Princes et Princesses (F, 2000)

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    Der Film besteht aus sechs Folgen der französischen Silhouette-Animationsfernsehserie Ciné si von 1989.


    https://en.wikipedia.org/wiki/Princes_et_Princesses

    R.I.P. Steve Jobs, Robin Williams, Udo Jürgens, Demis Roussos, Joe Cocker, Richard von Weizsäcker, Leonard Nimoy, Christopher Lee, Omar Sharif, Satoru Iwata, Helmut Schmidt, Achim Mentzel, David Bowie, Prince , Muhammad Ali, Götz George, Bud Spencer, Walter Scheel, Tamme Hanken, Manfred Krug, Robert Vaughn, George Michael, Carrie Fisher, John Hurt, Roger Moore, France Gall, Aretha Franklin, Burt Reynolds, Montserrat Caballé, Stan Lee, Doris Day, Karel Gott, Ariane Carletti & Jan Fedder !

  • Kenne ich noch nicht, aber schon das Bild oben sieht toll aus!!! Mal gucken...


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  • Es ist ein Weilchen her seitdem ich den Film gesehen habe, aber er hat mir damals sehr gut gefallen. Gerade im Bereich des animierten Films war das ein sehr schöner Alternative zu Disney/Pixar und den japanischen Anime Filmen. Der Regisseur Michel Ocelot hat sich wie man in dem schönen Trailer gut sehen kann offensichtlich sehr stark sowohl von den Silhouettenfilmen von Lotte Reininger als auch von den aus dem asiatischen Raum bekannten Schattentheatern/ Papiertheatern inspirieren lassen.


    Es gibt eine Rahmenhandlung, die in einem Kino spielt wo sich ein Junge, ein Mädchen und ein alter Filmvorführer treffen und aus eigenen Ideen mit Hilfe eines magischen Projektors Filme entwickeln. Sechs dieser Filme werden sozusagen als Film im Film gezeigt


    "Die Prinzessin der Diamanten: Im Mittelalter wird eine Prinzessin von einem Monster verzaubert und ein Prinz kann sie nur befreien, wenn er innerhalb eines Tages alle Diamanten eines Halsbandes findet und ihr übergibt.


    "Der Junge mit den Feigen": Im alten Ägypten findet ein junger Bauer im Winter reife Feigen an einem Baum und bringt sie der der Königin Hatschepsut. Der Haushofmeister der Pharaonin fürchtet daraufhin um seine Stellung und versucht den jungen Mann los zu werden.


    "Das Hexenschloss": Ein König gewährt im Mittelalter demjenigen die Hand seiner Tochter dem es gelingt das Schloss einer Hexe zu betreten. Ein junger Mann wagt den Versuch und stellt fest, dass "Hexe" ein weiter Begriff ist.


    "Der Mantel der alten Dame": Spielt im alten Japan, wo ein Dieb versucht einer alten Frau einen kostbaren Mantel zu stehlen, was sich als nicht so einfach erweist.


    "Die grausame Königin und der Erzähler": Spielt in der fernen Zukunft und handelt von einer Königin, die ihre Untertanen einer grausamen Prüfung unterzieht ….


    "Prinzen und Prinzessinnen": In einem wunderschönen Schlosspark küssen sich ein Prinz und eine Prinzessin und verwandeln sich mit jedem Kuss in ein anderes Tier und werden ob der ständigen Verwandlungen immer ungehaltener miteinander


    Alle Geschichten sind keine bekannten Märchen, arbeiten aber mit verschiedenen bekannten märchenhaften Aspekten, die sie in manchen Fällen erwartungsgemäß bedienen aber teilweise auch sehr gekonnt unterlaufen, so dass die Geschichten dann manchmal recht unerwartete Haken schlagen. Mir haben sie bis auf die Geschichte von der grausamen Königin alle gut gefallen, wobei das aber sowohl an der Geschichte selbst als auch am Science-Fiction Setting lag.


    Fans der Silhouettenfilme von Lotte Reininger können hier durchaus auf ihre Kosten kommen, sollten sich aber darüber klar sein, dass Regisseur Michel Ocelot den Film am Computer geschaffen hat. In meinen Augen sind dadurch teilweise unglaublich schöne und poetische Bilder entstanden, andererseits gibt es Szenen, die eher ungelenk und maschinell wirken. Ich erinnere mich, dass ich das vor allem bei der Rahmenhandlung so empfunden habe. Manches würde mit der heute vorhandenen Technik sicher anders aussehen. Trotzdem, ein sehr schöner Film, der zeigt, dass sich im Bereich Trickfilm ein Blick nach Frankreich lohnt. Da gibt es einiges zu entdecken.


    Hier gibt es den Film im ganzen, allerdings nur auf französisch.