Die Greta Maschinerie - Es geht nur ums Geld

  • Ich weiss nicht was Du meinst, aber ggf. gefällt Dir der Typ mehr (mir gehts eher um Inhalte als um die Typen):


    Gretas Klima-Wutrede in New York: Ein Psychiater analysiert


    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Nein. Ich denke, du willst es auch nicht verstehen. (Ähnlich Holger Hagen in Die Lustige Welt der Tiere) - Qualität - Inhaltsvoll und Glaubhaft. - Wenn eine Schreitrine der anderen Vorwürfe ausgräbt, ist es nicht gerade erbaulich.... Dieser Typ isn Normalo....

  • Man kann von Greta halten was man will, aber immerhin hat sie es geschafft, dass der Jugend bewußt wurde, dass tatsächlich der Hut brennt und es ist mal ihre Zukunft. Und die Zeichen sind eindeutig.

    Habe heute in einem Bericht gehört, dass es immer mehr gewaltige Steinschläge im Hochgebirge stattfinden, die durch das Auftauen des Thermafrost und dann durch das wieder frierens in den Nächten, ausgelöst wird. Eines der Zeichen! Aber Greta ist ja hysterisch.( Ironie )

  • Also ich finde es sehr interessant, dass Greta Thunberg hier jetzt tatsächlich zum Thema gemacht wird. Ich hätte das nicht erwartet, weil solche Themen hier ja eher nicht angesprochen werden. Auch dieser Thread hier ist für mich ein Hinweis darauf wie nachhaltig die Wirkung ist, die Greta Thunberg hinterlässt. :/

    Der Hass, der ihr teilweise entgegenschlägt, zeigt das ja auch ganz deutlich. :/


    Wobei ich allerdings auch sagen muss, dass ich mich seit einigen Monaten an dem Thema Fridays for Future ziemlich abarbeite. Ich finde die Bewegung komplex, in mancher Hinsicht aber auch schwierig. :/



    Weichzeichen

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    immerhin hat sie es geschafft, dass der Jugend bewußt wurde, dass tatsächlich der Hut brennt

    Das sehe ich ähnlich. Jahrelang haben wir gesagt, dass die Jugend sich politisieren müsse. Und das hat Greta Thunberg und mit ihr Fridays for Future tatsächlich geschafft.


    Allerdings bekomme ich hier in München viel von den Demonstrationen mit. Ich glaube dass es nicht ganz stimmt wie das immer dargestellt wird, nämlich dass das eine Art Aufstand der Jugend gegen die Erwachsenen sei. Ich habe zum Beispiel von einigen Schulen gelesen und gehört, die das sehr unterstützen. Da sind die Trennlinien deutlich unschärfer als es immer dargestellt wird.

    An actor remembers his first piece of published praise. It is written on his heart. (Conrad Veidt)

  • Ludwig traut man  
    Also nun beteilige ich mich doch nochmal ;-) Du hast einfach einen guten Beitrag geschrieben. Den ich nicht komplett zustimmen kann, deswegen hier einen Text statt einen Daumen - aber zu großen Teilen bin ich bei Dir.

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    Also ich finde es sehr interessant, dass Greta Thunberg hier jetzt tatsächlich zum Thema gemacht wird. Ich hätte das nicht erwartet, weil solche Themen hier ja eher nicht angesprochen werden. Auch dieser Thread hier ist für mich ein Hinweis darauf wie nachhaltig die Wirkung ist, die Greta Thunberg hinterlässt. :/

    Der Hass, der ihr teilweise entgegenschlägt, zeigt das ja auch ganz deutlich.

    Dass sie zum Thema gemacht wird, wundert mich nicht. Hier werden ja immer wieder politische Themen aufgegriffen.


    Dass ihre Wirkung nachhaltig ist, ist nicht verwunderlich. Sie wurde ja zu einer Ikone aufgebaut wie kein ein anderer in den letzten Jahrzehnten. Da schlägt auch Hass dagegen, das stimmt. Und das ist schlimm und unverantwortlich. Siehe hierzu das Video mit Herrn Maaz.

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    Das sehe ich ähnlich. Jahrelang haben wir gesagt, dass die Jugend sich politisieren müsse. Und das hat Greta Thunberg und mit ihr Fridays for Future tatsächlich geschafft

    Das haben die geschafft, die das Mädchen und "die Bewegung" aufgebaut haben

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    Allerdings bekomme ich hier in München viel von den Demonstrationen mit. Ich glaube dass es nicht ganz stimmt wie das immer dargestellt wird, nämlich dass das eine Art Aufstand der Jugend gegen die Erwachsenen sei. Ich habe zum Beispiel von einigen Schulen gelesen und gehört, die das sehr unterstützen. Da sind die Trennlinien deutlich unschärfer als es immer dargestellt wird.

    Genau so ist es. Wo ist es denn ein Aufstand gegen Erwachsene? Die komplette Bewegung ist gewollt, gefördert und wird vom Mainstream und den Mächtigen gepuscht wo es nur geht. Dass sich die Jugend politisiert finde ich auch begrüßenswert und das darf sie auch aus meiner Sicht heraus in JEDE RICHTUNG, soweit sie das aufrichtig und in eigener Entscheidung tun und eine friedliche Grundhaltung dahinter steht. Aber das sehe ich hier leider nicht. Zumindest bei vielen nicht (man kann z.B. mal einbringen wie sehr die Antifa auf den Demonstrationen geduldet wird). Bei Umfragen hört man genug Aussagen, die belegen, dass viele der Kinder einfach froh sind nicht in der Schule sein zu müssen. Wenn kritisch nachgehakt wird bei denen die aus politischen Gründen auf der Straße sind kommt inhaltlich oft nur heiße Luft. Was bei jungen Leuten natürlich kein Wunder ist, umso kritischer ist es zu sehen die Jugend so aufzuhetzen. Und bei denen, die wirklich engagiert sind, steht die eigene Moralbefriedigung an erster Stelle und der wissenschaftliche und sachliche Aspekt fällt meist durch.


    Über einen Kamm kann man da natürlich nichts scheren, weil es einfach zuviele Leute sind die es betrifft.


    Aber wie die oben verlinkte YouTuberin in ihren Videos auch richtig sagt, ist Hysterie und Panik das allerletzte was man gebrauchen kann, besonders nicht in Notsituationen in denen wir uns klimatechnisch angeblich (umwelttechnisch ja - da bin ich dabei) befinden.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Vogel Specht

    Nachdem wir ja schon neulich ein so konstruktives politisches Gespräch geführt haben, schreibe ich hier auch noch einmal einen Beitrag und versuche dran anzuknüpfen :)

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    Sie wurde ja zu einer Ikone aufgebaut wie kein ein anderer in den letzten Jahrzehnten. Da schlägt auch Hass dagegen, das stimmt. Und das ist schlimm und unverantwortlich.

    Ja, das sehe ich im Prinzip genauso wie du. Wobei der Hass, der ihr entgegenschlägt, schon eine besondere Qualität hat und deutlich mehr ist als "auch Hass". Sie ist ja geradezu ein Feindbild von einigen Gruppen.

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    Das haben die geschafft, die das Mädchen und "die Bewegung" aufgebaut haben

    Ich glaube nicht, dass das ein bewusstes Aufbauen war. Ich habe das jetzt von Anfang an beobachten können und muss sagen, dass es auf alle Fälle eine Eigendynamik entwickelt hat, die darüber hinaus geht. Sonst wäre die Bewegung z.B. während irgendwelcher Schulferien wieder abgeflaut. Wobei natürlich Marketing dazugehört. Das ist klar. Letzten Endes muss man aber schon aufpassen, dass man sich nicht an dieser einen Person Greta Thunberg oder dieser einen Bewegung Fridays for Future abarbeitet. Die Problematik ist einfach eine andere. Und das ist der Klimawandel.

    Weichzeichen Da bin ich absolut bei dir.

    Nebenbei: Die Verehrung, die mittlerweile zum Teil fast eine Art Vergöttlichung von Greta Thunberg darstellt, sehe ich auch kritisch und sage das in meinem Umfeld auch immer wieder.

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    Über einen Kamm kann man da natürlich nichts scheren, weil es einfach zuviele Leute sind die es betrifft.

    Ich zitiere jetzt nur diesen einen Satz, damit du weißt, auf was ich mich beziehe.

    Dass es Jugendliche gibt, für die die Demos zu einem Happening geworden sind, ist sicher richtig, wobei das eher für die Friedlichkeit der Demos spricht. Es ist auch ganz sicher nicht die Mehrheit der Demoteilnehmer. Die Aggressionen, von denen du sprichst, konnte ich bis jetzt nicht beobachten.

    Aber jetzt kommt das große "Aber" ;):

    Umso länger die Bewegung andauert und umso größer sie vielleicht wird, desto größer ist die Gefahr, dass sich Gruppen abspalten, und das ist das Letzte, was man brauchen kann. So finden Radikalisierungen statt und das bedeutet noch mehr Polarisierung. Und Ansätze zu solchen radikalisierten Abspaltungen gibt es definitiv.


    "Heiße Luft" bzgl. der Lösungen würde ich jetzt so nicht sagen. Es gibt ja eindeutige Forderungen der Sprecher der Bewegung, die auch wissenschaftlich abgestimmt wurden. Ich sehe das Problem aber woanders: Diese Forderungen tragen deutlich den Stempel einer gebildeten, urbanen, besser gestellten Bevölkerungsschicht. Und so kann man das Thema auf Dauer nicht angehen, denn so etwas führt zur Spaltung. Nur zwei Beispiele: Es gibt Bevölkerungesschichten, die zu arm sind, um viel zum Klimawandel beizutragen. Trotzdem sollen die jetzt dafür bezahlen. Oder wenn man sich unsere Dörfer anschaut: Die sind auf den Autoverkehr ausgerichtet und entsprechend gebaut. Das berücksichtigen diese Forderungen soviel ich weiß nicht.

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    Hysterie und Panik das allerletzte was man gebrauchen kann,

    Da gebe ich dir absolut recht. Hysterie und Panik haben noch nie zu guten Ergebnissen geführt. Wobei ich im Moment das Problem nicht in Hysterie und Panik sehe. Das Problem im Moment ist die Moralisierung der Frage. Es gibt die "für-Greta-Gruppe" und die "gegen-Greta-Gruppe". Dazwischen wird nichts geduldet. Da ist im Moment die Bruchstelle.


    Wie du siehst: Ich sehe Fridays for Future durchaus zwiespältig, ich muss aber auch ganz ehrlich zugeben, dass ich keinen besseren, zielführenden Lösungsvorschlag bieten kann.

    An actor remembers his first piece of published praise. It is written on his heart. (Conrad Veidt)

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    Ja, das sehe ich im Prinzip genauso wie du. Wobei der Hass, der ihr entgegenschlägt, schon eine besondere Qualität hat und deutlich mehr ist als "auch Hass". Sie ist ja geradezu ein Feindbild von einigen Gruppen

    Ja aber das lässt sich bei so einem polarisierenden Hype zu so einem polarisierenden Thema auch nicht vermeiden. Stell Dir vor die AfD würde anfangen ein 12jähriges Mädchen aufzubauen und für sich zu instrumentalisieren. Ich möchte nicht wissen, was es da für Hasswellen geben wird.
    Das meiste was ich in Richtung Greta höre ist aber eher dass das Mädchen einem leid tun kann und die Kritik sich auf ihre Eltern und auf ihr Managment bezieht. Aber wenn man bei Facebook oder YouTube sich genau umschauen würde, findet man sicher reichlich Beiträge die menschenverachtend sind und sich direkt gegen Greta wenden, das gibt es 1000%tig im großen Maße, auch wenn ich es bisher kaum zu Gesicht bekommen habe.

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    Ich glaube nicht, dass das ein bewusstes Aufbauen war. Ich habe das jetzt von Anfang an beobachten können und muss sagen, dass es auf alle Fälle eine Eigendynamik entwickelt hat, die darüber hinaus geht. Sonst wäre die Bewegung z.B. während irgendwelcher Schulferien wieder abgeflaut. Wobei natürlich Marketing dazugehört. Das ist klar. Letzten Endes muss man aber schon aufpassen, dass man sich nicht an dieser einen Person Greta Thunberg oder dieser einen Bewegung Fridays for Future abarbeitet. Die Problematik ist einfach eine andere.

    Nebenbei: Die Verehrung, die mittlerweile zum Teil fast eine Art Vergöttlichung von Greta Thunberg ist, sehe ich auch kritisch und sage das in meinem Umfeld auch immer wieder.

    Ich will das einfach mal so stehen lassen. Meine Aussage zu belegen, das würde jetzt wieder einen größeren Mehraufwand bedeuten was Recherche angeht um Beweise und/oder Indizien zu finden. Ich glaube nicht dass andere normalsterbliche solche Priviliegien kriegen wie es Greta bekommen hat, was die Möglichkeit angeht sich in Medien und vor großen Gremien reden zu dürfen.
    Natürlich kommt da auch ne Eigendynamik rein, aber das ist ja immer so, wenn etwas angestoßen wird. Viele aus der alternativen Medienszene glauben ja z.B. dass die AfD bewusst als kontrollierte Opposition aufgebaut wurde, weil sie sonst niemals dieses Medienecho vor einigen Jahren bekommen hätte. Ob da was dran ist - ich weiss es nicht. Aber auch hier kann eine Eigendynamik rein kommen - und Leute die instrumentalisiert oder geputscht werden können auch aus dem Ruder laufen und eigene Wege gehen. Das sind natürlich komplexe Themen. Da kann man auch die Finanzierung mancher historischer Persönlichkeiten mit rein bringen (ich nenne keine Namen, nicht dass es heisst ich will hier Dinge vergleichen und gleichstellen) - die ohne die nötigen finanziellen Mittel aus unterschiedlichen Quellen die jeweils gewisse Ziele damit verbunden haben niemals an die Macht gekommen wären. Und am Ende es dann doch anders gelaufen ist wie es manche Geldgeber wollten.
    Das ist also nicht auszuschließen.

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    Sonst wäre die Bewegung z.B. während irgendwelcher Schulferien wieder abgeflaut.

    Wäre sie auch, aber es wird ja weiterhin berichtet und ikonisiert.

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    Letzten Endes muss man aber schon aufpassen, dass man sich nicht an dieser einen Person Greta Thunberg oder dieser einen Bewegung Fridays for Future abarbeitet. Die Problematik ist einfach eine andere

    Ja das ist bei Personenkult oft die Gefahr, weil alles dann sich an dieser Person aufhängt. Und da haben sicher nicht wenige geschluckt, als Greta vor einiger Zeit davon gesprochen hat, dass Atomkraft eine passende Alternative wäre :D

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    Nebenbei: Die Verehrung, die mittlerweile zum Teil fast eine Art Vergöttlichung von Greta Thunberg ist, sehe ich auch kritisch und sage das in meinem Umfeld auch immer wieder

    Kann ich nur zustimmen.

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    Umso länger die Bewegung andauert, desto größer ist die Gefahr, dass sich Gruppen abspalten, und das ist das Letzte, was man brauchen kann. So finden Radikalisierungen statt und das bedeutet noch mehr Polarisierung. Und Ansätze zu solchen radikalisierten Abspaltungen gibt es definitiv

    Es sind ja auch schleichende Prozesse. Heute stehen die Kinder am Flughafen und Demonstrieren um den Leuten ein schlechtes Gewissen zu machen, dass sie fliegen. Morgen versuchen sie vielleicht die Leute aktiv daran zu hindern, dass sie fliegen (was auf vielen Straßen schon mit Autos geschehen ist). Die nächsten Schritte kann man sich denken.... und genau das geschieht wenn man hysterisch, emotional aufgeladen und ideologisch an eine Sache ran geht und nicht sachlich, ruhig, faktenbasiert und besonnen.
    Nicht wenige behaupten tatsächlich, dass in 12 Jahren die Welt untergeht, wenn sich nichts ändert. Dass sich was ändern muss steht außer Frage. Aber was und in welcher Form, das sollte man schon besonnen angehen und analysieren und die Scheuklappen, die Ideologisierung, die Aufhetzung und das Niederschlagen jeglichen Diskurses dabei weg lassen.


    Und Aggressivität und Gewaltpotential gibt es dort schon jetzt. Nicht in der Masse. Aber sie ist vorhanden. Die Antifa habe ich ja schon erwähnt und ich habe viele Videos gesehen in denen Leute ganz schön angegangen wurden, weil sie nicht ihre Ansichten vertreten haben. Natürlich kann man es als Provokation ansehen, wenn ein Kritiker bei der Veranstaltung aktiv ist - aber wenn er lediglich versucht ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen und das gnadenlos und mit körperlichen Mitteln unterbunden wird, habe ich da keinerlei Verständnis dafür. Und da ist es mir total egal, welche Weltanschauung er vertritt, hauptsache man spricht miteinander und ist friedlich und freundlich.

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    "Heiße Luft" würde ich jetzt so nicht sagen. Es gibt ja eindeutige Forderungen der Bewegung, die auch wissenschaftlich abgestimmt wurden. Ich sehe das Problem aber woanders: Diese Forderungen tragen deutlich den Stempel einer gebildeten, urbanen, besser gestellten Schicht

    Bei der heißen Luft habe ich nicht von der kompletten Organisation gesprochen, sondern von vielen einzelnen Demoteilnehmern, die inhaltlich sich mit den Themen garnicht beschäftigt haben und im Grunde nur das wiederholen was sie vorgesagt bekommen.
    Ach mist in meinem letzten Beitrag wollte ich auch noch erwähnen, dass ich auch schon von Fällen gehört haben wo Schüler berichtet haben, dass ihre Lehrer direkt und/oder indirekt Druck ausgeübt haben, dass alle Schüler mitkommen sollen zur Demo. Und Schüler die da nicht so motiviert waren schon fast AfD-Nähe unterstellt wurde.


    Das ist der nächste Punkt. Das alles ist Gratismut. Man geht dort hin und ist moralisch auf alle Fälle auf der richtigen Seite. Dann gibts oft noch Gratiskonzerte, Gratisessen (das vermute ich jetzt nur), der Flixbus fährt einen Gratis dahin und man hat ein Event und Happening. Und dann noch Schulfrei. So kriegt man natürlich viele Leute zusammen. Dass dann bei sehr vielen die Überzeugung fehlt und das fachliche Hintergrundwissen, ist dann nur natürlich.

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    Diese Forderungen tragen deutlich den Stempel einer gebildeten, urbanen, besser gestellten Schicht. Und so kann man das Thema auf Dauer nicht angehen, denn so etwas führt zur Spaltung

    Absolut richtig. Genau aus den Kreisen kommt ja so vieles was von oben gesellschaftlich diktiert wird in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Das geht an der Realität und an den Grundbedürfnissen der normalen Menschen (allen Menschen, egal woher) total vorbei und führt - wie Du richtig schreibst - zur Spaltung.

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    Es gibt Bevölkerungesschichten, die zu arm sind, um viel zum Klimawandel beizutragen. Trotzdem sollen die jetzt dafür bezahlen. Oder wenn man sich unsere Dörfer anschaut: Die sind auf den Autoverkehr ausgerichtet und entsprechend gebaut. Das berücksichtigen diese Forderungen soviel ich weiß nicht

    Richtig. Genau so ist es. Und was ist richtig am Ende? Was ist wahr? Ich bin mit so vielen Wahrheiten aufgewachsen als Kind die als Dogma einem vorgelegt wurde (Waldsterben, Ozonloch, Windräter sind nur gut, Atomkraftwerke sind nur schlecht, der Eisbär stirbt aus, Vogelgrippe, BSE, Schweinepest, der böse Russe, der gute Amerikaner usw. usf.), wo es nur eine einzige Wahrheit gab. Und am Ende ist es oft genau anders herum.
    Deswegen sollte man auch mit übereilten Dingen ein bisschen vorsichtg sein (besonders wenn das, was das Thema so ankurbelt, von allen Seiten künstlich gepuscht wird und die öffentilche Meinung nur EINE Meinung haben darf) und sich nicht selbst den eigenen Ast (z.B. die eigene Wirtschaft) absägen, weil dann hat man erst Recht keine Möglichkeit mehr zu Agieren in Zukunft und kann dann überhaupt nicht mehr positiv wirken, egal auf was.

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    Da gebe ich dir absolut recht. Hysterie und Panik haben noch nie zu guten Ergebnissen geführt. Wobei ich im Moment das Problem nicht in Hysterie und Panik sehe. Das Problem im Moment ist die Moralisierung der Frage. Es gibt die "für-Greta-Gruppe" und die "gegen-Greta-Gruppe". Dazwischen wird nichts geduldet

    Genau. Genau wie Leute die das Thema relativiert betrachten und sich ein eigenes Bild machen wollen dann direkt "Klimaleugner" sind, als ob jemals jemand (obwohl - das wirds sicher auch geben) das Klima "geleugnet" hat.... diese Kampfbegriffe.... die so irrsinnig in sich selbst sind

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    Dazwischen wird nichts geduldet

    Ja das ist das Problem, aber nicht erst seit heute. Sondern schon seit vielen Jahren. Da sind wir auch wieder bei der Spaltung. Und auch bei der Radikalisierung. Jemand der nicht ganz die Mainstream-Meinung vertritt und in nur wenigen Punkten etwas anders sieht wird dann gleich ins komplett andere Lager gestellt und nähert sich dem dann automatisch nach und nach an, weil es ja nur noch diese 2 Möglichkeiten zu geben scheint. Das ist gerade bei jungen Leuten gefährlich.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide