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Datum: 06.09.2008 | Kategorie: Filme

Wie wir schon im Mai berichtet hatten, planen die ARD (Hessischer Rundfunk), der ORF und das Schweizer Fernsehen eine Gemeinschaftsproduktion ganz in der Tradition alter Schlagerfilmchen. Diese so genannte "Schlagerette" soll an einem Samstagabend für überdurchschnittliche Einschaltquoten sorgen. Sascha Hehn, der in dieser Produktion den Gegenspieler des Protagonisten, dargestellt von Patrick Lindner, spielt, hat sich nach der Betrachtung des fertigen Produktes nicht gerade positiv geäußert. In einem Interview mit der Münchner Abendzeitung lässt er seinem Unmut bezüglich dieser Produktion freien Lauf: "Als ich mir gestern den fertigen Film angesehen habe, war ich geschockt. Ich habe gehofft, dass das alles ein Projekt für die "Versteckte Kamera" war, das mich davor rettet, den Glauben an meinen Beruf zu verlieren". Hehn kritisiert unter anderem das viel zu kleine Budget und die lieblose Herangehensweise an dieses Projekt: "Dass ein öffentlich-rechtlicher Sender einen Film für die Prime- Time, nämlich Samstagabend, so herunterkurbelt, ist ein Skandal. Ein bisschen Anspruch sollte man doch haben." Hehn ist der Meinung, dass man bei diesem Film 80 Prozent hätte besser machen können. Der Idee, einen Film, ganz in der Tradition von Kinoerfolgen wie "Im weißen Rössl am Wolfgangsee" mit Peter Alexander zu drehen, stand Sascha Hehn eigentlich positiv gegenüber. Die HR-Redakteurin Michaele Scherenberg war von diesen Aussagen sichtlich getroffen. Sie verteidigt sich und erklärt, dass Sascha Hehn während den Dreharbeiten "sehr sehr schwierig" gewesen sei. Am 18. Oktober wird jeder die Möglichkeit haben, in der ARD den fertigen Film sehen zu können um sich somit eine eigene Meinung zu bilden. Foto: hr / Andrea Mayer Rinner (sk)