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Im viktorianischen London wird die berühmte Opernsängerin Alice Alquist in ihrem Haus am Thornton Square ermordet. Der Täter kann unerkannt entkommen. Lady Alquist lebte mit ihrer verwaisten 14-jährigen Nichte Paula zusammen, die von dem schrecklichen Geschehen traumatisiert ist. Sie wird nach Italien geschickt und erhält dort Gesangsunterricht bei Maestro Guardi, der bereits ihre Tante ausgebildet hatte.
Rund zehn Jahre später verliebt sich die junge Sängerin in den charmanten Pianisten Gregory Anton. Sie heiraten nach kurzer Bekanntschaft. Gregory möchte in einem eigenen Haus leben, am liebsten in London. So entschließt sich Paula ihm zuliebe, endlich das Erbe ihrer Tante anzutreten, zu dem auch das noch immer leerstehende Haus am Thornton Square gehört. Sie glaubt die Vergangenheit überwunden zu haben, doch sie irrt sich, und bald beginnt eine Kette befremdlicher Ereignisse. Gleich bei der Ankunft findet Paula einen Brief, den ein gewisser Sergius Bauer kurz vor dem Mord an ihre Tante schrieb. Gregory entreißt ihr das Schriftstück fast zornig, da es ihn schmerzlich berühre, wenn seine geliebte Frau den düsteren Erinnerungen nachhänge. Um dies künftig zu vermeiden, lässt er das ganze Haus neu möblieren und die alten Besitztümer der Tante auf den Dachboden schaffen.
Anschließend bemüht sich Gregory, seiner Frau das Leben in London angenehm zu machen. Er besucht mit ihr Sehenswürdigkeiten wie den Tower of London und schenkt ihr eine wertvolle Brosche, ein altes Erbstück seiner Familie. Umso enttäuschter ist er, als ihr der Schmuck schon bald abhandenkommt. Überhaupt, meint er, geschehe es ziemlich oft, dass sie Dinge verliert oder verlegt – oder gar absichtlich verschwinden lässt? Paula ist gekränkt und verunsichert, denn sie erinnert sich gar keines solchen Vorfalls. Gregory beruhigt sie zwar, hält ihr Gemüt jedoch für angegriffen. Um ihre Nerven zu schonen, geht er vorerst nicht mehr mit ihr aus und empfängt auch keine Besucher.
Paula fühlt sich aber auch im Haus unwohl, besonders wenn Gregory sie abends allein lässt und ein Studio aufsucht, um dort ungestört zu komponieren. Dann hört sie oft Geräusche und Schritte auf dem Dachboden, der doch eigentlich unzugänglich verschlossen ist. Außerdem beginnt dann das altmodische Gaslicht zu flackern und noch düsterer zu brennen als gewöhnlich. Gregory, der nichts dergleichen bemerkt, tut die Erscheinungen als pure Einbildung ab. Dennoch bleibt Paulas Stimmung gedrückt. Der schwerhörigen Köchin Elisabeth sind ihre Ängste unverständlich, und das Dienstmädchen Nancy begegnet ihr oft schnippisch, ja fast verächtlich. Die hübsche und selbstbewusste Nancy flirtet ganz offen mit dem lebenslustigen Hausherrn und scheint sich geradezu als Ersatz für die schwächliche und nervöse Gattin anbieten zu wollen. Um Paula wieder aufzumuntern, gewährt Gregory ihr schließlich einen Theaterbesuch. Ihrer überschwänglichen Vorfreude sind allerdings nur wenige Augenblicke vergönnt, dann macht ein neuerlicher seltsamer Vorfall sie zunichte: Ein Bild ist von der Wand verschwunden – wer sollte es wohl weggenommen haben, wenn nicht Paula? Als sie beteuert, sein Fehlen noch nicht einmal bemerkt zu haben, befiehlt er ihr barsch, es augenblicklich wieder herbeizuschaffen. Tatsächlich gelingt ihr das, doch wie unter hypnotischem Zwang und ihr selbst unbegreiflich.
Nur einmal noch rafft Paula ihr schwindendes Selbstbewusstsein zusammen und erzwingt gegen Gregorys Widerstand den Besuch eines Klavierkonzerts im Salon der befreundeten Familie Dalroy. Dort kommt es zum Eklat. Gregory vermisst seine Taschenuhr und findet sie, wie erwartet, in Paulas Handtasche. Daraufhin erleidet sie vor aller Augen einen hysterischen Weinkrampf. Er bringt sie nach Hause und sieht sich nun endlich zu einer Enthüllung genötigt, die Paula vollends niederschmettert: Ihre Mutter sei nicht bei ihrer Geburt verstorben, wie sie immer geglaubt hatte, sondern erst später geistig umnachtet in einer Irrenanstalt, und habe den Wahnsinn wahrscheinlich an sie weitervererbt. Die einzige Gesellschaft, die Paula künftig noch zu erwarten hat, werden demzufolge Ärzte sein.
Indessen zeigt doch noch ein anderer Mensch Interesse für die Unglückliche. Scotland-Yard-Kommissar Brian Cameron begegnete ihr zufällig beim Besuch des Towers und glaubte das Ebenbild der Sängerin Alquist zu erblicken, für die er als Halbwüchsiger geschwärmt hatte. Fortan befasst er sich mit dem ungelösten Mordfall, obgleich sein Vorgesetzter ihm versichert, dass derselbe „tot“ sei. Immerhin erfährt Cameron von ihm, wer jene Unbekannte ist, die Lady Alquist so frappierend ähnelt, sowie auch das mutmaßliche Mordmotiv: Alice Alquist besaß einige sehr wertvolle Juwelen, die seither spurlos verschwunden sind. Von nun an behält Cameron das Haus Alquist scharf im Auge. Er horcht die geschwätzige Nachbarin Miss Twaithe aus und zieht den Streifenpolizisten Williams ins Vertrauen, dem es nicht schwerfällt, mit dem Dienstmädchen Nancy anzubandeln. Gemeinsam finden sie heraus, dass Paula schon seit langem von der Außenwelt isoliert lebt, während ihr Mann regelmäßig abends ausgeht und jeweils nach wenigen Schritten unvermittelt verschwindet – offenbar in einem leerstehenden Nachbarhaus.
Da Cameron auch im Hause Dalroy verkehrt, wird er Zeuge von Paulas Nervenzusammenbruch beim Konzert und entschließt sich zum Handeln. Alle Förmlichkeiten missachtend, dringt er eines Abends uneingeladen zu Paula vor, als Gregory wieder einmal außer Haus ist. Ein altes Andenken, ein Handschuh, den Lady Alquist dem jugendlichen Cameron einst schenkte, verschafft ihm bei Paula Vertrauen und Gehör. Noch leichter wird ihr ums Herz, als auch er das Schwinden des Gaslichtes und die Schritte auf dem Dachboden wahrnimmt. Kurz entschlossen durchsucht er Gregorys Schreibtisch, wobei Paula den ominösen Brief des Sergius Bauer wiederfindet, den Gregory bereits ebenso ins Reich ihrer Fantasie verwiesen hatte. Als Cameron die Handschriften vergleicht, fügt sich eines zum anderen: Gregory ist kein anderer als Sergius Bauer, der Mörder von Paulas Tante, den ein fataler Umstand an den Schauplatz seines Verbrechens fesselt: Er konnte die begehrten Juwelen nach dem Mord nicht finden – sie müssen also noch immer irgendwo im Haus verborgen sein. Einzig um wieder Zugang in das Haus zu bekommen und dort weitersuchen zu können, hatte er sich Paula genähert und sie schließlich sogar geheiratet. Seither versucht er sie mit Lügen und Täuschungen in den Wahnsinn zu treiben, um so in Ruhe suchen zu können und sich auch ihres übrigen Erbes zu bemächtigen. Sein mysteriöser abendlicher Weg führt durch das Nachbarhaus über die Dachfenster auf den eigenen Dachboden, wo er eine Lampe anzündet und immer wieder in den Habseligkeiten seines Opfers wühlt, daher die Geräusche und das im übrigen Haus schwächer werdende Gaslicht.
Gregory hat unterdessen die ersehnten Juwelen der Lady Alquist entdeckt, die inmitten wertloser Imitationen auf eines der vielen Bühnenkostüme aufgenäht waren. Im Triumph alle Vorsicht fallenlassend, nimmt er den Rückweg diesmal durch die eigene Dachbodentür. Angesichts des geöffneten Schreibtisches verhört er Paula wutentbrannt, bis sie ihm den fremden Besucher gesteht – doch ist sie sich inzwischen ihres eigenen Verstandes nicht mehr sicher und glaubt, Cameron könnte nur ihrem Wahn entsprungen sein. Gregory glaubt sich am Ziel seiner perfiden Machenschaften, dann steht Cameron in der Tür. Wenige in kalter Höflichkeit gewechselte Worte genügen, um Gregory seine Situation klarzumachen. Nach einem kurzen Handgemenge flieht er zum Dachboden, wo Cameron ihn mit Hilfe von Williams überwältigt und fesselt. Paula wird ein letztes Gespräch mit ihrem Mann unter vier Augen gewährt. Hastig fleht er sie an, sie möge ihn losschneiden, ein Messer liegt in der Schublade, Cameron habe ihr nichts als Lügen aufgetischt, weil er in sie verliebt sei. Paula aber hat für den Verbrecher nur noch zornigen Sarkasmus übrig: Um ihrer glücklichen Zeiten willen würde sie ihm vielleicht glauben und ihn befreien – wenn sie nur nicht verrückt wäre. Doch da sie ja, wie er weiß, verrückt ist, „verliert“ sie das rettende Messer vor seinen Augen, sucht es hier und da und kann es nicht finden.
Während Gregory von der Polizei abgeführt wird, verspricht Cameron wiederzukommen, um Paula in ihrem neuen Lebensabschnitt beizustehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Haus_der_Lady_Alquist
Dieser Film ist ein Remake von Gaslight (1940)
Es gab 2 deutsche Filme:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gaslicht_(1960)
https://de.wikipedia.org/wiki/Gaslicht_(1977)
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