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Vogel Specht

Erleuchteter

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21

Donnerstag, 1. Februar 2018, 19:53

Ich glaube in US-Filmen ist es sogar Pflicht, alle im Abspann zu erwähnen, die im Film mitgewirkt haben. Deswegen haben die US-Filme so lange Abspan-Laufzeiten. Das gibt es hierzulande nicht. Im Vorspann eines Films wurden früher manchmal nur wenige Namen genannt. Komplette Besetzungslisten wurden selten bis nie herausgegeben, wenn sie überhaupt intern existierten...? Das was man heute weiss, weiss man meist durch Beobachtung - weil man Schauspieler X und Y im Film z.B. erkannt hat, auch wenn er in keiner Darstellerliste vorkommt.
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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22

Donnerstag, 1. Februar 2018, 20:51

Interessant.
Wäre es denn möglich, dass das Studio, das den Film damals produziert hat (soweit ich weiß die "Berolina") eine ausführlichere Besetzungsliste besitzt?
Oder könnte noch einer der Darsteller oder ein Angehöriger des mittlerweile verstorbenen Regisseurs des Films noch eine ausführliche Besetzungsliste haben?
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Vogel Specht

Erleuchteter

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23

Donnerstag, 1. Februar 2018, 20:57

Möglich ist vieles. Ich glaube aber nicht, dass man da viel Hoffnung haben kann. Die 1. Frage ist, ob er sowas überhaupt hatte/geführt hat (viele kleinere Rollen wurden ggf. spontan vor Ort besetzt, ggf. durch Dritte und der Regisseur hats dann nur noch abgenickt, dann wurd gedreht. Da braucht man ja keine großen Listen. 2. Frage ist, soweit sowas vorhanden war, ob das überhaupt aufgehoben wurde. Das kann schon der Regisseur 1 Woche anch Fertigstellung des Films entsorgt haben - oder später, oder die Nachkommen

Wenn man da viel Aufhebt, hat man Riesen Mengen irgendwann an Material. Ich selbst habe Hörspiele geschrieben und habe da relativ viel Zeug aufgehoben aus der Produktionsphase. Da kommt schon gut was zusammen. Und in meinem Fall wars "nur" ein Hörspiel.

Eine realistische Chance sehe ich da eher bei der Produktionsfirma, mit den Schauspielerverträgen/Gagenlisten oder so. Gerade auch wegen Rechteabtretungen. Da könnte eher irgendwo was da sein, weil man sowas eher braucht, weil man mit solchen Verträgen die Rechte absichert. Aber ob das überhaupt mit jeden kleinen Darsteller so geregelt wurde damals - ich weiss nicht. Nicht wenige Regisseure fragen Passanten, ob sie kurz mitspielen möchten und da werden auch mal keine vertraglichen Dinge aufgesetzt, weil das nur bremsen würde.
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André Gide
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24

Donnerstag, 1. Februar 2018, 21:16

Danke für die Tipps. Vielleicht lässt sich die Produktionsfirma ja noch ausfindig machen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die mir Einblick in die Verträge gewähren.

Wenn ich dazu komme, könnte ich versuchen, Peter Finkbeiner, den Hauptdarsteller des Films, anzuschreiben. Eventuell kannte er die Darsteller von Mittenzwei und Gerold und weiß, um wen es sich handelt. Meinst Du, das könnte man mal versuchen?
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Vogel Specht

Erleuchteter

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25

Donnerstag, 1. Februar 2018, 21:18

Ein Versuch ist es wert. Und selbst wenn ers nicht mehr weiss, hat er sicher noch andere Dinge zu erzählen.
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André Gide
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26

Freitag, 2. Februar 2018, 22:51

Anscheinend war Hans Richter auch bei der Premiere von "Emil und die Detektive" (1954), und war dort ganz schön beschäftigt :D :
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Quax

Erleuchteter

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27

Samstag, 3. Februar 2018, 22:17

Leider habe ich auch bis jetzt keine vollständige Besetzungsliste gefunden
"Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

(Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)
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28

Samstag, 10. Februar 2018, 13:15

Ich bin gerade auf eine Dokumentation über Erich Kästner gestoßen. Von 19:00 - 21:30 geht es um die Verfilmung von "Emil und die Detektive" (1931), zu der Hans Richter, der ja auch eine Rolle in dem Film hatte, interviewt wurde: https://www.youtube.com/watch?v=5kJaMbrvE0w
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Vogel Specht

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29

Sonntag, 11. Februar 2018, 00:27

Bei mir läuft gerade die gesamte Dokumentation. Sehr interessant - und die Ausführungen von Hans Richter sind einfach nur schön! Toll, dass man ihn mal (es gibt sicher noch mehr Material mit ihm zum Thema) befragt hat zu "Emil und die Detektive". Einerseits merkt man, wie sehr er Profi war (im Vortrag), andererseits natürlich auch, wie froh und stolz er ist, bei dem Film mitgewirkt zu haben bzw. so einen Karrierestart gehabt zu haben.
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André Gide
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30

Sonntag, 11. Februar 2018, 13:11

Das stimme ich dir vollkommen zu.

Zitat von Vogel Specht:

Zitat

"Toll, dass man ihn mal (es gibt sicher noch mehr Material mit ihm zum Thema) befragt hat zu "Emil und die Detektive"."


Auch dem kann ich mich nur anschließen. Und die Theorie, dass es noch mehr Interviewmaterial mit Hans Richter zu dem Thema gibt, halte ich auch für plausibel. Jedenfalls würde ich das bei Interviews so machen, dass ich viele Fragen zu dem Thema vorbereite, die zu interviewenden Personen auch gerne selbstständig erzählen lasse, und dann aus dem Material, dass ich habe, Ausschnitte für die Dokumentation auswählen würde. Das Material, was man dann noch übrig hat, kann man sicher irgendwann nochmal verwenden. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei professionellen Interviews auch so ähnlich ist. Immerhin, wenn man schon mal die Gelegenheit hat, eine prominente Persönlichkeit oder einen wichtigen Zeitzeugen zu interviewen, dann würde man das bestimmt auch nutzen, da viele Zeitzeugen und prominente Persönlichkeiten sicher auch gerne, viel und lange erzählen
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Quax

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31

Sonntag, 11. Februar 2018, 14:21

Danke für den tollen Filmlink. Schöne Doku :)
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Vogel Specht

Erleuchteter

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32

Sonntag, 11. Februar 2018, 22:08

Hansi Kraus erzählte mal, dass in der Zeit als er sich "Hans Kraus" nennte und als erwachsener Schauspieler gelten wollte bei "Zum blauen Bock" eingeladen war und dort Lausbuben vorgestellt wurden. Und eben auch Hans Richter dabei war, der als Lausbub angekündigt wurde, aber schon sehr alt war - in dem Moment wusste Hansi Kraus, dass er dieses Stigma nie mehr los bekommt.

Vielleicht wurde Hans Richter in dieser (oder auch anderen) Sendung zum Emil-Film befragt.

Er hatte ein langes Leben. Da gibt es sicher viel Material zu finden.
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André Gide
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33

Freitag, 30. März 2018, 00:55

Ich bin gerade auf ein Buch zu dem Thema gestoßen, dessen Bedeutung und Inhalt mir nicht so ganz klar wird: https://www.amazon.de/Friedrich-Gro%C3%9…r/dp/3499217910

Es handelt sich anscheinend um einen Roman, deren Protagonisten real existierende Persönlichkeiten sind. Die Handlung dieses Buches spielt in Berlin in den 1930er Jahren und handelt davon, dass ein Junge namens Friedrich die Hauptdarsteller des Films "Emil und die Detektive" (1931) kennen lernt, und beschließt, selbst Detektiv zu werden.

Der Autor des Buches ist Philip Kerr. Ich habe daraufhin mal etwas zu ihm recherchiert. Er hat einige Romane geschrieben, die im Deutschland der 1930er und 1940er Jahre spielen. Die Charaktere der Romane sind Personen, die zu der Zeit wirklich gelebt haben. Der Autor Philip Kerr ist vor wenigen Tagen verstorben: https://de.wikipedia.org/wiki/Philip_Kerr

Hier eine Stelle aus dem Buch. Dort unterhält sich Friedrich gerade mit dem Hauptdarsteller Rolf Wenkhaus: https://books.google.de/books?id=ZPvJDgA…%20rasp&f=false

Ich frage mich ja, ob der Autor zu den Hauptdarstellern der 1931er-Verfilmung recherchiert hat, um ihre Persönlichkeiten so zeigen zu können, wie sie wirklich waren, oder ob er die Charaktere von Rolf Wenkhaus, Hans-Joachim Schaufuss und Hans-Albrecht Löhr nach seinen Vorstellungen dargestellt hat? Aber würde ein Autor real existierende Persönlichkeiten ganz "neu erfinden"?

Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen...

Wie denkt Ihr / wie denken Sie darüber?
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