Sonntagsfrage

  • Ja, war letztes Jahr schon so. Vielleicht will man den Weihnachtsfrieden nicht mit schlechten Umfragewerten stören. ;)


    Vielleicht ist auch einfach mal schlicht Urlaub für alle angesagt. Ich gehe mal davon aus, dass es bis zum übernächsten Sonntag wieder Umfragen geben wird.

    Eine Diskussion ist ein Austausch von Gedanken, bei dem immer die Gefahr besteht, dass man überzeugt wird.

    Hans Moser

  • Das mir bislang völlig unbekannte Institut GMS (Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung) hat heute die ersten Ergebnisse für das neue Jahr rausgehauen. Erhebungszeitraum 27.12.–02.01.


    CDU/CSU 28 %

    SPD 13 %

    GRÜNE 21 %

    FDP 9 %

    DIE LINKE 8 %

    AfD 14 %

    Sonstige 7 %

  • Es sind auf jeden Fall Alternativen zur Alternative. Respekt an Massengeschmack.tv, denen mal Redezeit zu geben. :thumbup:


    Die Gesundheitspartei müsste doch eigentlich den Geschmack der etablierten Parteien treffen. Die mischen sich in nichts ein, man gibt ihnen das Geld, das sie wollen und kann dann mit vielleicht 30% Stimmenanteil nahezu allein regieren. Um die müsste man geradezu buhlen und sie hochjubeln.

    Eine Diskussion ist ein Austausch von Gedanken, bei dem immer die Gefahr besteht, dass man überzeugt wird.

    Hans Moser

  • So, es gibt neue Zahlen:


    INSA, 6. Jannuar: CDU/CSU 29 %; SPD 13 %; GRÜNE 21,5 %; FDP 9 %; DIE LINKE 8,5 %; AfD 14 %; Sonstige 5 %


    Infratest dimap, 8. Jannuar: CDU/CSU 27 %; SPD 13 %; GRÜNE 23 %; FDP 9 %; DIE LINKE 8 %; AfD 14 %; Sonstige 6 %

  • Massengeschmack-TV: Kleine PARTEIEN im Check: Humanisten, Partei für Gesundheitsforschung, VOLT

    Ich kann mit diesen Ein-Themen-Parteien relativ wenig anfangen. Es gibt aber genug Leute, von denen ich weiß, dass sie genau aus diesem Grund (ein Thema) so eine Partei wählen.

    Ich habe mir die Humanisten mal etwas genauer angesehen - wenn auch nur Wikipedia. Ich persönlich finde man merkt ihnen an, dass sie ideologisch sehr auf eine Sache fixiert sind. Sie torkeln zwischen absoluter Liberalität und Zwang hin und her, wahrscheinlich ohne es zu wollen, sondern weil sie unter allen Umständen Humanisten sein wollen.

    Volt machen hier im Stadtteil momentan wieder richtig viel Werbung. Zur Europawahl habe ich sogar einen Whatsapp-Kettenbrief bekommen, den ich weiterschicken sollte. Mich hat das schon überrascht, aber vielleicht ist das so, wenn eine Partei vor allem aus jungen Leuten besteht.

    An actor remembers his first piece of published praise. It is written on his heart. (Conrad Veidt)

    Remember? My name is Conrad 8o

  • Interessante Umfrageergebnisse gab es diese Woche: In Bayern erreichen die Grünen ein Allzeithoch von 25%. Die CSU verliert auf 36%, die SPD auf 7%. Auch FDP (4%) und Linke (3%) verlieren, während die AfD mit 10% stabil bleibt.


    Ein Allzeithoch schaffte in Mecklenburg-Vorpommern eine ganz andere Gruppe - die Sonstigen. Würden die sich zu einer Partei zusammenschließen, könnten sie mit 10% rechnen. In keinem anderen Bundesland gibt es eine derart große Zustimmung für die Kleinparteien. Da hätte ich gerne mal die genaue Zusammensetzung gewusst. Ein Allzeittief hat hier die SPD, die mit 19% erstmals unter die 20-er Marke rutscht. Die CDU liegt bei 20% und wird der SPD möglicherweise bald unter die 20er-Linie folgen. Für die ist es allerdings kein Minusrekord, bei den letzten Wahlen holte sie 19%. Es wäre also immer noch eine Steigerung. :thumbup: Dicht an den beiden dran ist die AfD, die mit 19% allerdings auch einen Punkt einbüßt. Es folgen die Linke (14%), die Grünen (13%) und die FDP (5%).


    Auf Bundesebene kann die SPD in zwei Umfragen um einen Punkt zulegen: Bei Forsa hat sie jetzt 13, bei Emnid sogar 15%.

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    Hans Moser

  • In 4 Wochen wird in Hamburg gewählt. Hier kann die SPD insofern voraussichtlich einen Erfolg verbuchen, als dass sie stärkste Kraft bleibt, allerdings arg gerupft, wenn auch nicht so sehr wie zwischenzeitlich befürchtet. Gegenüber der letzten Umfrage legt sie um 3 Punkte zu und erreicht 32%. Das wären 13,6%p weniger als vor 5 Jahren. Großer Gewinner werden die Grünen sein: Mit 27% würden sie sich mehr als verdoppeln. Nahezu unverändert bleibe die CDU mit 16%(+0,1%p) und die Linke mit 8% (-0,5%p). Die FDP würde mit 6% leicht verlieren, die AfD mit 7% leicht gewinnen. Es würde für eine stabile rot-grüne Mehrheit reichen.


    Aber in den 4 Wochen kann noch einiges passieren. ;)

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    Hans Moser

  • Besonders auf Länderebene fällt immer wieder auf, dass bestimmte Parteien sehr unterschiedlich bewertet werden. Besonders bei CDU und AfD ist das derzeit so, die auf Länderebene zulegen, auf Bundesebene - zumindest zum Teil - aber nicht.


    Es hängt auch viel davon ab, welches Bundesland es gerade ist. In dieser Woche gab es Umfragen in Schleswig-Holstein und Thüringen. Unterschiedlicher könnten die Ergebnisse kaum sein. Ich stelle sie einfach mal gegenüber, erst Schleswig-Holstein, dann Thüringen:


    CDU 28% 19%

    SPD 20% 8%

    Grüne 26% 6%

    FDP 9% 6%

    Linke 3% 32%

    AfD 7% 24%

    Sonstige 7% (inkl. SSW 3%) 5%.


    Während die AfD in Schleswig-Holstein unverändert bleibt und in Thüringen gegenüber der letzten Wahl sogar leicht zulegen kann, verliert sie auf Bundesebene bei Forsa und bei Emnid jeweils 1 Punkt. Dabei kommt sie bei Forsa nur noch auf 11%, so wenig wie seit Juni nicht mehr. Bei Allensbach verliert sie gar zwei Punkte, nur bei INSA bleibt sie bei 15%.


    Inwieweit das wirklich repräsentativ ist, vermag man so nicht zu sagen. Die Institute räumen ja selbst eine Fehlertoleranz ein. Da in dieser Woche eben nur zwei Bundesländer befragt worden sind, kann das wohl so auseinandergehen. Alles in allem ist aber festzustellen, dass sich die umwälzenden Veränderungen der letzten beiden Jahre deutlich verlangsamt haben. Das Beben in der Parteienlandschaft ist erst einmal zum Stillstand gekommen.


    In drei Wochen wird in Hamburg gewählt. Dann sehen wir, wie belastbar die Umfragen dort waren.

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    Hans Moser

  • Interessant ist die heutige Sonntagsfrage für Thüringen:


    Linke 39%

    AfD 24%

    CDU 13%

    SPD 10%

    Grüne 5%

    FDP 4%

    Sonstige 5%.


    Damit hat die Linke ein Allzeithoch in Thüringen hingelegt. Es gibt keine Partei, die in irgendeinem Land eine derart hohe Zustimmung aufweist. Für die Linke selbst ist das ein extrem hoher Wert; den zweitgrößten erzielen sie in Sachsen-Anhalt mit 19% (Stand 28.08.18). Aufgrund dieser Konstellation wäre jetzt sogar Rot-Rot möglich. Die Grünen würden nicht mehr gebraucht. Dabei profitiert auch die SPD ein wenig von Schwund in der Wählergunst der CDU und ist erstmals seit Juni 2019 wieder zweistellig.


    Derweil wird die SPD wohl stärkste Kraft werden, wenn in knapp zwei Wochen in Hamburg gewählt wird. Sie kommt auf 33% und könnte mit den Grünen (24%) ebenfalls eine Zweier-Koalition bilden.

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    Hans Moser

  • Bei der neuesten Umfrage zu Thüringen hat die Linke ihre Position weiter ausgebaut und kommt auf volksparteiverdächtige 40%. Die CDU scheint sich hingegen wieder zu erholen und steigt auf 14%. Auch die AfD legt zu und erreicht 25%. Was ich nicht verstehe: Warum profitiert die SPD nicht auch von den Verlusten bei CDU und FDP? Sie rutscht im Gegenteil auf 7% und damit unter das Ergebnis der Wahl.


    Mein Tipp: Lasst schnell Neuwahlen ansetzen, bevor die Linke noch auf die absolute Mehrheit kommt. :D

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    Hans Moser

  • Morgen wird in Hamburg gewählt, und die letzten Umfragen verlaufen nach dem Motto: Wir wissen auch nicht, was kommt. Insofern lohnt sich das Wählen mal wieder. :thumbup:


    Es liegen Umfragen vom 18., 19. und 20. Februar vor. Einig sind sie sich, dass die CDU sich wohl mit 12-13% zufriedengeben wird müssen. Bei der SPD hingegen gehen die Anfragen schon fast durch die Decke. Hier schwanken die Werte zwischen 34 und 39%. Letzteres wäre zwar immer noch ein Minus gegenüber der letzten Wahl, aber doch ein vergleichsweise moderater.


    Bei den Grünen ist der Wert vom 19. Februar im wahrsten Wortsinne herausragend. Gehen die anderen Umfragen von so ca. einem Viertel der Wählerstimmen aus, erreicht dieser Wert 32%. Wenn das so käme, hätte Rot-Grün möglicherweise sogar eine Zweidrittelmehrheit. :huh:


    Die FDP (5-6%) und möglicherweise auch die AfD (5-7%) müssen um den Einzug in die Bürgerschaft bangen, allerdings würde ich bei der AfD immer ein paar Punkte draufpacken, da traut sich trotz Anonymität nicht jeder, offen zu seinem Favoriten zu stehen. Bei den 5% für die AfD als auch bei den 32% für die Grünen handelt es sich übrigens um die Umfrage der Universität Hamburg, die stets durch ihre - vorsichtig ausgedrückt - abweichenden Werte bei eben diesen beiden Parteien auffällt. Insofern sind die 5% für die AfD schon ein "Allzeithoch", bei der Uni-Umfrage hatte sie bisher nur 4%. ;)


    Unproblematisch sind die Werte der Linken, trotz der auch hier etwas schwankenden Werte. Mit 7-8,5% dürfte sie im Vergleich zur letzten Wahl fast unverändert bleiben. Die Grünen wären - ob 24 oder 32% - die großen Gewinner.

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    Hans Moser

  • Nach (oder während?) der Krise in Thüringen ist die Frage natürlich spannend: Wie reagieren die Wählerinnen und Wähler darauf. Dazu kann man sagen , dass Union und AfD fast überall, die FDP überall abgestraft wurden. "Fast" betrifft Bayern. Hier haben CSU und AfD zugelegt, die FDP liegt mit 3% sogar hinter den Linken. :huh:


    Die haben natürlich besonders profitiert, besonders in den neuen Ländern, z.B. in Brandenburg, wo sie 3 Punkte zulegen und auf 15% kommen. Auch die Grünen packen 3 Punkte drauf und kommen ebenfalls auf 15%, den besten Wert im Osten überhaupt, von Berlin mal abgesehen. Große Verlierer sind die AfD (18%/-4), aber auch die SPD (22%/-3). Das ist eindeutig gegen den Bundestrend, wo die SPD zulegt und 16% sowohl bei Forsa als auch bei Emnid erreicht.


    Die FDP muss auch bundesweit Einbußen hinnehmen. Bei Emnid liegt sie bei 6%(-1), bei Forsa nur noch bei 5%(-2).

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    Hans Moser

  • Ich habe soeben auf Wahlrecht.de, wo ich meine Umfragewerte hernehme, folgenden Satz gelesen:


    Quote

    Soweit wir wissen, handelt es sich in allen Fällen um eine Projektion, d. h., die Ergebnisse der Befragungen wurden anhand von verschiedenen Kriterien so verändert, dass sie nach Auffassung des jeweiligen Meinungsforschungsunternehmens dem Ergebnis einer Bundestagswahl möglichst nahe kämen.


    Was immer das heißt... ✔

    Die dann eben so weit veränderten Ergebnisse :D zeigen, dass die Union weiter an Zustimmung verliert. Kurioserweise profitieren - je nach Institut - zum Teil auch diejenigen, die an der Thüringen-Krise beteiligt sind, also FDP und AfD. Ein einheitlicher Trend ist nicht zu erkennen, außer eben der Abwärtstrend von CDU/CSU.

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    Hans Moser

  • Schon komisch, wie sich die Umfragen unterscheiden können. Nachdem die Union letzte Woche stark eingebrochen war, konnte sie fast überall wieder deutlich zulegen. Bei Forsa erreicht sie mit 29% im Bund das beste Ergebnis seit dem 26. Oktober.


    Aber eben nur fast überall: Da wo seit Thüringen noch nicht gefragt wurde, geht es noch massiv bergab, wie z.B. in Baden-Württemberg, wo die CDU 4 Punkte einbüßt und nur noch auf 23% kommt.


    Wo die Grünen in Baden-Württemberg stehen, können diese nur erahnen. ^^ Bei INSA erreichten sie zuletzt 28-30%, bei Infratest dimap hingegen 36-38%. Woher kommt diese Diskrepanz? Also, unter repräsentativ verstehe ich persönlich etwas anderes... :/


    In knapp einem Jahr wird dort gewählt. Dann wissen wir, wer Recht hatte. Vielleicht keiner von beiden? :D

    Eine Diskussion ist ein Austausch von Gedanken, bei dem immer die Gefahr besteht, dass man überzeugt wird.

    Hans Moser

  • Die Corona-Krise könnte zu einem Wiedererstarken der Groko führen. Insbesondere bei Forsa haben sich die Werte stark verschoben. Während die Union auf 32% kommt (+3%p) und damit den besten Wert seit dem 02.02.2019 erreicht, rutscht die AfD auf 9% (-2%p) ab und fällt damit auf den niedrigsten Wert seit dem 09.09.2017. Auch die SPD gewinnt leicht, die Grünen verlieren. Bei Emnid ist der Trend ähnlich, aber bei weitem nicht so ausgeprägt. Hier kommt die Union auf 28%(+2) und die AfD auf 13%(-1). Die SPD verliert hier sogar einen Punkt, steht mit 16% aber noch einen Punkt besser da als bei Forsa.


    Aus den Ländern gibt es keine neuen Umfragen. Still ruht der Corona-See? Vielleicht, aber wenn nun alle zu Hause bleiben, ist das doch die Gelegenheit, mal anzurufen. Ich habe nur einen Anruf bekommen, dass ich 5.000 € gewonnen hätte.


    Wegen der paar Mücken rufe ich doch nicht zurück. :D

    Eine Diskussion ist ein Austausch von Gedanken, bei dem immer die Gefahr besteht, dass man überzeugt wird.

    Hans Moser

  • Für die letzten verbliebenen Groko-Fans gibt es eine gute Nachricht: Die Regierung hat wieder eine eigene Mehrheit. :thumbup:Bei Forsa kommt die Union auf fast schon sagenhafte 36%, die SPD auf 16%, macht zusammen 52%. Bei Emnid ist es etwas knapper. Hier erreichen CDU/CSU 32%, die SPD 18%, was zusammen 50% entspricht. Große Verlierer sind die Grünen, die bei Forsa mit 17% auf den niedrigsten Stand seit dem 29.09.2018 fallen. Bei Emnid fällt die AfD mit 11% gar auf den niedrigsten Stand seit dem 25.11.2017, steht aber immer noch besser da als bei Forsa, die wie in der Vorwoche 9% ermittelt haben.


    In Sachsen-Anhalt ist noch alles beim Alten. Hier verliert die CDU 3 Punkte auf 25%, die AfD liegt 4 Punkte zu und kommt ebenfalls auf 25%, teilt sich somit mit der CDU den Titel stärkste Kraft. Die Grünen können sich auf 11% fast verdoppeln, so viel hatten die in Sachsen-Anhalt noch nie. Es ist hier der erste zweistellige Wert überhaupt. :thumbup:Die SPD verliert deutlich auf 11%; die FDP halbiert sich auf 4%, selbst die Linke verliert leicht und kommt auf 18%.


    Die Anfrage ist allerdings schon vom 20. März und war die erste nach 7 Monaten. Ein paar Wochen früher hätte wohl noch extremere Veränderungen gebracht.

    Eine Diskussion ist ein Austausch von Gedanken, bei dem immer die Gefahr besteht, dass man überzeugt wird.

    Hans Moser