Undine von Medvey (1926-2004)

  • Vor einigen Jahren habe ich einen Briefnachlass erworben, es waren Briefe von Undine von Medvey an eine bekannte Person. Das Spannende ist, dass die Briefe aus der Zeit des 2. Weltkriegs stammen, aus dieser Zeit erfährt man bei Wikipedia über sie nichts.


    Aus den Briefen geht hervor, dass sie bereits vor Kriegsende:


    - Für das Fernsehen arbeitete bzw. dort aufgetreten ist
    - Bei mindestens einen Film mitgewirkt hat (ich weiss aber nicht welcher das ist)
    - Sie auch im Rahmen des Fronttheaters aufgetreten ist, ebenso in Berlin


    Ihre "Geburtsstunde als Sängerin" gab sie laut Wikipedia erst im Rahmen des zerbombten Berlins. Ich kann nicht sagen, ob sie vorher ggf. tatsächlich "nur" Akkordeon gespielt hat und der Gesangt erst nach dem Krieg hinzu kam.


    Vielleicht hat noch jemand Informationen zu ihr bzw. ggf. kann man irgendwie herausfinden, welcher Film das war, bei dem Sie vor 1945 mitgewirkt hat.


    Auch in Illustrierten wurde wohl schon viel über sie berichtet damals.


    Jetzt suche ich erstmals in unserem geliebten Zeitungsarchiv nach ihr und dort findet man Kinderfotos von ihr und einen Bericht von 1938 (!) - laut wikipedia begann sie im Alter von 12 Jahren das erste Mal Konzerte zu spielen - das müsste also direkt aus ihrer Anfangszeit stammen


    http://anno.onb.ac.at/cgi-cont…medvey%22&ref=anno-search


    Insgesamt findet man dort 3 Berichte über sie in einer Esperanto-Zeitung, hier die anderen beiden:


    http://anno.onb.ac.at/cgi-cont…medvey%22&ref=anno-search

    http://anno.onb.ac.at/cgi-cont…medvey%22&ref=anno-search

  • Am 8.2.1944 hat sie geschrieben, dass sie in der J.Z (Jllustrierten Zeitung) seit Dezember 1943 schon "5x abgebildet" war. Auch in der "J. Z. Film" (gabs die?) war sie wohl abgebildet.


    In einem späteren Brief schreibt sie lediglich von "Filmen", also dass sie filmt. Damit muss also nicht unbeidngt ein Kinofilm gemeint sein, ggf. meinte sie damit die TV-Aufnahmen. Sie hat geschrieben, dass

    die Aufnahmen sehr anstrengend sind, da sie nur nachts aufnehmen können.


    Nun habe ich diese Aussage gefunden, wobei ich nicht weiss, ob der Film und ihre "Leinwand"-Sichtungen zusammen gehören:

    Quote

    Am 2. November war Premiere des Films „Kollege kommt gleich“, 4mal habe ich mich nun schon auf der Leinwand gesehen!


    Vielleicht meint sie mit Leinwand ja auch die Fernsehstube? Aber eher nicht... also gab es ggf. sogar mehrere Filmauftritte mit ihr?
    In Filmen müsste sie leicht zu erkennen sein, es sind ja sicher Musikszenen mit Akkordeon für die sie eingesetzt wurde.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Als ich diese Beiträge hier verfasst habe, habe ich bei ebay gesehen, dass eine Filmrolle mit "Probeaufnahmen" von Undine von Medvey gerade versteigert werden. Diese Filmrolle konnte ich heute sehr günstig ersteigern. Leider werde ich sie nicht richtig anschauen können. Dennoch spannend. Jedoch glaube ich nicht dass die Aufnahmen aus der Zeit bis 1945 sind. Ich schätze eher 1946 bis 1960er Jahre. Passt dennoch in meine Medvey-Sammlung.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Ich habe keinen 35mm Projektor. Und das Bild für Bild anzuschauen, da muss ich die ganze Filmrolle auseinanderrollen und wieder zusammenrollen. Das ist ne sau-arbeit ;-) Die ersten Sequenzen kann ich durch dezentes Aufrollen anschauen.


    Noch ist die Filmrolle nicht da. Der Verkäufer hat auch noch nicht geantwortet, da ich nach einen versicherten Versand gefragt habe.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Nach langer Zeit ist gestern nun endlich die Filmrolle bei mir angekommen. Ich hab auf die Schnelle mal kurz rein geschaut - ich glaube auf der Filmklappe stand Knoop und Hagedorn oder so - jedenfalls schaut das sehr nach 50er Jahre aus. Sie sitzt an einem Klavier.


    Für mein Archiv auf alle Fälle ein schönes Stück.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide