Rassismus & Fremdenfeindlichkeit

  • Ein Punkt, den ich gestern vergessen habe und der auch nie beachtet wird: Kulturen können auch Inseln im Ausland bilden. Wer eine Angleichung/Vereinheitlichung verhindern will, riskiert auch, dass sich Inseln von fremden Kulturen in wirtschaftlich interessanten Ländern bilden: also zum Beispiel Türken, die mehr oder weniger eng vernetzt in Deutschland leben und sich mit Erdogan verbunden fühlen.

    An actor remembers his first piece of published praise. It is written on his heart. (Conrad Veidt)

  • Solange diese Inseln konstruktiv sind und nicht desktruktiv, finde ich das eigentlich eher eine positive Sache. So auch hierzulande die Sorben. Oder die deutsche Ostsiedlung. Krim-Goten finde ich acuh ein spannendes Thema.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Folgende Geschichte möchte ich euch nicht vorenthalten: 1967 wurde "Planet der Affen" gedreht. Dabei stellte der Schauspieler Charlton Heston eine "instinktive Rassentrennung" fest.


    Es gab am Set Menschen, die als Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans verkleidet waren, sowie solche, die Menschen spielten. Beim gemeinsamen Essen waren nicht nur Affen und Menschen getrennt, auch die Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans blieben unter sich, obwohl es alles Menschen waren.


    Die gleiche Feststellung machte James Franciscus 1969 bei der Fortsetzung: "Rückkehr zum Planet der Affen".


    Quelle: Brockhaus Kalender. Warum das so ist, wird allerdings nicht erläutert. Hat von euch jemand eine Erklärung?

  • Das ist wohl in den Instinkten der Menschen mit dirn. Zu dem Thema habe ich mal ein YouTube-Video von dem gesehen, der auch dieses Video über die Freiheitsstatistiken gemacht hat. Er meinte, dass er in den USA ne Zeit lang studiert hat und dort auch immer alle Asiaten beieinadner waren, die Schwarzen usw. Und das ohne, dass sie mit anderen "Gruppen" ärger hätten oder so. Man ging nett miteinander um aber die, die eine gemeinsame Wurzel hatten, haben sich automatisch zueinander gesellt.
    Das sieht man ja auch an der Verteilung der Wohngebiete in den US-Großstädten. Hier spielen soziale Unterschiede auch eine Rolle, aber nicht nur.


    Der Mensch ist halt ein soziales Wesen, ein Rudeltier.

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    André Gide

  • Und bei Planet der Affen hat es denke ich weniger mit den Affen-Arten zu tun, die da verkörpert wurden, sondern mehr mit dem Zuständigkeitsgebiet. Also die, die die Gorillas spielen, sind ja auch im Film eine Gruppe. Wenn ich auf einem Seminar bin und eingeteilt werde zu einer Gruppe, die ein par Dinge zusammen ausarbeiten soll, stehe ich wahrscheinlich in der Pause des Seminars und ggf. nach dem Seminar bevor ich heim gehe, mit genau diesen Leuten wieder zusammen. Weil man ja zusammen gearbeitet hat, sich schon etwas kennt usw.

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    André Gide

  • Heute bzw. gestern bin ich mit der Bahn gefahren. Im Netz konnte ich das Titelbild nicht finden, ich habs aber fotografiert ggf. reiche ich es mal nach. Dort hing eine DB-Zeitschrift mit Nelson Müller auf dem Titelbild und darnuter "Der Vorkoster der Nation". Also wer möchte, kann hier auch wieder einen RIIIEESSENN Rassismus-Skandal daraus flechten. Bin mal gespannt ob das jemand aufbringt ;-)


    Achja, wer nicht weiss, was ich meine und auch Asterix und Obelix nicht kennt ;-)


    Bei Wikipedia wirds konkret erklärt:

    Zitat

    Historisch gesehen war der Vorkoster das Amt eines Angestellten, meist eines Sklaven, bei Hofe. Im alten Rom trug ein Sklave, der das Amt des Chefvorkosters innehatte, die Bezeichnung praegustator. Vor jeder Mahlzeit hatte er die fertig zubereiteten Speisen und Getränke zu kosten. Wenn nach einer gewissen Wartezeit der Vorkoster keine Anzeichen einer Vergiftung zeigte, war dadurch die (relative) Gewissheit gegeben, dass die Speisen gut und nicht vergiftet waren und der Herrscher somit selbst getrost zugreifen konnte.

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    André Gide

  • Ich hab mir die Sendung gestern teilweise angesehen und war überrascht von die Einmütigkeit in vielen Punkten.
    @Userin No Nick und @Userin Vogel Specht: Bei Marlies Krämer hat man meiner Meinung nach gemerkt, zu was es führt, wenn man jahrelang nur ein Thema im Kopf hat. Dann führt man gebetsmühlenartige, endlos lange Monologe und hört gar nicht mehr zu, wenn andere Leute was sagen. Aber ich hatte den Eindruck, dass bei den Monologen von Marlies Krämer alle Anwesenden die meiste Zeit sowieso nur gegrinst haben. Spontan fällt mir zu dem Thema besonders Alice Schwartzer ein. Das sagt euch Userin Conrad :D


    Um das Thema noch ein wenig zu verkomplizieren, hätte ich noch den Artikel hier ;) :
    https://www.stern.de/familie/d…dern-koennte-7703712.html

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  • Interessant war auch das: Peter Hahne hat drauf hingewiesen, dass bei Terroristen und Mördern noch keine Frau gendergerechte Spräche verlangt hat: also Mörder_innen oder Terrorist_innen :D:D:D

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  • Wie ich vorhin gelesen habe, nimmt Russland wohl jetzt 15.000 südafrikanische Bauern auf, die dort verfolgt werden. In Russland gibt es wohl über 40 Mio Quadratmeter ungenutztes Ackerland - die Flüchtlinge bringen 100.000 Dollar Eigenkapital mit. An russische Bürger wurde solches Ackerland wohl zuletzt gratis vergeben, um die Landwirtschaft zu fördern.

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    André Gide