Beim VfL Wolfsburg wurden sowohl Trainer als auch Sportdirektor beurlaubt. Dieter Hecking übernimmt. Der war hier schon mal Trainer und gewann mit den Wölfen 2015 den Pokal.
Deutsche Meisterschaft
-
-
Normalerweise hat man gelegentlich den Eindruck, dass die Bayern von den Schiedsrichtern bevorzugt werden. Ich weiß nicht, wie lange das her ist, dass die Bayern keinen Elfmeter zugesprochen bekamen. Heute war aber mal so ein Tag, und nicht nur das: Den Bayern wurden auch 2 Tore wegen Handspiels aberkannt, und sie verloren noch zwei Spieler duch Platzverweis, einen davon, als er versuchte, einen solchen Elfmeter rauszuschinden. Immerhin hat es noch zum 1:1 gereicht. Bayer Leverkusen spielte stark, obwohl der Trainer einige Spieler schonte (und das gegen die Bayern). Aber auch Leverkusen wurden 2 Tore nicht gegeben.
Borussia Dortmund konnte vor dem Anpfiff gegen Augsburg einen pronimenten Neuzugang vermelden, allerdings bei den Frauen: Alexandra Popp wechselt zum BVB in die 3. Liga. Dortmund zieht es nach oben, hat schon einen Manager aus Wolfsburg verpflichtet.
Die Männermannschaft der Wölfe erreichte unterdessen unter dem neuen Trainer Dieter Hecking, der zum 444. Mal in der Bundesliga auf der Trainerbank saß, ein 1:1 gegen die TSG Hoffenheim. Für die war es das erste Heimunentschieden in dieser Saison.
Seit 46 Jahren hat es Eintracht Frankfurt nicht mehr geschafft, drei Heimspiele in Folge zu gewinnen. Heute war es mal wieder soweit. Beim 1:0 gegen Schlusslicht Heidenheim hatte die Eintracht aber jede Menge Mühe.
-
Die Bayern haben ein Torwartproblem. Nach Manuel Neuer, Jonas Urbig und Leon Klanac fällt nun auch Sven Ulreich aus. Er hat sich einen Muskelbündelriss in den Adduktoren rechts zugezogen. Jetzt haben die Bayern nur noch 2 Torhüter: Jannis Bärtl (19) und Leonard Prescott (16). Prescott saß schon gegen Bergamo und Leverkusen auf der Bank. Bärtl bringt immerhin die Erfahrung von 11 Einsätzen in der 2. Mannschaft mit.
-
Heute steig zum 100. Mal das Niederrhein-Derby zwischen Köln und Gladbach. Nach 7 Minuten stand es schon 2:1, am Ende 3:3. Der Stuhl des Kölner Trainers wackelt, so munkelt man.
3:3 endete auch das Match von Heidenheim gegen Leverkusen. Heidenheim gilt zwar schon als abgestiegen, doch holte es heute ein 0:2 auf.
Auch der BVB drehte noch ein 0:2, sogar noch in einen 3:2-Sieg gegen den HSV.
In Wolfsburg ist der Trainerwechsel schon wieder verpufft. Gegen Werder Bremen verloren die Wölfe mit 0:1. Der Bremer Bitencourt bestritt sein 300. Bundesligaspiel.
Den Bayern gelang mit dem 4:0 gegen Union heute nur der zweithöchste Sieg, denn schon gestern gewann RB Leipzig das "El Plastico" gegen Hoffenheim mit 5:0.
-
Der 1. FC Köln hat sich von Trainer Lukas Kwasniok getrennt. Co-Trainer René Wagner übernimmt den Posten.
-
Offenbar hat der FC Bayern München wieder ein Talent ausgegraben, einer mit einem ungewöhnlichen Namen: Philipp von Taube. Das Geschlecht derer von Taube hat seinen Ursprung in Estland, hat sich aber ziemlich ausgebreitet. Der 16-Jährige spielt in der U17 der Bayern und konnte in 21 Spielen 17 Tore erzielen.

-
Die Bayern haben heute das 100. Saiontor erzielt. Einfach war es nicht, denn nach einem 0:2 drehten die Bayern die Partie und gewannen mit dem 100. Tor gegen den SC Freiburg mit 3:2. Die extrem lange Nachspielzeit, die das erst ermöglichte, wird wohl wieder für Gesprächsstoff sorgen. Jetzt fehlen den Bayern noch 2 Tore zum Rekord. Damals machte Uli Hoeneß das 100. Tor, diesmal Lennart Karl. Held aber war Tom Bischof, der mit seinen ersten Bundeliga Toren überhaupt das 0:2 ausglich.
Dem VfL Wolfsburg droht immer mehr der erste Bundesliga-Abstieg ihrer Vereinsgeschichte. Nach einer überzeugenden 1. Halbzeit lagen die Wölfe gegen Bayer Leverkusen mit 3:1 vorn, um am Ende nach einer indiskutablen Leistung in der 2. Hälfte mit 3:6 zu verlieren.
Die Fair-Play-Geste des Tages ging heute wohl an Michael Gregoritsch vom FC Augsburg, der, nachdem Schiedsrichter Aytekin seiner Mannschaft einen Freistoß an der Strafraumgrenze zusprach, zu diesem hinging und ihm sagte, dass er selbst gefoult habe. Prädikat nachahmenswert!
Der VAR hätte übrigens nicht eingegriffen. Das darf er nur bei einer Elfmeter-Entscheidung.Dieses Spiel fand in Hamburg statt und wurde von Alexander Bleick kommentiert. Nach 40 Jahren beendete er heute seine Tätigkeit. Legendär wurde seine Reportage am 19. Mai 2001, als er schilderte, wie ein Tor von Sergej Barbarez Schalke 04 zum Beinahe-Meister machte, bevor er dann vom Last-Minute-Tor von Patrick Andersson berichtete, das den Bayern doch noch die Meisterschaft sicherte. Diese Last-Minute-Tore beherrschen die Bayern noch heute, siehe oben.
-
Die Meisterschale ist übrigens um zwei Ringe vergrößert worden. Dies war notwendig, weil die Zahl der Meister, die darauf verewigt sind, natürlich immer mehr werden. Damit wiegt die "Salatschüssel" jetzt ca. 3 kg mehr. Doch dafür ist in den nächsten 30 Jahren Ruhe.
Wie wird die Schale wohl im Jahr 3000 aussehen?
So lange Arme gibt's ja gar nicht.
Vielleicht lässt sich das auch zusammenfassen, in dem man dann einfach eingraviert: 2900 x Bayern München. 

-
An diesem Wochenende sind viele Serien gerissen: Leipzig hatte noch die in Frankfurt gewonnen, Wolfsburg hatte noch nie in der alten Försterei gewonnen, hatte überhaupt schon lange nicht mehr gewonnen, nur eine Serie blieb: Die Bayern sind Meister. Alla bonheur!

-
Nach den Männern haben sich auch die Frauen des FC Bayern die Meisterschaft gesichert.

-
Es gibt ja nur wenige historische Leistungen, die der FC Bayern erreichen kann. Umso erstaunlicher ist es vielleicht, dass ihm heute gleich zwei gelangen. Beide hängen mit der Zahl 50 zusammen. So ist es den Bayern zum ersten Mal seit 50 Jahren wieder gelungen, einen Rückstand von 3 Toren aufzuholen, was auch daran liegen mag, dass sie nur selten 3 Tore zurückliegen, zum anderen erzielten sie heute ihr 50. Auswärtstor, das ist Rekord.
Dabei wäre es gar nicht mal verwunderlich gewesen, hätten die Bayern heute verloren, denn keine Mannschaft hat zuletzt daheim so oft gegen den Rekordmeister gewonnen wie Mainz, allein 4 Siege in den letzten 5 Spielen, das heutige nicht mitgerechnet. Da kann man schon fast von einem Fußballwunder sprechen, allerdings ist deutlich geworden, dass der zweite Anzug der Bayern überhaupt nicht passt. Erst mit der Einwechslung von Kane, Musiala und Olise wurden die Bayern zu den Bayern, wie wir sie kennen (und zum Teil lieben
).Ein Fußballwunder könnte auch noch der 1. FC Heidenheim schaffen. Mit dem 2:0 gegen St. Pauli rückt der FCH bis auf 4 Punkte an die Kiezkicker heran. Nächster Gegner sind allerdings die Bayern - in München.

-
Dieses Bundesligafinale könnte spannend werden wie lange nicht mehr. Drei Teams streiten noch um einen freien Platz in der Champions Leage, drei weitere um den Platz in der Conference League, und weitere drei Mannschaften versuchen noch, den letzten Strohhalm Relegationsplatz zu erreichen, um einem Abstieg zu entgehen. Dabei treffen mit St. Pauli und Wolfsburg zwei direkt aufeinander. Selbst ein Sieg wäre für Wolfsburg nicht sicher, wenn Heidenheim gegen Mainz 3 Tore mehr schafft. Damit hat es eigentlich so niemand richtig in der Hand.
Sollte der SC Freiburg die Europa League gewinnen, würde auch Platz 8 noch in die Conference League kommen, weil Freiburg dann in der Champions League wäre. Wer die Champions League nicht schafft, kann zumindest Europa League spielen.
Nur in der Meisterschaft, da ist mal wieder die große Langeweile ausgebrochen. Ich wäre dafür, auch dem Zweitplatzierten eine Trophäe zu geben, damit sich das für die anderen Vereine überhaupt lohnt.
-
Dieses Bundesligafinale könnte spannend werden wie lange nicht mehr.
Wurde es aber nicht. Alle Entscheidungen standen schnell fest.
Ganz anders die 2. Liga: Der Abstiegskampf war nichts für schwache Nerven. Schließlich hatten am Ende Braunschweig, Greuther Führth und Düsseldorf 37 Punkte und waren nur je ein Tor auseinander. Fürth schlug Düsseldorf mit 3:0. Ein 2:0 hätte nicht zur Relegation gereicht, ein 4:0 hätte den direkten Klassenerhalt gebracht, aber das 4. Tor wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Braunschweig reichte letztlich ein 0:1 gegen Schalke 04.
Und wen bringt Schalke mit in die Bundesliga? Noch einen Provinzverein! Nach Unterhaching, Hoffenheim, Paderborn und Heidenheim nun ein noch kleinerer Ort, nämlich die (nicht der!) SV Elversberg. Die Zahl der Einwohner ist so gering, dass alle in das Stadion von Heidenheim passten, und es wären immer noch 2000 Plätze frei. Elversberg liegt übrigens im Saarland.
Paderborn selbst könnte auch wiederkommen, muss aber zuerst in die Relegation gegen den VfL Wolfsburg. Hannover 96, einzige Großstadt im Aufstiegsrennen, scheiterte mit einem 3:3 gegen den 1. FC Nürnberg.
Weitere Dorfvereine drohen uns erst einmal nicht.

-
Der VfL Wolfsburg ist erstmals in seiner Geschichte aus der Bundesliga abgestiegen. Zwar gingen die Wölfe schon in der 3. Minute mit 1:0 in Führung, doch schon in der 14. Minute kassierte der Wolfsburger Maehle Gelb-Rot. In Unterzahl reichte es letztlich nicht: Am Ende stand es 2:1 n.V. für Paderborn, das damit wieder in die 1. Bundesliga aufsteigt. Das Hinspiel endete 0:0.
Im 18. Relegationsspiel hat erst 4 mal ein Zweitligist gewonnen.
-
Vor 5 Jahren setzte eine Art Massenflucht aus Frankfurt ein, bei der viele Spieler und Funktionäre mitten im größten Erfolg plötzlich abtraten. Zu ihnen gehörte auch Trainer Adi Hütter, der nun zurückkehrt. Jetzt sagte er: "Rückblickend hatte ich immer das Gefühl, noch nicht fertig zu sein."
Adi, warum bist du dann gegangen? Dir gleube ich kein Wort.

-
Der TSV 1860 München hat die Lizenz für die 3. Liga endgültig nicht bekommen und steigt in die Regionalliga Bayern ab.
Interessant ist, wer stattdessen in der 3. Liga bleibt. Sportlich wäre es der TSV Havelse, doch die zeigen wenig Interesse. Der Verein hat auch kein drittligataugliches Stadion. Das, was sie benutzen, war provisorisch aufgestockt worden. Diese Zusatztribünen wurden nach dem Abstieg abgebaut. So könnte der FC Erzgebirge Aue profitieren.
-
TSV Havelse will nun offenbar doch in der 3. Liga bleiben. Mal sehen, wie das endet.
-
Mittlerweile ist der TSV Havelse sicher als Drittligist dabei.
Der TSV 1860 München startet heute in die Saisonvorbereitung für die Bayernliga. Dabei sind zwei prominente Namen, zum einen Mathew Collins, Sohn von Phil Collins, und Noah Klose, Sohn von Miroslav Klose. Collins ist allerdings noch nicht fest verpflichtet, und Klose wird verletzungsbedingt noch fehlen.