Rassismus & Fremdenfeindlichkeit

  • Ich hab den Themanamen jetzt mal etwas allgemeiner gewählt, da solche Diskussionen gerne mal sich in viele Richtungen ausdehnen.


    Ich habe schon mehrfach im netz diskussionen und Berichte gelesen, in wie fern Deutsche, vorallem Kinderliteratur sowie Sprichwörter fremdenfeindlich sind.


    Hier mal ein paar Beispiele:


    - Neger & Mohr
    Für mich ein nicht negativer ausspruch für schwarze. Da finde ich es schlimmer wenn man farbiger sagt -> die amerikanische version: "Nigger" ist für mich absolut negativ einzustufen. Neger & Mohr kommen ja vorallem aus unserer Kolonialzeit. Sogar in Literatur aus der Nachkriegszeit wie Pippi Langstrumpf heisst es, dass ihr Vater ein Negerhäuptling sei (Von Max & Moritz, Struwwelpeter usw. willl ich erst garnicht reden -> nichtmal da kommt es negativ rüber!). Der Sarotti Mohr ist auch vielen von uns ein Begriff und niemand hat ihn negativ in erinnerung. Ich persönlich kenne selbst einige "Afro Amerikaner" (was für mich der peinlichste ausdruck ist), die selbst der meinung sind, dass man lieber Neger sagen soll (odergarnichts) als diese politisch korrekten sachen. Jeder weiss ja wie es gemeint ist.
    Ich werde zum Mohrenkopf oder Negerkuss nicht Schaumüberbackenes blablabla sagen, da es einfach zu kompliziert ist und es für mich schon immer anders war. Ist ja nicht so das man dadurch gegen bestimmte Volksgruppen hetzt. Etwas härter finde ich dann schon ausdrücke wie "Negerschweiss" für Africola... wers braucht...


    - "Getürkt" oder "Das kommt mir spanisch vor"
    Dazu gibt es wenig zu sagen. Traurig, dass sich darüber manche leute aufregen ;-)


    - "Judenfurz"....
    Mir ist auch aufgefallen, dass es mehr sprüche mit und über Juden gibt als ich immer dachte... der 10 Pf Kracher ist für viele nur ein "Judenfurz", oder "Das glänzt ja wie ein Judenei" usw. (will hier nicht alles auflisten).
    Das ist dann ein Thema über das man schon eher streiten kann. Es ist aber mal so das es nicht böse gemeint ist und es ist doch lächerlich jetzt groß auf Politisch korrekt zu machen und seinen Sprachgebrauch umzugewöhnen. Das Thema Juden gab es ja nicht nur die letzten 70-80 jahren, sondern schon einige Hundert jahre und da ist doch klar, wenn man mit anderen bevölkerungsgruppen zusammenlebt, dass sich einige sprüche in laufe der Zeit entwickeln - ich finde, dass macht das Leben und zusammenleben erst richtig interessant.


    - Kraut
    Ja, wir kommen auch nicht zu kurz. Für die Engländer sind wir auch nur "Kraut" :-) Das finde ich doch mal süß.


    - Sonstiges
    Dann finde ich es mehr als lächerlich wenn leute sagen, dass man Grimms Märchen verbieten sollte, da die Hexe in Hänsel und Gretel an Türken (wegen den Kopftuch) erinnert und es deswegen Fremdenfeindlich sei. Genauso mit der Gewalt oder den Ausdrücken in Struwwelpeter u. Max & Moritz -> In Struwwelpeter heißt es ja auch, dass man den armen Mohr in frieden lassen soll....


    ich will ned zu viel schreiben - schreibt lieber mal eure Meinung dazu ;-)
    Vielleicht habt ihr noch andere Beispiele bzw. sind euch ein paar interessante Geschichten passiert...

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Ich sag dazu nur, dass es mich persönlich gewaltig aufregt, dass uns "Deutschen" immer gesagt wird, dass wir uns mit solchen (wie Kubi erwähnte) Äußerungen zurückhalten sollen, im Ausland, ja sogar in unserem eigenen Land bzw. uns erst überlegen sollen, ob nicht vielleicht irgendein Wort, dass für uns ganz alltäglich ist, irgendeinem "daher gelaufenen" stören könnte und sofort so aufgefasst wird, dass man (ja sogar alle Deutschen auf ein mal) anti-semitisch eingestellt ist, obwohl man sich gar nichts dabei dachte bzw. keine anti-semitischen Gedanken beim Ausspruch dieses Wortes/dieser Phrase hatte... Naja... nicht, dass ihr das jetzt falsch auffasst, ich habe überhaupt nichts gegen Ausländer, die mir vernünftig gegenüber treten und auch meine Ehre/Person achten, denn dann werde ich auch ihre achten ... aber genau dann, wenn mir eine komisch kommt und mich als Arschloch und Nazischwein bezeichnet hört für mich der spaß auf und ich frage mich, ob nun wir die sind, die ant-semitsich eingestellt sein sollen oder ob es vielleicht doch die sind, die uns immer noch als Nazischweine beschimpfen...



    Aber es ist nun ein mal so, dass in der Vergangenheit Deutschlands viele schlimme Dinge in dieser Hinschicht passiert sind, die man nicht einfach vergessen kann ... nur finde ich, dass nach nun mehr als 55 Jahren endlich auf der Welt klar sein sollte, dass wir nicht alle Nazis sind... und uns auch wieder Respekt entgegen gebracht werden kann...

  • Es gibt genug Länder die 10000 x schlimmer sind als wir (allein das thema unterdrückung der frauen). Wir deutschen haben seit über 50 Jahren keinen Krieg mehr geführt. Amerika würde bei so einer langen Zeit ohne krieg schon lange zerfallen.
    Zudem wurde die Deutsche geschichte von den Siegermächten noch etwas zurechtgeschliffen (viele schlimme sachen kamen sicher auch erst garnicht ans tageslicht, also gleicht sich das sicher wieder aus) und so wurde den Deutschen ein schlechtes gewissen bis heute gemacht. Die deutschen zahlen ja noch heute an leute die zur 2. WK zeit nichtmal in deutschland waren und keinen schaden hatten (höchstens der ehepartner oder so).


    Ich finde die Politische möchtegern korrektheit mancher leute ist rassistischer als das was man im allgemeinen sprachgebrauch siet hunterden von jahren sagt.


    Zu Krümel: Das mit dem Negerstamm wusste ich nicht - hab schonmal versucht rauszufinden woher der name direkt stammt.
    Genauso ist es mit den "Hottentotten", die ja in der Kolonialzeit ein Afrikanischer stamm war der sich gegen die deutschen aufgelehnt hat. Bis heute sagt man "wir sind ja nicht bei den hottentotten".
    Dazu muss man noch sagen, dass die deutschen die humanistischten kolonialisten waren, die es damals gab. Auf jeden fall um einiges menschlicher als die Engländer oder Franzosen.
    Die Engländer haben zur Kolonialzeit auch die Gaskammern das erste mal eingesetzt, was heutzutage kaum jemand mehr weiss...
    Nach dem Versailler vertrag, als die deutschen ihre kolonien abgeben mussten, waren viele Afrikikanische einwohner sehr traurig, dass die deutschen weg sind und es wurden sogar denkmäler aufgestellt. Heutzutage verhungern die da unten wieder, damals hatten sie arbeit und essen....


    Ich erinnere auch an ein Zitat von Lübke aus den 60ern in Afrika "Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger".... so etwas wird oft fremdenfeindlich eingestuft, jedoch merkt man doch, dass das nicht negativ gemeint war - es gibt doch genug beispiele in deutschland wo man ähnliche sachen sagt, die einfach aus dem gemüt kommen und recht "kumpelhaft" gemeint ist.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Quote

    Kuboth postete
    "Negerschweiß" für Africola


    *lol* des hab ich auch noch net ghört...
    wobei ich eher finde, daß es die Marke (den Geschmack) in den Dreck zieht, als die Bewohner Afrikas...


    Quote

    Kuboth postete
    "Getürkt" oder "Das kommt mir spanisch vor
    Dazu gibt es wenig zu sagen. Traurig, daß sich darüber manche Leute aufregen ;-)


    Aber echt... total hirnrissig... als obs in anderen Ländern nicht auch so ähnliche Redensarten geben würde....


    Quote

    Kuboth postete
    "Judenfurz";-)


    Bei uns hier immernoch ein Ausdrück für die kleinen grünen Knallfrösche...
    Zum Thema "Juden in der Vergangenheit"... Des Thema gabs eigentlich schon seit Ende des Mittelalters als sogenannte "Schutzjuden" (siehe auch: Annette von Droste-Hülshoff "Die Judenbuche") als Berater an Fürstenhöfe berufen wurden (und selbstverständlich keine Geldsorgen mehr hatten ;))


    Quote

    Kuboth postete
    Kraut
    Ja, wir kommen auch nicht zu kurz. Für die Engländer sind wir auch nur "Kraut" :-)


    Sind wir eigentlich eher bei den Amis "Krauts" (wir ernähren uns angeblich nur von Scnitzel und Sauerkraut)


    Bei Hänsel und Gretel:
    Die Hexe erinnert eher an eine Zigeunerin, pardon: Sinti oder Roma ;)


    *spike zustimm*


    Quote

    Kuboth postete
    Dazu muß man noch sagen, daß die Deutschen die humanistischten kolonialisten waren


    In meinem Geschichtsbuch gab es eine französische(!!!!!!) Karrikatur über die Kolonialisierungsmethoden der Engländer und der Deutschen:
    Engländer:
    Neger auf einer Art Zeitungspresse, Engländer preßt, Gold kommt aus Neger heraus, am vorderen Ende steht ein Priester und liest aus der Bibel...
    Deutsche:
    Alle afrikanischen Tiere stehen in einer Reihe und ein deutscher Soldat (natürlich mit der obligatorischen "Pickelhaube" - sieht zwar gut aus, war militärisch aber absoluter Käse!!!!) putzt einer Giraffe die Füße!
    Wie gesagt, französische Karrikatur!


    Quote

    Kuboth postete
    ...waren viele afrikanische Einwohner sehr traurig, daß die Deutschen weg sind und es wurden sogar Denkmäler aufgestellt. Heutzutage verhungern die da unten wieder, damals hatten sie Arbeit und Essen....


    Logisch, wir haben da unten die Kolonien auch "Industrialisiert", durch den Eisenbahnbau, alle hatten Arbeit, zu futtern gabs auch genügend; selbstverfreilich haben unsere "Kolonialwarenläden" auch davon profitiert, warum auch nicht?
    In unseren ehemaligen Kolonien sind wir immernoch gut angesehen. Wir haben Ihnen ja nur geholfen, versklavt oder ausgebeutet haben wir ja niemanden...


    Quote

    Kuboth postete
    Ich erinnere auch an ein Zitat von Lübke aus den 60ern in Afrika "Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger"...


    Das darf man dem guten Heinrich nicht übelnehmen, er war kein Rassist, er war auch kein schlechter Politiker, er hatte nur einen Fehler: er konnte keine Reden halten!!!! (Gibts genug Tonbeispiele für :D:D:D)

  • Ich kenn das mit "Kraut" nur von den Engländern. Ich find auch das Klische lustig, dass alle deutschen Lange haare haben und schnautzer (so wie völler ;-))


    Ansonsten hab ich zum obrigen Beitrag nichtsmehr hinzu zu fügen :)

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    André Gide

  • Hi,


    das Thema ist ja mal wieder interessant, was mich an diesem Thema am meisten anspricht ist die Tatsache das wir Deutsche doch aufgrund der dritten Reichs Zeit als das Fremdenfeindlichste Volk überhaupt bezeichnet werden, bzw. viele denken es. Warum ? Steckt das was 33-45 in Deutschland passierte in den Genen der "Deutschen Rasse" ? Wenn jemand solch ein Argument bringen sollte, frage ich mich was davor war ? Lebten davor keine "reinrassigen" in Deutschland ? Da gabs auch keinen Rassismus wie er in dieser Zeit geschürt wurde. Da war Deutschland ein Land wie jedes andere. Und jetzt ? Jetzt sind wir unmenschen, ich bin mitschuldig für sämtliche Judenmorde weil mein Opa bei der Hitlerjugend war ? Ich bin mitschuldig weil sich die Leute 2 Generationen vor mir unterdrückt haben lassen (anderes Thema, aber muss erwähnt werden denke ich!) ? Lächerlich meiner Ansicht nach.


    Es wird doch nicht nur in Deutschland Rassismus betrieben, in den USA gibt es Rassisten, in Frankreich, in Spanien, in England, in Russland, was weis ich wo noch alles. Überall wird es als falsch eingestuft, aber in Deutschland wird sofort von "unbelehrbarkeit" gesprochen. Warum ? Haben Leute der heutigen Generation das dritte reich miterlebt ? Ich könnte solche Worte verstehen wenn Sie Leuten an den Kopf geworfen werden Die selbst dabei gewesen sind, aber doch nicht Leuten die es selbst nur aus erzählungen kennen verdammt nochmal.


    Um auf die Juden zurückzukommen, in meinem Freudenkreis tummeln sich allerlei politische Gesinnungen: Rechts oder Links, Neo oder Antifa, alles ist vertreten, nicht mehr und nicht weniger. Ich lasse mich persönlich in keine Ecke drängen nur weil ich einen Nationalen oder Antifaschistischen Freund habe. Ich kenne diese Leute, ich habe mit ihnen Spaß, und habe Sie nicht aufgrund ihrer Politischen Meinung kennengelernt. Nur muss ich sagen das auch bei uns mal Judenwitze beispielsweise an der "Tagesordnung" stehen. Beispiel: Ich kenne einen total "Links-Radikal" eingestellten, völlig von seiner Meinung und Gesinnung überzeugt was auch völlig korrekt ist. Auch von ihm kamen mal wenn man es "spießig" ausdrücken möchte Fremdenfeindliche Äußerungen. Kommentare wie "Das sind aber Jüdische Preise hier" oder bezeichnungen "Du Jude". Das sind aber Dinge die werden im einklang mit Humor genannt. Warum müssen sich Leute ständig aufspielen wenn jemand einen Witz über einen Schwarzen, Juden, Türken oder sonstwas ohne Hintergedanken (!!) macht, und gleich mit böer Mine anschauen und entgegnen "Das war eben aber eine sehr Rassistische Bemerkung von dir" ? Mein Gott, dann darf ich auch nicht mehr auf die Straße schauen denn wenn ein Türke beispielsweise gerade mit dem Müllauto vorfährt kann mein Blick auch wieder als rassistisch bezeichnet werden àla "Gefällt dir das etwa ?" ? Man kann auch an allem versuchen Diskussionen auszuhebeln, fakt ist einfach das es nicht der Standardgedanke sein sollte "Man das war Rassistisch" sondern wohl eher "War das mit Hintergedanke eben oder nicht ?"!


    Nicht jeder der einen "Judenfurz" los lässt, hat sich in seinem Leben schonmal Gedanken drüber gemacht warum es eigentlich Judenfurz heißt.


    Nicht jeder der das Wort Zigeuner in den Mund genommen hat, hat sich über dessen Hintergrund Gedanken gemacht. Es ist einfach so das mittlerweile in der heutigen Generation sich Wörter in den alltäglichen Sprachgebrauch geschlichen haben die ohne Hintergedanke oder direkte Meinung gesagt werden.


    Ich muss ehrlich sagen, ich verwende in irgendwelchen Satzstellungen oder sonstwas auch das Wort "Neger". Warum ? Ist es nicht eine abwertende Bezeichnung für einen dunkelhäutigen Menschen ? Antwort: Nö, für mich nicht. Das mag von mir aus mal gewesen sein, aber Leute wir Leben im 20. Jahrhundert, die Sklavenarbeit ist vorbei. Man kann die Zeiten kaum noch miteinander vergleichen.


    Man möchte heutzutage modern sein ? Dann seid es endlich auch und haltet verdammt nochmal euer blödes Maul und sucht keine Probleme wo garkeine sind. Irgendwelchen Leuten scheint es irgendwie Spaß zu machen ständig mal wieder einen Stein ins Rollen zu bringen der unruhe hervorruft. Leute werden zum Nachdenken angeregt "War meine Argumentation eben Fremdenfeindlich ?", "Sollte ich freundlicher sein zu ausländischen Mitbürgern ?", "Sollte ich mehr Rücksicht auf Einwanderer nehmen ?".


    Irgendwo hörts einfach auf. Ich habe nichts dagegen das Ausländer nach Deutschland kommen, aber es kann verdammt nochmal nicht sein das wir uns ihnen anpassen müssen, dann wohl eher umgekehrt. Keiner verlangt das Sie abhauen, keiner verlangt das Sie hier die Drecksarbeit machen. Aber es kann auch von mir bzw. uns nicht verlangt werden das wir uns über Ihre Probleme Gedanken machen. Irgendwelchen Leuten scheint es auch scheinbar Spaß zu machen Probleme in anderen Ländern in Deutschland ins Gespräch zu bringen.


    Wir haben selbst in Deutschland "x" Penner, "x" Arbeitslose, "x" Sozialgeschwächte, bevor man irgendwelche andere Probleme die einen normal (meiner Ansicht nach!) nur annähernd etwas angehen anpackt sollte man im eigenen Land mal das Geld für eigene Probleme ausgeben. Deutschen Familien aus dem Dreck helfen, und nicht eine Jugoslawische Familie der Deutschen vorziehen.


    Nennt mich Egoist, nennt mich Rassist, mir scheißegal, aber es kann wie gesagt nicht sein das Flüchtlinge aus anderen Ländern den eigenen Bürgern vorgezogen werden.


    So, jetzt bin ich wieder etwas vom Thema abgekommen, und mancher mag sich wieder gedacht haben der hat doch nen Knall, aber so ist eben meine Meinung. Und sollte diese Meinung nicht korrekt sein, dann frage ich mich, woher kommt Sie ? Hat sich diese Meinung nicht durch eine völlig korrupte Staatsform( bzw. Regierung) gebildet ? Wo sind dann die Fehler zu suchen ?


    So das wars von meiner Seite aus, wollte eigentlich nur nen kleinen Beitrag zu dieser Diskussion hinzufügen, wurde aber doch etwas größer. Kann mich bei solchen Themen irgendwie nicht kurz fassen, tschuldigung.


    MfG SaScha

    »Um sich selbst ins richtige Licht stellen zu können, muss man die anderen in den Schatten stellen.«
    (Gerhard Uhlenbruck, *1929, deutscher Immunbiologe und Aphoristiker)

  • "Dann seid es endlich auch und haltet verdammt nochmal euer blödes Maul und sucht keine Probleme wo garkeine sind."
    -> Ganz genau!


    Lustig finde ich auch ,dass wir irgendwie kein Geld haben, aber wir Millionen (oder Milliarden?) schulden einfach mal so den Russen erlassen (nichts gegen den russen, aber wenn man selbst nichts hat, kann man doch nicht noch mehr geben?). Dann sollte man sich auch nicht wundern, dass an allen Ecken und Kanten das Geld fehlt.


    Genauso isses mit der ausbezahlung von judenverfolgungsopfern, die Deutschland bis heute betreibt.
    Beispiel: Ein "opfer", der einige Wochen in einem Arbeitslager war, kommt raus und lässt sich, seine familie (frau, kind, eltern... meinetwegen auch noch geschwister) als "Holocaust" Opfer registrieren und entsprechend wird dann ausbezahlt.


    Dann nenn ich mal das stichwort Friedmann wozu ich eigentlich nichtmehr viel sagen muss? Er zeigt, was unsere Jüdischen Freunde heutzutage mit uns machen dürfen und wer am ende als "loooser" dasteht...
    War da nicht letztens erst was in Berlin, als der Deutsche Judenverband von der Bundesregierung wieder einige Millionen Euro überreicht bekommen hat?
    Wir haben ja das Geld und wir müssen unseren jüdischen Freunden ja einiges entgegenbringen, wenn man mal unsere jüngggste Geschichte anschaut......




    Gut, wieder was zum Thema - Der bekannteste und umstrittenste Ausdruck ist ja eindeutig der Negerkuss und der Mohrenkopf. Irgendwo hab ich mal gehört oder gelesen, dass eine Frau auf einen Kindergeburtstag den Kindern Negerküsse anbot und die Politisch Korrekte Mutter regte sich drüber auf, dass sie ihr kind nicht rassistisch aufziehen will und das man das bitte unterlassen soll... nagut, jedem das seine, aber übertreiben kann man doch auch?!?


    Wenn Roberto Blanko bei Wetten Dass zu Gast ist (oder wie kürzlich bei Verstehen sie spass), dann muss er doch auch mit mindestens einer Andeutung auf seine Dunkle hautfarbe rechnen und weder er, noch die zuschauer sind böse. Wenn wir als deutsche wo anders hingehen kriegen wir das doch auch oft genug auf die nase gebunden?

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • ach hat ich schon erzählt? ihr kennt evtl. den roman "zehn kleine negerlein" von agatha christie. ein roman über miss marple. der roman sollte bei uns in hannover im theater aufgeführt werden. es gab arge verzögerungen, ständig terminänderungen nur weil irgend so eine organisation der meinung war, dass der titel fremdenfeindlich sei. so und nun frag ich euch: wie alt isn dieser roman schon und seit wann hat er diesen titel??? weder das buch noch das theaterstück hat was mit fremdenfeindlichkeiten zu tun... da fass ich mir doch an den kopf.

  • Um nochmal auf Neger zurückzukommen, würde ich sagen, das Neger oder Schwarzer ein sehr sehr abwertender begriff ist und sich das auch nicht durch Nachkriegsliteratur rechtfertigen lässt. Dagegen ist eine beeichung wie Nigga harmloser anzusehen, da es amerikanischer Straßenslang ist (man schaue sich mal pulp fiction an) und dieser Ausdruck von selbigen untereinander gebraucht wird.
    sicherlich würde ich keinen auf der Straße so anreden, aber ich würde auch nicht mit leuten in so einem ton reden, wenn sie nicht verstehen, was dahintersteht.
    ansonsten würde ich, wenn man über eine dritte Person redet den ausdruck schwarzer vorziehen.

  • Schön auch mal andere meinungen zu hören, ABER das wort "Nigger" wird NUR negativ (soweit ich das kenne) benutzt, ausser bei diesen deutschen "ghettokids" die ja eh ausm Wohlstand kommen (gut, auch in Amerika wird es in der "szene" benutzt) - nach dem Motto "Jojo nigggaa". Ansonsten wird dieses Wort nur negativ benutzt. Neger ist (wie auch schon bei Lübke erklärt) einfach ein gebräuchliches wort (und schon allein weil wir nicht in Amiland wohnen den Nigger vorzuziehen, wenn man eh nicht schon afro amerikaner oder so sagt ;)).
    Nicht nur in der Nachkriegsliteratur, sondern auch in vielen Filmen (Otto der fim z.B. - otto ganz begeister "EIN NEEGGEERR -> schwarzer kopf, schwarzer bauch, schwarze füß" Neger: "schwarze füß?" *lach*), in der allgemeinen sprache sowie auf Lebensmitteln - Sarotti Mohr,... ist es sehr gebräuchlich.
    Wie schonmal erwähnt ich kenne einige Neger die absolut nichts gegen dieses Wort haben und sich verarscht fühlen, wenn man farbiger oder afro amerikaner sagt. Schwarzer ist meiner Meinung nach neben Neger/Mohr das einzigste vernünftige wort.


    Welche szene meinst du in Pulp Fiction?

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Szene in Pulp ficton? der gaaaanze Film ist voll mit Nigga:
    "bist du mein nigga?"
    "du kannst dem nigga doch nicht einfach ins gesicht schießen!" etc..

  • Hab ihn lang nichtmehr gesehen... der Film ist meiner Meinung nach nicht repräsentativ! ;-)
    "Nigger" kann man gern auch verharmlosen, jedoch kenn ich "Neger" NUR als harmlose version, ausser bei kindersprüchen wie "Neger Neger Schornsteinfeger". Wenn jemand in Deutschland einen Neger beleidigen will, sagt er eher "Nigger" als Neger.

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    André Gide

  • Neger ist nunmal ein gebräuchliches Wort was sich für einen "Schwarzen" ohne Hintergedanken wie z.b. die Sklaverei in den USA (was mich sowieso einen scheißdruck juckt, ich wähle meine wortwahl laut den Deutschen Ereignissen und nicht denen die im Ausland passieren!) eingebürgert hat.


    Bis heute ist auch niemand daran gestorben wenn ich zu jemandem "Neger" gesagt habe, und wenn sich ein "Neger" daran aufspielt das er so genannt wird, ist es sein Problem. Wenn jemand meint es wäre als Provokation oder gar Beleidigung gedacht leidet er wahrscheinlich unter Verfolgungswahn.


    Und wenn mir ein schwarzer auf den Schlips treten mag, nur weil ich ihn Neger genannt habe können wirs gerne ausboxen, habe ich nichts dagegen.


    Ein für alle mal: Ich lasse mich nicht umerziehen, weil ein paar Bekloppte meinen dem Wort "Neger" oder anderen scheinbar Fremdenfeindlichen "Attraktionen" & Bezeichnungen auf den Grund gehen zu müssen. Sie machen Sich die "Arbeit" nachforschungen anzustellen, dann können Diese trottel aber auch nicht erwarten das ich mir (egal wieviel arbeit dahinter steckt!) diesen Mist anhöre. Risisko, damit muss man vorher sich auseinander setzen das es vielleicht umsonst war.


    Ich bin nicht bereit Dinge die ich von Kindergarten bis heute "erlent" habe, und nicht für schlimm bzw. ohne hintergedanken halte/besitze wegen ein paar arschlöchern die zu viel Zeit haben zu ändern.


    Stellt doch von mir aus Gesetze auf in denen das Wort Neger verboten ist, ich wäre der erste der mit einem weißen T-Shirt in großer Schrift drauf "Neger" durch die Straßen zieht. Ist mir scheißegal, irgendwann hörts auf.


    MfG SaScha

    »Um sich selbst ins richtige Licht stellen zu können, muss man die anderen in den Schatten stellen.«
    (Gerhard Uhlenbruck, *1929, deutscher Immunbiologe und Aphoristiker)

  • hehe so hart seh ichs nicht, aber im Grunde hast du auch recht. Jedoch wenn ein neger nicht mag, wenn ich ihn so nenne, dann nenne ich ihn auch nicht so.

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    André Gide

  • Quatsch, es kommt doch auf den Gedanken darauf an, in welchem sinne wörter abwertent sind. Bei der einen bezeichnung ist der eine beleidigt, der andere nicht - usw.


    Da Neger ein (wie hier schon oft genug gesagt) umgangswort ist, wie ami für amerikaner, oder clubberer für FCN fans, kann man das doch nicht als abwertenten begriff abstempeln?! Er kann sicher so gemeint sein, muss es aber nicht.

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    André Gide

  • Denkfehler Kuboth, Denkfehler. Dein Standpunkt ist nicht der richtige:
    Neger ist ein Abwertendes Wort, da es sowas wie "Weißer" nicht gibt und eine ganz klarer abgrenzung aus der Westlichen kultur dastellt.
    Es kann aber auch ganz anders, in dem sinne "freundlich" gemeint sein.
    aber nur so wird nen schuh drauß.