Hoffmanns Erzählungen (D, 1916)

  • Richard Oswalds Verfilmung von Hoffmanns Erzählungen (D, 1916) wurde von Robert Fells mit Begleitmusik und englischen Untertiteln versehen online gestellt:


    "Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden." (Martin Luther King)


  • Ich hab ihn mir grad angesehen :) Richard Oswald erschafft eine romantische Phantasiewelt in einem atmosphärisch dichten Film, der auch schwarze Komik bis hin zu Horrorszenen zu bieten hat. Das kommt für mich am deutlichsten zum Ausdruck in einer Szene, in der die lebensgroße Puppe Olympia (gespielt von Alice Hechy) zum Leben erwacht. Ihre Trippelschritte und eckigen Bewegungen haben mich sofort zum Lachen gebracht. Als E.T,A. Hoffmann (gespielt von Erich Kaiser-Titz) erkennt, dass er sich in eine Puppe verliebt hat, reißt er ihr den Kopf runter und zerschlägt ihn auf dem Boden, woraufhin die schon vorher schwarze Komik in entsprechenden Horror umschlägt.

    Von den vielen Darstellern fand ich die Leistung von Werner Krauß am beeindruckendsten. Äußerst charismatisch auch Friedrich Kühne. Von den Darstellerinnen fand ich Ressel Orla am charismatischsten. Sehr gut auch Alice Hechy, die für ihre Rolle eine entsprechende Unverkrampftheit und Lockerheit mitbringt. Enttäuscht hingegen war ich von Thea Sandten.

    Sehr beeindruckend auch eine Szene, in der Alice Hechy als kleine Puppe in einem Koffer zum ersten Mal zum Leben erwacht. Durch die Spiegeltechnik schafft Richard Oswald hier eine fast perfekte Illusion.

    "Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden." (Martin Luther King)