• Ich kenne die Erklärungen der Dame die ein Nachkomme der Skladanowskys war aus dem Wim Wenders Film, der im Jahr 1995 zum Thema entstanden ist. Solche Aufnahmen wie das, was wir hier sehen, hab ich bislang noch nicht zu Gesicht bekommen. Ein wunderbares Zeitzeugnis in Bezug zur Filmgeschichte des 19. Jahrhunderts, das natürlich auch ein Zeitzeugnis der (vermutlich) 1930er Jahre ist.

    "Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."


    Konfizius

  • Ich finde es ein sehr interessantes Zeugnis der Zeitgeschichte, weil Skladanowsky seinen eigenen Filmausschnitt als Kinoerzähler kommentiert, so, wie er das vermutlich in den 90er Jahren ähnlich gemacht hat. Es ist Zeitgeschichte der 30er Jahre durch seine Präsentation als ein Erfinder des Films.

    "Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden." (Martin Luther King)


  • Ich finde es ein sehr interessantes Zeugnis der Zeitgeschichte, weil Skladanowsky seinen eigenen Filmausschnitt als Kinoerzähler kommentiert, so, wie er das vermutlich in den 90er Jahren ähnlich gemacht hat.

    Genau das hab ich mir auch gedacht, dass er wahrscheinlich versucht es so zu präsentieren wie es auch tatsächlich vorgeführt wurde. Sicher hat er es oft vorgeführt und den Vortrag immer leicht angepasst und verbessert. Dennoch ist es ein näherer Einblick in diese Zeit als es die Verwandte 1995 bei Wim Wender konnte, wobei die Dame das auch einzigartig gemacht hat. Die war ein richtiges Original.

    "Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."


    Konfizius

  • Ob ich das schon mal gesehen habe, weiß ich gar nicht. Allerdings sollte im Dritten Reich Max Skladanowsky als Erfinder des Films aufgebaut werden. In dem Zusammenhang ist auch der Filmausschnitt zu sehen. Man beachte die Bemerkung, der Apparat sei ein Vorläufer der Tonfilmkamera oder so ähnlich.

    Max Skladanowsky war aber tatasächlich der erste, der eine öffentliche Filmvorführung durchgeführt hat, einen Monat vor den Lumiere Brüdern. Er hat auch bereits 1892, lange vor Lumiere, die ersten Bewegtbilder aufgenommen mit seiner Kamera. Jedoch war seine "Bioskop" genannte Kamera der Lumiere Kamera technisch unterlegen, so dass sich diese Kamera nicht durchsetzte, die Erfindung der Lumiere Brüder aber schon. Deshalb gilt Skladanowsky heute auch nur als "Pionier" des Films, und die Lumiere Brüder als die Erfinder des Films, weil es Ihre Technik war, nach der alle weiteren Filmkameras (bis zum Siegeszug der Digitalkamera) aufgebaut waren. ( perforierte Filmstreifen). Immerhin hat sich der Begriff "Bioskop" bis heute in einigen Ländern als Begriff für das Wort "Kino" durchgesetzt ( Niederlande, ex Jugoslawien) .

  • Max Skladanowsky war aber tatasächlich der erste, der eine öffentliche Filmvorführung durchgeführt hat, einen Monat vor den Lumiere Brüdern.

    Ja, genau. Das war ja auch der Ansatz, den man im Dritten Reich hatte: Skladanowsky war der erste, der eine öffentliche Filmvorführung durchgeführt hat. Zusätzlich wollte man aber auch "nachweisen", dass er den Film erfunden hat. Und daran hat es gehakt, weil sein Einfluss auf die Entwicklung des Films an sich nicht so war, wie es die Nationalsozialisten gerne gehabt hätten.

    Nebenbei machte Louis Le Prince schon in den 1880er Jahren Filmaufnahmen, von denen ein paar Kopien erhalten sind. Bevor er seinen Apparat aber vorstellen konnte, ist er 1890 verschollen.

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  • In den USA ist zufällig auch gerade ein neues Buch über Louis Le Prince erschienen: "The Man Who Invented Motion Pictures: A True Tale of Obsession, Murder, and the Movies". Autor ist Paul Fischer.

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  • #467 steht wohl entweder in der Tradition von Buster Keatons "The Frozen North" oder ist als eigenständige Parodie auf das Genre der Alaska-Western zu sehen.

    Der Komiker scheint in der Gruppe der cross-eyed comedians zu stehen. Ben Turpin ist es jedenfalls nicht. Vielleicht Jimmie Adams? :/

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  • In #471 ist zum Schluss Josef Peterhans zu sehen. Kurz davor erscheint wohl Mary Kid. Die blonde Frau, die geraubt zu werden scheint, kann gefühlt fast nur Hedda Vernon sein :/

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  • Und noch eine Präzisierung: Ich wusste doch, dass ich die Dame im letzten Abschnitt auch kenne: Es ist die wunderbare Wanda Treumann :love: Das bedeutet, dass es sich bei dem Abschnitt vermutlich um Der violette Tod (1919) handelt, einem Stummfilmdrama, bei dem Eugen Burg Regie führte und das von Wanda Treumanns eigener Produktionsgesellschaft finanziert wurde.


    Der Ausschnitt mit Thea Steinbrecher ist wahrscheinlich aus "Onkel Tobias als Tugendwächter" (1917).

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  • Thea Steinbrecher kann man sogar von 0:17 an sehen. Der Schnitt zwischen den beiden Szenen ist ziemlich rabiat. Möglicherweise fehlt da ein Teil des Films, nachdem man sich bei der Zusammenstellung ganz offensichtlich auf die Küsse konzentriert hat. :/

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