Was spricht gegen diese DVD?
An sich nichts, aber wenn's schon eine Blu Ray-Ausgabe gibt, dann greif ich gerne zu der
aber stimmt, die Box war mir entfallen - mea culpa.
Was spricht gegen diese DVD?
An sich nichts, aber wenn's schon eine Blu Ray-Ausgabe gibt, dann greif ich gerne zu der
aber stimmt, die Box war mir entfallen - mea culpa.
Kannst du bitte die beiden Themen zusammenfügen ? Vielen Dank
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Hier sind ein paar interessanten Seiten zum Film:
https://silentfilm.org/the-doll/
Kritik von einer italienischen Seite:
QuoteDisplay MoreÜbersetzt:
Ich gebe zu, dass es zumindest seltsam ist, das Kapitel über den deutschen Film mit einem Film wie „La Bambola di carne“ (eine weitere Übersetzung, die ich schrecklich finde) zu beginnen, aber dieser kurze Film stellt zweifellos einen nicht unerheblichen Meilenstein in der Geschichte des Kinos dar. Mit diesem Film stehen wir vielleicht vor der Erfindung des komischen Expressionismus, mit dem Einsatz von Gesten und Situationen, die wir im Laufe der gesamten Filmgeschichte wiederfinden werden (einige Gesten und Bewegungen erinnern an die unserer Landsleute Totò sowie Ciccio und Franco, um nur zwei zu nennen). Im Übrigen hat Lubitsch insbesondere in seinen Tonfilmen stets seine Vorliebe für das geistreiche Genre und schelmische Sticheleien unter Beweis gestellt. Wie könnte man „Ninotchka“ vergessen, „den Film, in dem Greta Garbo lacht“?
Die in „Die Puppe“ erzählten Ereignisse sind frei inspiriert von einer Novelle von E.T.A. Hoffmann, die auch als Vorlage für das komische Ballett „Coppélia“ oder „Das Mädchen mit den Emailleaugen“ diente, das 1870 in Paris uraufgeführt wurde.
Lancelot (der Österreicher Hermann Thimig), Neffe des schwer erkrankten Barons von Chanterelle (Max Kronert), will von einer Heirat absolut nichts wissen, und als er vor seiner Tür 40 Jungfrauen vorfindet, die nur darauf warten, dass er entscheidet, welche von ihnen er vor den Traualtar führen soll, flieht er aus dem Fenster und sucht nach einer urkomischen Verfolgungsjagd Zuflucht in einem kleinen Kloster. Dort erfahren einige Geistliche, die dem Fasten nicht gerade treu sind und wenig Lust auf Entbehrungen haben, von der Höhe der Mitgift, die Lancelot zustehen würde, sollte er sich zum Heiraten entschließen: 300.000 Francs! Von dieser riesigen Summe angelockt, bieten die Mönche unserem Helden einen Ausweg an: Er soll eine Puppe mit menschlichen Zügen heiraten – eine Erfindung eines gewissen Hilarius (Victor Janson) – und dann die reiche Mitgift im Gegenzug für den Tipp direkt an das Kloster übergeben.
Diese Puppe sieht der echten Tochter des Erfinders, Ossi (Ossi Oswalda, eine Schauspielerin mit außergewöhnlicher Ausdruckskraft, die den Übergang zum Tonfilm nicht überleben und im Alter von 48 Jahren in Armut sterben wird), zum Verwechseln ähnlich. Als Lancelot zu Hilarius geht, geschieht jedoch etwas Unvorhergesehenes. Sein junger Lehrling (Gerhard Ritterband) stößt versehentlich gegen die Puppe und bricht ihr einen Arm. Um eine Standpauke zu vermeiden, nimmt die echte Ossi den Platz der Puppe ein und wird so an Lancelot übergeben, der zum Hof eilt, um seine Hochzeit offiziell zu besiegeln. Dort kommt es zu zahlreichen Gags zwischen dem Prinzen, der nichts von dem Austausch ahnt, und der falschen Puppe. Als unser Lancelot die Mitgift erhält, eilt er zu seinen Mönchsfreunden, um die Beute zu übergeben und die arme Ossi in einem Abstellraum einzusperren (da sie ihre Funktion nun erfüllt hat). Doch das Mädchen will davon nichts wissen und flüchtet sich in das Zimmer ihres Verlobten. Lancelot, obwohl er immer noch davon überzeugt ist, dass Ossi eine Puppe ist, beginnt sich in ihr verspieltes Wesen zu verlieben, und nachdem er eingeschlafen ist (in einer sehr schönen Szene), träumt er von ihr. Er wird schlagartig von seiner Geliebten geweckt, die ihn küsst und ihm ihre wahre Identität offenbart. Unterdessen ist bei Hilarius zu Hause der Betrug aufgedeckt worden, und dem Erfinder sind vor lauter Stress buchstäblich die Haare ergraut (und er leidet zudem unter einer schweren Form von nächtlichem Schlafwandeln). Um die Dinge wieder ins Lot zu bringen, macht sich Hilarius auf die Suche nach seiner Tochter und reist auf einigen Luftballons (die Landung wird allerdings wegen des üblichen schelmischen Lehrlings alles andere als sanft ausfallen). Als er auf dem Boden aufschlägt, findet er seine Ossi Hand in Hand mit Lancelot vor. Alles ist bereits geklärt, und die beiden verkünden Hilarius ihre Absicht, zu heiraten. Nun kann der Puppenmacher endlich wieder sein schwarzes Haar zurückgewinnen…
Ein unterhaltsamer Film, der durch seine schlichte Spontaneität besticht. Manchmal ist diese Authentizität geradezu betäubend, und man muss einfach lachen, wenn man die Szenen sieht, die an die Grenze des Absurden reichen. Von großer Komik sind die Verfolgungsjagden und Streitereien zwischen Hilarius und seinem Lehrling sowie das Spiel mit Blicken und Mimik zwischen Ossi und Lancelot. Mit viel Ironie und einer leicht antiklerikalen Note überrascht uns Lubitsch mit diesem kleinen Juwel purer Komik. Ein unterhaltsames Märchen, das männliche Phobien aufgreift und sie durch eine Reihe komischer Einlagen zunichte macht. Die kurze Laufzeit trägt zudem dazu bei, dass der Film angenehm bleibt, der sonst unter der verstrichenen Zeit zu sehr leiden würde. Sicherlich kann uns „Die Fleischpuppe“ eine Vorstellung davon vermitteln, wie der Ursprung einiger komischer Motive aussah. Hervorragende Darstellung von Ossi Oswalda und großes Geschick des Regisseurs bei der Charakterisierung der Figuren (diese zaubern schon auf den ersten Blick ein Lächeln hervor). Ein wirklich empfehlenswerter Film, zumindest wegen dessen, was er uns als Vermächtnis hinterlassen hat. Ich hoffe, dass ihr mir nach dem Anschauen dieses ersten Wagnisses verzeihen könnt.