignoriert.


    So schlampig die Herstellung des Karbonzylinders war, so schlampig waren auch die eingebauten Alarmsysteme, die auf Schäden der Hülle hinweisen sollen. Eines der Systeme funktionierte gar nicht, und das andere war ebenfalls nicht zuverlässig. Das zweite System war eine Art Audiosystem, welches die Geräusche der Außenhülle beurteilen solle. Da gab es drei Balken: einen grünen, einen gelben und einen roten. Ein roter Balken wird wohl den kurz bevorstehenden Zusammenbruch der Hülle anzeigen, doch für wie lange? Das wurde nicht einmal getestet. Zudem war das System Störanfällig und reagierte auch auf andere Geräusche, also auch auf die, die nicht mit der Hülle zusammenhängen. Und das Tüpfelchen auf dem i ist natürlich die Tatsache, dass es kein Warnsignal gibt, wenn der rote Balken erreicht wurde. Der Pilot musste manuell von selbst auf den Bildschirm schauen, um überhaupt zu merken, dass das Alarmsystem anschlägt. Macht Sinn, oder? :S


    Und dann natürlich die arrogante Einstellung des CEOs, der das Ding auch an jedem Tag manövriert hat, der auf keinerlei Vorschriften geachtet und Leute gefeuert hat, die ihm unliebsame News bzgl. des Projektes mitgeteilt haben oder ihn warnen wollten. Er behauptete echt, dass die ganzen Vorschriften nur die Innovation behindern würden. Nun kann er im Jenseits über seine Fehler nachdenken.


    Es gibt noch etliches mehr, z.B. gab es gar keinen richtigen Alarmierungsplan im Notfall und so weiter und so fort. Man könnte es auch so beschreiben: alles, was bei solch einem Projekt schieflaufen könnte, lief schief. Und das Ergebnis sind fünf Menschen, die aus dem Leben ausradiert wurden.