Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam (GB, 1995)

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    Ein walisischer Großvater erzählt seinem wissbegierigen Enkel die folgende Geschichte:

    Im Juni 1917, während des Ersten Weltkrieges, kommen der mürrisch-cholerische englische Landvermesser George Garrad und sein junger, unsicherer Assistent Reginald Anson auf einer Erkundungsreise durch Wales in das Dorf Ffynnon Garw (gesprochen: „Fínnan Gáru“) und vermessen den gleichnamigen Hausberg, auf den die Einwohner als den ersten richtigen Berg innerhalb der walisischen Grenzen sehr stolz sind. Leider ergibt sich, dass Ffynnon Garw die für einen Berg erforderliche Mindesthöhe von 1000 Fuß knapp verfehlt und damit nur als Hügel gilt, der auf der Karte nicht namentlich erscheint.

    Die vom Krieg hart gebeutelte Dorfgemeinschaft sieht darin einen lancierten Angriff der ungeliebten Engländer auf ihre von Bergen geprägte Heimat. Angeführt von zwei Erzfeinden, dem Pubbesitzer Morgan „Der Bock“ und dem Pfarrer, Reverend Robert Jones, beschließen die Dorfbewohner trotzig, den Berg dann eben um die fehlenden 16 Fuß aufzuschütten und erneut vermessen zu lassen. Mit allen Mitteln wird die Weiterreise der beiden Landvermesser sabotiert, während die Einwohner – kriegsbedingt größtenteils Invalide, Senioren, Frauen und Kinder – in mühsamer Handarbeit Erde aus dem Dorf auf ihren Berg schaffen und auf dessen Gipfel einen zusätzlichen Hügel errichten.

    Während Anson vom Vorhaben des Dorfes weiß und die Geschichte höchst amüsant findet, argwöhnt Garrad hinter den Schikanen lediglich kindische Rache. Er sieht jedoch bald ein, dass er gegen den kollektiven Starrsinn nicht ankommt, und flieht in seine schlechte Angewohnheit, den Alkohol. Damit Anson die Zeit nicht zu lang wird, stellt ihm Morgan eine seiner Freundinnen, Betty, zur Seite, die zunächst die vornehme Touristin „Miss Elizabeth“ spielt, diese Rolle jedoch fallen lässt, als sie sich tatsächlich in Anson verliebt.

    Am letzten Tag vor der unaufschiebbaren Weiterreise kostet die Anstrengung den 82-jährigen Pfarrer Jones das Leben, und die Arbeiten müssen bis in die Nacht unterbrochen werden, um Jones gemäß seinem letzten Wunsch in dem aufgeschütteten Haufen zu beerdigen. Da die Vermessung Tageslicht erfordert, scheint das Vorhaben gescheitert zu sein. Doch Anson, der sich am letzten Tag sogar an den Arbeiten beteiligt hat, lässt sich von Betty dazu überreden, die Zeit bis zum frühen Sonnenaufgang mit ihr auf dem Gipfel zu verbringen. Die Messung am Morgen ergibt eine Höhe von 1002 Fuß – Ffynnon Garw ist über Nacht ein Berg geworden. Auf dem Gipfel verloben sich Anson und Betty.

    Im Nachwort wird erzählt, dass eine aktuelle Vermessung kurz vor Drehbeginn eine Höhe von nur 997 Fuß ergeben habe, womit der Berg abermals zum Hügel geworden sei. Daraufhin besteigen erneut Einwohner des Dorfes, nun in Freizeitkleidung der 1980er Jahre, mit Schubkarren und Eimern den Berg.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…on_einem_Berg_herunterkam

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