Sonntagsfrage

  • Das ist eine Blitzumfrage über den heutigen Tag gewesen, ich würde die nicht überbewerten.

    Es geht Söder um die persönliche Macht. Er hat nicht einmal ein klares politisches Programm, sondern vertritt das, was ihm gerade am meisten nützt. Im Erspüren der Stimmung im Volk ist er ein Meister. Söder gehört auch zu den Politikern, die Viktor Orbán lange gelobt haben. Er würde auch mit der AfD eine Koalition eingehen, wenn es ihm zur Macht verhelfen würde - dafür gibt es genug Äußerungen von ihm, die das belegen.

    Ja, Söder hat sein Fortkommen im Sinn, bzw. anders ausgedrückt den Machterhalt der CSU (die momentan Markus Söder ist). Trotzdem setzt er das, was er sagt, dann auch um. Die Süddeutsche (nun wahrlich weder als Söder- noch als CSU-freunlich bekannt) hatte letzte Woche einen langen Artikel, in dem nachgegangen wurde, ob Söders großen Ankündigungen (zur Asylthematik 2018 oder der Klimathematik ab 2019) wirklich Taten gefolgt sind. Die Antwort war relativ eindeutig: Ja.

    Deshalb verstehe ich jeden, der Söder aufgrund seiner Art und seines großen Hangs zum Opportunismus nicht mag, aber mir ist es unterm Strich egal, ob ein Politiker zu 100 Prozent hinter dem steht was er macht oder nicht, so lange er etwas macht, was ich gut finde. Wie viele Politiker haben wir, die aus tiefster Überzeugung handeln wollen und am Ende nichts auf die Kette bringen...


    Dein Satz zur Koalition mit der AfD ist allerdings sehr zweifelhaft, da müsstest Du eine Aüßerung bringen, die das belegt. Selbst in der "Asyl-Phase" des Markus Söder 2018 ist meiner Erinnerung nach immer kategorisch ausgeschlossen worden, mit der AfD zu paktieren.

  • Die AfD hat 24% zu viel. :thumbdown:


    Bruno: Ich muss immer auf deine Signatur gucken. Ich stelle fest, dass wir Berliner, eingedenk des Wahlausgangs hier, soweit er sich schon prognostizieren lässt, nicht das Recht haben, über andere Länder Hohn und Spott auszuschütten. 8)

  • Die AfD hat 24% zu viel. :thumbdown:


    Bruno: Ich muss immer auf deine Signatur gucken. Ich stelle fest, dass wir Berliner, eingedenk des Wahlausgangs hier, soweit er sich schon prognostizieren lässt, nicht das Recht haben, über andere Länder Hohn und Spott auszuschütten. 8)

    Tja - der Unterschied:

    Du magst die Grünen - ich mag sie nicht

  • Tja - der Unterschied:

    Du magst die Grünen - ich mag sie nicht

    Ich bin auch kein Freund von denen. Aber ich darf in dem Zusammenhang mal auf das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts verweisen, wonach dem Verfassungsprinzip Umweltschutz im Naturschutzgesetz zu wenig Rechnung getragen wird. Die Grünen sind deshalb so stark, weil alle anderen an dieser Aufgabe schlichtweg versagt haben. Denk nur an Fukushima. Danach machte Schwarz-Gelb die Rolle rückwärts.


    Ob's die Grünen machen oder die AfD - gemacht werden muss es.

  • Ich bin auch kein Freund von denen. Aber ich darf in dem Zusammenhang mal auf das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts verweisen, wonach dem Verfassungsprinzip Umweltschutz im Naturschutzgesetz zu wenig Rechnung getragen wird. Die Grünen sind deshalb so stark, weil alle anderen an dieser Aufgabe schlichtweg versagt haben. Denk nur an Fukushima. Danach machte Schwarz-Gelb die Rolle rückwärts.


    Ob's die Grünen machen oder die AfD - gemacht werden muss es.

    Du hast dich ja sehr neutral ausgedrückt - das ist dir zuzurechnen

    Aber was Fukushima betrifft bin ich doch am zweifeln, ob diese Katastophe nicht zu politischen Zwecken mißbraucht wurde.

    Denke daran, was Deutschlands Nachbarn über Atomkraft denken - vor allem aktuell Frankreich

  • Du hast dich ja sehr neutral ausgedrückt - das ist dir zuzurechnen

    Aber was Fukushima betrifft bin ich doch am zweifeln, ob diese Katastophe nicht zu politischen Zwecken mißbraucht wurde.

    Denke daran, was Deutschlands Nachbarn über Atomkraft denken - vor allem aktuell Frankreich

    Ich glaube nicht, dass Fukushima missbraucht wurde. Die Bundesregierung hat auch an den Reaktionen der Menschen hierzulande sehr bald erkannt, dass die meisten den Atomausstieg wollen. Und ähnlich wie bei Öl geht auch das Uran zur Neige. Mal abgesehen davon, dass das Zeug nicht gerade effizient ist. Abgebrannte Brennstäbe sind so heiß, dass man sie mit bloßen Händen nicht anfassen kann. Mit der Energie könnte man drei Lokomotiven betreiben. Tut man aber nicht. Was für eine Verschwendung!


    Und auch Frankreich wird umdenken müssen.

  • Nach der neuesten Umfrage von Kantar ist die Union mit 24% auf den Stand vor der Pandemie zurückgefallen. Das ist eine durchaus logischer Verlauf. Wer sich an 2002 erinnert, konnte Rot-Grün von der Hochwasser-Katastrophe in Ostdeutschland profitieren. Die Wahl war allerdings noch im selben Jahr. Irgendwann läuft der Effekt aus, und die CDU/CSU ist wieder da, wo sie ohne Pandemie wohl seit einem Jahr geblieben wäre, mit einigen leichten Aufs und Abs vielleicht.


    Auf Länderebene gibt es auch interessante Zahlen. In Berlin sind die Grünen mit 27% so stark wie seit dem 04.07.2011 nicht mehr, also seit fast 10 Jahren. Damals wollte Renate Künast den Höhenflug nutzen und kandidierte für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin. Das war keine gute Idee, denn letztlich kamen die Grünen nur auf 17,6% und damit auf Platz 3.


    In NRW hat die CDU innerhalb von nur 3 Monaten 9%P verloren und kommt nur noch auf 28%, bleibt aber die Nr. 1. Die FDP hat hier ordentlich zugelegt, kommt jetzt auf 11%.


    Die AfD verbleibt in allen aktuellen Umfragen auf niedrigem Niveau, Ausnahme: Sachsen-Anhalt. Hier legt sie um 4 Punkte zu und hat mit 24% fast das Niveau der letzten Landtagswahl erreicht. Die Grünen sind hier so stark wie nie, obwohl es nur 12% sind. Man kann sagen, was die Grünen im Westen, ist die AfD im Osten, zumindest was die Zustimmung angeht.

  • Fazit: Sollte es zu einer Mehrheit von GRR nach der Bundeswahl kommen, liegt es an den Wählern der alten Bundesländer

    Es wäre mal interessant zu erfahren,wie die Gesamtunterschiede zwischen Ost-und West bei der Wahl sind