Eu Osterweiterung

  • Irgendwie immer wieder lustig, wie einem die Regierung das Ganze als Vorteil verkaufen will. Wo man hinschaut bringt es nur Nachteile für die deutsche Bevölkerung. Die Unternehmen hingegen profitieren natürlich, da sie nun einfacher an billige Arbeitskräfte kommen. Besonders im Baubereich war es schon immer schlimm, wenn dem bösen Ordnungsamt aufgefallen ist, dass auf den Baustellen so viele polnishe Touristen mitgeholfen haben. Naja, die Politiker haben wieder mal einen Weg gefunden, Arbeitsplätze zu vvernichten und dem Volk gehts noch schlechter als gestern. Alles in allem wieder mal ein ganz normaler Tag in Deutschland.

    "Monica Lewinsky had more president in her mouth than George W. Bush has in his whole body".

  • Kann ich dir nur zustimmen.
    Naja, ich werd hier wegen der Grenznähe zu Tschechien die ganzen Nachteile schneller mitkriegen als mir lieb ist.

    "Monica Lewinsky had more president in her mouth than George W. Bush has in his whole body".

  • Hm, ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht, was ich von der Sache halten soll. Klar erschließen sich uns, nicht nur auf den ersten Blick, viele Nachteile. Aber sind so manche neuen EU-Länder nicht günstige Rohstofflieferanten für Deutschland? Steigern sie nicht den Wettbewerb in Industrie und Wirtschaft?


    Ich meine, ich hab' selbst schon ein wenig Bedenken, dass demnächst ein ganzer Schwarm an Ausländern nach Deutschland übersiedelt. Aber könnten diese nicht auch viele, mitunter schlechtbezahlte, Jobs ausfüllen?


    Ihr seht, ich bin mir (noch) nicht ganz mit mir selbst einig, ob ich diese Sache nun für eher gut, oder eher schlecht bewerten soll.


    Fest steht allerdings, und da gibt's, denke ich, keinen Zweifel, dass jetzt die Grenzen offen sind und sehr viel mehr Ausländer nach Deutschland kommen dürfen, als vor der EU-Erweiterung. Ob sich das nun positiv oder negativ auf die deutsche Wirtschaft/auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirkt, kann ich, im Moment zumindest, noch nicht bewerten.


    Da heißt's wohl, abwarten.


    Kuroi

  • Quote

    Kuboth postete
    Was mich am meisten stinkt sind die noch bestehenden benesch dikrete!
    ...und das soll gleiches Recht für alle sein?!?!


    Tschuldige Kubi, aber "benesch dikrete" sagt mir jetzt auf Anhieb garnichts, könntest du's für mich ein wenig erläutern, bzw. mir 'nen Link geben, der mich darüber ein wenig aufklärt? :)


    Nun ja, ich bin ja jetzt mal gespannt, was in der Türkei-Sache passiert. Bei uns in Würzburg hängen viele Schilder der REP's (Republikaner), auf denen steht: "EU ohne Türkei!" Ob sie damit mal garnicht so unrecht hätten?


    Kuroi

  • Benesch-Dekrete (nur ein paar Beispiele):
    http://www.oeies.or.at/doku/0202benesch.html
    http://www.mies-pilsen.de/beseitigung.htm
    http://www.wallstein-sudetenland.de/benesch.htm
    http://www.welt.de/data/2003/04/11/69929.html
    Zusammenfassung:

    Quote

    Die mehr als 100 Benesch-Dekrete, benannt nach dem damaligen Staatschef, sollten nach sechsjähriger Besatzungszeit durch die Nationalsozialisten, die Rechtsordnung in der Tschechoslowakischen Republik wieder herstellen. Auf der Grundlage von 5 dieser Dekrete wurden Deutsche und Angehörige anderer Völker entschädigungslos enteignet. Gleichzeitig stellten sie die Voraussetzung für die Vertreibung von Millionen Menschen dar.
    Ein Amnestie-Gesetz erklärte zudem alle im Zeitraum vom 30.9. bis 28.10.1945 begangenen Straftaten für straffrei, da sie als "gerechte Vergeltung für die Taten der Okkupanten oder ihrer Helfershelfer" galten. Zuvor hatte es bereits wilde Vertreibungen gegeben, die Tausende Opfer forderten. Von der Aussiger Elbbrücke beispielsweise wurden wahllos Männer, Frauen und Kinder in die Elbe geworfen.


    Dass das braune Pack von den Reps (NPD Light) jetzt wieder mit dem Rumschreien anfängt war ja auch abzusehen.
    Die Türkei ist nur ein weiteres Beispiel für ein Land, bei dem man zu Gunsten der Wirschaftsverträge gern mal zu oft bei den eklatanten Verstößen gegen die Menschenrechte wegsieht. Es ist eh ein schlechter Witz, Länder vom asiatischen Kontinent in die EU zu holen. Selbst unserem kamerageilen "Gerd S. aus H." dürfte doch auffallen, dass das mit der Türkei in der EU ein Widerspruch in sich ist. Die paar Quadratkilometer die die Türkei in Europa hat machen daraus noch lange kein europäisches Land. Außerdem würde der Religionskonflikt nur zu unnötigen Problemen führen, die nicht ohne jahrelange Vorausplanung beseitigt werden könnten.

    "Monica Lewinsky had more president in her mouth than George W. Bush has in his whole body".

  • Ich finde es einfach eine Sauerei Länder der EU beitreten zu lassen die nur teilweise vom Boden her zum Europa der Vaterländer gehören und vom Rest keinerlei Bezug zu dessen haben, ausgenommen die räumliche Nähe. Und dazu tritt teilweise europäischer Boden unter nicht europäischer Regierung bei was ich selber nicht im geringsten akzeptieren kann.


    Wobei ich die EU selber mittlerweile nicht mehr als Europa ansehe. Die EU ist selber nur noch ein Bündnis vieler Staaten um die Wirtschaft untereinander zu fördern (na gut, belassen wir es mal beim Willen), mit dem Grundgedanken Europa ansich hat es nichts mehr am Hut meiner Ansicht nach. Man kann keinen Kontinent auf belieben durch "Beitritt" (wie sich das schon anhört, da dreht sich mir der Magen um) erweitern. Zudem muss man mal betrachten was für Leute sich das Recht herausnehmen über bestehende Traditionen und Kulturen einfach hinweg Entscheidungen zu treffen und zu verändern. Nicht nur das die Länder selber schon Ihrer Idendität beraubt werden, es trifft auch den "Gürtel" der dies alles zusammenhalten sollte.


    Am besten fand ich noch die Wirtschaftsrechnungen eines SPD-Wählers der mir naiv und plump auf folgende Art und Weise die EU Osterweiterung positiv darstellen wollte:"Nehmen wir zum Beispiel mal Polen: Die haben kein Geld also erhalten Sie nach dem Beitritt in die EU Kredite von uns die Sie zwar nicht zurück bezahlen können aber dadurch Wirtschaftsprodukte von uns abnehmen".


    In diesem Sinne: Gute Nacht Deutschland, Gute Nacht Europa...


    Gruß SaScha

    »Um sich selbst ins richtige Licht stellen zu können, muss man die anderen in den Schatten stellen.«
    (Gerhard Uhlenbruck, *1929, deutscher Immunbiologe und Aphoristiker)

  • @ kubi & keeper: da habt ihr mal wieder meine 100% Zustimmung. das thema mit den "Benesch-Dekreten" und der Verteibung gab´s ja hier schon mal. und meine oma war davon ja auch betroffen. daher rührt auch eine fast "angeborene" abneigung gegen diese ost-länder!


    und fazit ist: am ersten tag nach der grenzöffnung wurden in sachsens grenznahen städten und gemeinden 14 autos geklaut!

    "Wo Liebe wächst, gedeiht Leben - wo Hass aufkommt droht Untergang"


    - 8-facher "Mr. TV-Kult" -


  • Ich finde die EU Osterweiterung Grundsätzlich einen richtigen Weg. Leider kam der Schritt dazu mehr als 10 Jahre zu früh. Es sind noch so viel Baustellen offen, die es zu regeln gilt. Zudem sind die Osteuropäischen Länder die neu in der EU sind noch garnicht bereit und auf dem Level der restlichen MItgliedsstaaten. Man sieht doch jetzt schon, dass sich schon fast wieder eine "EU" in der EU bildet. Nicht umsonst lassen sich Frankreich, England ocder Irand ihre Privilegien sichern.

    Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie