Der letzte Zeuge (BRD, 1960)

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    Werner Rameil, Direktor der Impex-Werke, erhält in einem Hotelzimmer in Berlin einen Anruf aus Hamburg. Seine Geliebte Ingrid Bernhardy teilt ihm entsetzt mit, dass ihr gemeinsames Baby mit einem Gürtel erwürgt worden ist. Die völlig verzweifelte Frau sucht ihren früheren Freund, den jungen Arzt Dr. Heinz Stephan, auf. Die beiden eilen in Ingrids Wohnung, wo es zu einem Wortgefecht kommt. Ingrid Bernhardy, die Heinz Stephan wegen der Affäre mit Werner Rameil verlassen hat, packt kurzerhand die Koffer, um nach Berlin zu reisen. Da trifft der von Rameil verständigte Anwalt Dr. Beyer mit der Kriminalpolizei ein. Kriminalinspektor Gerhuf und Kriminalsekretär Wenzel durchsuchen die Wohnungen von Ingrid Bernhardy und Heinz Stephan. Aufgrund einiger Briefe und fragwürdiger Fotos werden die beiden vorläufig festgenommen.

    Inzwischen ist Werner Rameil in Hamburg angekommen. Um seinen Namen aus dem Spiel zu halten und seine Ehe zu schützen, rät ihm sein Anwalt Dr. Beyer, nichts für seine Geliebte zu tun. Als Rameil von Inspektor Gerhuf verhört wird, gibt er die Affäre mit Ingrid zu. Da seine Ehe kinderlos geblieben sei, habe er sich die Geburt des Kindes ausdrücklich gewünscht und Ingrid finanziell unterstützt. Er habe allerdings nicht die Absicht gehabt, sich von seiner Ehefrau zu trennen und seine Geliebte zu heiraten. Bei Ingrids Vernehmung durch den Ermittlungsrichter kommt ihr zweifelhaftes Vorleben zur Sprache. Die Ermittlungen haben außerdem ergeben, dass die Geburt des Kindes nicht bei den Behörden gemeldet war. Ingrid Bernhardy und Dr. Stephan bleiben als Hauptverdächtige weiterhin inhaftiert.

    Ingrid wendet sich an den Anwalt Dr. Fox, der aufgrund anderer Termine erst Wochen später im Frauengefängnis erscheint. Bei dem kurzen Treffen erklärt sich Fox bereit, der jungen Frau gegen eine Anzahlung von 3000 Mark zu helfen. Auch Dr. Stephan nimmt nun die Hilfe eines Anwalts in Anspruch. Dieser stößt auf einige Details, die von der Kriminalpolizei bisher nicht beachtet worden sind. Ingrid verstrickt sich hingegen bei einer Befragung durch Landgerichtsrat Ricker, dem zuständigen Untersuchungsrichter, in weitere Widersprüche. Zudem hat man einen Brief an Rameil entdeckt, den Ingrid aus dem Gefängnis schmuggeln wollte. Während für den Richter die Schuldige bereits ausgemacht scheint, beginnt für den Anwalt Dr. Fox ein Wettlauf gegen die Zeit. Obwohl er zunächst keinerlei Anhaltspunkte hat und von Ingrids Unschuld nicht restlos überzeugt ist, stellt er eigene Recherchen an.

    Durch die Weckliste des Berliner Hotelportiers wird Rameils Alibi bestätigt, wonach er während der Tatzeit nicht in Hamburg gewesen sei. Für Ingrid Bernhardy wird die Lage immer aussichtsloser. Landgerichtsrat Ricker verweigert Dr. Fox die Akteneinsicht. Heinz Stephan, für dessen Alibi sich ein Zeuge gefunden hat, wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Durch einen Trick gelangt Fox an eine Kopie der Nachlasspapiere eines gewissen Gerhard Danielsen, dem Gründer der Impex-Werke und Rameils Schwiegervater. Daraus geht hervor, dass Rameil im Falle einer Scheidung keinerlei Anteile an dem Unternehmen blieben. Am Abend vor der Hauptverhandlung gesteht Gerda Rameil ihrem Mann, dass sie über die Affäre mit Ingrid Bernhardy und über das Kind Bescheid gewusst habe. Fox’ Assessorin Ebeling hält auch sie für verdächtig.

    Entgegen einem Einspruch von Dr. Fox geht es in der Hauptverhandlung zunächst um Ingrids intime Briefe und Fotos, anhand derer sich die Geschworenen ein Bild vom unmoralischen Vorleben der Angeklagten machen sollen. Bei der Beweisaufnahme kann Fox eine belastende Zeugenaussage von Ingrids Gymnastiklehrerin entkräften. Anschließend tritt Dr. Stephan als Zeuge auf. Der junge Arzt erhebt schwere Vorwürfe gegen das Gericht und die Ermittler, da er nach der fast dreimonatigen Untersuchungshaft seine Stelle im Krankenhaus hat aufgeben müssen. Der Staatsanwalt macht dafür jedoch die belastenden Aussagen Ingrids verantwortlich. In einer Verhandlungspause beauftragt Fox seine Assessorin, nach Berlin zu fliegen, um dort wichtige Erkundigungen bei einem Hotelportier einzuholen. Rameil bittet seine Ehefrau, während seiner Aussage als Zuschauerin im Gerichtssaal anwesend zu sein.

    Bei der Fortsetzung der Verhandlung wird Rameil auch von Dr. Fox befragt. Mit Hilfe seiner Assessorin ist der Anwalt auf Widersprüche in Rameils Alibi gestoßen, die zuvor weder von der Kriminalpolizei noch von der Justiz hinreichend geprüft worden sind. Rameil hatte am Tag des Mordes den später als Beweis geführten Weckauftrag beim Hotelportier in Berlin wieder annulliert. Daraufhin war er nach Hamburg geflogen, wo er bis zum Rückflug etwa eine Stunde Zeit hatte, um den Mord auszuführen. Anschließend flog er nach Berlin zurück und traf sich mit seinen Geschäftspartnern. Mit den Tatsachen konfrontiert, wird Rameil im Gerichtssaal festgenommen. Ingrid Bernhardy, die bis zuletzt an die Unschuld ihres Geliebten geglaubt hat, wird aus der Haft entlassen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_letzte_Zeuge_(1960)

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