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Der Roman spielt im Zeitraum zwischen Februar bis April 1945 im Konzentrationslager Buchenwald. Ein polnischer Häftling schmuggelt ein etwa dreijähriges Kind ins Lager. Das illegale Internationale Lagerkomitee (ILK), eine aus Kommunisten verschiedener Nationalitäten bestehende Widerstandsgruppe, beschließt, das Kind mit einem Transport in ein anderes Lager gehen zu lassen. Die Häftlinge Höfel und Kropinski, die in der Effektenkammer arbeiten, führen diesen Beschluss jedoch nicht aus und verstecken das Kind. Seine Entdeckung durch die SS hätte unweigerlich die Ermordung des Kindes zur Folge. Erst wird es in der Kleiderkammer, dann in einer Krankenbaracke versteckt. Später wird es in einem Schweinekoben untergebracht. Durch das Kind gerät die gesamte Widerstandsbewegung in Gefahr. Dennoch nehmen mehrere Häftlinge große persönliche Risiken auf sich, um das Kind zu retten. Höfel und Kropinski werden wochenlang schwer gefoltert, ohne das Kind und ihre Kameraden zu verraten. Auch der Häftling Pippig schweigt. Er stirbt an schwerer Folter durch die Gestapo. Der Häftling Rose wird aus Angst zum Verräter, der Häftling Wurach lässt sich von der SS zu Spitzeldiensten missbrauchen. Daneben werden die Charaktere der SS-Wächter dargestellt: der Lagerführer Schwahl will alle Häftlinge auf einen Todesmarsch nach Dachau schicken und die Spuren der Verbrechen im Lager verwischen, Kluttig will alle Häftlinge töten lassen, Reineboth will untertauchen und sich den neuen politischen Gegebenheiten anpassen, Mandrach, genannt Mandrill, ein brutaler Folterer, will vor dem Ende noch seine im Block eingesperrten Gefangenen töten, und Zweiling schwankt zwischen der Furcht vor der Rache der Häftlinge und vor seinen eigenen Kameraden. Als der Informant Wurach eine Todesliste mit 46 Namen zusammenstellt, die angeblich die geheime Widerstandsorganisation leiten, beschließt das ILK, die Gesuchten zu verstecken. Der Lagerälteste Krämer ist einer der Köpfe des ILK. Durch seine Persönlichkeit wird er von vielen Häftlingen respektiert. Im Unklaren über die Nähe der Front muss das ILK immer wieder abwägen zwischen einander widersprechenden Pflichten, dem Schutz des Einzelnen und der Verantwortung für die Gesamtheit der 50.000 Häftlinge. Die ersten Todesmärsche können nicht verhindert werden. Als die Front nahe ist, befreien die Häftlinge das Lager selbst mit Waffen, die sie gebaut oder ins Lager geschmuggelt haben. Sie holen Höfel und Kropinski aus dem Bunker. Auch das Kind wird aus seinem Versteck geholt. Die Romanfiguren, die im Buch von Apitz erscheinen, tragen teilweise die Namen von ehemaligen Mitgefangenen von Bruno Apitz, die der Autor auf diese Weise ehren möchte. Mit der Wahl der Namen verdeutlicht Apitz auch den Charakter der jeweiligen Person (beispielsweise Hauptscharführer Zweiling). Für die – literarisch freie, in wesentlichen Punkten von den tatsächlichen Ereignissen abweichende – Darstellung des im Roman beschriebenen Jungen orientierte er sich an der Geschichte des mit drei Jahren nach Buchenwald gebrachten Stefan Jerzy Zweig.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nackt_unter_W%C3%B6lfen_(1963)
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Im April 1943 wird der politisch im Widerstand aktive Hans Pippig zusammen mit seinem Vater ins KZ Buchenwald eingeliefert. Der Vater fällt schnell der willkürlichen Gewalt der Nazis zum Opfer, als er einem der Aufseher in die Augen blickt. Der Sohn erhält Hilfe vom Kapo André Höfel, der ihm ermöglicht, in der Effektenkammer zu arbeiten. Rund zwei Jahre später sind die Alliierten auf dem Vormarsch. Das KZ Auschwitz wurde bereits befreit und zuvor kamen tausende Häftlinge von dort nach Buchenwald. Ende März rückt auch die Befreiung von Buchenwald näher, die US-amerikanischen Truppen werden in zwei Wochen dort sein.
Während die Nazis darüber diskutieren, wie sie mit der Situation umgehen sollen, übergibt der neu aus Auschwitz eingetroffene polnische Häftling Zacharias Jankowski Pippig einen Koffer. Dieser findet darin einen dreijährigen Jungen. Er zeigt ihn Höfel und Marian Kropinski, der auf Polnisch mit dem Kind sprechen kann. Die Gruppe will dem Jungen helfen, befürchtet aber, dass sie „durch den Kamin geht“, wenn die SS den versteckten kleinen Juden entdeckt. Dadurch ist auch ein geplanter Aufstand gefährdet.
SS-Hauptscharführer Zweiling entdeckt das Kind, aber ein Fliegeralarm unterbricht die kritische Situation und der SS-Mann verrät zunächst nichts. Daraufhin verstecken die Häftlinge den dreijährigen Stefan Jerzy Zweig in der Effektenkammer. Pippig spricht darüber mit Hans Bochow, dem die zahlreichen Häftlinge im KZ wichtiger sind als das einzelne Kind. Denn kurz vor der Befreiung plant die Widerstandsgruppe einen Aufstand. Deshalb veranlasst Bochow beim Lagerältesten Helmut Krämer einen Tausch auf der Liste für den nächsten Transport, um Jankowski mit dem Jungen nach Bergen-Belsen zu bringen.
Pippig widersetzt sich dem Plan und nach einer Ermahnung durch Höfel gibt er Jankowski nur einen leeren Koffer. Als der Pole bemerkt, dass der kleine Sohn seines Freundes nicht im Koffer ist, verzweifelt er und wird erschossen. Zweiling sieht, dass der Junge noch da ist, und schreibt nun eine Nachricht. Es sind zwölf Tage vor der Befreiung. Durch die Nachricht wird die Lagerkommandantur auf das Problem aufmerksam und stellt die Zwangsarbeiter der Effektenkammer zur Rede. Da alle schweigen, werden Höfel und Kropinski in die als „Bunker“ bezeichneten Arrest- und Folterzellen gebracht. Dort werden sie von Mandrill gefoltert, um ihnen Informationen zur Widerstandsgruppe und dem versteckten Kind zu entlocken, doch beide Häftlinge schweigen trotz der enormen Qualen. Währenddessen bringt Pippig Stefan in die Seuchenbaracke. Da die Nazis diesen Teil des Lagers ungern betreten, soll der kleine Jude dort sicherer sein.
50 Kilometer von Buchenwald entfernt befreit die US-Armee das Außenlager Ohrdruf, aber in Kromsdorf ermorden die Nazis noch Zwangsarbeiter. Vor der Seuchenbaracke hat ein Häftling Stefan entdeckt. Nachdem Pippig den Jungen wieder hineingebracht hat, bietet der Häftling die wertvolle Information einem Nazi an. Lagerelektriker Heinrich Schüpp übermittelt hingegen durch versteckte Anspielungen den neusten Stand. Höfel und Kropinski werden im „Bunker“ trotz des Vormarsches der Alliierten mit dem Tod und Seilschlingen um den Hals bedroht. Die Nazis durchsuchen nach dem Hinweis des Verräters die Seuchenbaracke, finden Stefan aber nicht. Trotzdem ist der Junge dort nicht mehr sicher, weshalb Pippig sich mit ihm in einem Brunnenschacht versteckt. Der Verräter August Rose wird in der Folterkammer gezwungen, den am Strang hängenden Kropinski zu töten, obwohl er darauf hinweist, dass es sich bei der Notiz um Zweilings Schrift handelt. Auch außerhalb des „Bunkers“ herrscht weiterhin willkürliche Gewalt.
Am 6. April 1945 verfügt Heinrich Himmler die Räumung des KZ Buchenwald. Krämer berichtet den Widerständlern davon und sie diskutieren das weitere Vorgehen. Am nächsten Tag beginnt die Evakuierung des Lagers. Pippig hat die Durchsage gehört und verlässt mit Stefan den Brunnenschacht. Als er wenig später mit Essen zurückkommt, sieht er den Jungen im Scheinwerferlicht einem Hund gegenüberstehen. Pippig schreit zur Ablenkung die Wachleute an und wird niedergeschossen.
Am Morgen des 11. April sind die Panzer der US-Truppen in Sichtweite. Die Nazis lassen zahlreiche Soldaten antreten und SS-Hauptsturmführer Robert Kluttig fordert, die verbliebenen Häftlinge zu erschießen. Die Widerständler geben das Signal zum Aufstand und holen ihre Waffen aus den Verstecken. Als die ersten amerikanischen Flugzeuge über Buchenwald zu sehen sind, entscheidet sich SS-Untersturmführer Hermann Reineboth, der zuvor die Folterungen angeordnet hatte, zur Aufgabe und befiehlt mit einer Durchsage den Rückzug der SS-Mannschaft. Dabei kommt es noch zu einer Diskussion zwischen dem enttäuschten Kluttig und dem Lagerkommandanten Schwahl, der für sich eine neue Aufgabe im KZ Dachau sieht. Elektriker Schüpp hat in der Zwischenzeit den Strom für den Zaun abgeschaltet. Krämer verkündet die Befreiung über Lautsprecher und appelliert an die Häftlinge, auf Lynchmorde zu verzichten, wie ihn einige Häftlinge gerade an Zweiling begehen wollen. Untersturmführer Reineboth gibt sich mittels Lagerkleidung und kurzgeschorenen Haaren gegenüber vorbeikommenden US-Soldaten als umherirrender Häftling aus und kann ungehindert flüchten. Höfel wird aus dem „Bunker“ gerettet und geht zu Pippig, der ebenfalls noch lebt. Während Höfel mit Stefan weggeht, blickt der schwer verletzte Pippig zum Himmel.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nackt_unter_W%C3%B6lfen_(2015)