Fromme Ecke

  • Wer am kommenden Sonntag in die Kirche gehen mag, hier schon mal die Lesung:



    Sonntag der 31. Woche im Jahreskreis

    Heiliger Karl Borromäus, Bischof (-> Lesungen Meßformular Tagesheilige/r)

    1. Lesung DTN 6,2-6

    Lesung aus dem Deuteronium
    Wenn du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, indem du auf alle seine Gesetze und Gebote, auf die ich dich verpflichte, dein ganzes Leben lang achtest, du, dein Sohn und dein Enkel, wirst du lange leben.
    Deshalb, Israel, sollst du hören und darauf achten, (alles, was der Herr, unser Gott, mir gesagt hat,) zu halten, damit es dir gut geht und ihr so unermeßlich zahlreich werdet, wie es der Herr, der Gott deiner Väter, dir zugesagt hat, in dem Land, wo Milch und Honig fließen.
    Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig.
    Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.
    Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen.

    2. Lesung HEBR 7,23-28

    Lesung aus dem Hebräerbrief
    Auch folgten dort viele Priester aufeinander, weil der Tod sie hinderte zu bleiben;
    er aber hat, weil er auf ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum.
    Darum kann er auch die, die durch ihn vor Gott hintreten, für immer retten; denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten.
    Ein solcher Hoherpriester war für uns in der Tat notwendig: einer, der heilig ist, unschuldig, makellos, abgesondert von den Sündern und erhöht über die Himmel;
    einer, der es nicht Tag für Tag nötig hat, wie die Hohenpriester zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, als er sich selbst dargebracht hat.
    Das Gesetz nämlich macht Menschen zu Hohenpriestern, die der Schwachheit unterworfen sind; das Wort des Eides aber, der später als das Gesetz kam, setzt den Sohn ein, der auf ewig vollendet ist.

    Evangelium MK 12,28b-34

    Aus dem Evangelium nach Markus
    Ein Schriftgelehrter hatte ihrem Streit zugehört; und da er bemerkt hatte, wie treffend Jesus ihnen antwortete, ging er zu ihm hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
    Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
    Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
    Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
    Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,
    und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
    Jesus sah, daß er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.


  • Am Samstag war am Samstag beim Lektoren - Grundkurs (für alle die ned wissen was ein Lektor ist; des sind jene Leute welchen den Gläubigen mittels alten Testament des Grausen lehren, damit sie der Pfarrer mittels neuem Testament wieder beruhigen kann :D:D:D)


    Es war schon interessant, wie man mittels falscher Betonung den Inhalt der Lesung völlig verändern kann. Es wurden hier auch Beispiele aus dem Alltag genommen, wie Beispielsweise den Satz:


    "Das weiß ich doch nicht, warum es da immer solche Schwierigkeiten gibt"


    Jetzt variieren wir mal die Betonungen:


    "Das weiß ich doch nicht, warum es da immer solche Schwierigkeiten gibt"


    "Das weiß ich doch nicht, warum es da immer solche Schwierigkeiten gibt"


    "Das weiß ich doch nicht, warum es da immer solche Schwierigkeiten gibt"


    "Das weiß ich doch nicht, warum es da immer solche Schwierigkeiten gibt"


    "Das weiß ich doch nicht, warum es da immer solche Schwierigkeiten gibt"


    Wer Zeit und Lust hat kann ja mal meine eingestellte Lesung vom letzten Sonntag mal an Hand eines solchen Beispieles auseinandernehmen.

  • und genau deswegen habe ich früher die von mir betonten worte groß geschrieben. Und ich wurde anderswo dafür ausgelacht, bzw. man hat sich darüber lustig gemacht.

  • Ich war mal bei einem inoffiziellen Synchron-sprech-workshop, da gab es ein ähnliches Problem: Man wusste nicht genau, ob es heissen sollte:"Wei soll ich DAS bitte verstehen?" oder "Wie soll ich das bitte VERSTEHEN?"

  • Ich bin zwar kein Katholik, wurde erst evangelisch getauft, später noch mal eigengläubig Frei in Jesu getauft, doch manches hab ich noch positiv in Erinnerung.



    Und jene Lieder wo ich damals Kinder/Jugend CVJM freiwillig mitsingen wollte, verschwinden nicht. Sie tragen eine Art melodischen Klang, zu denen ich trotz allem immer mal wieder zurück kehre.

  • Ich war ursprünglich auch evangelisch, habe mich dann aber dazu entschieden zum Katholizismus zu konvertieren. Für mich ist es wichtig auch das alte Testament zu kennen, nur so läßt sich für mich das neue Testament verstehen.

    Ich hab mich durch vieles durchgewurschtelt ohne allerdings Tagebuch zu führen oder Notizen zu machen. Immer, wenn ich auf irgendwelche Regeln, Vorschriften oder Bedingungen stieß, die mit dem, was ich empfand, nicht im Einklang waren, bin ich weiter gegangen. Für das alte Testament brauche ich keine Konfession sondern ein Buch, in dem es enthalten ist, und das so vollständig wie möglich + sämtliche Apoktyphen, frühere Schriften, die nicht im Kanon stehen und, und mehr. Und je weiter zurück, umso besser. Dazu gehört auch der Flavius mit den Jüdischen Altertümern, das sich fast wie die Bibel liest, bloß chronologischer, mit leicht anderen Inhalten. Ich nehme alles mit was ich unterwegs finde, und lasse liegen, was nicht stimmig erscheint. Mein Glaube atmet. Manchmal verlier ich was, manchmal erhalt ich was, manchmal transformiert sich was. Nur Jesus bleibt wie ein Fels in der Brandung des Meeres auf dem ich schwimme.


    Wenn ich das höre, bin ich sofort wieder 11 Jahre jung


  • Meine Taufe (falls das wen interessieren sollte)


    Es steckt im Text, weshalb ich das überhaupt schriftlich verfasst habe