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Conrad

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1

Freitag, 16. März 2018, 15:13

Gehört Horst Seehofer zu Deutschland?

Nachdem Horst Seehofer gestern zum Amtsantritt sofort eine ähnliche Debatte losgetreten hat, hätte ich gleich einmal eine Frage explizit an alle Nicht-Bayern unter euch ;)

Gehört Horst Seehofer für euch zu Deutschland, oder ist er ein Bayer, der sich in Deutschland erst noch integrieren muss?
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Vogel Specht

Erleuchteter

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2

Freitag, 16. März 2018, 16:40

Er gehört leider dazu ja. Aber man kann sich nur schämen für sein politisches Auftreten in den letzten Jahren. Ich möchte nicht wissen, wie er schon alles bezeichnet wurde.... immer laut bellen und nichts dahinter. Der GroKo schwimmen ja jetzt schon die Felle weg, jetzt bemüht man sich mit Leuten wie Seehofer nochwas zu retten. Dabei hat er ja schon lange jede Glaubwürdigkeit verloren.
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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No Nick

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3

Freitag, 16. März 2018, 18:37

Eine provokante Frage, die aber recht eindeutig zu beantworten ist.

Denn die Frage lautet: Wozu Integration? Was ist eigentlich Integration? Wenn ein Türke 20 Jahre in Berlin wohnt, perfekt berlinert und integriert ist und zieht dann nach Bayern, dann kann er doch wieder von vorne anfangen.

Deutschland ist ein Vielvölkerstaat, bei denen Menschen unterschiedlicher Mentalität nebeneinander wohnen, ohne eins zu werden, aber auch ohne sich abzulehnen. Integration ist ein großes Ziel, aber mal ehrlich: Wollen wir, dass der Bayer auch berlinert?

Alles, was es in Deutschland gibt, gehört dazu: Karies, der Islam, Horst Seehofer, Scientology oder Schnee. Auch wenn wir nicht alles davon mögen, es gehört dazu, wir müssen damit leben.

Können wir aber auch, wenn wir endlich aufhören, darüber nachzudenken, ob dein nächster hierhergehört. Darüber sollen sich andere den Kopf machen. Ich nicht. :sleeping:
Pfui Deibel, ist die hässlich!
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Vogel Specht

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4

Freitag, 16. März 2018, 18:42

Das Problem bei der Sache und auch der springende Punkt bei dieser Aussage ist, dass der politische Islam nicht mit dem Grundgesetzt zu vereinbaren ist. Und da wirds haarig.
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André Gide
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Conrad

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5

Freitag, 16. März 2018, 18:47

der politische Islam nicht


Bitte nicht in diese Diskussion einsteigen! Das ist ein anderes Thema! Ich habe explizit und auch mit voller Absicht nach Horst Seehofer und niemand anderen gefragt! ;

Also alles, was sich nicht zumindest indirekt auf Horst Seehofer bezieht, in einem anderen Thread diskutieren! ;)
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Conrad

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6

Freitag, 16. März 2018, 18:49

Alles, was es in Deutschland gibt, gehört dazu: Karies, der Islam, Horst Seehofer, Scientology oder Schnee. Auch wenn wir nicht alles davon mögen, es gehört dazu, wir müssen damit leben.


Das gehört also schon in diesen Thread hier! ;)
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Vogel Specht

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7

Freitag, 16. März 2018, 18:59

der politische Islam nicht


Bitte nicht in diese Diskussion einsteigen! Das ist ein anderes Thema! Ich habe explizit und auch mit voller Absicht nach Horst Seehofer und niemand anderen gefragt! ;)

Wie gesagt, alles, was sich nicht zumindest indirekt auf Horst Seehofer bezieht, in einem anderen Thread diskutieren! ;)


Naja worauf bezieht sich das Thema denn sonst? Ansonsten müsste es ins Spaßthema. Aber gut, dann halt ich mich hier raus ;-)
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Conrad

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8

Freitag, 16. März 2018, 19:03

Ansonsten müsste es ins Spaßthema

Nein, müsste es nicht, denn mir geht es nicht um den Spaß, sondern darum, ob Horst Seehofer nicht doch den Mund ein bisschen zu voll nimmt, wenn er meint, festlegen zu können, was nach Deutschland gehört und was nicht. Der Hintergrund ist ernst und kein Spaß.

Ich habe nämlich meine Zweifel, ob er wirklich ein geeigneter Innenminister ist. Eigentlich ist er bis jetzt nur als CSU-Politiker aufgefallen, der der CDU in die Parade fährt. No Nick hat das ja auch schon mehrfach kritisiert. Thomas de Maiziere war deutschlandweit akzeptiert, aber ich weiß nicht, ob sich Nicht-Bayern von Horst Seehofer repräsentiert fühlen können und er nicht doch 'Provinz' und 'Freistaat' ist.
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Vogel Specht

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9

Freitag, 16. März 2018, 19:07

Ich wäre auch dafür, dass er solche Aussagen etwas konkretisiert. Den ernsten Hintergrund habe ich ja auch angesprochen.

Seehofer ist kein geeigneter Politiker, das hat er die letzten Jahre schon mehrfach bewiesen. Wenn er beispielsweise sagt, dass hierzulande das Unrecht herrscht muss er entweder konkret etwas dagegen tun oder zurücktreten. Hat er beides nicht getan. Allein damit hat er sich schon disqualifiziert.
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Conrad

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10

Freitag, 16. März 2018, 22:31

Was deinen zweiten Absatz betrifft, sind wir ja zur Abwechslung mal einer Meinung - wenn auch vielleicht aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Deswegen poche ich ja so auf Seehofer. Aber No Nick hat schon recht: Wir müssen auch mit Karies leben :D

@ No Nick: Ich würd Seehofer aber schon gerne mal berlinern hören - und schwäbeln - und sächseln :D
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Vogel Specht

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11

Freitag, 16. März 2018, 22:40

Ich finde schön, wie oft wir uns in letzter Zeit im politischen Bereich einig sind :-D :-D Und doch verschiedenes meinen. Das ist ne Kunst für sich ;-)
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No Nick

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12

Freitag, 16. März 2018, 23:38

@Conrad: Wenn man über Horst Seehofer spricht und dies in der Konstellation der Fragestellung, dann kommt man natürlich auch auf die Diskussion über den Islam, die er angestoßen hat. Ich persönlich sehe das alles nicht so eng, verstehe allerdings auch nicht, warum er nun unbedingt Innenminister werden musste. Vermutlich nur, um sein Gesicht zu wahren, denn es fällt Politikern manchmal schwer, rechtzeitig zu erkennen, wann sie gehen müssen. Und zwar spätestens dann, wenn ein Jüngerer an seinem Stuhl zu sägen beginnt. Markus Söder wird das auch noch erfahren.

Und auch für Angela Merkel sollte es auch eine Warnung sein.
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Quax

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13

Samstag, 17. März 2018, 01:33

Gehört der Islam zu Deutschland? Meine Antwort ist Nein. Denn der Islam ist nicht in der deutschen Kultur verankert welche eine zutiefst christliche ist. Da sprechen wir von den Werten und den Bräuchen die man nicht durch eine "deutsche Staatsbürgerschaft" mitbekommt. Viele "Deutsche" selbst gehören meine Meinung nach nicht zu dem Deutschland das es eigentlich sein sollte. Wie man das fertig gebracht hat? Durch Massenverblödung und Jahrzehnte lange politische Unkultur
"Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

(Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)
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Conrad

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14

Samstag, 17. März 2018, 06:10

Meine Antwort ist Nein. Denn der Islam ist nicht in der deutschen Kultur verankert welche eine zutiefst christliche ist.



Gehört das Judentum dann deiner Meinung nach auch nicht zu Deutschland?
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Quax

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Beiträge: 3 678

15

Samstag, 17. März 2018, 09:19

Das Judentum schon da es die Sitten und Gebräuche in Deutschland respektiert und mitlebt. Außerdem sind sie Teil der deutschen Wertegemeinschaft und sind gewillt sich zu integrieren was man von Moslems nicht gerade behaupten kann. Wie gesagt es gibt genügend auch „christliche“ Deutsche die sich nicht integrieren wollen und umgangssprachlich als „Letztes Gesindel“ zu bezeichnen sind da sie kein gemeinschaftlichen Denken und Handeln an den Tag legen und sich zutiefst feindselig und respektlos gegenüber der deutschen Gemeinschaft und des Sitten und Gebräuchen verhalten. Das hat nicht immer etwas mit Reiigion zu tun. Streng gläubige Moslems die zu uns kommen werden sich nie integrieren wollen und andere Religionen neben ihrer nie akzeptieren selbst wenn sie nur hier zu Gast sind. Schuld daran ist die Islamische Lehre an sich die die Anhänger unterdrückt und eine zutiefst antidemokratische Gesinnung aufweist. Von Kind an einer Gehirnwäsche unterzogen und durch falsche Erziehung unbelehrbar. Im Islam wird den Kindern jede Freiheit gelassen statt Ihnen durch ihre Eltern Grenzen aufzuzeigen. Eine richtige Erziehung bekommen die Kinder dort nicht. z.b: Afghanistan: nach ihrer „Erziehung“ können die Afghanen nur unter sich leben weil sie nicht westlich erzogen worden sind. Und nicht einmal das bekommen sie auf die Reihe wenn man sich die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Afghanistan anschaut. Sehr traurig...
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(Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)
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Vogel Specht

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16

Samstag, 17. März 2018, 16:55

Prinzipiell hast Du recht, auch wenn ich es nicht überall so drastisch formulieren würde und man muss immer bedenken "hashtag notall" #notall :-) Also man kann nie 100% verallgemeinern, es gibt aber klare Tendenzen und Durchschnittswerte. Das Hauptproblem ist das was ich oben in Bezug auf Seehofers Aussage gesagt habe, das schreibt Du hier ja auch.
Bei den Zuständen im Nahen Osten spielen auch die Angriffskriege, Unterdrückung und die Hetze der USA eine große Rolle, was aber nicht heisst, dass wenn das nicht wäre, der gelebte Islam im Schnitt (es gibt immer verschiedene Formen und Arten, wie man den glauben Interpretiert und auslebt) die offenste und friedfertigste Religion wäre. Viele der Länder waren aber vor der Zerstörung der Länder recht weltlich unterwegs und haben sich augfrund der Kriege aber auch als Trotzreaktion gegen den Westen wieder verstärkt in ihren Glauben zurückgezogen.

Am Rande: Ich bin sicher, dass viele der angeblichen islamistischen Anschläge andere Hintergründe haben - sie wurden zugelassen, die leute wurden aufgehetzt oder es sind komplett inszenierte Vorgänge. So wie bei der RAF und auch beim NSU V-Leute mit am Werk waren, die die Gruppen aufgestachelt haben, manchmal sogar ganz unterwandert, ich kann auch nicht ausschließen, dass manche Sachen komplette Verfassungsschutzaktionen waren. Ich erwähne das, weil nicht alles was mit dem Islam in Verbindung gebracht wird, unbedingt nur etwas damit zu tun hat. Man muss prinzipiell alles im individuellen Einzelfall stehen. Es gibt unzählige Menschen, die ihren islamischen Glauben friedvoll ausleben, und das ist gewünscht und in Ordnung. Es geht um den Schnitt der Leute, die dies nicht tun. Und der ist in diesem Bereich sehr hoch und wenn man sich ein wenig mit den Hintergründen beschäfigt, weiss man auch warum.
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André Gide
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No Nick

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17

Samstag, 17. März 2018, 20:04

Gehört der Islam zu Deutschland? Meine Antwort ist Nein. Denn der Islam ist nicht in der deutschen Kultur verankert welche eine zutiefst christliche ist.


Sicher?

Im 10. Jahrhundert kamen die ersten Muslime nach Schwaben. In Teilen der Schweiz galt damals schon islamisches Recht (was sicher nicht mit der heutigen Scharia vergleichbar war).
Im 13. Jahrhundert stand der Römisch-Deutsche Kaiser Friedrich II. kulturell unter islamischen Einfluss.
Nach der Belagerung Wiens 1683 lebten sog. "Beutetürken" in Deutschland. Sie wurden getauft und kehrten später größtenteils in die Türkei zurück.
Vermutlich um 1739 entstand die erste muslimische Gemeinde auf deutschem Boden.
Friedrich der Große sagte 1740:

Zitat

„Alle Religionen seindt gleich und guht, wan nuhr die Leute, so sie profesieren, erliche Leute seindt, und wen Türken und Heiden kähmen und wolten das Land pöbplieren, so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen.“


Muslime waren auch in der Preußischen Armee Friedrichs des Großen und kämpften auch in den Befreiungskriegen gegen Napoleon.
1866 wurde der erste muslimische Friedhof in Berlin errichtet. Er existiert heute noch. Schon 1798 gab es auf dem Gelände Beerdigungen von Muslimen.
1928 wurde die erste Moschee in Deutschland eröffnet, die Wilmersdorfer Moschee in Berlin. Auch sie existiert heute noch. Schon zuvor hatte es Moscheebauten gegeben, die aber nicht als solche genutzt wurden.
Und wenn man dann bedenkt, wie begeistert die Nazis vom Islam waren, mag es verwundern, dass das heute nicht mehr so ist, zeigt aber auch, wes Geistes Kind diese Leute sind.
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Vogel Specht

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18

Samstag, 17. März 2018, 20:20

Die erste Moschee in Deutschland gabs schon im 1. Weltkrieg (eine Holzmoschee - ich glaube auch in Berlin?). In einem Brief von 1915 habe ich eine Aussage dazu und zum Bündnis, dass wir im 1. Weltkrieg mit den Osmanen hatten, gefunden: http://geschriebene-geschichte.de/1914-1…-1918-islam.htm

Wenn ich nach Russland gehe und mich dort positiv einbringen möchte, mit allen zurecht kommen möchte und redlich leben möchte - auch wenn ich meine identität (soweit es sich vereinbaren lässt mit allem anderen) nicht aufgeben möchte, ist das gut, rechtens und dann kann man sagen, dass ich "zu Russland gehöre". Soweit das die Russen oder die Gesetze oder ähnliches es auch möchten und zulassen, dass ich dort hin gehe bzw. bin. Wenn ich aber destruktiv dort agiere, gewalttäig bin, gegen das dortige Recht verstoße und/oder Ähnliches, dann habe ich kein Recht dazu und "gehöre" auch nicht zu Russland. Genauso ist es mit Familien, Gruppen, Gemeinschaften, Vereine die dort hin gehen, auch Religionsgruppen. Wenn ich dann zu dem Teil der Religionsgruppe gehöre, die friedlich istn und dennoch nicht nach Russland darf, kann ich mich natürlich über russland beschweren, dass sie mich nicht rein lassen, obwohl ich friedlich bin. Genauso aber auch bei den nicht-friedlichen Teil meiner Gruppe.
Wenn ich in den 50er/60er Jahren als Deutscher in Chile lebe, muss ich einfach akzeptieren, dass immer der Grundverdacht da ist, dass ich ein "alter Nazi" bin oder ein Sohn eines "alten Nazis" oder ein sonstiges Familienmitglied.
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André Gide
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No Nick

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19

Samstag, 17. März 2018, 20:25

Die erste Moschee in Deutschland gabs schon im 1. Weltkrieg (eine Holzmoschee - ich glaube auch in Berlin?). In einem Brief von 1915 habe ich eine Aussage dazu und zum Bündnis, dass wir im 1. Weltkrieg mit den Osmanen hatten, gefunden: http://geschriebene-geschichte.de/1914-1…-1918-islam.htm


Ja, du hast recht, die Moschee von 1928 war nicht die erste, sondern die erste, die heute noch steht. Sie war wohl ein Nachfolgebau der Holzmoschee.

Zitat

Wenn ich nach Russland gehe und mich dort positiv einbringen möchte, mit allen zurecht kommen möchte und redlich leben möchte - auch wenn ich meine identität (soweit es sich vereinbaren lässt mit allem anderen) nicht aufgeben möchte, ist das gut, rechtens und dann kann man sagen, dass ich "zu Russland gehöre". Soweit das die Russen oder die Gesetze oder ähnliches es auch möchten und zulassen, dass ich dort hin gehe bzw. bin. Wenn ich aber destruktiv dort agiere, gewalttäig bin, gegen das dortige Recht verstoße und/oder Ähnliches, dann habe ich kein Recht dazu und "gehöre" auch nicht zu Russland. Genauso ist es mit Familien, Gruppen, Gemeinschaften, Vereine die dort hin gehen, auch Religionsgruppen. Wenn ich dann zu dem Teil der Religionsgruppe gehöre, die friedlich istn und dennoch nicht nach Russland darf, kann ich mich natürlich über russland beschweren, dass sie mich nicht rein lassen, obwohl ich friedlich bin. Genauso aber auch bei den nicht-friedlichen Teil meiner Gruppe.


Das kann man so sehen, aber es ist schwierig, Deutschland mit einem Staat zu vergleichen, in dem man nicht in Freiheit leben kann, ob Ausländer oder Einheimischer.

Zitat

Wenn ich in den 50er/60er Jahren als Deutscher in Chile lebe, muss ich einfach akzeptieren, dass immer der Grundverdacht da ist, dass ich ein "alter Nazi" bin oder ein Sohn eines "alten Nazis" oder ein sonstiges Familienmitglied.


Also, ich würde das nie akzeptieren. Ich würde ihnen sagen, dass sie nicht besser seien, wenn sie mich unter Generalverdacht stellten.
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Vogel Specht

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20

Samstag, 17. März 2018, 21:14

Du kannst jedes andere Land als Beispiel hernehmen. Russland habe ich frei gewählt als Beispiel.

Zitat

Ich würde ihnen sagen, dass sie nicht besser seien, wenn sie mich unter Generalverdacht stellten.

Das kann man. Das Ziel ist es natürlich immer jemanden individuell einzuschätzen, aber wenn man erstmal nicht viel weiss, orientiert man sich natürlich an den Dingen die man weiss. In Chile war die Chance damals groß, dass es sich um einen Alt-Nazi handelt, wenn man dort Deutsche getroffen hat. Da wärs ja realitätsfern, von anderen Dingen auszugehen. Zumindest sollte man diese Tatsache als Option im Kopf behalten, soweit diese Tatsache eine Relevanz für mich hat.

Wenn ich weiss, dass ich morgen einen Berliner treffe, habe ich andere Vorstellungen, Erwartungen usw. als wenn mir jemand sagt, dass ich morgen einen Schotten, Tiroler oder Mexikaner treffe. Wenn ich weiss, dass ich einen Moslem treffe, weiss ich z.B., dass die Chance, dass ich mit ihm mir einen Rausch antrinken kann, gering ist. Wenn ich weiss, dass ich einen waschechten Münchner treffe, ist die Chance groß, dass ich einen Bayern- oder 1860er Fan vor mir habe. Es kan aber auch sein, adss er sich garnicht für Fußball interessiert ;-) usw. usw.
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