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Wie kommt das Programm zu den Zuschauern ins Wohnzimmer? Hier erfahren sie Neuigkeiten über die Technik rund um das Fernsehen. Dazu gehören die Übertragungswege (Kabel, Satellit, Antenne, IPTV), das digitale Fernsehen, HDTV, aber auch Entwicklungen in der Geräteindustrie und mehr.
30.03.2010 - Technik
Die öffentlich-rechtlichen ungarischen Auslandssender "Duna TV" und "Duna II Autonomia" (Duna = Donau) stellen zum 1. April ihre Verbreitung über Hot Bird 13° Ost ein. "Duna TV" gibt somit auch endgültig seine analoge Satellitenausstrahlung auf, die auch die als Tonunterträger gesendeten ungarischen Hörfunkprogramme betrifft. Danach ist "TV5 Monde Europe" der einzige verbleibende Sender, der über die Satellitenposition 13° Ost noch analog auf Sendung ist. Ab April sind die beiden ungarischen Fernsehsender sowie die Radiosender ausschließlich über den Satelliten Thor auf 1° West digital zu empfangen, dort wurden die Sender bereits am 18. März aufgeschaltet. Darüber hinaus wird "Duna TV" über diese neue Position erstmals auch im HDTV-Format unverschlüsselt ausgestrahlt.
Das ungarische Auslandsfernsehen wird über Thor 5 auf Transponder 33 (12341 MHz, vertikale Polarisation, SR 28000, FEC 7/8) ausgestrahlt. Über die gleiche Satellitenposition sind darüber hinaus noch die beiden ungarischen Fernsehsender "RTL Klub" und "PV TV" unverschlüsselt zu empfangen. Der öffentlich-rechtliche Inlandssender "m2" wird hingegen über Eurobird 9° Ost ausgestrahlt. (jh) (Forum) mehr...
25.03.2010 - Technik
Kürzlich hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine Studie zum hochauflösenden Fernsehen in Deutschland veröffentlicht und dabei die umstrittene Plattform "HD+" sowie die Verschlüsselungspläne der großen Privatsender im Allgemeinen scharf kritisiert. Bemängelt wird vor allem, dass dem Zuschauer zusätzliche Kosten entstehen, die für den Empfang von eigentlichen Free-TV-Inhalten im hochauflösenden Format aufgebracht werden müssen, abgesehen von den Anschaffungskosten für neue Geräte, die zum Empfang von HDTV notwendig sind. Darüber hinaus wird die Einschränkung der Freiheit der Zuschauer kritisiert. Die sogenannte CI-Plus-Schnittstelle ermöglicht den Programmanbietern, Aufnahmen sowie zeitversetztes Fernsehen einzuschränken oder ganz zu verbieten, wodurch das Recht auf eine Privatkopie faktisch ausgehebelt wird. Außerdem besitzen viele der bereits verkauften HDTV-Receiver diese Schnittstelle nicht. Laut Georg Erber, dem für diese Studie zuständigen wissenschaftlichem Mitarbeiter, könnte die von Astra ab dem nächsten Jahr erhobene Jahresgebühr von 50 Euro für "HD+" erst der Anfang sein für weitere gebührenpflichtige Programminhalte im bisherigen Free-TV. Das kostenlose, private "Free-TV" könnte es dann in Zukunft in dieser Form nicht mehr geben. Erber fordert daher, dass die Landesmedienanstalten und das Bundeskartellamt aktiv werden müssen, damit die Bedingungen für einen diskriminierungsfreien Zugang zu HDTV-Inhalten, der nicht zu Lasten der Zuschauer geht, geschaffen werden können. Erber geht sogar soweit, die Sendelizenzen der großen Privatsender in Frage zu stellen, wenn diese für HDTV-Inhalte monatliche Gebühren verlangen sollten.
Zwar senden die öffentlich-rechtlichen Sender ihr HDTV-Programm kostenlos und unverschlüsselt, aber dennoch ist der Anteil der HDTV-Zuschauer verschwindend gering (Georg Erber geht von ca. einem Prozent aus), obwohl bereits eine Vielzahl an Fernsehgeräten, die HDTV darstellen können, in den deutschen Fernsehhaushalten vorhanden sind. (jh) (Forum) mehr...
24.03.2010 - Technik
In der Schweiz werden zur Zeit lediglich die öffentlich-rechtlichen Sender unverschlüsselt über DVB-T ausgestrahlt. Allerdings hat das Schweizer Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) ein Verfahren angekündigt, damit auch Privatsender ihr mögliches Interesse an einer terrestrischen digitalen Ausstrahlung bekunden können. Bis zum 12. Mai werden Stellungnahmen von privaten Anbietern entgegen genommen. Im Anschluss daran wird die BAKOM entscheiden, ob ausreichend terrestrische Frequenzen für die interessierten Sender vorhanden sind ober ob diese durch Ausschreibungen verteilt werden müssen. Darüber hinaus zieht die BAKOM auch in Erwägung, weitere Frequenzen für regionale und lokale Sender freizugeben, falls vorhanden.
Zwar werden in der Schweiz bereits in bestimmten Regionen Privatsender und auch Sender benachbarter Länder über DVB-T ausgestrahlt, etwa über die Anbieter "Telerätia" in Graubünden oder "Valaiscom" im Wallis. Allerdings werden diese Sender durch die Anbieter verschlüsselt und es ist ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich. Es handelt sich dabei also um eine Art "Kabelanschluss aus der Luft". (jh) (Forum) mehr...
23.03.2010 - Technik
Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia bietet vom 25. März bis zum 7. April eine Schnupperaktion an, um den Kunden mit einem "digitalen Kabelanschluss" einen Einblick in seine Bezahlfernsehpakete zu gewähren. Wer über das Grundpaket "Digital TV BASIC" verfügt, wird in diesem Zeitraum je einen Sender aus den vier Paketen "Digital TV FAMILY", "Digital TV Lifestyle", "Digital TV KINDER" und "Digital TV SPORT & MEHR" kostenlos sehen können. Es handelt sich dabei um die Sender "Kinowelt TV", "Romance TV", "Nick Jr. " und "Yacht & Sail". Insgesamt sind in diesen Paketen 54 Spartenkanäle enthalten.
Unitymedia versorgte im April 2008 rund 5,9 Mio. Kabelhaushalte in Nordrhein-Westfalen und Hessen und ist damit nach Kabel Deutschland der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber Deutschlands. (jh) (Forum) mehr...
20.03.2010 - Technik
In Deutschland ist der Fernsehempfang über die Haus- oder Zimmerantenne heutzutage gegenüber Kabel und Satellit von untergeordneter Bedeutung. Betrachtet man ganz Europa, so ist das terrestrische Fernsehen jedoch immer noch der am häufigsten genutzte Empfangsweg, von dem 86 Mio. Haushalte Gebrauch machen. An zweiter Stelle folgt der Fernsehempfang via Satellit, der von 77 Mio. europäischen Haushalten genutzt wird. Knapp dahinter folgt das Kabelfernsehen mit 71 Mio. Haushalten. Der noch relativ junge Verbreitungsweg IPTV wird immerhin von 9 Mio. Fernsehhaushalten genutzt. Diese Zahlen gab vor kurzem der luxemburgische Satellitenbetreiber SES Astra bekannt.
Die Digitalisierungsquote ist mit 92% bei den Satellitenhaushalten am weitesten fortgeschritten. In den meisten europäischen Ländern werden heute die Fernsehsender via Satellit ausschließlich digital verbreitet, jedoch insbesondere in Deutschland wird in vielen Satellitenhaushalten noch analog geschaut. Beim Antennenfernsehen beträgt die Digitalisierungsquote hingegen erst 48%. Zwar ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch in Benelux und Skandinavien das terrestrische Fernsehen bereits vollständig digitalisiert, doch in vielen Ländern, insbesondere in Osteuropa, ist das analoge Antennenfernsehen noch von Bedeutung. Die niedrigste Digitalisierungsquote gibt es in den europäischen Kabelhaushalten mit lediglich 34%. (jh) (Forum) mehr...
11.03.2010 - Technik
Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung führt in Zusammenarbeit mit der GfK Gruppe regelmäßig Untersuchungen zur Verbreitung von digitalen Empfängern in deutschen Fernsehhaushalten durch. Eine kürzlich bekannt gegebene Studie hat dabei ergeben, dass die Anzahl der digitalisierten Haushalte in Deutschland seit Anfang des Jahres sogar leicht zurückgegangen ist. Während im Januar noch 14,68 Mio. Haushalte (von insgesamt 35,49 Mio.), in denen mindestens ein Digitalreceiver zu finden ist, gezählt wurden, so waren es Anfang März mit 14,6 Mio. etwas weniger. Damit sank die Digitalisierungsquote von 41,4% auf 41,1%. Über die Ursachen dieses Rückgangs wurde nichts bekannt gegeben.
Die Studie scheint allerdings deutlich zu machen, dass insbesondere der Start des HDTV-Regelbetriebs von ARD und ZDF im Februar noch nicht zu einem Aufschwung der Digitalisierung des Fernsehens in Deutschland geführt hat. (jh) (Forum) mehr...
26.02.2010 - Technik
Mit Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver ist offiziell der HDTV-Regelbetrieb von ARD und ZDF gestartet. Die hochauflösenden Sender sind unverschlüsselt über die Satellitenposition Astra 19,2° Ost sowie in den meisten Kabelnetzen zu empfangen. Der ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky teilte kürzlich auf der Euroforum-Konferenz mit, dass in Deutschland ca. 90% der Kabelkunden technisch dazu in der Lage sind, ZDF HD zu empfangen, was in der Regel auch den Empfang von Das Erste HD mit einschließt. Etwas anders sieht es bei der HDTV-Variante des deutsch-französischen Kulturkanals Arte aus, der zwar ebenfalls über Astra 19,2° Ost, aber dafür in vielen Kabelnetzen nicht empfangen werden kann.
Bereczky äußerte sich auf der Euroforum-Konferenz auch zur Zukunft des hochauflösenden öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland. So sind keine weiteren HDTV-Sender vor Mai 2012 geplant. Auch einen Regelbetrieb von Eins Festival HD, der zuvor bereits einige Male für jeweils kurze Zeit als "Showcase" auf Sendung war, ist derzeit noch nicht in Planung. Der Kulturkanal 3Sat könnte frühestens Ende 2012 oder im Jahr 2013 auf Sendung gehen, wobei es aber derzeit noch keine konkreten Pläne gibt, wie die Zuschauerredaktion des Senders bekannt gegeben hat. Ende April 2012 möchten die öffentlich-rechtlichen ihre analoge Satellitenverbreitung einstellen, wodurch neue Kapazitäten frei würden, die auch für die HDTV-Ausstrahlung genutzt werden könnten.
Kurz nach dem offiziellen Start von Das Erste HD und ZDF HD gibt es auch schon Kritik am gewählten HDTV-Sendestandard. Stein des Anstoßes ist, dass die beiden Sender ihr Programm im Standard 720p ausstrahlen. Dieses Format hat nicht die volle HDTV-Auflösung, arbeitet aber mit Vollbildern und wurde von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) empfohlen. Die meisten anderen HDTV-Sender in Europa strahlen ihr Programm hingegen im Format 1080i aus, das die volle HDTV-Auflösung hat, jedoch mit Halbbildern arbeitet, wie man es vom Zeilensprungverfahren des analogen Fernsehens kennt. Die Frage, welches der beiden Formate besser ist, spaltet die technisch interessierte Zuschauergemeinde und sorgt in Internetforen für hitzige Diskussionen. Das "Hifi-Forum" hat vor kurzem eine Online-Petition gestartet, in der Das Erste HD, ZDF HD und Arte HD dazu aufgefordert werden, ihr Programm im Format 1080i auszustrahlen. (jh) (Forum) mehr...
30.01.2010 - Technik
Bis vor kurzem sorgte die Verweigerungshaltung von Deutschlands größtem Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland gegenüber einer Einspeisung der öffentlich-rechtlichen HDTV-Sender für Kritik an dem Unternehmen. Der Kabelbetreiber hatte angekündigt, diese Sender nur gegen zusätzliche Einspeisegebühren verbreiten zu wollen, wofür ARD und ZDF jedoch nicht bereit waren. Dieses Verhalten hatte in Medienkreisen und unter Zuschauern, die an hochauflösendem Fernsehen interessiert waren, aber teilweise auch in Reihen der Politik für Empörung gesorgt. Doch nun hat Kabel Deutschland dem öffentlichen Druck nachgegeben und hat sich mit den öffentlich-rechtlichen Programmveranstaltern auf eine Verbreitung ihrer Sender geeinigt.
Zu Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver, die zugleich den Start des Regelbetriebes von Das Erste HD und ZDF HD markieren, werden diese Sender in den ausgebauten Netzen von Kabel Deutschland unverschlüsselt und ohne Zusatzkosten eingespeist. Das bedeutet allerdings auch, dass viele Zuschauer, deren Kabelnetz noch nicht ausgebaut wurde, die hochauflösenden Varianten von ARD und ZDF weiterhin nicht zu sehen bekommen werden.
In den aufgerüsteten Netzen von Kabel Deutschland wird neben Das Erste HD und ZDF HD auch Arte HD eingespeist werden. Die hochauflösende Version des deutsch-französischen Kulturkanals, der schon seit längerer Zeit unverschlüsselt über Satellit sendet, wird jedoch vorerst nicht im Kabelnetz von Unitymedia zu empfangen sein. Selbst beim Anbieter Kabel BW, der für sein verhältnismäßig umfangreiches HDTV-Angebot bekannt ist, wird Arte HD nicht eingespeist. Andere Kabelnetzbetreiber wie z. B. Tele Columbus oder Primacom werden hingegen Arte HD in ihren Netzen verbreiten. Bildquelle: Kabel Deutschland (jh) (Forum) mehr...
22.01.2010 - Technik
Vor nicht allzu langer Zeit ist auf der Satellitenposition Astra 19,2° Ost die ziemlich umstrittene Plattform HD+ gestartet, auf der die großen deutschen Privatsender ihr Programm im hochauflösenden HDTV-Format verschlüsselt anbieten wollen. RTL HD und Vox HD sind bereits auf Sendung, Sat 1 HD, ProSieben HD und Kabel Eins HD werden in Kürze folgen. Kritisiert wird vor allem, dass die Sender auf dieser Plattform die technische Möglichkeit dazu haben, Aufzeichnungen einzuschränken oder zu unterbinden. Diese Restriktionen möchten die großen Privatsender auch dann durchsetzen, wenn ihre HDTV-Ableger in die Kabelnetze eingespeist werden.
Der Kabelnetzbetreiber Kabel BW möchte diese technischen Einschränkungen für die Zuschauer jedoch nicht hinnehmen und hofft auf eine Kompromisslösung. Dagegen kündigte der Kabelnetzbetreiber Primacom an, dass die Sender der HD+-Plattform ab Ende Februar in seinen Netzen eingespeist werden. Ob der Kabelbetreiber hierfür zusätzliche Gebühren verlangt, ist derzeit noch nicht bekannt. Über Satellit ist die Freischaltung für das erste Jahr kostenlos, ab dem zweiten Jahr wird eine Jahresgebühr von 50 Euro verlangt. (jh) (Forum) mehr...
08.01.2010 - Technik
Die fehlende Einspeisung der Showcases von Das Erste HD und ZDF HD bei Deutschlands größtem Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland hat viele Zuschauer, die Interesse am hochauflösenden Fernsehen haben, verärgert. Aus diesem Grund wurde eine Online-Petition gestartet, an der sich bisher weit über 5000 Nutzer beteiligt haben. Kürzlich hat auch Michael Bobrowski, Medienreferent beim Bundesverband der Verbraucherzentrale, in einem Gespräch mit der Zeitschrift DIGITAL FERNSEHEN das Verhalten des Kabelriesen kritisiert. Bobrowski äußerte, dass eine verspätete Einspeisung der öffentlich-rechtlichen HDTV-Sender die Digitalisierung des Kabelfernsehens insgesamt weiterhin verlangsamen könnte. Das Kabelfernsehen laufe Gefahr, im Wettbewerb mit anderen Übertragungswegen wie dem Satellitendirektempfang oder auch IPTV den Anschluss zu verlieren.
Die Kabelkunden sind nach der Einschätzung Bobrowskis gegen die Entscheidungen der großen Kabelnetzbetreiber auch weitgehend machtlos und haben "außer durch entsprechende Beschwerdeschreiben an den Kabelnetzbetreiber und/oder Rundfunkanstalten wenig Möglichkeiten, durch eigene Maßnahmen den Empfang der HDTV-Sendungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu erreichen". Den Kabelkunden, welche technisch und rechtlich die Möglichkeit dazu haben, rät Bobrowski daher dazu, ihren Vertrag fristgerecht zu kündigen und auf Satellitendirektempfang umzusteigen. Tatsächlich dürften aber viele Kabelzuschauer diese Möglichkeit nicht haben, da häufig der Kabelanschluss Bestandteil der Miete ist, keine freie Sicht auf den Satelliten möglich ist oder die Montage einer Satellitenschüssel untersagt wird. Bildquelle: Kabel Deutschland (jh) (Forum) mehr...