Neues Reclam-Buch über den NS-Film ist erschienen

  • Ich hab jetzt einmal in das Buch hineingeklickt. Also das was der Titel und das Inhaltsverzeichnis hier suggerieren (zB Bel Ami, Burgtheater, Münchhausen etc. als NS-Filme) ist harter Tobak, ganz wie es halt seit ca. 15 Jahren üblich ist. Solche Schriften werden die UFA-Filme bestimmt nicht populärer machen. So kann man alles "nazifizieren". :thumbdown:

  • Ich halte es für ausgeschlossen, dass das Buch die Filme nazifizieren will. Ich kenne die Einstellung von Frank Noack sehr gut, und von ihm stammen drei Kapitel aus dem Buch. Aber ich werd's mir sowieso besorgen. Dann kann ich euch genauer was drüber berichten.

    An actor remembers his first piece of published praise. It is written on his heart. (Conrad Veidt)

    Einmal editiert, zuletzt von Conrad ()

  • Ich wollte jetzt auch nicht das Kind mit dem Bad ausschütten, aber der Titel "Filme zur Zeit des Nationalsozialismus" wäre passender. Man stelle sich vor, man würde sich als NS-Film-Fan definieren. Bei dem Buchtitel hab ich halt schon den Eindruck, dass man zB "Münchhausen" als nationalsozialistischen Film bezeichnet.

    Interessieren würde mich auch, warum der Autor "Burgtheater" von 1936 als NS-Film auflistet. Der ist nämlich noch vor dem Anschluß 1936 in Österreich erschienen.

  • Ich hab das Buch bestellt - und nebenbei damit auch noch ein Buchgeschäft unterstützt ;) Offenbar müssen viele von denen ja mittlerweile richtig kämpfen, nachdem das meistens über amazon abgewickelt wird ;)

    An actor remembers his first piece of published praise. It is written on his heart. (Conrad Veidt)

  • Ich hab jetzt einmal in das Buch hineingeklickt. Also das was der Titel und das Inhaltsverzeichnis hier suggerieren (zB Bel Ami, Burgtheater, Münchhausen etc. als NS-Filme) ist harter Tobak, ganz wie es halt seit ca. 15 Jahren üblich ist. Solche Schriften werden die UFA-Filme bestimmt nicht populärer machen. So kann man alles "nazifizieren". :thumbdown:

    Ich hab schon ein wenig reingelesen. Was ich bis jetzt gelesen habe, ist sehr differenziert und äußerst sachlich und nüchtern. Auch die große Bandbreite an Autoren finde ich sehr angenehm. Sollte da tatsächlich die eine oder andere Betrachtung zu sehr durch eine weltanschauliche Brille geprägt sein, würde das viel leichter ausgeglichen.


    Kennt übrigens jemand von euch Elisabeth Bronfen? Sie war Anfang der 90er Jahre Dozentin an der englischen Fakultät der LMU München. In den letzten Jahren habe ich ihren Namen allerdings häufig in Zusammenhang mit filmwissenschaftlichen Arbeiten gelesen. Das hat mich etwas überrascht.

    An actor remembers his first piece of published praise. It is written on his heart. (Conrad Veidt)