QuoteNach NS-Studie: Verband entzieht Filmgrößen Ehrenmedaille
Leni Riefenstahl
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Dass sie mit dem "Regime" etwas zu tun hatte, dürfte ja niemanden verborgen geblieben sein. Da hätte ich keine Studie gebraucht, die dann auch noch Jahrzehnte zu spät kommt.
Nun weiß ich ja nicht, warum man ihr die Medaille dann erst überreichte, aber wenn man ihre Nachkriegstätigkeiten betrachtet, kann man ihr zumindest weder Untätigkeit noch mangelnde Kreativität vorwerfen. Dafür dürfte sie auch die Auszeichnung bekommen haben, nicht für das, was sie vorher machte.
Und für Heinz Rühmann dürfte das auch gelten.
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Schwierig, schwierig...Diese Künstler waren zwar nachweislich politisch verstrickt, aber ist es wirklich in Ordnung ihnen diese Ehrenmedaille posthum abzuerkennen?
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Wenn man es gut begründen kann, dann schon. Aber wie gesagt, es wussten alle Bescheid, die Verleihung einer solchen Medaille muss gut begründet sein. Wer zwar gute Horrorfilme macht, kriegt aber trotzdem nicht den KIKA Award.

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Ich habe die Studie gestern mL überflogen, Rühmann und Tschechowa wird die Medaille anerkannt da sie in der Studie als NS konforme angesehen werden. Und diese Einstufung basiert ausschließlich darauf weil sie in der Zeit des Nationalsozialismus einen Star Status hatten und deshalb Vorteile genossen.
Ich finde das als Grundlage für den Entzug einer Ehrenmedaille schon sehr oberflächlich.
Bei Riefenstahl ist die Entscheidung deutlich verständlicher
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Ich habe die Studie gestern mL überflogen, Rühmann und Tschechowa wird die Medaille anerkannt da sie in der Studie als NS konforme angesehen werden. Und diese Einstufung basiert ausschließlich darauf weil sie in der Zeit des Nationalsozialismus einen Star Status hatten und deshalb Vorteile genossen.
Ich finde das als Grundlage für den Entzug einer Ehrenmedaille schon sehr oberflächlich.
Bei Riefenstahl ist die Entscheidung deutlich verständlicher
Ein Mittelweg wäre hier nicht schlecht. Das ist schon alles überzogen. Den Star-Status hatten auch andere..Will man Karajan auch noch "entehren"? Das bringt doch heute alles nichts mehr..
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Weil es gerade reinpasst..
Man muss eben lernen, die Filme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Gerade das macht Kunst ja auch so komplex, dass sie vielschichtig ist. Eine ganze Filmgeneration wird ja nicht "schlecht gemacht", weil man sie auch aus politischen Perspektiven betrachtet. "Die Feuerzangenbowle" zum Beispiel ist ein Renner an den Unis, obwohl er im Dritten Reich gedreht wurde und einige extrem problematische Passagen hat.
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Jaaa, wirklich schwierig. Ich könnte mir vorstellen, das Problem bei solch einer Auszeichnung ist halt die Pauschalität. De facto ehrt man die ganze Person, oder ehrt sie eben nicht.
Früher hatte man da einen anderen Blick darauf als heute. Ich meine, da waren eben überall Personen in den Jurys, die angesichts ihrer NS-Vergangenheiten selbst nicht hätten drin sitzen dürfen.
Wann haben Rühmann, Tschechowa und Riefenstahl eigentlich die Ehrungen bekommen? Doch sicher nicht posthum

Klar, bei Riefenstahl brauchen wir uns nicht drüber unterhalten. Ihre "Verteidigung" war ja immer schon Verzweiflung aus der Defensive raus, und nach ihrem Tod hatte sich das ganz schnell erledigt mit Verteidigungsversuchen.
Ich habe das Gefühl - ihr könnt mir gerne widersprechen - dass Rühmann angesichts der Tatsache, dass der emotionale Bezug zu ihm deutlich abgenommen hat (was ja kein Wunder ist über 30 Jahre nach seinem Tod) zunehmend kritischer betrachtet wird. Dokus über ihn laufen in Nebenprogrammen, und als Mensch wird er jedes Mal kritisch beurteilt.
Aber wie war das mit Olga Tschechowa? Ich hatte ihren Namen noch nie als großartig polarisierend empfunden.
Wem wurde denn noch alles außer den im Artikel genannten Namen diese Ehrung aberkannt?
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Wann haben Rühmann, Tschechowa und Riefenstahl eigentlich die Ehrungen bekommen? Doch sicher nicht posthum

Bei Heinz Rühmann habe ich irgendwas von 1972 gelesen. Das war das Jahr, in dem ich geboren wurde.
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Bei Heinz Rühmann habe ich irgendwas von 1972 gelesen. Das war das Jahr, in dem ich geboren wurde.
...Pauschalität, so wie Austernprinzessin das vorhin meinte ist ein ganz guter Begriff. In Bausch und Bogen sollte man meiner Meinung nach niemanden verurteilen.
Die Verantwortung alter UFA-Stars, Dirigenten, Komponisten und Künstler im dritten Reich ist generell nicht mein Interessensgebiet. Das ist eher ein Ding für Historiker und Politiker. Ich finde es nur schade, dass zunehmend bestimmte Künstlerinnen und Künstler mit "Entehrungen" schlecht geredet werden und man als Fan dann auch gerne mal den Schutzpatron spielen muß...
Es hat sicher auch mit einer neuen Art der Aufarbeitung zu tun...Film- oder Musikfreunde sind da echt weniger begeistert davon...verhindert es doch neue Veröffentlichungen.

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Ich wäre da auch für ein Recht auf Sinneswandel. Danach sind sie aber nie so wirklich gefragt worden.
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... Ich denke ja nicht, dass man den Verstorbenen tatsächlich etwas weg nimmt, wenn man eine Medaille oder auch ein Ehrengrab umwidmet oder entfernt...die Problematik bleibt aber bestehen . Die entsprechende Distanz sorgt für Desinteresse und dadurch verschwinden die alten Namen, Filme etc. noch schneller...
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... Ich denke ja nicht, dass man den Verstorbenen tatsächlich etwas weg nimmt, wenn man eine Medaille oder auch ein Ehrengrab umwidmet oder entfernt...die Problematik bleibt aber bestehen . Die entsprechende Distanz sorgt für Desinteresse und dadurch verschwinden die alten Namen, Filme etc. noch schneller...
Ja, da hast du mit Sicherheit einen Punkt. Früher wollte man sich nicht damit auseinandersetzen, weil der emotionale oder persönliche Bezug da war, und jetzt setzt man sofort einen Strich drunter, weil der Bezug nicht mehr da ist. Und das bedeutet in dem Fall, dass man die Tür endgültig zuschlägt. Sehr traurig für uns Fans

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Mathias77 oder Thoma_dd oder Quax oder Film-im-Film: Was konkret wirft man denn Olga Tschechowa vor?
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Mathias77 oder Thoma_dd oder Quax oder Film-im-Film: Was konkret wirft man denn Olga Tschechowa vor?
Wahrscheinlich wirft man ihr schon vor, dass sie in den 30er Jahren ein Publikumsliebling gewesen ist..
Hier gibt es noch einen Bericht zu Spionagetätigkeiten..
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Ich bin jetzt keiner der Genannten, aber in den allgemein zugänglichen Quellen verhehlte sie ihre guten Beziehungen zu Hitler nicht, insbesondere in ihren zwei Autobiographien, die beide noch vor der Verleihung der Ehrenmedaille erschienen.
Es wird so sein, wie du es beschreibst: 1977 kannte und schätzte man sich, 2025 ist der Zusammenhang nicht mehr klar. Eigentlich ist beides falsch. Die einen sind zu kritisch, die anderen zu unkritisch.
Etwas Off Topic werde ich mal die Prognose wagen, dass das hier nicht auf alle Ewigkeit stehen wird. Ich bereite euch nur darauf vor, dass nicht wieder jemand meckert.

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Mathias77 oder Thoma_dd oder Quax oder Film-im-Film: Was konkret wirft man denn Olga Tschechowa vor?
und Rühmann ? Dass er den Quax gespielt hat? Das ist doch einfach nur eine Frechheit. Vielleicht die Teilnahme an den Filmbällen? Keine Ahnung
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und Rühmann ? Dass er den Quax gespielt hat? Das ist doch einfach nur eine Frechheit. Vielleicht die Teilnahme an den Filmbällen? Keine Ahnung
Ich glaube Rühmann ist das perfekte Paradebeispiel für den Fall hier! Er ist natürlich keine Leni Riefenstahl. Aber in einigen Filmen wird selbstverständlich der Geist der Zeit sehr deutlich, vor allem den beiden Quax-Filmen oder auch "Wunschkonzert". Und dazu kommt sein gutes Verhältnis zu Goebbels usw.
Bis in die 90er Jahre hinein war er eine lebende Ikone, wurde verehrt. Spätestens mit dem Tod von Johannes Heesters ist dieses Feuer nun ziemlich erloschen. Und das Ergebnis ist das, was wir hier sehen

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...dann sollte man unbedingt auch Paul Hörbiger für seine Mitwirkung an "Wunschkonzert" nochmal auf den Zahn fühlen....wie konnte er nach dem Krieg ungeschoren davonkommen, obwohl er in diesem Propagandafilm....ein Lied gesungen hatte ...so wie Rühmann auch! Mehr war das nicht, und das wirft man seit Jahrzehnten nur Rühmann und auch der Rökk vor. Hauptdarstellerin Ilse Werner wird nur noch mit "Wir machen Musik" und "Große Freiheit" in Verbindung gebracht....seltsame Gewichtung....
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Mathias77 oder Thoma_dd oder Quax oder Film-im-Film: Was konkret wirft man denn Olga Tschechowa vor?
Das sie Filmstarr war. Wie ich schon oben Zitiert habe;
viel mehr steht zu ihr nicht in der Studie. Wer genau die Medaille aberkannt bekommen hat liste ich später gern noch einmal auf. Habe gerade nicht so viel Zeit