Sonntagsfrage

  • Nach den letzten Umfragen hat die AfD durchweg verloren oder blieb unverändert. Fast scheint es so, als ob nicht nur die "Kopie" CSU an Wählergunst einbüßt, sondern auch das "Original". Ob das allerdings ein Trend ist, lässt sich jetzt sicher noch nicht sagen, es könnte nur eine Momentaufnahme sein.


    Im Bremen liegt die AfD bei gerade mal 6%, wobei der Löwenanteil der Anhänger nicht in Bremen selbst, sondern eher in Bremerhaven wohnen dürften.


    In einigen Ländern hat die SPD mal wieder zugelegt, z.B. in Hessen (von 22 auf 24%).

    Eine Diskussion ist ein Austausch von Gedanken, bei dem immer die Gefahr besteht, dass man überzeugt wird.

    Hans Moser

  • Nach den letzten Umfragen hat die AfD durchweg verloren oder blieb unverändert. Fast scheint es so, als ob nicht nur die "Kopie" CSU an Wählergunst einbüßt, sondern auch das "Original". Ob das allerdings ein Trend ist, lässt sich jetzt sicher noch nicht sagen, es könnte nur eine Momentaufnahme sein

    Da stimme ich dir zu! Ich erinnere mich daran, wie wir im Frühjahr 2017 schon einmal einen Abgesang auf die AfD gesungen haben :/ Aber ich bin der erste, wenn es darum geht, das Lied wieder neu anzustimmen, wenn es realistisch ist :D:D

    An actor remembers his first piece of published praise. It is written on his heart. (Conrad Veidt)

    Remember! My name is Conrad :P

  • Mathias77 : Nachdem du deinen doch recht emotionalen Beitrag gelöscht hast, habe ich meinen Kommentar dazu jetzt auch durchgestrichen. So ein Smiley hängt ja sonst ein wenig arg im luftleeren Raum :D

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  • INSA vom 24.09.


    27% CDU/CSU
    16% SPD (bei den anderen Instituten sind sie meist bei 17%)

    14,5% Grüne
    10% FDP

    11,5% LINKE
    18% AfD
    3% Sonstige


    Keine einstellige Partei über 5% ist aktuell dabei, die CDU/CSU rücken spürbar von den 30% ab, dass die AfD 2% vor der SPD war, gabs glaube ich auch noch nicht. Erschreckend wie hoch die Werte für die Grünen ausfallen.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Bei der Umfrage für Bayern hat die CSU einen Punkt zugelegt und kommt jetzt wieder auf 35%. Die AfD verliert hier deutlich, in allen anderen Umfragen legt sie zu oder verändert sich nicht. Generell verlieren aber wieder die großen Parteien, wobei man sich noch uneins ist, wer nun die zweite Kraft nach der Union stellt.


    In Bayern sind's die Grünen. Wenn es die Linke dort nicht in den Landtag schafft, hätte die CSU zumindest den Luxus, zwischen vier Parteien für eine Zweier-Koalition wählen zu können. Kommt die Linke aber rein (zzt. 4%), würde es nur noch für schwarz-grün reichen.

    Eine Diskussion ist ein Austausch von Gedanken, bei dem immer die Gefahr besteht, dass man überzeugt wird.

    Hans Moser

  • In Bayern sind ganz offensichtlich einige Leute nach den Ereignissen von Chemnitz aufgewacht :thumbup:. Die AfD hat definitiv an Zustimmung verloren. Und der harte Rechtskurs der CSU hat die CSU in der bürgerlichen Mitte viele Stimmen gekostet. Davon profitieren im Moment die FDP, die Freien Wähler und vor allem die Grünen. Hoffentlich hält das an.


    Die CSU ist ganz offensichtlich extrem verunsichert. Wir wollten für eine Podiumsdiskussion über das Thema Füchtlinge, zu der bekannte Gäste kommen (u.a. Claus-Peter Reisch, Kapitän der "Lifeline"), einen Abgeordneten der CSU auf die Bühne bekommen, aber trotz vieler Anfragen haben alle abgelehnt. Keiner von denen will noch was zu dem Thema sagen. Denen geht so richtig die Düse :D


    Den neuen Kurs, den Söder im Moment versucht zu fahren, erkennt man gut bei seinem Duell mit einem der beiden Spitzenkandidaten der Grünen, Ludwig Hartmann:

    https://www.ardmediathek.de/tv…07810&documentId=56407828


    Ich muss sagen, dass mich Ludwig Hartmann sehr positiv überrascht hat :) Es ist auch sehr erfrischend, endlich mal ein neues Gesicht auf der Bühne zu sehen :)

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  • Hallo Conrad, schön, mal wieder von dir zu lesen. :)


    Neue Gesichter gibt es dann meistens nach der Wahl, wenn einige so vernünftig sind, ihren Posten zu räumen, wenn sie merken, das war nix.


    Die AfD wird das Wahlergebnis dennoch als Erfolg verbuchen dürfen. Vor 5 Jahren traten sie in Bayern noch nicht an.

    Eine Diskussion ist ein Austausch von Gedanken, bei dem immer die Gefahr besteht, dass man überzeugt wird.

    Hans Moser

  • Die aktuellen Umfragewerte sind hochspannend.


    Bei 6 von 7 Instituten ist die CDU bei unter 30% (jeweils 27 oder 28 %). Bei Allensbach noch drüber, aber da ist die Umfrage vom 18.09. - also schon etwas her.


    Erschreckend ist, dass die Grünen dafür teilweise auf bis zu 17 Prozent kommen.


    SPD ist jeweils bei 16 oder 17 %


    AfD bei 15 bis 18 %


    FDP jeweils um 10%


    Die Linke 10 bis 11%


    Die AfD ist in Mitteldeutschland inzwischen stärkste Kraft.


    Bei den Umfragen bzgl. Bayern liegt die AfD bei 10-14%. Seit 2017 sind sie in Bayern immer bei mind. 10% gewesen. Bei der aktuellen INSA-Umfrage vom 26.09. liegen sie bei 14%, das ist der höchste Wert der bisher in Bayern gemessend wurde.
    Bei Infratest Dimap waren sie das ganze Jahr über bei 12% (im Januar warens noch 10%), da ging es einen Prozentpunkt zurück auf 11 Prozent.
    Extrem stark in Bayern sind neben der CDU verhältnismässig die Grünen. AfD und SPD streiten um Platz 3 aktuell.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Die AfD wird das Wahlergebnis dennoch als Erfolg verbuchen dürfen. Vor 5 Jahren traten sie in Bayern noch nicht an.

    Das stimmt natürlich. Auf der anderen Seite denke ich daran, dass ein Wahlergebnis immer auch eine Momentaufnahme ist. Und da geht die Zustimmung im Moment tendenziell etwas zurück. Aber wie gesagt, das ist natürlich alles mit einer gewissen Zurückhaltung zu sehen. Das ist mir klar.


    Ich hoffe auch, dass wie nach Chemnitz ggf die eine oder andere ernste und warnende Stimme aus der Wirtschaft zu hören ist. "Ist der Ruf mal ruiniert..." gilt halt nicht für ein Land, das so stark vom Export und vom Tourismus abhängig ist wie Deutschland. Und soviel ich weiß hat es diesen Schaden schon gegeben - z.B. dass Touristen gewisse Gebiete anfangen zu meiden oder dass ein Produktionsstandort (BMW?) nicht dort aufgemacht wurde, wo er ursprünglich geplant war und somit Arbeitsplätze weggefallen sind.

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  • Erschreckend ist, dass die Grünen dafür teilweise auf bis zu 17 Prozent kommen.


    Die AfD ist in Mitteldeutschland inzwischen stärkste Kraft.

    Was ist denn daran erschreckend, dass die Grünen so stark sind? Die sind mir allemal lieber als die AfD.


    Und wo zum Teufel liegt "Mitteldeutschland"? :/ Ich sehe nur, dass die AfD in Brandenburg gleichauf mit der SPD vorn liegt (23%). Sonst ist sie nirgendwo stärkste Kraft.

    Eine Diskussion ist ein Austausch von Gedanken, bei dem immer die Gefahr besteht, dass man überzeugt wird.

    Hans Moser

  • Ich weiß nicht, ob da 300 Befragte ausreichen, aber wenn es so ist, wird sich das ja mittelfristig feststellen lassen.

    Eine Diskussion ist ein Austausch von Gedanken, bei dem immer die Gefahr besteht, dass man überzeugt wird.

    Hans Moser

  • Im neuesten ARD-Deutschlandtrend verlieren Union und SPD wieder sehr stark. Allerdings profitiert die AfD davon diesmal nicht, sondern Grüne und FDP, auf die es ja auch mal einen Abgesang gab. Wer erinnert sich noch? ;)


    Union 26% (-3)

    SPD 15% (-3)

    AfD 16% (0)

    FDP 10% (+2)

    Linke 10% (0)

    Grüne 17% (+3)

    Sonstige 6% (+1)


    Schwer zu sagen, ob diese Entwicklung bedenklich ist. In anderen Ländern kennt man das nicht anders.


    Heute habe ich allerdings in der Tagesschau vom 11. Oktober 1993 gesehen, dass der griechische Ministerpräsident Mitsotakis zurückgetreten ist, weil seine Partei Nea Demokratia "nur" 40% bekommen hat. In Deutschland würde man ihn wohl auf Lebenszeit wiederwählen, aber die PASOK war mit 47% eben stärker.


    Paradiesische Zustände... ^^

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    Hans Moser

  • 26% für die Union. Schon krass... wie sich die Zeiten verändern. Aber ist auch logisch: SPD zerlegt sich seit Schulz, Union auch schon ne weile, jetzt verstärkt.

    Da fallen die Stimmen auf die restilchen Parteien.


    Was die FDP angeht: Es ist ja auch immer davon abhängig, welche Köpfe die Partei führen.

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    André Gide