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Registrierungsdatum: 5. Juni 2017

Beiträge: 537

1

Donnerstag, 22. März 2018, 20:07

Maria, die Magd (1936) mit Hilde Körber und Arthur Fritz Eugens

Über den Film haben wir ja vorhin in dem Thema "Großstadtmelodie" schon gesprochen:

Zitat von Nostalgie Fan:

Zitat

"Ich habe auch schon mal davon gehört, dass es alte deutsche Filme gibt, die im Nachhinein gekürzt wurden. Das war glaube ich (bin mir aber nicht sicher) auch bei dem Film "Maria, die Magd" (1936) der Fall."

Zitat von Bruno:

Zitat

"Das ist richtig. Auch die im Umlauf befindlichen Kopien sind vom Schnitt betroffen."

Zitat

"Es handelt sich dabei um die Anfangsszene, wo Frau Körber mit dem Jungen auf dem Spielplatz ist und in Rückblende die Wehrmachtssoldaten auf der Brücke marschieren und das Lied "Annemarie" singen."

Spannend. Wurde der Film eigentlich nur zur öffentlichen Vorführung und Vermarktung freigegeben, weil die Szene herausgeschnitten wurde? Der Film gehörte ja mal zu den Vorbehaltsfilmen (weshalb weiß ich auch nicht). Ich habe mir mal die Zusammenfassung des Films auf der Webseite der Murnau Stiftung durchgelesen und da konnte ich nichts finden, was in irgendeiner Weise auf nationalsozialistische Propaganda hindeutet?
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Bruno

Profi

Registrierungsdatum: 14. Oktober 2009

Beiträge: 1 502

2

Donnerstag, 22. März 2018, 21:42

RE: Maria, die Magd (1936) mit Hilde Körber und Arthur Fritz Eugens

Über den Film haben wir ja vorhin in dem Thema "Großstadtmelodie" schon gesprochen:


Spannend. Wurde der Film eigentlich nur zur öffentlichen Vorführung und Vermarktung freigegeben, weil die Szene herausgeschnitten wurde? Der Film gehörte ja mal zu den Vorbehaltsfilmen (weshalb weiß ich auch nicht). Ich habe mir mal die Zusammenfassung des Films auf der Webseite der Murnau Stiftung durchgelesen und da konnte ich nichts finden, was in irgendeiner Weise auf nationalsozialistische Propaganda hindeutet?


Einen wichtigen Grund, diesen Film unter Vorbehalt zu stellen, ist die Mitwirkung von Veit Harlan. Er war in der Nachkriegszeit verfemt. Das betraf nicht nur harmlose Komödien wie "Krach im Hinterhaus", sondern auch Nachkriegsfilme.
Dieser Film wurde, so albern es klingt, wegen "Verherrlichung der Wehrmacht" unter Vorbehalt gestellt. Die von mir ewähnten geschnittenen Szenen beziehen sich alle auf Wehrmachtsausschnitte.

Wolfgang Kieling gab in diesem Film sein Debut - er ist in einer "Nacktszene" zu sehen (Hintern versohlt).

Hilde Hildebrandt spielte hier eine ernste Rolle und keine Komödiantin.

Hier ein Bild aus dem geschnittenen Teil

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Registrierungsdatum: 5. Juni 2017

Beiträge: 537

3

Samstag, 24. März 2018, 12:03

Spannende Sache. Aber warum nimmt die Wehrmacht in diesem Film soviel Platz ein? Der Krieg begann ja erst 1939.

Außerdem gibt es noch eine Sache, die ich sehr interessant finde. Ich weiß nicht mehr genau, wo ich das gelesen habe, aber der Film beruht anscheinend auf einer wahren Begebenheit, aufgeschrieben von Walter Harlan im Jahre 1901. In diesem Jahr dürfte es die Wehrmacht doch eigentlich gar nicht gegeben haben?
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Bruno

Profi

Registrierungsdatum: 14. Oktober 2009

Beiträge: 1 502

4

Samstag, 24. März 2018, 14:37

Spannende Sache. Aber warum nimmt die Wehrmacht in diesem Film soviel Platz ein? Der Krieg begann ja erst 1939.

Außerdem gibt es noch eine Sache, die ich sehr interessant finde. Ich weiß nicht mehr genau, wo ich das gelesen habe, aber der Film beruht anscheinend auf einer wahren Begebenheit, aufgeschrieben von Walter Harlan im Jahre 1901. In diesem Jahr dürfte es die Wehrmacht doch eigentlich gar nicht gegeben haben?


Der Name "Wehrmacht" fällt in diesem Film auch nicht.
In diesem Film geht es allein um Kinderbetreuung. Hilde Hildebrandt spielt eine Mutter, die für ihr Kind wenig Zeit hat. Ihr Sohn wendet sich aus diesem Grunde mehr Maria (Hilde Körber) zu.
Der einzige Bezug zu den Soldaten ist der, daß Maria mit einem dieser Soldaten befreundet ist.
Eigentlich eine Liebesbeziehung.
Bei der Hochzeit zum Schluß trägt ihr zukünftiger Mann dann eine Uniform, wie es zu der Zeit üblich war.
Fazit: Es ist kein Soldatenfilm.
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