Rätsel: Herkunft von Sprichworten/Redewendungen

  • Ähnlich wie das Dialekt-Rätsel könnte das auch ganz interessant werden.


    Ich fang mal an: Hat jemand eine Idee, woher die Redewendung "Durch die Lappen gehen" kommt? Ich habs es auch gerade eben erst erfahren.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Ich meine, mal gelesen zu haben (oder bring ich's jetzt durcheinander?), dass früher Tücher oder ähnliches aufgehängt wurden, um bestimmte Tiere zu fangen. Es verfingen sich aber nicht alle, sie gingen durch die Lappen.

    Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts.

    Elias Canetti

  • Richtig bzw. fast richtig. Soweit ich weiss wurde mit den Tüchtern die Abteilung abgesteckt wo gerade gejagd wird/wurde/durfe? Und wenn die Tiere da durch sind, sind sie durch die Lappen gegangen.


    Gerne darfst Du weiter machen. Ansonsten hätte ich noch einiges auf Lager.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Mh weil Störche nur zu außergewöhnlichen Zwecken gebraten wurden (bei Hungersnöten) z.B.? Also das kommt so selten vor... das ist so außergewöhnlich, "da brat ich mir nen Storch". Ich hoffe ich habe den Sinn der Redewenudung korrekt verstnaden.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Mh weil Störche nur zu außergewöhnlichen Zwecken gebraten wurden (bei Hungersnöten) z.B.? Also das kommt so selten vor... das ist so außergewöhnlich, "da brat ich mir nen Storch". Ich hoffe ich habe den Sinn der Redewenudung korrekt verstnaden.


    Die Bedeutung der Redewendung hast du richtig erfasst. Es ist etwas so ungewöhnliches passiert wie das Braten eines Storches.


    Doch warum wird es so selten gebraten? Ein Teil der Lösung steht in der Bibel: 3. Buch Mose, Kapital 11.

    Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts.

    Elias Canetti

  • Ui da freu ich mich, dass ich richtig lag. Ich musste daran denken, weil der Storch ja dafür steht, die Kinder zu bringen. Hat ggf. auch einen religiösen Hintergrund (also das mit dem Kinderbringen). Ist das so?

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Nicht direkt. Hast du die Bibelstelle mal gelesen? Erst dann hast du die volle Lösung.


    Der Storch wurde erst seit dem Mittelalter abergläubisch verehrt. Was aus der Zeit übrig blieb, ist das Märchen, dass der Storch die Kinder bringt.

    Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts.

    Elias Canetti

  • Gut, dann war es aber nicht ganz geraten. In diesem Kapitel geht es darum, welche Tiere nicht gegessen werden dürfen. Zu denen gehört auch der Storch. Er gilt als unrein.


    Es wäre vielleicht mal interessant zu erörtern, warum ausgerechnet der Storch in dieses Sprichwort kommt. Es hätte z.B. auch die Fledermaus oder ein Kamel sein können.


    So, du darfst. :) Bin gespannt.

    Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts.

    Elias Canetti

  • Ah interessant. Danke für die Info. War mir neu!


    Mh welches nehm ich denn....


    Da ich selbst nicht danach suche und es aus dem Kopf heraus erkläre, kann es sein dass ich auch mal daneben liege oder etwas falsch erkläre.


    Aber wo kommt z.B .der Soldatengruß her, dass man die Hand an die Stirn hebt?

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Zu einer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat... QUATSCH!
    Im Mittelalter, als es noch richtige Ritter gab, hoben die Ritter das Visier ihres Helmes, um sich zu zeigen und erkennen zu können. Diese Geste ist bis heute geblieben, wenn man zum beispiel auch zum gruß den Hut zieht. Das hiess und heisst heute noch so viel wie:"Ich bin Dir wohlgesonnen; ich tue Dir nichts"