Dinner for One (BRD, 1963)

  • Vorneweg: Ich gehöre zu den 5% oder weniger Deutschen, die sich nicht für diese Dauerserie - in Deutschland Kultstatus - begeistern können.

    Ob Peter Frankenfeld 1963 schon geahnt hat, welche Bürde oder religiösen Zustand er "auf alle Ewigkeit" in Deutschland zu verantworten hat?

    Seit nunmehr 1972 gehört diese Sendung zum Pflichtprogramm am Silvestertag - und zwar schon vom frühen Nachmittag bis in die späten Abendstunden.

    Insgesamt "22 (zweiundzwanzig) mal läuft er zu Silvester in der ARD - davon 16 mal in der Fassung von 1963 (NDR-Produktion) - Frankenfelds Baby


    So nebenbei: Dieses "urenglische Stück" ist in England weitgehend unbekannt was beweist, daß der "wahre Brite" eigentlich der Deutsche ist

    „Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.“


    (Voltaire)

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  • So nebenbei: Dieses "urenglische Stück" ist in England weitgehend unbekannt was beweist, daß der "wahre Brite" eigentlich der Deutsche ist

    Er ist eben Multikulti. ;) Und das, obwohl Freddie Frinton die Deutschen nicht mochte. Daher weigerte er sich, das Stück in deutsch zu spielen, was vielleicht heute den Charme des Sketches ausmacht.


    Aber auch im Mutterland des Humors verbreitet sich das Stück so langsam.


    Mal ganz davon abgesehen habe ich es nie als "Pflichtprogramm" angesehen. Ich schaue es mir an - oder auch nicht. :)

    "Nein, ich mag den nicht. Aber ich respektiere ihn wegen des Geldes. Er hat viel mehr erreicht als Carlo Pedersoli. (…) Bud Spencer würde jedem, der ihn stört, eine verpassen. Ich dagegen lehne Gewalt ab."


    Carlo Pedersoli über Bud Spencer

  • Er ist eben Multikulti. ;) Und das, obwohl Freddie Frinton die Deutschen nicht mochte. Daher weigerte er sich, das Stück in deutsch zu spielen, was vielleicht heute den Charme des Sketches ausmacht.


    Aber auch im Mutterland des Humors verbreitet sich das Stück so langsam.


    Mal ganz davon abgesehen habe ich es nie als "Pflichtprogramm" angesehen. Ich schaue es mir an - oder auch nicht. :)

    "Und das, obwohl Freddie Frinton die Deutschen nicht mochte."


    In der Tat. Er war ganz überrascht, daß man darauf bestanden hat, diesen Sketch auf englisch zu bringen.


    Aber es ist wirklich schlimm, wenn 95% sich vor Lachen auf die Schenkel klopfen und 5% sich fragen müssen, ob sie noch normal sind, weil sie es nicht lustig finden.


    Davon abgesehen, es gibt Aufführungen zu diesem Thema, die ich auch lustig finde


    z.B. in der Besetzung von Waltraud und Mariechen auf bayerisch


    oder - Döner for one

    Persiflagen sind immer gut, vor allem wenn sie einen Kultstatus auf die Schippe nehmen

    „Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.“


    (Voltaire)

  • Ich kann verstehen, wenn Leute "Dinner for one" nicht oder nicht so sehr mögen, aber ich persönlich mag das Werk sehr.


    Den Humor mag vielleicht nicht jeder, aber für mich ist er auch gar nicht die Hauptsache. Ich mag eigentlich alles um das Werk drumherum. Die Geschichte dahinter, das lange Bestehen im Programm, die gewisse Zeitlosigkeit, das Beständige, die Verbindung zu Silvester, die dargestellten Personen "Miss Sophie" und "James" und ihr Spiel und die absurde, aber irgendwie naiv-liebevolle, aber doch irgendwie fast bemitleidenswerte Situation.

    Ich mag aber auch sehr die Einleitung von Heinz Piper vor dem eigentlichen Sketch und die nahtlose Überleitung zum den Tisch deckenden James. Und ich finde das Bühnenbild und die Möbel, Objekte und Dekorationen einfach sehr schön. Die musikalisch-nostalgische, aber auch ein bisschen schräge, festliche und melancholische Untermalung mit dem Stück "Charmaine" finde ich auch wunderbar.


    Und na ja, irgendwie schwebt da für mich auch einfach gefühlsmäßig die Stimmung eines Silvesterabends mit, mit Raketengeräuschen von draußen und dem Geruch von Sekt.


    (Was ich aber gar nicht mag: Die Version von "Dinner for one" des Schweizer Fernsehens, die wohl im restlichen Europa üblich ist. Diese ist beim Bühnenbild für mich so lieblos und vom Spiel her so gehetzt und kurz.)

  • Vogel Specht

    Changed the title of the thread from “Dinner for one (BRD, 1963)” to “Dinner for One (BRD, 1963)”.
  • Ich mag sehr die Stimmung. Dieses "uralte" zu Silvester, diese Wiederholung, diese Tradition. Das gefällt mir einfach. Man sollte eigentlich mehr aus der Klamottenkiste zeigen zu Silvester, besonders Nachts.

    "Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."


    Konfizius