Meister Eder und sein Pumuckl (BRD, 1979 - 1988)

  • Nein, wirklich im Weg stand das Kutscherhaus nie. Ich denke eher, dass die Versicherungskammer das als Schandfleck betrachtete und keinen großen Wert auf eine urige Nachbarschaft legte. Den heutigen Spielplatz kenne ich nur aus YouTube-Videos, aber so besonders sieht er nicht aus. Das ist einer von abertausenden ähnlich aussehenden Hinterhofspielplätzen, der auch in Berlin, Stuttgart, Hamburg, Köln oder Bochum stehen könnte. Ich frage mich viel mehr, ob es nicht möglich gewesen wäre, die Tiefgarage, für die das Häuschen geopfert wurde, einfach unter das Gebäude setzen zu können. Klar, dafür ist dann ein gewisser Aufwand nötig, um die darüber befindliche Bebauung nicht zu gefährden, aber offenbar haben die einfach knallhart kalkuliert und sind dann dabei rausgekommen, dass ein Abriss deutlich billiger kommt, als wenn man das Häuschen stehen gelassen hätte.

    Da die Werkstatt nur wegen Staffel 2 noch eine Schonfrist bekam und sowohl König als auch Bayrhammer nach 10 Jahren froh waren auch mal wieder andere Projekte angehen zu können war - soweit ich weiss - nie eine 3. Staffel geplant. Zumindest nicht im klassischen Sinne. Mit "Pumuckls Abenteuer" gibts ja in gewisser Weise eine dritte Staffel, dazu kams aber auch erst über den Umweg mit dem Kinofilm "Pumuckl und der blaue Klabauter" der, soweit ich weiss, zustande kam, weil die Serie international gut lief und sich internationale Firmen angeboten hatten den Kinofilm weltweit zu vermarkten.


    Ich glaube einen Versicherungskammer-Schriftzug auch in der alten Fassung mal gesehen zu haben, aber das was ihr meint ist nicht bei jedem Anfang einer Folge zu sehen, sondern nur, wenn die Kamera etwas über die Werkstatt hinweg schaut oder?

    Leider kann ich mich mit den neueren Pumuckl-Serien und Filmen nicht anfreunden. Da fehlt einfach der Charme und vor allem fehlt Gustl Bayrhammer an allen Ecken und Enden. In dem 2003 erschienen Film mit dem Zirkusabenteuer, hat man ja ziemlich beeindruckend die untere Front der damals seit bereits fast 20 Jahren abgerissenen Werkstatt nachgebildet. Man hätte ja, wenn man sich 1985 dafür entschieden hätte, einfach eine Nachbildung erschaffen müssen, das wäre sicher irgendwie machbar gewesen. Oder man hätte halt die Story in dem Sinne umschreiben müssen, dass Meister Eder sich eine neue Bleibe suchen musste und man hätte dann einfach eine andere Werkstatt in München verwendet - so, wie im Film von 2003 mit Hans Clarin in der Hauptrolle.

  • Was die Werkstatt angeht kann man aus der Sicht der Versicherungskammer den Abriss nachvollziehen:

    - Günstiger (bau mal unter ein Häuschen eine Tiefgarage drunter ohne großen Aufwand und ohne das Häuschen zu beschädigen - Stichwort Köln)
    - Keinen Zweck
    - Und potentieller Pilgerort zumal man Vermieter von X Wohnungen ist die um das Werkstatt-Gebäude drum herum sind [Wobei ich nicht weiss ob das mit dem Pilgerort damals schon so klar war - aber wahrscheinlich schon, spätestens nach der Ausstrahlung der 1. Staffel war das ja DIE Serie in den 80ern]


    Ich weiss nicht wann genau das Kutscherhäuschen abgerissen wurde. Ich glaube Herr König hatte erzählt dass das weg kam als die tote Person aus der Werkstatt rausgeholt wurde. Und als man dann Fenstern und Türen zugemauert hat. Das Gebäude war damals ein klarer Fall für den Abriss, ich weiss auch nicht ob es vor der Pumucklserie sonderlich viele Stimmen gab die sich gegen den Abriss stark gemacht haben. Eher nicht. Soweit ich weiss war das Gebäude auch teilweise einsturzgefährdet - ggf. wars mit der Remise ähnlich. Außerdem kann ich mir vorstellen dass es viel komplizierter war die Remise abzuschotten gegen Personen die in die Gebäude einsteigen als es bei der Werkstatt der Fall war.
    Achja: Soweit ich weiss hätte man die Werkstatt so oder so abreissen müssen aufgrund der schlechten Erhaltung. Wenn da ein Denkmalschutz druaf gekommen wäre, hätte man sie dann wieder neu aufbauen müssen.

    Quote

    Man hätte ja, wenn man sich 1985 dafür entschieden hätte, einfach eine Nachbildung erschaffen müssen, das wäre sicher irgendwie machbar gewesen. Oder man hätte halt die Story in dem Sinne umschreiben müssen, dass Meister Eder sich eine neue Bleibe suchen musste und man hätte dann einfach eine andere Werkstatt in München verwendet - so, wie im Film von 2003 mit Hans Clarin in der Hauptrolle.

    Das stimmt natürlich. Aber so wie es auf mich immer wirkt, war wohl allgemein die Stimmung so, dass die Serie mit Staffel 2 beendet ist und der Werkstatt-Abriss war wohl auch ein Symbol dafür. Gerade weil Bayhammer nicht mehr wollte (so sagt es zumindest Herr König), auf den war man maßgeblich angewiesen (deswegen war Bayrhammer im "Blauen Klabauter" auch nur noch eine Nebenerscheinung und Pumuckl geht allein aufs Schiff). Die Serie war auch überaus teuer und schon Staffel 2 sollte eigentlich nicht mehr finanziert werden vom BR.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Man hätte es auch abbauen können und in einem Freilichtmuseum wiederaufbauen.


    Auch wenn dann das Hinterhof Flair natürlich gefehlt hätte.


    Eh die Frage, wie man so einen häßlichen Betonklotz mitten ins Lehel stellen konnte, Geld war genug da, damit so ein Bau dort genehmigt wurde.


    Wenn sie das Haus nach den alten Plänen dort wieder hinstellen würden, hätten sie einen wirklich einmaligen Platz für Kinder statt dem hässlichen Buddelkasten.

    "Die Welt ist schön, wir sehen sie an, solange ein Käfer fahren kann" - Welle Erdball

  • Was die Werkstatt angeht kann man aus der Sicht der Versicherungskammer den Abriss nachvollziehen:

    - Günstiger (bau mal unter ein Häuschen eine Tiefgarage drunter ohne großen Aufwand und ohne das Häuschen zu beschädigen - Stichwort Köln)
    - Keinen Zweck
    - Und potentieller Pilgerort zumal man Vermieter von X Wohnungen ist die um das Werkstatt-Gebäude drum herum sind [Wobei ich nicht weiss ob das mit dem Pilgerort damals schon so klar war - aber wahrscheinlich schon, spätestens nach der Ausstrahlung der 1. Staffel war das ja DIE Serie in den 80ern]


    Ich weiss nicht wann genau das Kutscherhäuschen abgerissen wurde. Ich glaube Herr König hatte erzählt dass das weg kam als die tote Person aus der Werkstatt rausgeholt wurde. Und als man dann Fenstern und Türen zugemauert hat. Das Gebäude war damals ein klarer Fall für den Abriss, ich weiss auch nicht ob es vor der Pumucklserie sonderlich viele Stimmen gab die sich gegen den Abriss stark gemacht haben. Eher nicht. Soweit ich weiss war das Gebäude auch teilweise einsturzgefährdet - ggf. wars mit der Remise ähnlich. Außerdem kann ich mir vorstellen dass es viel komplizierter war die Remise abzuschotten gegen Personen die in die Gebäude einsteigen als es bei der Werkstatt der Fall war.
    Achja: Soweit ich weiss hätte man die Werkstatt so oder so abreissen müssen aufgrund der schlechten Erhaltung. Wenn da ein Denkmalschutz druaf gekommen wäre, hätte man sie dann wieder neu aufbauen müssen.

    Das stimmt natürlich. Aber so wie es auf mich immer wirkt, war wohl allgemein die Stimmung so, dass die Serie mit Staffel 2 beendet ist und der Werkstatt-Abriss war wohl auch ein Symbol dafür. Gerade weil Bayhammer nicht mehr wollte (so sagt es zumindest Herr König), auf den war man maßgeblich angewiesen (deswegen war Bayrhammer im "Blauen Klabauter" auch nur noch eine Nebenerscheinung und Pumuckl geht allein aufs Schiff). Die Serie war auch überaus teuer und schon Staffel 2 sollte eigentlich nicht mehr finanziert werden vom BR.

    Wie ich das mitgekriegt habe, war das Haus wohl von oben bis unten mit Schimmel befallen. Die Frage ist, wie teuer eine Renovierung/Restaurierung geworden wäre. Vor Beginn der 2. Staffel hat man ja offenbar 250.000 DM in eine notdürftige Renovierung gesteckt, um wenigstens noch die 2. Staffel abdrehen zu können. Wenn dafür schon eine Viertelmillion draufging, dann wären richtige Instandhaltungsarbeiten wohl im Bereich von etwa 1.000.000 DM zu verorten gewesen. Können auch weniger sein, aber dafür kenne ich mich mit dem Thema Denkmalschutz zu wenig aus.

    Auffallend ist bei einigen Szenen, die im Hinterhof mit Blick auf das Haus gedreht worden sind, dass da teilweise im Bereich des Dachansatzes der Putz schwer am Abbröckeln war. Das ist besonders in der Folge mit dem Feuer zu sehen. Wurden zu dem Zeitpunkt bereits kleinere Vorarbeiten für den Abbruch getätigt? Vielleicht wurde da unter den Fassadenanstrich geschaut, um schon mal für die benötigten Abrissgeräte vorzuplanen. Oder man war vielleicht bereits während der letzten Drehs am Abreißen und entfernte kleinere Bereiche hinter der Werkstatt, die sowieso nie zu sehen waren?


    kaeferdriver

    Ich bin ohnehin der Meinung, man hätte das Haus, oder zumindest den Teil, der die Werkstatt beinhaltete, wenigstens abbauen können und das Ganze dann an einem anderen Ort in München, vielleicht mehr am Stadtrand, oder in einem der umliegenden Dörfer wiederaufbauen können. Vielleicht sogar in Verbindung mit einem Pumuckl-Freizeitpark. Das wäre eine schöne Lösung gewesen, aber leider scheitert so was immer wieder am nötigen Willen und viel öfter am Geld. Gleichzeitig hätte man ja auch eine kleines Gustl-Bayrhammer-Museum einrichten können. Ich denke mir, dass so was ein würdiger Ort wäre, um ihm und seinem Schaffen zu gedenken.

  • Bzgl. Absatz 1: Soweit ich weiss hätte man das Gebäude nicht mehr retten können so wie es war. Wahrscheinlich wärs schon möglich gewesen, aber der Kostenaufwand wäre wohl nicht mehr vertretbar gewesen. Außerdem gabs keinen Denkmalschutz drauf und der Besitzer (Versicherungskammer) hatte keinerlei Interesse am Erhalt.

    Das was Du im Absatz 2 meinst ist glaube ich der Übergang zur bereits abgerissenen Remise, was so "bröckelig" aussieht. Also da fehlte halt schon was. Wenn Du was anderes meinst wäre ggf. eine Folge mit Zeitangabe interessant, dann schau ich mal.


    Bei der Pumucklhomepage hat sich mal jemand gemeldet, der gehofft hat über die Stadt München an die Originalpläne des Hauses zu kommen, weil er selbst ein Haus bauen wollte und das als Vorlage nehmen wollte. Ob was draus geworden ist weiss ich nicht (wohl eher nicht).

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Bzgl. Absatz 1: Soweit ich weiss hätte man das Gebäude nicht mehr retten können so wie es war. Wahrscheinlich wärs schon möglich gewesen, aber der Kostenaufwand wäre wohl nicht mehr vertretbar gewesen. Außerdem gabs keinen Denkmalschutz drauf und der Besitzer (Versicherungskammer) hatte keinerlei Interesse am Erhalt.

    Das was Du im Absatz 2 meinst ist glaube ich der Übergang zur bereits abgerissenen Remise, was so "bröckelig" aussieht. Also da fehlte halt schon was. Wenn Du was anderes meinst wäre ggf. eine Folge mit Zeitangabe interessant, dann schau ich mal.


    Bei der Pumucklhomepage hat sich mal jemand gemeldet, der gehofft hat über die Stadt München an die Originalpläne des Hauses zu kommen, weil er selbst ein Haus bauen wollte und das als Vorlage nehmen wollte. Ob was draus geworden ist weiss ich nicht (wohl eher nicht).

    Gibt es das Pumuckl-Forum eigentlich noch? Letztens habe ich mal auf die Webseite geschaut, aber dort steht nirgends was geschrieben.


    In der Folge "Das Spiel mit dem Feuer" bei Minute 17:47, während die Feuerwehrmänner die Leiter hochsteigen, sieht man ganz links oben die Backsteine hervorgucken. Ich weiß nicht, ob das schon was mit dem Abriss zu tun hatte, oder ob das einfach nur der bereits sehr schlechten Bausubstanz geschuldet ist.


    Was mich noch an besagter Folge irritiert, ist das Ende. Meister Eder kommt völlig konsterniert in die Küche, spricht völlig ungläubig und mit den Nerven fertig mit Pumuckl, der ihm sagt "Sind wir jetzt geschiedene Leute?", worauf Eder mit einem enttäuscht und zugleich ernst klingendem "Ja" antwortet.

    Pumuckl fragt dann weiter, wohin er denn jetzt gehen solle, und Eder antwortet nur, dass ihm das egal sei und er machen solle, was er will. In der nächsten Folge ist dann plötzlich nichts mehr davon zu hören, dabei hat Eder den Pumuckl für weit weniger Schlimmes mal aus dem Haus geworfen (Folge: Der große Krach). Das Ende wirkt auf mich so unfertig und es gibt keine Fortsetzung davon. In der ersten Staffel hat man das ja bei dem großen Krach noch so gemacht, aber hier hat man einfach nur ein offenes Ende, auf das in der nächsten Folge nicht mehr eingegangen wird. Ich verstehe das irgendwie nicht.

  • Das Pumuckl-Forum gibts noch: http://www.pumucklforum.de - der Admin Darth Eder ist hier auch aktiv.


    Ja genau das was Du mit den Backsteinen meinst sind die Abbruchreste der Remise, die wohl direkt in das Werkstattgebäude übergegangen ist.


    Bzgl. der Feuerfolge: Es sind halt abgeschlossene Geschichten die bis auf Ausnahmen (Bauernhof, erste Folgen, großer Krach) unabhängig voneinander funktionieren. Und es basiert auf den Hörspielen, der Plot dieser Geschichte ist den Kindern klar zu machen wie gefährlich es ist zu zündeln, da ist der Rauswurf nicht nötig, aber dieses Schock-Ende soll die Ernsthaftigkeit der Sache nochmal unterstreichen - so würde ich das erklären.

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    André Gide

  • Vom Treppenhaus aus gabs auch eine Tür direkt in das 1. Stockwerk der Remise, die auch zugemauert wurde nach dem Remisen-Abriss. Selbst die Dachböden waren miteinander direkt verbunden.

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    André Gide

  • Vom Treppenhaus aus gabs auch eine Tür direkt in das 1. Stockwerk der Remise, die auch zugemauert wurde nach dem Remisen-Abriss. Selbst die Dachböden waren miteinander direkt verbunden.

    Gibt es irgendwo Fotos aus der Zeit, als die Remise noch stand? Man findet generell ziemlich wenig zu dem Haus, aber man muss ja vor und während der Dreharbeiten vieles dokumentiert haben, daher muss es noch in irgendeinem Archiv fotografische Zeugnisse geben, oder?

  • Puh... Auf der Luftaufnahme ist kaum was zu erkennen. Das Werkstattgebäude ist zu erahnen, ebenso die Kriegsruine dahinter, die vor dem mächtigen Altbau der Versicherungskammer an der Sternstraße steht. Unten ist schon der Neubau der Versicherungskammer zu sehen, der wohl etwa Mitte bis Ende der 70er erbaut sein müsste. Wann wurde das Foto ungefähr aufgenommen? Vor Beginn der Dreharbeiten? Der Bildqualität nach zu urteilen, scheint das aber kein normales Foto zu sein, sondern eher ein Standbild einer Videoaufnahme eines Überflugs Münchens.

  • Die sind mir nicht bekannt. Wenn die heute frei zugänglich wären, wären sie sicher schon auf der pumucklhomepage gelandet. Die Serie war aber wohl ein großer Erfolg.

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  • Damals lockte das Fernsehen ja noch viele Millionen Zuschauer an, was so heute ja nicht mehr denkbar ist. Man denke nur an "Wetten, dass...?", "Verstehen Sie Spaß?", "Die Schwarzwaldklinik" und und und... All diese Shows und Serien waren Straßenfeger und lockten durchaus bis zu 15 Millionen Menschen, wenn nicht sogar mehr, vor dem Bildschirm. Interessant wäre halt in Erfahrung zu bringen, wie viele Zuschauer eine für damalige Verhältnisse sehr aufwändige und bis dato einzigartige Kinder-/Jugendserie hatte. War das auch im Millionenbereich, oder eher weniger?


    Weitere Frage: Wann wurde denn nun die abgerissene Werkstatt, also das ehemalige Kutscher- und Bedienstetenhaus, erbaut? Bei Wikipedia steht 1908. Dieselbe Jahreszahl ist auch in anderen Quellen zu finden. Wieder andere Quellen berichten allerdings vom Jahr 1898. Was stimmt denn jetzt?

  • Ich habe auch 1898 im Kopf. Anwohner waren es glaube ich die mir mal erzählt haben dass die Jahreszahl irgendwo am Dach oder auf dem Dachboden des Vorderhauses zu finden ist.


    Mit Frau Helm aus dem Vorderhaus habe ich mal ein Gespräch geführt, hier sehe ich gerade, dass sie auch von 1898 spricht: Maria Helm

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    André Gide

  • Ja, Thema Straßenfeger.... das waren noch Zeiten. 3-5 Programme, und dementsprechend viel Aufmerksamkeit pro Film, Serie, Produktion. Heute: 3500+ Sender, jeder buhlt um Aufmerksamkeit, nur noch kleine Splittergruppen die etwas gucken. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, Fussball EM/WM oder so. Es ist so öde und langweilig geworden, alles im Überfluss, alles übersättigt. Man sollte wieder zurück zu 3-5 Programmen. ich will die gute alte TV-Zeit wiederhaben! Zum Glück durfte ich sie in den 80ern live erleben. :-) Seit 2009 ist der Satanschluss bei mir abgestöpselt weil man sich das nicht mehr antun kann. Das gleiche ist mit dem Internet passiert. In den 90ern mitte 90er habe ich schon gesurft, da war das Internet, genauer das World Wide Web noch eine kleine gemütliche Spielwiese... heute, versucht die Politik alles zu regulieren, alles ist kommerzialisiert, usw.

    - Oh Jegerl, gut dass mich dran erinnerst! - An wos? - Nojo, na was kommt nach dem 31. März? - Der 1. April! - Richtig! Er weiss wieder besser! Jetzt derfst weiterschnupfern!

  • alles im Überfluss, alles übersättigt.

    Straßenfeger war ja auch noch "Qualität". Da war sogar für mich was dabei. Und das heißt was. In der Bibel heißt es "Die Spreu vom Weizen trennen", doch ich sage: "Ich muss erst mal den Weizen in der Spreu suchen", und wenn mir das nicht gelingt, schau ich "Meister Eder und sein Pumuckl" und ähnliche Klassiker wieder von vorne.


    Ja, wenn es das alte TV Programm wieder gäbe, würde ich auch sofort auf Internet verzichten, doch dazu brauchst du auch die alten Leute wieder und diese gibt es nicht, deshalb wird da nix draus.

  • Ja, wie sagte Heinz Eckner bei Harald Schmidt: Heute kommen die TV-Leute frisch von irgend ner Kölner Medien Uni, und schreiben den alten Hasen (alteingesessenen TV Profis) vor, wie TV zu funktionieren hat. Das ist schade, denn die Grünschnäbel wissen nicht wo der Hase im Pfeffer sitzt. Dabei sind sie doch mit Rudi Carell und den ganzen Klassikern großgeworden und sollten davon eigentlich Fans sein, verstehen tu ich es auch nicht.

    Ja, Spreu vom Weizen trennen, PLUS Nadel (Weizen) im Heuhaufen (Spreu) suchen, trifft es. Ich sag ja nicht dass alles sch*** ist, aber man muss heute schon mit der Lupe im Fernsehen suchen um was halbwegs brauchbares zu finden. Früher konnte man noch zappen und oft was brauchbares finden, bis 1995, sogar bis 2000er (wie gesagt bis 2009 hab ich ja selbst noch gezappt). Ich vermisse das Zappen eigentlich total. Aber das kann man wenigstens halbwegs auf Youtube mit Browser nachbilden, in dem man ein Video anhält, zum nächsten Tab springt, und da dann das Video mit Play startet und weitersuchtet, äh, schaut :D (Natürlich meistens Nostalgie Inhalte)! :)

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