Die Vögel (1963)

  • Soweit ich sehen konnte existiert hierfür noch kein Thema. Deshalb bin ich vom 'Fenster zum Hof' gleich mal hierhin gesprungen. 😊

    Ich hab den Film gestern das erste Mal gesehen. Ok nicht ganz. Als ich Kind war lief der Film irgendwann abends und meine Oma hatte ein paar Sekunden reingezappt. Da war gerade ein Vogelangriff zu sehen und ich gruselte mich total. Also schnell weg damit.... Und jetzt einen neuen Versuch gestartet. Natürlich wieder abends. Aber wann kommt man sonst zu Ruhe. Ich liebe Hitchcocks Filme. Rebecca, Das Fenster zum Hof, Charade, Bei Anruf Mord,... Sie alle haben den besonderen Touch... Den Schockmoment (den ich aber noch trotz Angst vor Horrorfilmen ertrage) ;) Hitchcock hat es eben drauf.... Wie dem auch sei... Gestern nun 'Die Vögel' geschaut... Immer mal mit einer Hand vor den Augen... In der Hoffnung dass es ja nicht viel schlimmer als 'Psycho' werden kann. Dann die Erkenntnis.... Irgendwie passiert nicht wirklich etwas während der ganzen Zeit. Zugegeben: eine gewisse Atmosphäre ist schon da aber der Rest ist doch sehr philosophisch und neigt zu jeglicher beliebiger Interpretation. Ähnlich wie ein Bild bei dem man sich fragt 'Was will uns der Künstler damit sagen?' vielleicht ist es auch eher die Erwartung, dass er als DER Horrorklassiker ganz schlimm sein muss. Sicher hab ich kein Gemetzel erwartet aber er ist schon sehr speziell. Ging es jemandem von euch ähnlich?

  • Ich hab den Film als Kind mit meiner Mutter angeschaut und ich fand ihn spannend und faszinierend. Später habe ich ihn (teilweise?) nochmal gesehen, da hat er mir nicht mehr soo gefallen, aber das war wohl auch die Zeit, wo ich mehr auf Splatter stand. Ein Klassiker ist der Film auf alle Fälle :)

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Ich hab den Film als Kind mit meiner Mutter angeschaut und ich fand ihn spannend und faszinierend. Später habe ich ihn (teilweise?) nochmal gesehen, da hat er mir nicht mehr soo gefallen, aber das war wohl auch die Zeit, wo ich mehr auf Splatter stand. Ein Klassiker ist der Film auf alle Fälle :)

    Als Kind 😄😂 wie du siehst war ich kein besonders mutiges Kind.

  • Naja,, der Film hatte und hat seinen bestimmten Ruf. Ich hab ihn erst 2-3 Mal gesehen. Vom Hocker hat er mich jetzt auch nicht gerissen, aber er gilt halt als sogenannter Kultfilm. Mit "Wiegenlied für eine Leiche" oder "Was geschah´wirklich mit Baby Jane?" würde ich ihn nicht vergleichen, letztere Filme haben für mich einfach mehr drauf und sind wesentlich subtiler und spannender...Da kann für mich "Die Vögel" nicht wirklich mithalten...

    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Naja,, der Film hatte und hat seinen bestimmten Ruf. Ich hab ihn erst 2-3 Mal gesehen. Vom Hocker hat er mich jetzt auch nicht gerissen, aber er gilt halt als sogenannter Kultfilm. Mit "Wiegenlied für eine Leiche" oder "Was geschah´wirklich mit Baby Jane?" würde ich ihn nicht vergleichen, letztere Filme haben für mich einfach mehr drauf und sind wesentlich subtiler und spannender...Da kann für mich "Die Vögel" nicht wirklich mithalten...

    Sind die beiden genannten auch von Hitchcock?

  • Ich liebe Hitchcocks Filme. Rebecca, Das Fenster zum Hof, Charade, Bei Anruf Mord,... Sie alle haben den besonderen Touch... Den Schockmoment (den ich aber noch trotz Angst vor Horrorfilmen ertrage) ;) Hitchcock hat es eben drauf....

    Nun weicht der Film "Die Vögel" ein bisschen von dem ab, was Hitchcock sonst so inszenierte. Er erfand z.B. die Szenen, bei denen der Held in Gefahr ist, weil der Schurke ganz in der Nähe lauert. Der Zuschauer weiß es und kann doch nicht eingreifen. Bei "Die Vögel" ahnt man zumindest, was kommt. Ich habe ihn auch als Kind schon gesehen, und mir hat er gefallen; die früheren Horrorstreifen sind den heutigen weit überlegen, wie ich finde. Das gilt auch für die Thriller, gerade die amerikanischer Prägung.

  • OK danke euch. Ich war bisher immer in dem Glauben.

    Die einzigen beiden "Farbkomödien" sind wohl "Immer Ärger mit Harry" 1955 mit Shirley MacLaine und "Über den Dächern von Nizza", ebenfalls 1955 mit Grace Kelly. Wenn wir streng genommen "schräges" dazu zählen, dann sind das noch "Cocktail für eine Leiche" 1948 und "Familiengrab" 1976, doch ich selbst find diese beiden nicht im Bereich von lustig angesiedelt.


    Ich habe mir auch die Farbfilme von Hitchcock als "Reihe" gesetzt. Beginn mit dem "colorierten" Werk 1939 "Die Taverne von Jamaika" - als Schwarzweiß Film nutz ich den Titel "Riff Piraten".


    01_1939_Die Taverne von Jamaika

    02_1948_Cocktail für eine Leiche

    03_1949_Sklavin des Herzens

    04_1954_Bei Anruf Mord

    05_1954_Das Fenster zum Hof

    06_1955_Immer Ärger mit Harry

    07_1955_Über den Dächern von Nizza

    08_1956_Der Mann der zuviel wusste

    09_1958_Aus dem Reich der Toten

    10_1959_Der unsichtbare Dritte

    11_1963_Die Vögel

    12_1964_Marnie

    13_1966_Der zerrissene Vorhang

    14_1969_Topas

    15_1972_Frenzy

    16_1976_Familiengrab

  • Dann, als ich erfuhr, es waren noch echte Tiere. Im Gegensatzz zu heute, wo fast nur noch animiert wurde. Die Gewissheit war schauerlicher als die Tatsache selbst. Drum ist dieser Film auch ein Klassiker, trotz der Erschrecknisse.

    Es waren vielleicht echte Tiere, aber als ich den Film als junger Erwachsener (Teilweise) nochmal gesehen habe, war es sehr sichtbar, dass die Tiere in den "Actionszenen" bei den Angriffen in das Bild montiert wurden. Anders hätte man den Film damals wohl auch nicht umsetzen können - zumindest nicht ohne unmengen an Tieren zu schaden.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • zumindest nicht ohne unmengen an Tieren zu schaden.

    mag sein. Doch sicher bin ich mir nicht. Ich denke doch, dass ich der Hedren glauben kann.


    z.B.


    Quote

    Einige der echten Tiere seien mit Bändern an sie gebunden worden und hätten sie verletzt.

    http://www.spiegel.de/panorama…tigte-mich-a-1119059.html


    Wenn es so war, besteht durchaus die Möglichkeit, dass Alfred sie gedrillt hat.


    Quote

    Bei „Die Vögel“ musste Hedren durch ein Martyrium gehen. Am Tag nach dem Autovorfall wurde eine Szene mit ihr in der Telefonzelle gedreht. Eine Möwe durchbrach bei einem Angriff das eigentlich bruchsichere Glas, Splitter fielen Hedren ins Gesicht.

    Die zentrale Angriffsszene mit Spatzen wurde eine Woche lang gedreht. Die Vögel wurden mit Bändern an Hedren festgebunden, damit sie aggressiv auf die Frau losgingen. Immer wieder wurden ihr Vögel ins Gesicht geworfen. Es sei „hässlich, brutal und unbarmherzig“ gewesen, schreibt sie jetzt, mehrfach pickten Vögel nach ihren Augen. Nach der Arbeit brach Hedren zusammen und musste eine Woche medizinisch überwacht werden.

    https://www.welt.de/vermischte…und-es-war-haesslich.html


    mag sein, dass es zu Anfang Attrappen sein sollten, doch ich denke, es war alles echt.

  • Ich kann mich lediglich noch an die Szenen mit den Bildmontagen erinnern und das waren sehr viele.


    Zum Rest kann ich nichts sagen, da kann alles sein. Und gerade das Tierquälen war in der Zeit ja noch nicht so sehr unter Beobachtung gestanden - da hat man sicher so manches durchzeogen, des Filmes wegen.

    Bei der Neuverfilmung von "Nosferatu" scheint es auch so manch unschöne Dinge gegeben haben mit den Ratten die man in dem Film benötigt hat.

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    André Gide

  • Heute vor 58 Jahren kam Alfred Hitchcocks "Die Vögel" in die deutschen Kinos.


    Quote

    Mehr Tierhorror

    Mit 371 Trickaufnahmen war "Die Vögel" nicht nur der teuerste, sondern auch der aufwendigste Film von Alfred Hitchcock. Weil die Effektzeichner mehr Zeit benötigten, verzögerte sich die Premiere um ein halbes Jahr. Erst am 28. März 1963 wurde der Film präsentiert und lief in den deutschen Kinos ein halbes Jahr später an, am 20. September.

    https://www.spiegel.de/geschic…-die-voegel-a-951083.html

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