TV-Szene

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Was passiert hinter den Kulissen? Hier finden Sie sowohl Klatsch und Tratsch, die neusten Pläne der verschiedenen Sender, aber auch Schicksale, Projekte und sonstige Tätigkeiten von Schauspielern und anderen Personen der TV-Branche.

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30.10.2008 - TV-Szene

RTL und ProSieben mit gemischten Quoten

Für das RTL-Coaching-Format "Die Super Nanny" läuft es derzeit eher schlecht als recht. So interessieren sich lediglich 1,77 Mio. Werberelevante für den gestrigen Fall Katja Saalfranks. Entsprechend stieg der Marktanteil der Zielgruppe auf verhältnismäßig schwache 13,9 Prozent an.

Gleichwohl des schlechten Primetime-Auftaktes sah es für die nachfolgende Sendung umso besser aus: 2,54 Mio. der 14- bis 49-jährigen Zuschauer interessierten sich für "Raus aus den Schulden". Der Marktanteil stieg auf 19,7 Prozent.

Auch bei ProSieben hatte man Grund zur Freude: Mit den "Desperate Housewives" (2,30 Mio.; 18,0 % MA.) und der neuen US-Serie "Pushing Daisies" (2,03 Mio.; 15,9 % MA.) erzielte der Sender in der Zielgruppe durchweg zufriedenstellende Ergebnisse. (dl) (Forum) mehr...

24.10.2008 - TV-Szene

Das ZDF trennt sich von Elke Heidenreich

Das Zweite Deutsche Fernsehen hat sich dazu entschlossen, nach der öffentlichen Kritik von Elke Heidenreich am ZDF, die Sendung "Lesen!" mit sofortiger Wirkung abzusetzen. Die zwei für dieses Jahr geplanten Sendungen werden nicht mehr produziert.

Nach dem Reich-Ranicki Eklat beim Deutschen Fernsehpreis, hat sich Elke Heidenreich auf die Seite des Literatur- und neuerdings Fernsehkritiker gestellt und kritisierte unter anderem auch das Zweite Deutsche Fernsehen.

Der ZDF-Programmchef begründet den Rauswurf von Heidenreich folgendermaßen: "Mit ihren Äußerungen in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" hat Frau Heidenreich die Ebene einer sachlichen Auseinandersetzung verlassen und das ZDF sowie einzelne seiner Mitarbeiter persönlich in nicht mehr hinzunehmender Weise öffentlich herabgesetzt."

Das ZDF arbeitet für 2009 an einem vergleichbaren Nachfolgeformat, das auf sechs Folgen angesetzt ist. Schließlich sieht sich das ZDF dazu verpflichtet, die Lesekultur in der Bundesrepublik auch durch das Fernsehen zu fördern. (sk) (Forum) mehr...

23.10.2008 - TV-Szene

Comedy Central: Bitterer Rückschlag

Der U.S.-Sender "Comedy Central" startete vor fast zwei Jahren sein Programm auch in Deutschland. Doch nun soll damit Schluss sein. Einem FAZ-Bericht zufolge wird der Sender Comedy Central sich schon ab dem 15. Dezember eine Frequenz mit dem Sender Nickelodeon teilen.

Der Grund liegt ganz einfach bei den schwachen Quoten. Schließlich musste man aus Kostengründen auch immer mehr auf Eigenproduktionen verzichten und sendete stattdessen mehr eingekaufte Formate.

Das Prinzip der geteilten Frequenz liegt darin, dass man am Tag mit den Cartoons von Nickelodeon auf Quotenfang gehen will, abends ab 18 Uhr und nachts bis 6 Uhr soll Comedy Central die Primetime stärken. Ob die Rechnung aufgeht, wird man sehen. (sk) (Forum) mehr...

16.10.2008 - TV-Szene

Quoten: ProSieben-Mittwoch unterliegt "König Fußball"

Die deutsche Nationalmannschaft hat am gestrigen Abend den anderen Sendern die Zuschauer gestohlen. Schließlich wollten stolze 11,05 Millionen Zuschauer den Sieg über Wales sehen.

Besonders mussten die US-Serien auf ProSieben leiden: So erreichte man mit einer Doppelfolge zum Staffelfinale von "Eli Stone" gerade einmal 0,95 bzw. 1,04 Mio. Zuschauer. Der Marktanteil in der Zielgruppe betrug lediglich 6,2 bzw. 6,8 Prozent. Auch die nachfolgenden Sendungen "Samantha Who?" (0,73 Mio. Zuschauer) und "Scrubs" (0,74 Mio. Zuschauer) waren alles andere als erfolgreich.

Bleibt für den Sender zu hoffen, dass die neue Staffel "Desperate Housewives" und die neue Serie "Pushing Daisies", die in der kommenden Woche anlaufen, der Quotentalfahrt ein Ende setzen. (dl) (Forum) mehr...

15.10.2008 - TV-Szene

Reich-Ranicki fordert Programmänderungen

Heute Abend wird die von Thomas Gottschalk versprochene Fernsehdiskussion mit Marcel Reich-Ranicki in Wiesbaden aufgezeichnet. Der Zeitschrift "Vanity Fair" hat schon vorab mit dem "Literaturpapst" über den TV-Eklat und seiner Meinung zum Fernsehpreis und der heutigen Fernsehlandschaft gesprochen.

Der 88-jährige erklärt in diesem Interview, wie es dazu kam, dass er den Fernsehpreis nicht angenommen hat: "Niemals hatte ich davon gehört. Und ich will auch nicht mehr davon hören. Ich wusste nicht, was mich erwartet, ich dachte, etwas Seriöses, Vernünftiges."

Reich-Ranicki möchte in Zukunft ein intelligentes und anspruchsvolles Fernsehprogramm. Um dies zu erreichen, müsse man sich die nötige Zeit nehmen. Warum die Fernsehlandschaft heute so aussieht, kann sich Marcel Reich-Ranicki nicht erklärten. Ebenso versteht er die Beweggründe für die Gestaltung des Programms der Verantwortlichen nicht. "Das ist deren Sache. Aber sie sagen ja immer, die Quote zwingt sie. Ob das stimmt, weiß ich nicht."

Am Freitag wird die Fernsehdiskussion unter den Titel "Aus gegebenem Anlass" um 22:30 Uhr im ZDF gesendet. Thomas Gottschalk wird zusammen mit Marcel Reich-Ranicki über das deutsche Fernsehen diskutieren. Programmverantwortliche werden nicht an der Diskussion teilnehmen. (sk) (Forum) mehr...

15.10.2008 - TV-Szene

Premiere mit Veränderungen

Wie wir vor kurzem berichtet haben, steht der Pay-TV Sender "Premiere" gar nicht gut da. Nicht nur, dass die Abonnement-Zahlen viel geringer sind, als gedacht, auch die Aktien des Senders rutschen immer mehr in den Keller.

Um gegen diesen Trend anzukämpfen, hat man diverse Führungspositionen neu besetzt. Die Bereiche "Vertrieb", "Kundenmanagement" und "Marketing" wurden mit ehemaligen Mitarbeitern von Sky Italia übernommen.

Der Vorstandsvorsitzende der Premiere AG, Mark Williams, äußert sich diesbezüglich folgendermaßen: "Kurzfristig wollen wir insbesondere die Kundenzufriedenheit verbessern und die Zahl der Neukunden steigern. Diese Ziele können wir dank der hohen Expertise und Erfahrung der neuen Führungskräfte erreichen."

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wird Premiere zudem weniger Sportsendungen in Zukunft ausstrahlen, als eigentlich angekündigt war. Zwar ist die Bundesliga noch immer das große Aushängeschild, was den Sport bei Premiere angeht, aber andere Sportsendungen werden weniger übertragen.

Spiele aus der britischen und spanischen Liga werden beispielsweise nicht gesendet. Die Gründe dafür sind wahrscheinlich die hohen Kosten, die in diesem Fall bei schätzungsweise 10.000 bis 15.000 Euro liegen. Der Sprecher des Senders äußerte sich gegenüber der SZ mit folgender Begründung: "Maßgeblich für unsere Programm-Entscheidungen ist der Geschmack der Zuschauer. Sportereignisse, die keine oder wenig Resonanz haben, finden auch bei uns Programmmachern kein Interesse". (sk) (Forum) mehr...

14.10.2008 - TV-Szene

Reich-Ranicki-Diskussion am Freitag im ZDF

Bereits am Freitag wird im ZDF die Diskussions-Sendung mit Marcel Reich-Ranicki ausgestrahlt. Unter dem treffenden Titel "Aus gegebenem Anlass" wird Thomas Gottschalk am 17. Oktober um 22:30 Uhr mit dem Literaturkritiker über die Qualität des deutschen Fernsehens diskutieren. Die Sendung wird demnach ein Gespräch unter vier Augen sein; weder Senderchefs noch andere Gesichter aus der Fernsehlandschaft werden sich den Vorwürfen Reich-Ranickis stellen.

Reich-Ranicki hatte sich am vergangenen Samstag bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises spöttisch über die Gala und das Fernsehprogramm geäußert. (dl) (Forum) mehr...

13.10.2008 - TV-Szene

International Emmys mit drei deutschen Nominierungen

Am 24. November werden in New York die 36. International Emmy Awards verliehen. Unter den Nominierungen findet man diesmal drei deutsche Produktionen. Die RTL-Serie "Geile Zeit" wurde in der Kategorie "Comedy" nominiert. Die ZDF-Fernsehfilmproduktion "Das Wunder von Berlin" wurde in der Kategorie "TV Movies / Mini-Series" nominiert und die Koproduktion zwischen dem WDR, 3sat und ZDF "Richard Serra – Sehen ist Denken" bekam eine Nominierung im Bereich "Arts Programming".

International bekannte Serien, die nominiert wurden, sind beispielsweise "Shaun das Schaf" oder "Life On Mars". Im letzten Jahr waren zwei deutsche Serien erfolglos für den Award nominiert. (sk) (Forum) mehr...

13.10.2008 - TV-Szene

Deutscher Fernsehpreis 2008: "Contergan" bester Fernsehfilm

Gestern Abend wurde im ZDF die am Samstag aufgezeichnete zehnte Verleihung des deutschen Fernsehpreises ausgestrahlt. Insgesamt wurde der Preis in 22 Kategorien vergeben: So wurde beispielsweise "Contergan" als bester Fernsehfilm, "Doctor's Diary – Männer sind die beste Medizin" aus dem Hause RTL als beste Serie und Veronica Ferres als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Zum besten Schauspieler wurde Misel Maticevic gekürt. Unter anderem wurde er für seine Leistungen in "Die dunkle Seite" und "Die Todesautomatik" ausgezeichnet. Wie wir bereits berichteten lehnte Marcel Reich-Ranicki den Preis für sein Lebenswerk ab und äußerte sich spöttisch über das deutsche Fernsehen.

Wie heute bekannt wurde, soll die geplante Diskussionsrunde mit Reich-Ranicki zeitnah aufgezeichnet und in der kommenden Woche ausgestrahlt werden. (dl) (Forum) mehr...

12.10.2008 - TV-Szene

Marcel Reich-Ranicki lehnt Fernsehpreis ab

Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki sorgte am Samstagabend bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises für Empörung unter den Anwesenden. Zum zehnten Mal versammelte sich die deutsche Fernseh-Familie und Reich-Ranicki sollte einen Ehrenpreis für sein Lebenswerk entgegennehmen.

Doch der 88-jährige ließ verlauten: "Ich nehme den Preis nicht an". Es sei schlimm, dass er dies erleben müsse. Er habe schon viele schöne Fernsehabende, zum Beispiel bei Arte, gehabt. "Aber nicht diesen Blödsinn." Die drei Stunden in Köln seien "überflüssig" gewesen und wäre der Preis mit Geld verbunden, hätte er den Betrag nicht angenommen. Weiter prangerte er die allgemeine Situation im deutschen Fernsehen an.

Moderator Thomas Gottschalk schlichtete die Situation und bot dem Literaturpapst an, dass die Stifter des Deutschen Fernsehpreises (ARD, ZDF, Sat.1 und RTL) ihm zusammen eine Sendung ermöglichen, in der er über die Qualität des deutschen Fernsehens diskutieren könne. ARD und ZDF willigten spontan ein, die RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt sah man dagegen kopfschüttelnd im Publikum und auch Sat.1-Chef Matthias Alberti äußerte später, dass er keinen Grund sehe, die Sendung auszustrahlen.

Die Verleihung wird am Sonntagabend im ZDF ausgetrahlt, angeblich in voller Länge, mit der Reich-Ranicki-Szene. (ds) (Forum) mehr...

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