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Datum: 07.02.2010 | Kategorie: Filme

© ABC
James Cameron und sein Film "Avatar - Aufbruch nach Pandora" erhielten 9 Nominierungen für die begehrte Goldstatue. Dennoch zeigt sich der Regisseur enttäuscht, denn für ihn sehr wichtige Kategorien sind dabei nicht berücksichtigt worden. Und zwar geht es um die Schauspieler-Kategorien, denn er glaubt, dass aufgrund der Animationstechnik die Leistung der Schauspieler, die die Figuren mit Mimik und Bewegung füllten, unberücksichtigt geblieben ist.
Das Science-Fiction-Märchen, welches sich inzwischen zum erfolgreichsten Film aller Zeiten entwickelt hat und mit über 2 Milliarden US-Dollar Einnahmen an den Kinokassen weltweit den ebenfalls von Cameron gedrehten bisherigen Spitzenplatzinhaber "Titanic" auf den zweiten Platz verwies, scheint nach Camerons Meinung von der Academy nicht richtig verstanden worden zu sein: "Die Menschen hat verwirrt, was wir mit der Animation gemacht haben [...] Dabei hat es nichts mit Animation zu tun. Der Erschaffer ist hier der Schauspieler und nicht die unsichtbare Hand eines Animateurs."
Das dürfte aber nicht der einzige Grund sein, denn obwohl Produzent Jon Landau dem Regisseur grundsätzlich beipflichtet, vermutet er noch einen weiteren Aspekt für diese Fehleinschätzung der Academy: "Ich gebe uns auch ein wenig die Schuld, weil wir die Leute nicht entsprechend erzogen haben. Wir hatten unseren Schauspielern das Versprechen gegeben, dass sie auf der Leinwand ihre Darbietungen sehen würden und nicht die Interpretation von irgendjemandem, wie ihre Ausführung sein oder nicht sein könnte."
Trotz allem dürften Cameron und Landau deswegen keine Albträume bekommen, denn ihr Mega-Erfolgs-Streifen geht schließlich als aussichtsreichster Oscar-Abräumer an die Startlinie im Rennen um das goldene Männchen mit dem Schwert, bei dem übrigens auch seine Ex-Frau Kathryn Bigelow mit ihrem im Irak-Krieg handelnden Film "The Hurt Locker" vertreten ist. Der Regisseur gehört inzwischen zu den erfolgreichsten Filmemachern der Welt, hatte er doch bei vielen Blockbustern der letzten Jahre seine Hand im Spiel - als Regisseur oder Drehbuchautor: "Terminator 1-3", "T2 3-D", "Rambo 2 - Der Auftrag", "Aliens - Die Rückkehr", "Abyss - Abrund des Todes", "True Lies - Wahre Lügen", "Terminator S.C.C.", "Titanic" und nun "Avatar - Aufbruch nach Pandora". Zur Zeit arbeitet er an drei neuen Projekten, unter anderem an einem Remake des Klassikers "Fantastic Voyage" ("Die phantastische Reise") aus dem Jahr 1966. Bei dieser Arbeits- und Erfolgsliste dürften seine Honorare wohl Blankoschecks sein. (gh)