Champions League

  • Glaubst du, dass das jetzt tatsächlich das Ende seiner Karriere war, oder hat Oliver Kahn das doch etwas dramatisiert?

    Er hat's arg dramatisiert. Wenn dem so wäre, hätte Olli seine Karriere nach der WM 2002 auch beenden können. Ähnlich wie Toni Schumacher 1986 spielte er die beste WM, die man nur spielen konnte, patzte aber im Finale.

    Geweint hat er danach nicht, in Partylaune war er aber auch nicht. ;)


    Quote

    Lothar Matthäus hat gesagt das war die schlechteste Torwartleistung der letzten zwanzig oder dreißig Jahre X/. Lothar Matthäus :/ War da nicht mal was? :/? War das nicht dieser Riesenfeigling, der im WM-Finale die Verantwortung beim entscheidenden Elfmeter auf jemand anderen abgewälzt hat und danach behauptet hat, sein Schuh sei kaputt gewesen? :/

    Da übertreibt Loddar auch ein bisschen. Er kennt ja auch nicht alle Torhüter dieser Welt. Wer erinnert sich noch an ein Elfmeterschießen, irgendwo in Lateinamerika, wo sich der Torwart nach einem gehaltenen Elfmeter feiern ließ und überhaupt nicht mitbekam, dass der von ihm abgewehrte Ball durch Drall und Effet doch noch ins Tor ging.

    Oder das bekloppteste Gegentor der 2. Liga:

    https://www.bundesliga.com/de/…-ingolstadt-fifa-fail.jsp

    Oder wer kennt noch die Marzahner Füchse? Das war eine unterklassige Mannschaft, in Berlin dereinst trotzdem mal in aller Munde, weil die Mannschaft selten ohne eine zweistellige Anzahl von Gegentoren das Feld verließ. Heute gibt es dort nur noch Tennis und Hallenfußball. :D

    Insofern war Loris Karius wohl der erste deutsche Torwart, dem das so passierte. Ein deutscher Torhüter, das ist normalerweise so etwas wie ein Qualitätssiegel. Den kannst du auch verpflichten, wenn er nicht Nationalspieler ist. Es ist ihm ja auch zu verdanken gewesen, dass Liverpool überhaupt ins Finale kam. In der Premier League ist die Abwehr Liverpools die viertbeste gewesen. Also alles halb so schlimm.

    Vielleicht war ja auch beim Karius mit den Schuhen etwas nicht in Ordnung.

    Achtung Wortspiel: "Herr Doktor, ich habe Karius". ^^

  • Hoffenheim hat gegen ManCity 1:2 verloren. Das Tor in der 1. Minute reichte am Ende nicht... :(


    Die Bayern haben gegen Ajax Amsterdam auch früh getroffen. Mal schauen, wie das ausgeht. Alle sprechen schon vom Druck, von der Nagelprobe. Weil sie ein mal verloren haben. Ich zweifle nicht an der Meisterschaft. Und gegen die sehr junge Ajax-Mannschaft spielen sie sehr dominant.


    Bei Ajax ist ein 19-Jähriger Kapitän, gibt's auch nicht alle Tage. :thumbup:

  • Es ist übrigens beim 1:1 geblieben. Die Bayern haben noch mal alles gegeben, aber es wollte kein Tor mehr fallen.


    Nachdem im Sommer noch alle wollten, dass Robben und Ribery bleiben, entzündet sich jetzt genau da der Kritikpunkt. Aber die halbe Mannschaft war schlecht, insbesondere Boateng, der schon in der Liga schwach war, und Lewandowski, der wohl noch über den nicht erfolgten Wechsel nach Madrid trauert. :(


    Real selbst verlor bei ZSKA Moskau mit 0:1.

  • Schalke hat ähnlich unsicher gespielt, wie die Bayern, aber gewonnen! 1:0 gegen Lokomotive Moskau. Der BVB spielte hingegen groß auf und gewann gegen AS Monaco mit 3:0.


    Paris SG feiert einen Gala-Abend mit einem 6:1 über RS Belgrad. Neymar steuerte drei Tore bei. Tja, wenn er nicht sich, sondern Tore fallen lässt, dann sieht das doch besser aus. ^^

  • Bis auf die Bayern haben alle deutschen Clubs im Europapokal gewonnen. Und die Bayern selbst haben ja auch nicht verloren. :) Also, so schlecht steht's um den deutschen Fußball vermutlich doch nicht. :thumbup:


    Korrektur: Doch, Hoffenheim hat verloren.

  • Der BVB hat definitiv ein Offensivproblem. Wie gegen Augsburg überlegen, wieder kein Tor gemacht, mit dem 0:1 gegen Tottenham ist Dortmund ausgeschieden.


    Geschichte geschrieben hat dagegen Ajax Amsterdam. Beim Titelverteidiger Real in Madrid gelang den Niederländern ein grandioser 4:1-Sieg. Damit ist Real aus allen Wettbewerben draußen, zum 1. Mal seit 2010 sind die Königlichen nicht im Halbfinale vertreten. Da wird wohl bald ein Arbeitsplatz frei werden. ^^

  • Die Bayern sind als letzte deutsche Mannschaft aus der Champions League ausgeschieden. Beim 1:3 gegen den FC Liverpool waren sie schlicht chancenlos.


    Somit gab es vier Duelle deutscher gegen englische Teams, die die deutschen allesamt verloren haben: Bayern 0:0 und 1:3 gegen Liverpool, Dortmund 0:3 und 0:1 gegen Tottenham, Schalke 2:3 und 0:7 gegen Man City, außerdem war Hoffenheim schon in der Gruppenphase dem Team aus Manchester unterlegen. Nicht mal ein Einzelsieg kam heraus.


    Das wird Diskussionen geben, wie wir diesen Rückstand wieder aufholen sollen. Meine Antwort: gar nicht. Es ist auch nicht möglich, unsere antiken Statuten verbieten es uns, besser zu sein als andere. Sie haben Vorteile keine Frage, und womöglich würde die Zeit für uns arbeiten, aber da unsere Bremsen besser greifen als das Financial Fair Play der UEFA, wird sich nichts ändern. Und wir sollten schwer darüber nachdenken, ob wir wirklich etwas ändern wollen.

  • Du alleine zur "Lage der Schampinnjongs"? Sonst keiner mehr, der noch weiß, was ein Ball ist? Schalke 07? Wow..... (Naja, ich bin zwar auch ewig weg, doch dass hier sonst keiner wuselt....)

    " Wenn etwas welttragisches passiert,

    so frage dich, wer davon profitiert,

    profitiert wirklich keiner, trotz Widerhall,

    dann war es wirklich nur ein Unfall.


    Ob es dich persönlich berührend interessiert oder nicht,

    es gibt noch andere Menschen, für die hat es Gewicht."

  • Ja, ich bin hier so eine Art Pressesprecher, viel zu sehen gibt es ja nicht mehr im Fernsehen, insofern hat die Champions League mit tv-kult eigentlich überhaupt nix zu tun. :P


    Immerhin hat mir die Google-App heute alle gestrigen Tore im Briefmarkenformat angeboten. :S Dabei war deutlich zu erkennen, dass die Schiedsrichter mit dem Videobeweis noch fremdeln. Sonst wäre das Spiel Barca gegen Lyon nicht 5:1, sondern 4:0 ausgegangen. Zwei Tore waren so eindeutig nicht regelkonform, dass ich dem Videoassi für dieses Spiel keine Vergütung zahlen würde. :thumbdown:

  • Es ist auch nicht möglich, unsere antiken Statuten verbieten es uns, besser zu sein als andere. Sie haben Vorteile keine Frage, und womöglich würde die Zeit für uns arbeiten, aber da unsere Bremsen besser greifen als das Financial Fair Play der UEFA, wird sich nichts ändern. Und wir sollten schwer darüber nachdenken, ob wir wirklich etwas ändern wollen.


    Worum geht's ? Ich bitte um Aufklärung.

    (Statuten und Bremsen sagt mir in dem Zusammenhang nichts.)

  • In Deutschland gibt es die berühmte 50+1-Regelung, die in etwa besagt, dass der Verein zu über 50% sich selbst gehören muss. Wenn also in eine Bundesliga-Mannschaft investiert wird, so kann man daraus keine Eigentumsrechte an den Verein erwerben, jedenfalls keine, die so hoch sind, dass man selbst sozusagen zum Chef wird. Diese Regelung ist zumindest teilweise sinnvoll, aber für Vereine wie Bayer Leverkusen oder den VfL Wolfsburg gilt sie nicht.


    Dennoch bremst diese Regelung höhere Ausgaben wie die in England oder Spanien ab, bietet dafür den Vorteil einer soliden Finanzierung. Denn wenn sich ca. 8 Mannschaften verstärken mit dem Ziel Champions-League-Sieg, da ahnt man schon, dass sieben davon scheitern werden. Diese investieren dann in der neuen Saison noch mehr, und wieder gehen 7 von 8 leer aus.


    Doch würde diese Regelung fallen, so glaube ich, wird die Wirtschaftsmacht Deutschland mit der Bundesliga wieder zur europäischen Top-Liga werden. Allerdings mit allen Risiken.


    Alternativ kann man ein Modell einrichten wie RB Leipzig, und viele Vereine machen das auch. Sie holen Investoren an Land, und diese bekommen von den Gewinnen etwas ab. Doch auch da ist es klar, dass die Investoren ihr Geld wiedersehen wollen. Die Folge war, dass sich Leipzig zwischenzeitlich mit bis zu 80 Mio. € verschuldet hatte. Also auch so ist nur eine begrenzte Investition möglich. Nur die Bayern haben so viel Geld angespart, dass sie zumindest ein oder zwei mal eine solche Summe springen lassen könnten, die es ermöglicht, mal einen Superstar zu holen. Oder auch mehrere.


    Bisher finanziert sich die Bundesliga damit, dass sie ihre Stars selbst macht. Paradebeispiel ist Ousmane Dembele, für den der BVB mal eben 105 Mio. € einstreichen konnte. :thumbup: