Degeneration, Zerfall, Niedergang: TV, Kino, Kultur, Gesellschaft...?

  • So ich hab jetzt mal ein eigenes Thema dazu eröffnet.


    Inhaltlich wurde das Thema schon oft angesprochen, gerade von Shairaptor, Mathias und mir. Hier haben wir schon ausführlich drüber gesprochen:


    Was waren die größten Filmhypes?


    Ich setze das hier mal fort, damit alles seine Ordnung hat ;-)


    Shairaptor hat zuletzt geschrieben:


    Zitat

    Ja stimmt, es wurde sich immer weniger zugetraut in Kinderserien. Als ob es der Kinderseele schadet. Vergesst nicht "WatershipDown" mit den Hasen und dem Bright Eyes Lied. Kinder halten sowas aus! Auch In einem Land vor unserer Zeit (1988) der erste Teil, ist recht düster und melancholisch teilweise!


    Ab Teil 2 (1994) war es dann nur noch Happy Dinosaurier Quatsch, wo die Dinos dann auch alle singen und wo man eigentlich nur noch mit den Augen Rollen konnte! Fremdscham, ohja!


    Benjamin Blümchen die Hörspielreihe wurde nachdem Elfie Donelly nicht mehr mitwirkte auch immer lächerlicher a la P.C. Einfach ohne Ecken und Kanten, ja kein Risko eingehen, najo ihr kennt ja die ganzen Argumente. :)


    Jaa genau der Weggang von Elfie Donnelly aus ihren Haupthörspielserien in den frühen 90er Jahren ist auch ein wichtiger Aspekt! Den kann man wunderbar mit einbringen.
    Und stimmt - in den Kinderserien der 90er Jahre wurde viel verweichlicht, viel ging in Richtung "Dutzi Dutzi gaga gaga" - und "das darf man nicht, das sollst du nicht, achte auf die mülltrennung!" und gleichzeitig wurden viele Produktionen auf Kinder gemünzt. Also von oben herab. Während viele alte Kinderproduktionen für die ganze Familie gute Unterhaltung waren, wurden die neueren Produktionen billiger produziert und voll auf Kinder gemünzt. Dabei ist es für Kinder gut und wichtig, wenn sie sich nach oben entwickeln können. Also viele Ankerpunkte haben, die sie zwar noch nicht verstehen, die sie aber schonmal wahrnehmen können, um sie dann später zu verstehen. Wo sie beim gemeinsamen schauen mit den Eltern sich ggf. auch mal drüber unterhalten können, was das heisst, was das bedeutet usw. Viele neue Produktionen haben das dagegen nicht drin, sondern nur das, was Kinder sowieso schon verstehen.


    Eine Sache die noch ein wunderbares Beispiel für den Niedergang in den 90ern ist: POWER RANGERS. Das Spielzug war gut, ich gebs zu, die Serie habe ich gehasst, hab sie aus Mangel an Alternativen trotzdem manchmal geschaut. Was in den 80ern noch Galaxy Rangers waren, oder Saber Rider, war in den 90ern dann Power Rangers :-(


    Und dann gabs eben im Samstagmorgenprogramm so kleinkinderprogramm aus den USA der total schlecht synchronisiert wurde. Wo dann jemand sich in ein Dinokostüm gesteckt hat. Ähnlich wie später (war auch 90er oder) die TELETUBBIES - auch so ein beispiel ;-)


    Beitrag von Mathias77

    Zitat

    Vlt könnte man da auch einen eigenen thread aufmachen, aber ich muß das jetzt hier anbringen nachdem ich eure Diskussion mitverfolgt habe. Für mich persönlich ist dieses Verlassen der sog. "Generation Perrine" ein einschneidendes Erlebnis gewesen und das Fernsehen hatte ab Ende der 80er Jahre bzw. der frühen 90er nicht mehr dieses Niveau von früher. Wie seht ihr das in diesem Kontext?

    Vorsicht, natürlich ist dieser Artikel ziemlich überzogen...


    https://www.wienerzeitung.at/n…-Niklaas-und-Perrine.html

    Ich habe den Artikel noch nicht in Ruhe gelesen aber schon jetzt habe ich gute Eckpunkte gesehen zu denen ich gleich was schreiben muss. Ich habe eben ja schon erwähnt, dass früher die Produktionen für die GANZE Familie gemacht wurden, nicht nur von oben herab für die Kinder. Und da passt Niklaas und Perrine gut dazu. Heidi hab ich als ganz kleines Kind am Rande gesehen, nicht viel. Es hat mich auch nicht geprägt, mit meiner kleinen habe ich es vor einiger Zeit mal ein wenig geschaut.

    Und da hast Du absolut recht Mathias, dieser historische Bezug ist heute nicht mehr oft drin in den Produktionen. Nur noch, wenn Klassiker neu aufgelegt werden (wie bei Heidi z.B.) - in 3 D - da wirken die Figruen so Seelenlos finde ich, Zeichentrick hat da viel mehr zu bieten.
    Niklaas, Heidi, Perrine, das waren Fleißarbeiten - richtige Mammutproduktionen, die einen unschätzbaren kulturellen Wert haben - Grenzübergreifend. Wenn man auch mal bedenkt wie aufwändig es war Meister Eder und sein Pumuckl zu produzieren. Das passt gut mit ins Beispiel. Die neue Heidi Serie habe ich teilweise auch gesehen und ganz schlecht ist sie nicht. Sie ist auch nicht wesentlich anders als die alte Serie, aber allein die Animationen wirken schon so hölzern. Wenn ich mich richtig erinnere sind da auch Begriffe und Redewendungen mit drin, die man erst heute benutzt.


    Niklaas habe ich 2009 das erste Mal gesehen, 2013/14 kurz bevor meine Große zur Welt kam nochmal. Und die Serie hat mich so umgehauen. Sooo gut gemacht, so eine Dramarturgie und auch so lehrreich was das Leben angeht, soziales Verhalten, historische Bezüge usw. Die Serie hat mir selbst als Erwachsener so viel gegeben. Leider wurde das deutsche Ende durch die deutsche Bearbeitung verhunzt. Aber gut...


    Perrine kenne ich nur ein paar Folgen, das müsste ich mir auch nochmal anschauen. Aber die Serie hat mir auch gleich gefallen.


    Achja nachdem oben Elfie Donnelly angesprochen wurde. Noch ein Beispiel ist für mich Wrestling. Bis ca. 1994 war das Wrestling, was man im TV gesehen hat noch so aufgebaut, dass es gute und böse gab. Die guten eine Vorbildsfunktion hatten und die Guten letztenendes dann doch irgendwieg gewonnen haben. Es waren viele Ringen-Elemente mit drin, nicht zu brutal, wenn man so will auch noch ein bisschen was für die ganze Familie.
    Nachdem WCW dann soviel Quotendruck brachte, wurde das WWF-Wrestling total umgebaut in "WWF Attidute" und Bösewichter, Prolls und Rüpel waren plötzlich die Helden. Sie waren versoffen, die Kämpfe wurden immer härter, Blut muss kräftig fließen und man wusste am Ende nicht mehr wo vorne und hinten ist.


    Dieses Beispiel trifft das eigentlich ganz gut und fand auch genau in der Zeit statt, über die wir uns hier unterhalten.


    Wo ich diesen Werdegang nicht feststellen kann sind PC und Videospiele, das war eine einheitliche Evolution bis heute, die man nicht damit in verbindung bringen kann. Also Egoshooter usw. gab es ja auch von Anfang an.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

    Einmal editiert, zuletzt von Vogel Specht ()

  • Zitat

    Wenn du den Begriff "trash" verwendest, könnte man da eventuell sagen, dass die Rock- und Popkultur irgendwann alles mehr oder weniger übernommen hat. Aus heutiger Sicht kommt mir das teilweise schon so vor, wobei man da auch wieder fragen muß, wie definiert man die Rock- und Popkultur eigentlich und ab wann. Aber: Die Kinderserien aus England waren irgendwann nicht mehr so romantisch-viktorianisch, die Serien aus Bayern nicht mehr so urwüchsig-bayerisch, es gab keine so skandinavisch anmutenden Lindgren-Serien mehr usw.:?:

    Schwer zu sagen. Gerade die Musik ist ja wieder ein neues großes Thema - da kann Shairaptor sicher vieles dazu sagen. Da gab es glaube ich in allen Jarhzehnten ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert bessere und schlechtere Musik und Musiker.
    Wichtig ist glaube ich das, was am Ende die Masse konsumiert. Und da passen VIVA und MTV gut mit ins Bild. Der Schlager der 60er und 70er Jahre war vielleicht nicht das was man Hochkultur nennen würde, aber viel weniger destruktiv wie die Rap-Musik die heute schon ganz vorne im Mainstream angekommen ist. Man schaue sich nur die YouTube-Trends an, da sind meist die nusten Rap und Hip Hop Videos vorne drin, da geht es um "Geile Nutten", Waffen, drogen, Kriminalität usw.
    Ich glaube ich hör mich an wie ein alter grauer Lehrer :-D Aber wenn die Eltern von heute und morgen genau auf sowas stehen, werden die Kinder von morgen genau dagegen wieder Rebellieren und sich Heino rein ziehen, weil man damit dann wieder provozieren kann.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Eine gute Sache der neue thread , Vogel Specht. :thumbup: Wie ich schon einmal geschrieben hab , spätestens ab Mitte der 90er Jahre (im ORF war damals auch alles zeitlich ein bisschen verzögert bzw. es gab öfters Wiederholungen) sagten mir die ganzen Serien nichts mehr - deswegen hab ich mich nach dem alten amerikanischen Film auch zunehmend dem deutschen alten Film zugewandt. Ich kann auch hier nur fürs Erste noch einmal betonen, dass ich die späten 80er bzw. frühen 90er Jahre als Serieneinbruch bzgl. Qualität, Inhalt usw. erlebt habe.

  • Shairaptor hat geschrieben:

    Zitat

    Es kann gut sein, dass es von den 60ern zu 70ern bei den Leuten auch eine Degenration gab.


    Ganz sicher, aber eben auf einer anderen Ebene. Nach den Krieg haben sich die Deutschen in den Konservatismus zurückgezogen, um das, was sie jetzt noch hatten, zu sichern. Also an Werten. Und auch um es neu zu sortieren nach den schlimmen Kriegserlebnissen. Die 50er Jahre waren biderer als es die 30er waren. Es folgte dann das Aufbrechen dieser - manche würden es Kruste nennen. Mit den 1968er. Das ist dann ein neues großes Thema, was davon Fortschritt und was davon Rückgang war. Aber ich sag mal so, die die 1968 jungspunte waren, waren auch erst in den späten 80er und in den 90er Jahren in dem Alter und in den Positionen, um nachhaltig und mit Macht usw. was durchzusetzen. Insofern könnte es hier zusammenhänge geben. Das ist aber jetzt nur mal eine steile These, die ich in den Raum werfe

    Zitat

    Ich habe neulich ein Youtubevideo geschaut, dass die Musik in den Hitparaden von 60er zu 70ern schon massiv abgebaut hat und zu 70er zu 80er noch mehr. Aber ich bin mit 80er Musik großgeworden und die fand ich noch super. Zu 90er wurde sie dann immer billiger, hehe. So hat wohl jeder sein Favoritenjahrzehnt und meint die Qualität nimmt immer mehr ab was wie wohl auch tut. Aber Underground und Nischen Musik/Filme/IndependentSpiele und Filme haben ja super Qualität weil sie sich nicht so sehr an den Mainstream richten, was klasse ist.

    Dazu kann ich wenig sagen als nicht-musiker. Zumal ich Musik aus anderen Aspekte bewerte (Emotionen sind mir wichtiger als gute Aufnahmequalität oder aufwändige Kompositionen, die ich sowieso nicht unterscheiden kann als Laie). Aber das Thema hat Mathias ja auch angesprochen (siehe oben).

    Zitat

    Ja, zu viele Gesetze und Verordnungen aufzudrücken braucht kein Mensch! So wird das Zusammenleben nur unnötig verkomplziert, stimme ich zu!

    Ja, umso mehr Gesetze es gibt, umso schlechter für die Freiheit der Menschen. Zumal viele Selbstverständlichkeiten eigentlich keine Gesetze benötigen würden.

    Zitat

    Schlechtes Gewissen, hm, ja, aber beim Thema Umweltschutz finde ich es trotzdem gerechtfertigt, einfach mal darüber nachzudenken und sein Verhalten anzupassen, z.B. keinen Müll auf die Straße zu schmeissen. Wenn das mit z.B. witzigen lustigen Werbespots gemacht wird, ist das doch gut. Den Moralinsauren Zeigefinger braucht man aber nicht das stimmt, dieses "Du Du Du!" Bevormunden nervt wie gesagt!

    Das gehört für mich auch zu den Selbstverständlichkeiten. Den Höhepunkte dieses schlechte Gewissens machen kriegen wir ja zu spüren. Immer mehr kriegt man zu hören, dass es für die Umwelt nicht gut ist, Kinder zu kriegen. Und da kann man sehr philosophisch werden und sich die Frage stellen, worum es beim Sein überhaupt geht. Die einen sagen, dass die Erde oder die Menschen besser dran wäre (das ist Mainstreamdenken), ich stehe auf den Standpunkt, dass die Erde da ist, um ein Leben möglich zu machen, das dem göttlichen nahe kommen soll (also den Menschen). Dennoch oder genau deswegen sollte man mit der Erde auch gut umgehen. Aber den Menschen als Parasiten zu sehen, ist in meinen Augen kein sonderlich konstruktives Menschen- und somit Selbstbild.

    Zitat

    Ich schaue mir diese Windräder eigentlich sehr gerne an wenn wir mit dem Auto oder Zug in den Urlaub fahren und man sie in Norddeutschland z.B. oft sieht... aber ja, dass Vögel dabei sterben usw finde ich gar nicht gut, bin ja auch ein großer Vogelfan. Aber stattdessen wieder Atomstrom? Nein danke! Besser Solarstrom, Wasserstrom (Strom generiert aus Wasser) , "erneuerbare Energien" sind doch eine gute Sache. Weg mit der Umweltverschmutzung. :))

    Auch ein neues großes Thema. Ich bin auch kein Freund vom Atomstrom, kriege aber mit wie Dogmen aufgebaut werden und wie immer wieder nicht der Sache wegen diskutiert und gehandelt wird, sondern aufgrund von Lobby- und Profitinteressenten usw. Und das kann bei dem Thema nicht die Grundlage sein.

    Zitat

    Ja, Schwarz Weiss denken ist nicht gut! Die eine Seite motzt: So muss das sein! Und die andere: Nein, so ist das richtig! Und dazwischen gar nix? Es gibt doch viele graue Schattierungen dazwischen, bei allen Themen! Dieses "Bist du nicht für uns, bist du gegen uns!" was heute oft gesagt wird, ist sehr kindisch.

    Ja aber genau darauf läuft es immer mehr hinaus. Es wird gespaltet und gespaltet. Das Ergebnis? Schau Dir die Präsidentenwahl in Österreich an oder die Brexit-Abstimmung - Wahlergebnisse von 49 zu 51 Prozent. Mehr kann man eine Gesellschaft nicht spalten. Der nächste Schritt wäre der Bürgerkrieg.


    Zitat

    Ja, finde ich gut, dass Deine Oma auch Oarschloch sagt. Sowas dürfen Kinder auch ruhig hören. Wie Du genau sagst ist es bodenständig und eben mit Ecken und Kanten.

    Schön, dass Du es korrekt zitiert hast :-D :-D

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Eine gute Sache der neue thread , Vogel Specht. :thumbup: Wie ich schon einmal geschrieben hab , spätestens ab Mitte der 90er Jahre (im ORF war damals auch alles zeitlich ein bisschen verzögert bzw. es gab öfters Wiederholungen) sagten mir die ganzen Serien nichts mehr - deswegen hab ich mich nach dem alten amerikanischen Film auch zunehmend dem deutschen alten Film zugewandt. Ich kann auch hier nur fürs Erste noch einmal betonen, dass ich die späten 80er bzw. frühen 90er Jahre als Serieneinbruch bzgl. Qualität, Inhalt usw. erlebt habe.

    Das passt genau in das Zeitmuster was ich auch beschreibe.


    Und für mich war das eben auch ein Grund, mich mal allumfassend mit dem Filmerbe zu beschäftigen. Für mich gabs in der Zeit vor den 1950er Jahren nur ein schwarzes loch. Ich kannte NICHTS. Später immerhin dann Die Feuerzangenbowle. Alles andere war für mich Charly Chaplin, Dick und Doof und Slapstick-Stummfilme mit vielen Bildfehlern.

    Und bis heute bin ich immer und immer wieder begeistertn, wieviel Charme, Handwerk, Können, Witz und Verschmitztheit in vielen dieser alten Filmen steckt. Es kommt natürlich auch auf den Film an, "Metropolis" ist nicht "Venus vor Gericht" und "Kolberg" ist nicht "Die Drei von der Tankstelle" oder "Das Testament des Dr. Mabuse" - aber gerade auch diese vielschichtigkeit ist faszinierend. Und alle diese Werke haben - im Vergleich zu heute - eins gemeinsam: Qualität.

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    André Gide

  • Jja das ist ein sehr guter Punkt Vogelspecht! Heutige Kinderserien sind fast nur noch Gutzi GUtzi und DuDuDu! Man kann sich vieles als Teen, (junger) Erwachsener dann nicht mehr anschauen, weil es nur noch auf Kind gemünzt ist, sehr schade! Warum machen die das?


    Pumuckl kann man wunderbar als Erwachsener schauen! Und man kann den Kindern was erklären, wenn sie was nicht verstehen, sie sind ja nicht blöd!


    Ich habe es z.B als Kind schon sehr genossen, dass in der alten Sesamstraße hochqualitätive Jazz Musik gespielt wurde! und auch bei den Peanuts / Charlie Brown, dieses qualitativ sehr hochwertige Blues und Jazz Musik.. das fiand ich als Kind schon klasse und wusste es zu würdigen.


    Wie Hans Zimmer richtig sagte: "Ich schreibe Musik für die Kinderfilme auch immer so gut ich kann! Die Kinder wissen gute Musik zu schätzen, da muss man keinerlei Qualität zurücknehmen, das hören Kinder ganz genau!" Vollste Zustimmung! Es werden Kinder massiv unterschätzt in allen Belangen heutzutage, und auch nicht gefordert und gefördert, was sehr schade ist. Wie das heutige Schulsystem. Es wird die Kreativität im Keim erstickt und die Kinder nur auf den Sklavenarbeitsmarkt vorbereitet. Sachen auswendig gelernt die total unnütz sind und Social Skills lernen die Kinder gleich erst gar nicht! Kann ich bestätigen, beim Pizzabestellen am Telefon stottere ich sowas von Hab ich nie gelernt. Und viele andere Dinge die im Leben wichtig sind, wird in der Schule gar nicht beigebracht. (schon wieder ein eigenes Thema?! ;) Da gibt es super Videos dazu. z.B. auch vom Harald Lesch! Unbedingt anschauen. :)


    Doch, ich würde Schlager auch zur Hochkultur rechnen. Rap und HipHop mit den aggressiven Texten gar nicht. Sowas hören die Teens und das sind dann die Vorbilder , da könnte ich kotzen! Besser Heino hören! :)


    Ja Power Rangers und Teletubbies sind super Beispiele für den trashigen Verfall der Medien Eine Schande, dass sowas produziert und gezeigt wird und auch noch Erfolg hat!


    Da lobe ich mir doch Pumuckl und Nils Holgersson, wo noch gute Werte vermittelt werden auf liebevolle unhektische Weise und zwar ohne den moralischen Zeigefinger!

    - Oh Jegerl, gut dass mich dran erinnerst! - An wos? - Nojo, na was kommt nach dem 31. März? - Der 1. April! - Richtig! Er weiss wieder besser! Jetzt derfst weiterschnupfern!

  • Genau, Kinder dürfen nicht unterschätzt werden. Ich kriege über YouTube viele junge Herren mit, die sind zwischen 16 und 20 und bringen so viel guten Inhalt. Sie sind zwar in manchen Details noch nicht ausgereift, haben aber soviel Pfeffer unterm Hintern und soviel Energie usw., das vermisst man bei vielen Älteren.
    Ich erinnere mich auch noch, dass ich nach ein paar Findungsjahren mit 16 bis 21 Jahren so dermaßen durchgestartet bin, total kreativ war, mich in meinen Interessensgebieten enorm rein gearbeitet habe und ein Wissen hatte, das ich heute nicht mehr besitze.
    Und bei kleinen Kindern ist es auch so. Sie haben natürlich bei weitem nicht die Reife, Weitsicht, Entwickung usw. wie ein Erwachsener oder junger Erwachsener. Wenn man aber Kinder nur so behandelt als würden sie eh nichts verstehen, verstehen sie in späteren Jahren erst recht nichts. Man kann Kinder auch nicht wie Erwachsene behandeln, es muss halt ein guter Zwischenweg sein. Ich hoffe das bei meinen Kindern und den Kindern mit den ich zu tun habe (wobei ich da viel zu wenig Zeit habe um etwas zu bewirken) das dann auch richtig mache. Soweit es geht natürlich.

    Zitat

    Doch, ich würde Schlager auch zur Hochkultur rechnen. Rap und HipHop mit den aggressiven Texten gar nicht. Sowas hören die Teens und das sind dann die Vorbilder , da könnte ich kotzen! Besser Heino hören! :)

    Ich bin wie gesagt kein Musiker. Aber wenn ich heute einige Schlager aus den 70er Jahren mir anhöre ode ranschaue, bin ich oft erstaunt, wie gut es einfach gemacht ist. Wie gesagt, von Komposition und so verstehe ich nichts, aber einfach vom Gesamtbild. Während heute im Nachmittagsprogramm gerne mal was hingerotzt wird, hat man sich dort die beste Mühe gegeben etwas zu produzieren, damals waren die Reichweiten auch ganz andere als heute. Das ist sicher auch ein Grund.

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    André Gide

  • Vogel Specht

    Hat den Titel des Themas von „Degeneration, Zerfall, Niedergang: TV, Kino Kultur, Gesellschaft...?“ zu „Degeneration, Zerfall, Niedergang: TV, Kino, Kultur, Gesellschaft...?“ geändert.
  • Ja, erfahrung kommt über die Jahre, man lernt immer mehr dazu. Früher wurden Kinder durchaus eher wie Erwachsene behandelt (Zitat von Jurassic Park 1 finde ich großartig, wo Laura Dern sagt: "Kleine Ausgaben von Erwachsenen" das ist auch ein Zitat von irgendjemandem, k.a. Nietzsche oder Siegmund Freud, k.a. Es vergessen heutige Erwachsene auch oft, wie es war Kind zu sein, und reden über Kind als wären es ausserirdische. "Kinderrechte" ist sowas von albern. Kinder sind Menschen und menschenrechte sind auch für Kinder abgedeckt. WIe Frauenrechte feministischer Quatsch. Aber egal...

    Ja, ion den 70ern waren die Kompositionen noch großartig für die Hitparaden. Ist eh ein viel schöneres Wort als "Charts" *bäh*... Der Komponist von NIls Holgersson (Karel Svoboda) war ja auch Schlagerkomponist, Biene Maja von Karel Gott war ja auch von Karel Svoboda komponiert. Ich wollte mir sowieso noch Schallplatten usw von ihm kaufen, und endlich mal in die Schlagermusik der 70er und 80er eintauchen! Das hab ich als Kind total übersprungen, weil es sozusagen uncool war, und wir haben uns über Heino natürlich als Kinder auch lustig gemacht. Aber Geschmäcker verändern sich eben :) Als Kind mochte ich keine Oliven oder Bier oder Meeresfrüchte auf Pizza, heute liebe ich es! :) Ok Bier und Wein trinke ich nur selten, wenn ein guter Freund von mir hier ist kultivieren wir es :) Aber Du weisst was ich meine :) Ja das mit der Reichweite stimmt auch. Der Markt ist halt auch übersättigt. Weniger ist mehr, der Spruch passt gut. Aber ich gehe auch mal ins Bettchen, also gute Nacht und bis denne! :)

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  • Zitat

    Erwachsene auch oft, wie es war Kind zu sein, und reden über Kind als wären es ausserirdische.

    Ohne den Kinderlosen zu nahe treten zu wollen, das liegt aber auch daran, dass viele keine Kinder kriegen. Gerade die Medienleute, die dann am Ende fürs Kinderprogramm verantwotilch sind (ist jetzt ne steile These, ich kenne den Kinderreichtum bei den Programmverantwortlichen der Kinderprogramme nicht - ich kenne aber viele Medienleute und wenn da jemand Kinder hat ist das exotisch). Es gibt ein Zitat, das es wunderbar trifft. Ich versuchs mal vom Sinn her zusammen zu kriegen:

    "Erst wenn man seine eigenen Kinder sieht, wie sie groß werden, beginnt man, seine eigene Kindheit zu verstehen" (und somit auch sein eigenes Leben) - Du weisst sicher was ich meine? Ich glaube Du hast auch Neffen oder so, das wird dann ähnlich sein, wenn man da ein gutes Verhältnis hat.

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    André Gide

  • Hehe, ich sehe es eher andersrum. Wie gesagt wenn Leute Kinder kriegen, werden sie irgendwie auch teilweise unvernünftig und sehe alle 18+ Männer als potentielle Angreifer für ihre Kinder. Total irrational. Da lobe ich mir die kinderlosen rationalen Leute (so kann man es auch sehen ;) Ich verstehe meine eigene Kindheit sehr gut, ohne eigene Kinder haben zu müssen. Aber es könnte auch einfach sein, dass wir beide in unserer eigenen (Filter)Blase sitzen und es eben von unserer Perspektive sehen die unterschiedlich ist.

    Ja, Neffe und Nichten habe ich, Bei einigen habe ich mehr Bezug, bei anderen weniger (habe drei Nichten und einen Neffen), aber evtl wird das auch zu privat ^^ hihi!

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  • Shairaptor Das mit den Peanuts hab ich auch positiv erlebt. Ich komm aus einem musikalischen Elternhaus, da liefen immer Klassik- und auch Jazzplatten. Da war ich schon empfänglich dafür. Während des Italienurlaubs hab ich immer die Bücher zur Serie mit Leidenschaft angemalen und in Süditalien gab es damals auch Zeichner, welche die Peanuts als Straßenbilder verkauften. Auch vom Intellekt her eine fabelhafte Serie, unvergessen für mich.

    Vogelspecht, wie bewertest du eigentlich die ZDF-Weihnachtsserien wie Jack Holborn, Nesthäkchen oder Nonni und Manni im Verlgleich zu den Trickserien? Auch da fällt wieder dieser "historische Bezug" auf, den es so nicht mehr gibt. Auch bei den Serien oder Mehrteilern für Erwachsene lief das damals so, zB "Die Champagner-Dynastie", "Erben der Liebe", "Dornenvögel" usw. ?

  • mathias: Ja genau! Bei uns lief auch immer viel Musik, z.B. Klassik, und dann hat man schon sehr früh einen Bezug zu guter qualitativ hochwertiger Musik. Ich finde es schade, dass in heutigen Kinderserien - bis auf die Titelmelodie - Die Hintergrundmusiken nur so dahingeschludert werden. Ohne sinn und verstand, ohne Melodien und Ohrwurmeffekt. Peanuts kann man sofort nachpfeifen, Pumuckl, Nils Holgersson... aber die Nils Holgersson 3D Serie... bis auf das Titellied nur belanglose Musik. Wenn Musik in heutigen Serien und FIlmen nicht auffallen soll (warum auch immer?!?!?) dann lasst sie doch gleich ganz draussen! (Blöde Idee!) Macht lieber wieder gute Szenenmusiken! Bei Nils Holgersson gibt es ganz starke Musik! Und auch bei Pumuckl kann man während der Serie die Melodien nachpfeifen, einfach toll. :)

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  • Shairaptor
    Ich verstehe Dein Argument. Ich denke aber, dass man beides in sich tragen kann als Eltern. Gerade dann kann man ggf. auch besonders gut Vater oder Mutter sein, weil man auf die Kinder aufpassen kann, ihnen etwas beibringen kann, sie hoffentlich gut erziehen kann, trotzdem mit ihnen unsinn machen kann, sie trösten/verstehen kann usw. - also alle Ebenen abdecken kann, inkl. die Ebene, dass man das Kind versteht in seiner Situation.

    Aber das Zitat was ich versucht hab zu zitieren trifft es sehr gut finde ich. Weil man vieles noch einmal von außen beobachten kann, was man als Kind selbst erlebt/gedacht usw. hat, es aber damals nur aus Kindersicht einordnen konnte. Heute versteht man es auf ganz anderer Ebene, was der Selbstfindung (soweit die noch nicht abgschlossen ist - ist sie wohl nie oder?) auch gut tut.

    Zitat

    Vogelspecht, wie bewertest du eigentlich die ZDF-Weihnachtsserien wie Jack Holborn, Nesthäkchen oder Nonni und Manni im Verlgleich zu den Trickserien? Auch da fällt wieder dieser "historische Bezug" auf, den es so nicht mehr gibt. Auch bei den Serien oder Mehrteilern für Erwachsene lief das damals so, zB "Die Champagner-Dynastie", "Erben der Liebe", "Dornenvögel" usw. ?

    Charlie Brown habe ich als Kind gesehen, fand es ganz nett, hat mich aber auch nie so umgehauen. Ggf. war ich ewas zu jung dafür.

    Auch für die Weihanchtsserien (zumindest für die aus der Zeit, als die richtig guten am Zuge waren) bin ich leider zu jung. Mit meiner Mutter habe ich "Anna" geschaut damals, habe da aber keine Wertung im Nachhinein im Kopf.

    Vor einigen Jahren habe ich durch TV-Kult ein paar der Serien ein wenig kennengelernt und fand sie gut, wenn auch nicht überragend. Aber gerade das Zauberhafte, was in viele der Serien mit eingebracht wurde, wirkt auf Kinder, besonders in der Vorweihnachtszeit, auch nochmal ganz anders.


    Und prinzipiell finde ich es hervorragend, wenn man 1x im Jahr sich auf eine besonders hochwertige Produktion konzentriert. Das ist auch das woran es heute krankt glaube ich - es gibt unendlcih viele Sender, jetzta uch Internet usw. Und man produziert nur noch für ein kleines Publikum, da ist die Qualität oft nicht so zu halten. Vor Jahrzehnten gab es wenig Sender, auch lange Zeit nur mit wenig Sendezeit pro Tag - da hat man natürlich alle Energie, alle Gelder usw. ballen können um dann das eine richtig gute Produkt abzuliefern. So wie Peter Alexander nur 1x im Jahr seine große Show machte - dann aber auch enorm hochwertig mit top-gästen usw. Statt das jede Woche zu machen.

    Genau wie beim Raab, als alle sagten, dass seine Sendung nicht mehr so gut war, als sie täglich statt nur 1x die Woche kam (also TV total war das - wobei die sendung ja auch zum Trash-TV der spät90er gehört)

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    André Gide

  • Ja stimmt genau, das hat auch was damit zu tun, das heute viel zu viele Sender viel zu viel produzieren. Ich würde es mir wünschen, wenn es wieder nur 3 Sender gäbe und nur eine handvoll Serien und Filme, die dann aber qualitativ sehr gut gemacht sind.


    So ein Mist, dass ich als Kind Nils Holgersson nie gesehen habe, hat mich nie interessiert (meine Brüder kannten es, obwohl sie auch eher Captain Future anschauten usw). Ich hätte so gerne Nils dann viele Jahre nicht gesehen und dann ab 2004 mit der VHS/DVD Veröffentichung dann wieder. Das wäre eine grandiose Nostalgie gewesen. 1994 habe ich auf ARD mal eine Folge geschaut, von daher war es eine Mini-Nostalgie (oder eben "Neue Nostalgie" so wie Vogel Specht es treffend beschreibt) :) Schade dass Du die Serie noch nicht gesehen hast. Andererseits wäre ich auch verärgert wenn Du sie sehen würdest und dann nur mit "ja naja war ganz nett" abspeisen würdest ;-D Was ich aber bezweifle. Denn sie ist einfach exzellent gemacht.


    Ohaj genau! Raab hab ich sehr gerne geschaut als es nur 1x die Woche lief. Ab 4x die Woche war es dann einfach zuviel!! Übersättigung. Und Quanität statt qualität.

    Ich hab dann mal JAhre später kurz mal reingezappt. Da sah man dann einen Raab der sein Stockcar erklärte, welches ins Studio reingefahren war. Die Zuschauer im Studio waren schon eingeschlafen, so dröge und langweilig war es. Bei Switch wurde es dann parodiert, dass man im Publikum dann Rülpser, Furzer, Huster und Schnarchen hörte. Einfach genial paridoert, wie Raab sich selbst feierte und es eigentlich niemanden interessiert, lol :D


    In Sachen Kindern: Ochjo manchmal stell ich mir vor wenn ich an einer Schule vorbei fahre, dass es evtl toll wäre, wenn man nun eigene Kinder hat und diese abholen würde von der Schule. Seufz, Schule war so toll! Aber dann denke ich: Nee, das was ich will ist: Selbst wieder Kind sein! Und es nicht als Vater von aussen betrachten. "Ich vermisse meine Kindheit!" Das ist das Zitat was ich von Youtube kenne und es präzise beschreibt was ich denke. Ich dachte immer ich vermisse mich selbst als Kind, weil ich auch eine Weisheit hatte und Sachen wusste die ich heute nicht mehr weiss (genau wie Du sagst). Aber man kann sich ja nicht selber vermissen hihi, Kindheit trifft es also besser. Ich habe in meinem Freundeskreis eigentlich praktisch nur Leute, die auch ihr inneres Kind bewahrt haben und nicht so "auf Erwachsen" machen, sowas kann ich nicht leiden... diese "ach dieser ganze Kinderserienquatsch - werd mal erwachsen mann" getue ist absolut bescheuert. :) Man kann als Erwachsener auch die eigene Kindheit wieder aufleben lassen. Was ich z.b. mal googlen wollte - gibt es Abenteuerspielplätze für Erwachsene? Oder Campingurlaub mit Abenteuer für Erwachsene, sicher oder? Besonders so ein Abenteuerspielplatz würde mich mal wieder interessieren. Auf Rummel und Kirmesse gehe ich auch gerne usw :)

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    2 Mal editiert, zuletzt von Shairaptor ()

  • Shairaptor So ist es, du sprichst mir aus der Seele. Man war damals auch gewollt oder ungewollt automatisch konfrontiert mit anspruchsvoller Musik. Viele Melodien waren zumindest klassisch "inspiriert". Was die englischen Serien angeht...da war auch immer das BBC-Orchestra dahinter usw. Bei der "Onedin Linie" zB war gleich das Adagio von Spartacus und Phrygia die Titelmelodie.

  • Zitat

    Andererseits wäre ich auch verärgert wenn Du sie sehen würdest und dann nur mit "ja naja war ganz nett" abspeisen würdest ;-D

    So ist es ;-) Von daher mal abwarten.


    Bzgl. den wenigen Sendern. Es wäre ja nicht so, dass das TV-Programm langweilig oder nicht abwechslungsreich wäre. Denn einerseits kann kein Mensch mehr als 24 Stunden am Tag TV schauen (theoretisch). Und andererseits wachsen ja die Archive. Sie wachsen zwar deutlich langsamer, aber mit Top-Material. Während man 98% des heutigen TV-Programms ins Archiv wandern lassen kann, ohne, dass es je nochmal jemand sehen wollen würde (um es mal übertrieben zu sagen), könnte man sämtliches Programm immer und immer wieder zeigen und trotzdem wird es geguckt. Nicht umsonst ziehen sich viele Leute heute 1-2 Mal im Jahr die komplette "Monaco Franze"-Serie rein. Oder andere Filme/Serien, weil sie einfach gut sind und man sie gerne immer wieder schaut.


    Und während es früher die Kinderstunde gab - also nur wenig Kinderporgramm im Rahmen des Erwachsenenfernsehens - gibt es heute fast rund um die Uhr Kinderprogramm.


    Meine Kinder kriegen manchmal Kinderprogramm über YouTube zu sehen und kennen die "Werbung" und sind froh wenn wir sie wegschalten.


    Letztens haben wir den TV angemacht und es lief normales Fernsehprogramm für Erwachsene und die Reaktion war "WERBUNG!!!" - weil sie erwachsenen TV Programm einfach nicht kannten ;-)

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Naja, vlt. musste man die Weihnachtsserien zu "ihrer" Zeit sehen und erleben. Ich kenne heute noch ehemalige Mitschüler von mir, die schwören da drauf. Für den alten Film lassen sie sich leider trotzdem nicht begeistern. Ein paar Serien hab ich mir als DVD zugelegt, wenn auch nicht alle.

  • Die Nostalgie spielt halt eine große Rolle. Und der individuelle Geschmack. Wobei es auch drauf ankommt, wann und wie man die Sachen schaut. Für TV-Kult.com habe ich ja viel rezensiert, da war es aber oft so, dass ich es halt nebenher geschaut habe um einen Eindruck davon zu bekommen (was nicht der Idealfall ist für Rezensionen), ich hab auch mal was in Ruhe geschaut. Aber das war nicht immer möglich. Sich aber etwas in Ruhe anzuschauen ist wichtig, wenn man dem Produkt komplett gerecht werden möchte.

    Von daher kenn eich im Grunde keine der Weihnachtsserien so richtig. "Anna" habe ich als Kind geschaut, aber ich weiss nicht ob es alle Folgen waren. Ich kann mich nur an eine Szene (die Unfallszene) erinnern aus der Kindheit.


    Und genausoschön wie die Nostalgie, weil man was aus Kindhitstagen kennt und deswegen auch heute mag, ist die "Neue Nostalgie", wie wir es hier getauft haben. Denn da findet man eine alte Serie oder einen alten Film, den man vorher nicht kannte und bekommt dazu ein so intensives und nostalgisches Verhältnis wie es eigentlich bei Produktionen aus der Kindheit war. Bei mir ist das der Fall bei Anderland (ZDF, 1980 - 1986), Das Haus mit der Nummer 30 oder auch Krempoli (BRD, 1974) - aber auch bei Filmen aus den 30er und 40er Jahren.


    Passend dazu:

    "Ruhige" deutsche Real-Kinderserien

    Der "zweite Blick" auf Serien, Filme, etc...

    Folge 7 - Alles für das Fernsehen, alles für den Kult!

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Vogelspecht: ja das würde ich dir aber echt krumm nehmen bei Nils Holgersson und auch vom Forum weggehen (muahaha) und Dir unterstellen dass Du entweder einen schlechten Geschmack hast oder die Serie nicht richtig gsehen hast und Dir mehr Zeit nehmen solltest und nicht so husch husch... äh..reg ich mich gerade über etwas auf was Du noch gar nicht gesehen hast? Ungelegte (Gänse)eier! *grins* :D


    Ja, Neue Nostalgie ist was wunderbares! Das hab e ich z.B. auch bei Die Besucher/Expedition Adam 84 bekommen. Früher nie gesehen... aaaber: Einzelne Szenen habe ich doch im Fernsehen immer mal wieder gesehen! Beim Durchzappen, sollte bekannt sein bei Leuten die viel 80er und 90er TV geschaut haben. "Ach jaa DAS ist das, cool" usw. Kann ich nur sehr empfehlen die Serie.


    Anderland hab ich ja hier, wenn auch nicht komplett, werd ich mal weiterschauen, eilt aber auch nicht.

    - Oh Jegerl, gut dass mich dran erinnerst! - An wos? - Nojo, na was kommt nach dem 31. März? - Der 1. April! - Richtig! Er weiss wieder besser! Jetzt derfst weiterschnupfern!