Jaja, der Tod ist oft auch nur ein Mensch!

  • - Guten Tag.
    - Guten Tag. Mein Name ist Tod, Der Tod.
    - Was kann ich für Sie tun?
    - Sterben.
    - Wie bitte?
    - Sie werden gleich sterben, und ich nehme Sie mit ins Totenreich.
    - Soso. Was kostet mich das?
    - Das Sterben ist zur Zeit noch kostenlos, zumindest für den Sterbenden.
    - Aha. Muß ich irgend etwas mitnehmen?
    - Nein, Sie bekommen im Jenseits alles Nötige gestellt. Oder lesen Sie viel?
    - Ja, eigentlich schon.
    - Dann nehmen Sie sich am besten noch ein paar Bücher mit, unser Bestellservice hat zur Zeit einige Pannen.
    - Gut. Darf ich meiner Familie noch einen Abschiedsbrief schreiben?
    - Tut mir leid, das ist leider verboten.
    - Schade, ich wollte gerade einkaufen gehen.
    - Tja, der Tod kommt öfters ungelegen. Wenn Sie hier bitte unterschreiben wollen...
    - Ja, natürlich... Woran sterbe ich eigentlich?
    - Da muß ich nachschauen, einen Moment... hier habe ich es: Sie bekommen einen Herzinfarkt.
    - Einen Herzinfarkt? Ich bin 27 Jahre alt, treibe regelmäßig Sport, ernähre mich gesund und habe keine körperlichen Leiden. Weshalb sollte ich einen Herzinfarkt bekommen?
    - Hier steht, daß sie 69 Jahre alt sind und es bereits Ihr dritter Infarkt ist... Das hier ist doch Bahnhofsstraße 32. Sind Sie nicht Herr Schneider?
    - Nein, ich heiße Hartmann. Herr Schneider ist vor ein paar Tagen ausgezogen. Ich habe das Türschild noch nicht erneuern lassen.
    - Oh, das ist mir jetzt peinlich... Sie müssen entschuldigen, ich bin neu in dem Job. Sie wissen nicht zufällig die aktuelle Anschrift von Herrn Schneider?
    - Ich glaube, er wollte eine Weltreise machen und danach in ein Altersheim im Nachbarort ziehen.
    - Und mich schickt man hierher... da hat die Verwaltung mal wieder geschlafen...
    - Wann muß ich denn sterben?
    - Das weiß ich nicht, ich bin nur für die Nachnamen mit "Sch" zuständig.
    - Ich verstehe.
    - Entschuldigen Sie bitte nochmals, daß ich Sie belästigt habe. Ich muß jetzt weiter; ein Verkehrsunfall und eine Vergiftung. Auf Wiedersehen.
    - Wiedersehen. ^^

    Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen bereits Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von Übermorgen. :thumbup:

  • Stimmt! Irgendwann mal muss man den Tod beantragen, weil das Jenseits überbelegt ist!

    Ein Fluch dem falschen Vaterlande
    Wo nur gedeihen Schmach und Schande
    Wo jede Blume früh geknickt
    Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt


    Text von Heinrich Heine/Gerhard Hauptmann

  • oh, da war wohl einer auf Testreich.de, oder willste nur nicht länger leben?

    Ein Fluch dem falschen Vaterlande
    Wo nur gedeihen Schmach und Schande
    Wo jede Blume früh geknickt
    Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt


    Text von Heinrich Heine/Gerhard Hauptmann